Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Vernissage. AUSSTELLUNG: Anklage: „Armenier! ” Spuren sowjetischer Vergangenheit und FOTOAUSSTELLUNG VON MICHEL ABESSER: Zement und Gedächtnis

3. Dezember 2025, 18:00

FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge

DOPPELAUSSTELLUNG

Anklage: „Armenier! ” Spuren sowjetischer Vergangenheit

Die Ausstellung „Anklage: ‚Armenier!‘“ zeigt anhand von Chroniken, Dokumenten und persönlichen Schicksalen, wie sich die Sowjetisierung und der staatliche Terror in der UdSSR auf das nationale Bewusstsein der Armenier ausgewirkt haben und bis heute die Erinnerungskultur an die Sowjetzeit bestimmen.

Zugleich steht die tragische Geschichte der Armenier in der UdSSR oft im Schatten anderer, weitaus bekannterer Katastrophen der Sowjetzeit: vom GULag bis zum Terror gegen „nationale Minderheiten“. So stellt die Deportation der Armenier im Jahr 1949 bis heute sogar in der wissenschaftlichen Forschung oft noch ein Randthema dar. In dieser Ausstellung wird versucht, alle wichtigen Ereignisse der komplexen Geschichte Sowjetarmeniens zu reflektieren.

Kuratorin:

Anna Margolis, Wissenschaftlerin und Künstlerin, wurde in Moskau geboren und lebt heute in Jerewan. Seit über einem Jahrzehnt arbeitet sie zusammen mit der Menschenrechtsorganisation Memorial an Projekten, die sich mit Erinnerung, Ego-Dokumenten und der Kartierung von Orten des sowjetischen Terrors befassen. In jüngster Zeit setzt sich Anna Margolis vor allem mit der komplexen Vergangenheit Armeniens auseinander (s. 04. 12. 2025, Diskussion: NAREK SUKIASYAN, ANNA MARGOLIS, MICHEL ABESSER).

Kooperationen: WOG, Kommunales Kino, Hazarashen Armenian Center for Ethnological Studies, CRF Center for Rights and Freedom, d’Arvestanots, HayArt Centre, KulturDialog Armenien

Foto: privat.

FOTOAUSSTELLUNG VON MICHEL ABESSER. Zement und Gedächtnis

Die Fotoausstellung „Zement und Gedächtnis“ erkundet die Stadtlandschaft von Armeniens Hauptstadt Jerewan, ihre Materialität, ihren sozialen Puls und die unterschiedlichen Schichten ihrer Vergangenheit.

Michel Abeßer nähert sich der Stadt dabei aus einer Außenseiterperspektive mit analogen und digitalen Fotografien und betrachtet sie durch visuelle Querschnitte. Dabei fragt er nach Spannungsfeldern zwischen postsozialistischem Aufbruch und Tradition, dem „Sowjetischen“ und „Nationalen“ im städtischen Raum, sowie dem Charakter als Ort des Exils und Herz der Nation.

PD Dr. Michel Abeßer ist Akademischer Rat am Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte der Universität Freiburg und Fotograf. Er hat sich in seiner Forschung zunächst intensiv mit sowjetischer Kultur- und Alltagsgeschichte auseinandergesetzt und ein Buch zum Jazz in der Sowjetunion nach 1953 herausgebracht. Gegenwärtig beschäftigt er sich mit der multiethnischen Geschichte des Schwarzmeerraums und seiner Wirtschaft und arbeitet an einer Studie zur Geschichte des südlichen Don-Gebietes.

Kooperationen: Kommunales Kino, DGO, Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte

Foto: © Michel Abeßer.

 

Eintritt frei

 

 

Details

Datum:
3. Dezember 2025
Zeit:
18:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstalter

Zwetajewa-Zentrum an der Universität Freiburg e.V.
Kommunales Kino
Hazarashen Armenian Center for Ethnological Studies
CRF Center for Rights and Freedom
HayArt Centre
KulturDialog Armenien
d’Arvestanots
Lehrstuhl für Neuere und Osteuropäische Geschichte
DGO

Veranstaltungsort

Kommunales Kino
Urachstraße 40
Freiburg, 79102
Google Karte anzeigen
de_DEDE