SAYAT NOVA (DIE FARBE DES GRANATAPFELS)
Armenische SSR, 1969, OmU, 73 Min.
Regie, Drehbuch: Sergei Parajanov nach Gedichten von Sayat-Nova
Kamera: Suren Shakhbazyan
Schnitt: Sergei Parajanov, Marfo Ponomarenko,
Sergei Yutkevich
Musik: Tigran Mansuryan
Sergei Parajanov wurde als „Kinorebell“ der Sowjetunion gefeiert, seine Verhaftung im Jahre 1973 löste weltweit Proteste aus. Ins internationale Rampenlicht rückte er durch seinen einzigartigen dissidenten Stil, den er mit der freien Künstlerbiografie „Sayat Nova“ zum surrealistischen Höhepunkt führte. Inspiriert von den Lebensstationen des großen armenischen Volkssänger-Dichters gestaltete Parajanov eine lyrische Abfolge atemberaubender und farbenprächtiger Tableaux voller schillernder Symbole: eine kinematografische Fortführung der Miniaturenmalerei und der Ästhetik des frühen Kinos.
Vor Parajanovs Film zeigen wir „Le Charmeur“ (France 1906, 4 Min.) von Segundo de Chomón ein Regie-Magier des frühen Films. Der Film ist ein funkelndes Juwel der Filmgeschichte – ein surrealer Tanz der Formen, der das Publikum damals wie heute in Staunen versetzt.
Bild: Filmstill aus Die Farbe des Granatapfels