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Զարե / Zare, Stummfilmkonzert. MUSIKBEGLEITUNG VON GÜNTER A. BUCHWALD
FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge
CINEMA OF ARMENIA
Zare | Regie: Hamo Beknazarian | UdSSR 1926 | 69 Min.
Musikbegleitung: Günter Buchwald
Der Film Զարե / Zare, der Ende 1926 produziert wurde, war der zweite armenische Stummfilm überhaupt. Genau wie der erste, Namus, wurde er von dem Kinopionier Hamo Beknazarian (1891 – 1965) geschrieben und inszeniert. Der Film, eine Mischung aus Thriller und Melodram, spielt im Jahr 1915 an den Hängen des Berges Alagyaz und erzählt die Geschichte eines kurdischen Mädchens namens Zare und ihres Geliebten Saydo, die unfreiwillig in die Machenschaften des Stammesführers Timurbek mit den zaristischen Behörden verwickelt werden. Der Film gilt auch als einer der ersten Filme, der das Leben kurdischer und jesidischer Menschen darstellt.
Hamo Beknazarian (1891 – 1965) war zunächst Filmschauspieler und Star des vorrevolutionären russischen Kinos. Später war er maßgeblich an der Entwicklung des Kinos aller drei kaukasischen sozialistischen Republiken (Armenien, Aserbaidschan und Georgien) beteiligt. In Armenien verantwortete er u. a. sowohl den ersten offiziellen Spielfilm der armenischen Kinogeschichte (Namus, 1925) und ihren ersten Tonfilm Pepo (1933). Der zweite Langfilm der armenischen Kinematographie, Զարե / Zare, gilt zugleich als erster Film überhaupt, der das Leben jesidischer Kurden illustriert und feiert.
Abbildung: Filmstill aus Zare.
