Sowjetarmenien 1988. Widerstand aus der Sicht einer Ausländerin. ELISABETH CHEAURÉ
Eine Exkursion durch mehrere Republiken der Sowjetunion, als sich das Land in Agonie befand, führte Professoren und Studierende aus Deutschland auch nach Armenien, damals von massiven Protesten erschüttert. Beeindruckt von der Vielfalt der Themen und der Intensität des Aufruhrs im Land, dokumentierte die Amateur-Fotografin Elisabeth Cheauré einige der Protestplakate und schrieb anschließend einen großen Aufsatz über die Ereignisse. Nun, fast vier Jahrzehnte später, soll das Geschehen noch einmal reflektiert werden.
Der Vortrag wurde für das Deutsch-Armenische Festival (März 2026) in Eriwan erarbeitet und zunächst in russischer Sprache an der Nationalen Akademie der Wissenschaften gehalten. Dort erfolgt erst in jüngerer Zeit eine wissenschaftliche Aufarbeitung jener Ereignisse in den späten 1980er Jahren, die schließlich in die Unabhängigkeit Armeniens mündeten.
Prof. Dr. Elisabeth Cheauré, emeritierte Professorin an der Universität Freiburg, initiierte 2016 zusammen mit der Universität, der Stadt Freiburg, herausragenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und Wissenschaftler*innen das Zwetajewa-Zentrum an der Universität Freiburg e.V., das sie seit der Gründung auch als Vorsitzende leitet.
Bild: © E. Cheauré