ANTON LIAVITSKI. THE COLLAPSE OF THE SOVIET UNION AS A PARTITION
Dieser Vortrag analysiert, wie die belarussische und ukrainische Öffentlichkeit um 1990 die Erfahrungen mit dem sowjetischen Föderalismus sowie dessen gewaltsamem Ende diskutierte. Aus dieser Perspektive erscheint der Zerfall der UdSSR nicht als die Befreiung bereits bestehender Nationen, sondern als eine Teilung: Statt die Spannungen innerhalb eines multiethnischen Gemeinwesens zu lösen, brachte sie neue Hierarchien, Spannungen und Konflikte hervor.

Dr. Anton Liavitski forscht und lehrt seit Mai 2026 am Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte an der Universität Freiburg.
Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Geschichte der Demokratie, der Nationalismusforschung und der sowjetischen Geschichte.
Nach seiner Promotion an der Ludwig-Maximilians-Universität München (2022) war er unter anderem an der Central European University in Budapest und an der Universität St. Gallen tätig. Seine Aufsätze erschienen in Europe-Asia Studies, Archiv für Sozialgeschichte und Kritika.
Eintritt frei
Foto: Banner in Markizivka, Ukraine. Wikicommons
