Zur „Liquidierung“ von Memorial

Mit tiefer Bestürzung und Fassungslosigkeit haben wir in den letzten Wochen die Entwicklungen um „Memorial International“ und die „Menschenrechtsorganisation Memorial“ verfolgt. 

Memorial hat sich nicht nur große Verdienste um die Aufarbeitung der stalinistischen Vergangenheit erworben und sich für die Menschenrechte eingesetzt, sondern ist dem Zwetajewa-Zentrum seit Jahren ein wichtiger und verlässlicher Partner bei gemeinsamen Projekten. 

Wir haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Moskauer Memorial als hoch engagierte und idealistische Menschen kennengelernt und waren über jede Begegnung mit ihnen beglückt. Umso mehr fühlen wir nun mit ihnen, deren Lebenswerk vor der Vernichtung steht.

Zur Stellungnahme der Europäischen Union siehe:

https://eeas.europa.eu/headquarters/headquarters-homepage/109379/node/109379_en (in englischer Sprache)

https://eeas.europa.eu/headquarters/headquarters-homepage/109381/node/109381_ru (in russischer Sprache)

Prof. Dr. Elisabeth Cheauré, Vorsitzende des Zwetajewa-Zentrums

Das Zwetajewa-Zentrum. Über uns

Der Verein „Zwetajewa-Zentrum für russische Kultur an der Universität Freiburg e.V.“ wurde am 23. Dezember 2016 auf Initiative der Stadt Freiburg, der Albert-Ludwigs-Universität sowie von Persönlichkeiten, die eng mit Russland und seiner Kultur verbunden sind, gegründet.

Durch die Namensgebung wird die russische Dichterin Marina Zwetajewa (1892-1941) gewürdigt. Sie lebte zu Beginn des 20. Jahrhunderts längere Zeit in Freiburg und ist Deutschland auch in ihrem literarischen Werk eng verbunden.

Heute erinnert in der Wallstraße eine Gedenktafel an die große Dichterin; auch eine Straße im Stadtteil Rieselfeld ist nach Zwetajewa benannt.

Das Zwetajewa-Zentrum pflegt enge kulturelle und wissenschaftliche Beziehungen zu Russland pflegen und vermittelt die russische Kultur in den Freiburger Raum und darüber hinaus.

In Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Freiburg, den universitären Einrichtungen, anderen Kulturinstitutionen der Stadt und der Region am Oberrhein werden Vortragsreihen, Ausstellungen (insbesondere auch Ausstellungsfilme), Lesungen u.a.m. angeboten.

Ein Markenzeichen des Zwetajewa-Zentrums sind die regelmäßig durchgeführten Russischen Kulturtage

Die aufgezeichneten  Vorträge der Russischen Kulturtage können Sie hier ansehen:

Prof. Dr. Dr. Dirk Kemper (RGGU, Moskau): “lechts und rinks kann man leicht velwechsern. Wie Dostoevskij in Deutschland literarisch eingebürgert wurde.”
https://uni-freiburg.cloud.panopto.eu/Panopto/Pages/Viewer.aspx?id=4b4b49b1-cb29-4f40-b32f-ade200dea91e

Prof. Dr. Aleksej Žerebin (Herzen-Universität Sankt Petersburg): Wie viel Freiheit erträgt der Mensch? Zu Dostoevskijs Europa-Kritik.
https://uni-freiburg.cloud.panopto.eu/Panopto/Pages/Viewer.aspx?id=205abd75-23e1-4f65-a1bd-ade200e07da8

Prof. Dr. Elisabeth Cheauré (Universität Freiburg): Dostoevskij. FrauenBilder. Kurzvortrag zu den Installationen in Baden-Baden und Basel mit Screening des Films „Polyphonie. Frauen und Dostoevskij“ (mit Diskussion)
https://uni-freiburg.cloud.panopto.eu/Panopto/Pages/Viewer.aspx?id=77af7fa2-0ee6-49fd-8f09-ade300cd26d4

Dr. Regine Nohejl (Universität Freiburg): Dostoevskij – der Spieler. Vortrag und Filmscreening
https://uni-freiburg.cloud.panopto.eu/Panopto/Pages/Viewer.aspx?id=c66c82c4-b52b-4aa3-b05d-adea00cf8771

Katja Plachov: „Wie ein Krimi: Die deutsche Dostoevskij-Nachlassausgabe um René Fülöp-Miller“ https://uni-freiburg.cloud.panopto.eu/Panopto/Pages/Viewer.aspx?id=fc435b0f-1729-426a-b6fb-adf200c5cf7f

Theaterperformance von Maria Thorgevskaja im Literaturhaus

https://www.youtube.com/watch?v=NX0GHkS6KY0