OLGA NIKONOVA. MAPPING FALLOUT MEMORY. Die unsichtbaren Grenzen einer der größten Nuklearkatastrophen des 20. Jahrhunderts
Der Vortrag widmet sich der Kyshtym-Katastrophe von 1957 und ihren langfristigen ökologischen und gesellschaftlichen Folgen im Südural. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie Wissen und Erinnerung an die Katastrophe räumlich und kulturell begrenzt wurden. Ausgehend vom Konzept der fallout memory wird untersucht, in welchem Verhältnis die Geographie der radioaktiven Belastung zur Geographie ihrer gesellschaftlichen Wahrnehmung und Erinnerung steht.

Prof. Dr. Olga Nikonova, Historikerin, war Professorin und Leiterin des Lehrstuhls für russische und internationale Geschichte an der Süd-Uralischen Staatlichen Universität in Tscheljabinsk.
Seit 2024 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Tübingen und der Humboldt-Universität zu Berlin tätig. In ihrer aktuellen Forschung beschäftigt sie sich mit den ökologischen Folgen des sowjetischen Atomprojekts und deren gesellschaftlicher und erinnerungskultureller Aufarbeitung in Russland und Kasachstan.
Eintritt frei
