Das „russische Freiburg“

DAS „RUSSISCHE“ FREIBURG

Ein Buch von Elisabeth Cheauré. Mit Gastbeiträgen von Marie-Luise Bott, Heiko Haumann, Peter Kalchthaler, Karin van Mourik und Natalia Barannikova

Erschienen im Rombach-Verlag (Freiburg) 2020; 34 €

Freiburg und Russland haben eine facettenreiche gemeinsame Geschichte: Einst war ein russischer Zar in Freiburg, die Firma Welte verbreitete weltweit russische Musik und der erste deutsche Passionsfilm unter russischer Regie wurde in Freiburg gedreht. Viele junge Menschen aus dem Russischen Reich studierten an die Freiburger Universität, seit 1930 existiert der legendäre Russische Chor in der Stadt. Ein dunkles historisches Kapitel sind die Schicksale sowjetischer Menschen, die während des Zweiten Weltkrieges in Freiburger Betrieben zur Arbeit gezwungen wurden. Spannend erzählt und reich bebildert präsentiert das Buch zum ersten Mal diese und andere vergangene und gegenwärtige „russische“ Spuren in Freiburg – mit neuen Erkenntnissen zur Geschichte der Stadt und ihrer internationalen Vernetzung.

Heraus aus dem Schatten von Heidelberg, Baden-Baden und Badenweiler: Die Slawistin Elisabeth Cheauré hat in einem prächtigen Buch alles über das “russische” Freiburg zusammengetragen.

Bettina Schulte in der Badischen Zeitung (19.6.2020)

Aus dem Inhalt:

  • „RUSSISCHES“ FREIBURG? (Annäherung an eine Terra incognita)
  • JAHRESWECHSEL 1813/14 (Gipfeltreffen nach der Völkerschlacht)
  • „RUSSISCHE“ TRADITIONEN AUF SCHLOSS EBNET
  • EUROPÄISCHE NETZWERKE UND FREIBURGER KLEINOD („Russische“ Spuren im Colombischlössle)
  • EINE GESCHEITERTE GEFANGENENBEFREIUNG (Der Revolutionär Leo Deutsch in Freiburg)
  • VON EINEM ENGEL IN DEN HIMMEL GELEITET… (Eine Petersburgerin in Freiburg: Pauline Schleip, geb. Osterloff, verw. von Nagel)
  • DAS FREIBURGER KREUZ IN SANKT PETERSBURG
  • DAS MÜNSTER IN EIN MOSKAUER MUSEUM? (Iwan Zwetajew in Freiburg)
  • DER HEILIGE GEORG, DAS SCHWABENTOR UND EINE LIEBE (Marina und Anastasija Zwetajewa)
  • LETZTE BEGEGNUNGEN (Anastasija Zwetajewa und Freiburg)
  • RUSSISCHE STUDIERENDE, RUSSISCHE LEHRENDE – UND EIN BERÜHMTER BULGARE („Russisches“ an der Albert-Ludwigs-Universität und anderen Freiburger Hochschulen)
  • TECHNISCHE INNOVATIONEN UND WELTERFOLGE (Die Firma Welte und die russische Klavierkunst)
  • PHILOSOPHIE AM VORABEND DES GROSSEN KRIEGES (Die deutsch-russische Zeitschrift Logos)
  • VON „ZAR UND ZIMMERMANN“ BIS „JOHN LENNON IM ROCK“ (Russisches auf Freiburger Bühnen)
  • SZENEN EINER PROVINZPOSSE („Der Fall Pawlowa“ oder: Warum ein Weltstar nicht nach Freiburg kam)
  • „IN LENINGRAD ERSCHOSSEN“ (Das bewegende Schicksal der russisch-badischen Familie Dmitrewski)
  • MOSKAUER PALAIS UND HERDERMER VILLA (Die Familiengeschichte der Freiburger Künstlerin Vera Krafft)
  • UNTER RUSSISCHER REGIE (Oberammergau“ in Freiburg)
  • ALEXANDER KRESLING UND DER RUSSISCHE CHOR (Von einer Petersburger Apotheke zur „Liedbrücke“)
  • VON SPÄTZLE ZU HEGEL (Die „Heilige Gemeinde“: Erinnerungen an ein buntes Häuflein russischer Gelehrter im Freiburg der Zwanziger Jahre)
  • „FREIBURG HAT MICH BEZAUBERT…“ (Maxim Gorki und seine „Eiserne Frau“ in Günterstal)
  • MUSIK BAUT BRÜCKEN (Russisches“ im Freiburger Musikleben)
  • DAS DUNKELSTE KAPITEL (Kriegsgefangene und „Ostarbeiter“ in Freiburg)
  • WENDEJAHR 1989 (Freiburg wird für Wochen „russisch“)
  • DIALOG ALS PROGRAMM (Von der Deutsch-sowjetischen Gesellschaft zur West-Ost-Gesellschaft)
  • GLAUBENSGEMEINSCHAFTEN UND KULTURTRANSFER (Orthodoxe Kirche, Jüdische Gemeinde und Katholische Akademie)
  • KIEW – BERLIN – FREIBURG (Die leidenschaftliche Übersetzerin Swetlana Geier)
  • ÜBERFÄLLIG: EIN RUSSISCHES KULTURZENTRUM IN FREIBURG (Das Zwetajewa-Zentrum für russische Kultur an der Universität Freiburg e.V.)