Sans retour possible. REGIE: JACQUES KÉBADIAN / SERGE AVÉDIKIAN
Sans retour possible | Regie: Jacques Kebadian, Serge Avédikian | Frankreich 1983 | 110 Min. | OmU
„Keine Rückkehr möglich“: Diese drei Worte stehen auf den Ausweispapieren der Armenier, die nach den Massakern von 1915 aus der Türkei geflohen sind. Sans retour possible ist ein Meilenstein in der filmischen Darstellung armenischen Lebens, in dem ältere armenische Menschen, die eine neue Heimat in Frankreich gefunden haben, Erinnerungen an ihre Kindheit im Osmanischen Reich wach werden lassen.
Jacques Kebadian wurde 1940 in Frankreich als Sohn armenischer Eltern geboren. Nach seinem IDHEC-Studium, der Zeit als Assistent von Robert Bresson und seinem Spielfilmdebüt Trotsky (1967), wandte er sich dem Dokumentarfilm zu. In den 1980ern spürte Kebadian das Bedürfnis, das mythische Land zu erforschen, von dem ihm sein mittlerweile verstorbener Vater erzählt hatte. So entstanden Filme wie Armenia 1900 (1981) und Sans retour possible (1983), die sich mit der Geschichte der Armenier und ihrer Diaspora auseinandersetzen.
Serge Avédikian ist ein armenisch-französischer Schauspieler, Regisseur und Produzent. Seine Eltern wurden in Frankreich geboren und waren Kinder von Überlebenden des Völkermords an den Armeniern. Avédikians Filme sind bekannt für ihre Auseinandersetzung mit der armenischen Geschichte und die Infragestellung etablierter Normen. Er gewann 2010 die Goldene Palme in Cannes für Chienne d’histoire.
Abbildung: Filmstill aus Sans retour possible.