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SUMMARY:DER SPIEGEL. Regie: Andrej Tarkowskij. Film mit Einführung
DESCRIPTION:Sowjetunion 1975\, OmU\, 108 Min. \nBuch: Andrej Tarkowskij\, Alexander Mischarin / Kamera: Georgi Rerberg / Schnitt: Ljudmila Feiginowa \nTarkowskij wollte mit diesem Film „über all das sprechen\, was mir am kostbarsten ist“ – unmittelbar und ohne erzählerische Konventionen. In dem stark autobiografisch bestimmten Film gibt der Protagonist sein Leben\, seine Erinnerungen\, seine Ängste und Obsessionen preis. Er ist Sohn geschiedener Eltern\, auf der Suche nach der verlorenen Zeit und nach der eigenen Identität. Sein privates Schicksal ist verbunden mit den gesellschaftlichen Erschütterungen und Umbrüchen der Sowjetunion zwischen 1930 und den 70er Jahren. \nTarkowskij macht die Erinnerung selbst zur Struktur des Films: Bilder\, Stimmen\, Gedichte\, Musik und Archivaufnahmen verbinden sich zu einem Bewusstseinsstrom. Er arbeitete an zahlreichen Fassungen\, bevor die komplexe Struktur des Films ihre endgültige Form fand. Wie viele seiner Werke ist Der Spiegel von Malerei\, Musik und Poesie geprägt. \nEinführung: Neriman Bayram \nFilmstill: Der Spiegel
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SUMMARY:STALKER. Regie: Andrej Tarkowskij. Film mit Einführung
DESCRIPTION:Sowjetunion 1979\, OmU\, 163 Min. / Buch: Arkadi und Boris Strugazki\, Andrej Tarkowskij / Kamera: Alexander Knjaschinski\, Georgi Rerberg / Schnitt: Ljudmila Feiginowa \nEin Schriftsteller und ein Wissenschaftler begeben sich unter der Führung eines geheimnisvollen Stalkers in die verbotene „Zone“. Im Zentrum der Zone befindet sich ein geheimnisvoller Raum\, in dem sich angeblich die tiefsten Wünsche eines Menschen erfüllen. Doch der Weg dorthin ist weder geradlinig noch ungefährlich. Der Stalker kennt die Regeln der Zone und führt seine Begleiter durch eine Landschaft\, in der sich äußere Realität und innere Erfahrung zunehmend vermischen. \nDie Expedition wird zur Reise in die Innenwelt der Protagonisten\, ins Imaginäre\, ins Schweigen. \nEinführung: Prof. Dr. Franz Leithold \nFilmstill: Stalker
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SUMMARY:PAULA OPPERMANN. THUNDER CROSS: FASCIST ANTISEMITISM IN TWENTIETH-CENTURY LATVIA. Buchpräsentation und Diskussion
DESCRIPTION:Die 1932 gegründete Partei „Donnerkreuz“ (Pērkonkrusts) war zu Beginn des 20. Jahrhunderts die bedeutendste rechtsgerichtete Partei Lettlands. Ihr Motto – „Lettland den Letten!“ – spiegelte die ultranationalistische Rhetorik ähnlicher Bewegungen in ganz Europa zu dieser Zeit wider. Der Antisemitismus\, der den Kern der Ideologie von Pērkonkrusts bildete\, blieb während des gesamten 20. Jahrhunderts eine treibende Kraft für die lettischen Faschisten und hielt sich trotz sich wandelnder historischer und politischer Kontexte. \nDr. Paula A. Oppermann forscht zur Geschichte des Antisemitismus\, Faschismus und Holocaust in Lettland und Deutschland. Sie studierte Geschichte und Baltistik an der Universität Greifswald und Holocaustund Genozidstudien an der Uppsala Universitet. 2022 wurde sie mit einer Arbeit über Pērkonkrusts an der University of Glasgow promoviert\, die 2025 bei University of Wisconsin Press unter dem Titel Thunder Cross. Fascist Antisemitism in Twentieth Century Latvia erschien.
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LOCATION:Alte Universität\, Max-Kade-Auditorium 2\, Bertoldstr. 17\, Freiburg\, 79098
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SUMMARY:DAS OPFER. Regie: Andrej Tarkowskij. Film mit Einführung
DESCRIPTION:Schweden/Großbritannien/Frankreich 1986\, OmU\, 149 Min.\nBuch: Andrej Tarkowskij / Kamera: Sven Nykvist / Schnitt: Andrej Tarkowskij\, Michal Leszczylowski \nMit Das Opfer schuf Andrej Tarkowskij seinen letzten Film und zugleich eines seiner konzentriertesten Werke. Das Kammerspiel erzählt von Alexander\, einem ehemaligen Schauspieler und Philosophen\, der seinen Geburtstag mit Familie und Freunden in einem abgelegenen Haus auf der schwedischen Insel Gotland feiert. Die Nachricht von einem drohenden Atomkrieg verändert plötzlich alles. \nWährend die Welt vor einer möglichen Katastrophe steht\, gerät Alexanders bisheriges Leben aus den Fugen. In seiner Verzweiflung sucht er nach einer Möglichkeit\, das drohende Unheil abzuwenden\, und ist bereit\, dafür ein persönliches Opfer zu bringen. Die langen\, virtuosen Einstellungen verleihen dem Geschehen eine eigentümliche Ruhe und zugleich eine wachsende Spannung. Wie in vielen seiner Filme wird auch hier das Haus zu einem zentralen Ort der Erinnerung und des Verfalls. \nDie Zusammenarbeit mit dem Kameramann Sven Nykvist und dem Schauspieler Erland Josephson verweist auf Tarkowskijs enge Verbindung zur filmischen Welt Ingmar Bergmans. Zugleich bleibt Das Opfer unverkennbar Tarkowskijs eigenes Werk: eine Meditation über die Zerbrechlichkeit des Lebens. \nEinführung: Ida Kaever \nFilmstill: Das Opfer
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SUMMARY:BRIGITTE VAN KANN. ACH\, ODESSA... Ein Stadtporträt mit Bildern und Geschichten
DESCRIPTION:Welche andere europäische Stadt hätte so lebendige Mythen hervorgebracht wie Odessa? \nDabei ist die Hafenstadt am Schwarzen Meer mit gerade einmal 230 Jahren Europas jüngste Metropole. Seit der Gründung durch Katharina die Große 1794 lockte Odessa mit Freiheiten und Aufstiegsmöglichkeiten\, die es sonst nirgends gab. Menschen aus aller Herren Länder\, aller Berufe\, Sprachen und Religionen waren willkommen. Gemeinsam erschufen sie einen der großen europäischen Sehnsuchtsorte: prachtvoll\, von immensem wirtschaftlichem und kulturellem Reichtum. \nHeute ist Odessa eine ukrainische Stadt im Krieg\, die um ihr Überleben kämpft – und sich vielfach von ihrer russischen Vergangenheit lösen will. \nBrigitte van Kann\, Slawistin aus Hamburg\, berichtet von ihrer Reise nach Odessa im Oktober 2025. \nHeinzl Spagl liest Odessaer Geschichten von Isaak Babel und vielen anderen. \nEine Kooperationsveranstaltung mit dem Literaturhaus Freiburg\, das in diesem Jahr ebenfalls sein 10-jähriges Bestehen feiert.\nFoto: Opernhaus in Odessa
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LOCATION:Literaturhaus Freiburg\, Bertoldstr. 17 (Torbogen)\, Freiburg\, 79098
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SUMMARY:NOSTALGHIA. Regie: Andrej Tarkowskij. Film mit Einführung
DESCRIPTION:Italien/Sowjetunion 1983\, OmU\, 125 Min. / Buch: Andrej Tarkowskij\, Tonino Guerra / Kamera: Giuseppe Lanci / Schnitt: Amedeo Salfa \nDer russische Schriftsteller Andrej Gortschakow reist nach Italien\, um über einen russischen Komponisten zu recherchieren\, der dort einst lebte. Doch fern von seiner Heimat gerät er zunehmend in einen Zustand der Entfremdung und Sehnsucht. In dem geheimnisvollen Domenico begegnet er einem Mann\, dessen radikales Verhalten zwischen Vision\, Glauben und Wahnsinn schwankt. \nNostalghia ist Tarkowskijs erster außerhalb der Sowjetunion entstandener Spielfilm und zugleich stark von seiner eigenen Erfahrung des Exils geprägt. Die Sehnsucht nach der Heimat wird zu einer existenziellen Erfahrung. Italienische Landschaften\, verlassene Gebäude\, Wasser und Nebel verbinden sich zu einer melancholischen\, traumartigen Welt. \nEinführung: Arman Kazarjan \nFilmstill: Nostalghia
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SUMMARY:MICHAEL THUMANN. EUROPAS NEUE TEILUNG
DESCRIPTION:Wladimir Putin hat Russland vom Rest Europas entfernt wie kaum ein russischer Herrscher vor ihm. Mit dem Angriffskrieg gegen die Ukraine hat er den Kontinent nachhaltiger geteilt als im Kalten Krieg. Das russische Regime und die Propaganda stellen Europa als einen Feind dar\, der einerseits gefährlich und andererseits dem unausweichlichen Untergang geweiht sei. Darüber hinaus hat Putin gezielt und systematisch die deutschrussischen Beziehungen auf staatlicher und gesellschaftlicher Ebene zerrüttet. Mit neuen Gesetzen und mittels der willfährigen Justiz hat er die einst blühenden zivilgesellschaftlichen Verflechtungen gekappt. Das Vermögen und die Investitionen europäischer Firmen in Russland hat er einziehen und verteilen lassen. Unangemessene Entscheidungen in Europa und Deutschland vertiefen die Spaltung des Kontinents. Es entstehen verzerrte Bilder und Vorstellungen von der jeweils anderen Seite. Die präzedenzlose Sprachlosigkeit zwischen Russland und Europa wird zur Bedrohung des Friedens auf dem Kontinent. \nMichael Thumann ist als außenpolitischer Korrespondent der Wochenzeitung Die Zeit und Bestsellerautor international bekannt und ein häufig nachgefragter Gast in den deutschen Medien und Talkshows. \nThumann gilt als einer der besten Kenner der gegenwärtigen Politik in Russland und wurde mehrfach ausgezeichnet (u.a. zweimal mit dem Deutschen Journalistenpreis). \nBild © Stephan Röhl
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SUMMARY:ELISABETH CHEAURÉ / DETLEF HEUSINGER. ZEIT:FRAGEN. RUSSLAND (mit Brunch)
DESCRIPTION:DISKUSSION\nDie von Jürgen Habermas vor etlichen Jahren ausgerufene Neue Unübersichtlichkeit ist zu einem Euphemismus geworden. Täglich prasseln auf uns Informationen ein\, die\, als Infotainment verpackt\, kaum noch Raum lassen für eigenes Nach- oder Vordenken. Die Büchse der Pandora ist geöffnet\, und uns bleibt nur die Hoffnung\, im offenen Diskurs zu einem neuen Miteinander zu finden. Dazu möchte das von Waldhof e.V. – Akademie für Weiterbildung initiierte Format ZEIT:FRAGEN geistreich beitragen. \nNach einem gemeinsamen Brunch an Sonntagen ab 9:30 gibt es ab 11:00 eine Lesung und/oder Diskussion mit namhaften Autor*innen. \nDetlef Heusinger ist Komponist\, Dirigent und Regisseur. Er war Leiter des SWR Experimentalstudios in Freiburg und leitet seit 2026 die Waldhof e.V. – Akademie für Weiterbildung. \nProf. Dr. Elisabeth Cheauré ist Slawistin\, Kulturwissenschaftlerin\, Gender-Forscherin und Vorsitzende des Zwetajewa-Zentrums. Sie studierte ein Jahr in der Sowjetunion\, leitete mehrere Kooperationsprojekte mit Russland und hielt sich über Jahrzehnte hinweg immer wieder in Russland auf. \nAnmeldung für Brunch:\n0761-67134 oder sekretariat@waldhof-freiburg.de \nEintritt: 10 € (ohne Brunch)\, 25 € (mit Brunch) \nBilder: © Privat; © Christine Joos
URL:https://www.zwetajewa-zentrum.de/veranstaltung/elisabeth-cheaure-detlef-heusinger-zeitfragen-russland-mit-brunch/
LOCATION:Waldhof e.V. – Akademie für Weiterbildung\, Im Waldhof 16\, Freiburg\, Bundesstaat wählen:\, 79117\, Germany
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