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Jenseits der Heimat. Die russische Gemeinde im nationalsozialistischen Berlin

4. Dezember, 18:00

Marina Chernykh (Universität Freiburg)

Das „russische Berlin“ der 20er Jahre steht für einen herausragenden Höhepunkt russischer Kultur in Deutschland. Die Hauptstadt blieb jedoch auch im Nationalsozialismus Lebensmittelpunkt mehrerer Tausend russischer Emigrant*innen. Doch wie konnte eine nationale Minderheit in einem durch Rassismus und Nationalismus geprägten Deutschland bestehen? Der Vortrag gibt Einblick in das von Widersprüchen, Illusionen und Bedrohungen bestimmte „russische Leben“ Berlins zwischen der „Machtergreifung“ 1933 und der deutschen Kapitulation im Zweiten Weltkrieg 1945. Anhand vieler Beispiele aus den Bereichen Religion und Kultur, aber auch der Politik, wird die Welt dieser Gemeinde anschaulich dargelegt.

Im Fokus steht dabei die Frage nach der inneren Positionierung der Emigrant*innen zwischen drei Ankerpunkten und ihrem Blick auf die konfliktreiche Beziehung dieser Staaten: ihrem Lebensmittelpunkt Deutschland, der Sowjetunion und dem russischen Kaiserreich, das sie einst als Flüchtlinge vor der Revolution und dem anschließenden Bürgerkrieg verließen.

Die Referentin Marina Chernykh ist Doktorandin an der ALU Freiburg und forscht derzeit zur russischen Emigration unter nationalsozialistischer Diktatur.

Details

Datum:
4. Dezember
Zeit:
18:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Universität Freiburg, Hörsaal 1009
Platz der Universität 3
79098 Freiburg, + Google Karte