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SUMMARY:ULRIKE GERST. LICHT FARBE ARCHITEKTUR. Impressionen aus Armenien
DESCRIPTION:  \nAusstellungsdauer\n06.11. – 06.12.2026 \nIm März dieses Jahres reiste die Künstlerin Ulrike Gerst mit der Freiburger Kulturdelegation des Zwetajewa-Zentrums für zehn Tage nach Armenien. Die dortigen Eindrücke wurden zu einer Inspirationsquelle für ihre aktuellen Arbeiten. Während ihres Aufenthalts setzte sie sich intensiv mit der außergewöhnlichen Topografie und der vielschichtigen Architektur des Landes auseinander. Bei ihren Spaziergängen durch die Stadt hielt sie die besondere Architektur und Atmosphäre fotografisch fest. So fing sie kleine\, atmosphärische Miniaturen sowie das Zusammenspiel von Licht\, Architektur und Farbe ein. Ein besonderer Fokus lag dabei auf den ungewöhnlichen Kombinationen von armenischer und russischer Moderne. In ihren Bildern fängt sie das spannungsreiche Nebeneinander aus historischem Erbe\, sowjetischer Moderne und einer rasanten postsowjetischen Globalisierung ein\, das die heutige Architekturlandschaft des Landes so spürbar prägt. \nDiese Ausstellung zeigt\, wie Ulrike Gerst in ihren neuen Werken vielschichtige visuelle Fragmente und architektonische Kontraste\nkünstlerisch umsetzt. \nUlrike Gerst wurde in Neustadt an der Weinstraße geboren und studierte zunächst an der PH Freiburg\, anschließend Malerei an der Freien Hochschule für Grafik-Design & Kunst Freiburg. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Freiburg und Berlin.\nwww.ulrikegerst.de \nAls visuelle Ergänzung und Begleitprogramm zur Ausstellung hat sich Ulrike Gerst den Film ASHIK KERIB von Sergej Paradschanow gewünscht (siehe 06.12.2026). \nBild © Ulrike Gerst
URL:https://www.zwetajewa-zentrum.de/veranstaltung/ulrike-gerst-licht-farbe-architektur-impressionen-aus-armenien-2/
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SUMMARY:ANTON LIAVITSKI. THE COLLAPSE OF THE SOVIET UNION AS A PARTITION
DESCRIPTION:Dieser Vortrag analysiert\, wie die belarussische und ukrainische Öffentlichkeit um 1990 die Erfahrungen mit dem sowjetischen Föderalismus sowie dessen gewaltsamem Ende diskutierte. Aus dieser Perspektive erscheint der Zerfall der UdSSR nicht als die Befreiung bereits bestehender Nationen\, sondern als eine Teilung: Statt die Spannungen innerhalb eines multiethnischen Gemeinwesens zu lösen\, brachte sie neue Hierarchien\, Spannungen und Konflikte hervor. \n \nDr. Anton Liavitski forscht und lehrt seit Mai 2026 am Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte an der Universität Freiburg.\nSeine Forschungsschwerpunkte liegen in der Geschichte der Demokratie\, der Nationalismusforschung und der sowjetischen Geschichte.\nNach seiner Promotion an der Ludwig-Maximilians-Universität München (2022) war er unter anderem an der Central European University in Budapest und an der Universität St. Gallen tätig. Seine Aufsätze erschienen in Europe-Asia Studies\, Archiv für Sozialgeschichte und Kritika. \nEintritt frei \nFoto: Banner in Markizivka\, Ukraine. Wikicommons
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LOCATION:Alte Universität\, Max-Kade-Auditorium 2\, Bertoldstr. 17\, Freiburg\, 79098
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SUMMARY:OLGA ULYBYSHEVA. TARKOWSKIJ – EIN JAHRHUNDERTREGISSEUR. Leben und künstlerisches Credo
DESCRIPTION:Andrej Tarkowskij (1932–1986) zählt zu den bedeutendsten Regisseuren des 20. Jahrhunderts und ist einer der bekanntesten sowjetischen und osteuropäischen Filmemacher. Seine Filme waren wegweisend für Generationen von Filmschaffenden\, haben Kultstatus und finden sich auf zahlreichen Listen der besten Filme aller Zeiten. Wim Wenders nannte ihn neben Yasujirō Ozu und François Truffaut einen der „drei Engel des Kinos“. \nSein Werk lässt sich immer wieder neu interpretieren – entscheidend ist\, dass seine Filme weiterhin gesehen werden. Denn Tarkowskijs Bilder entfalten eine Wirkung\, die lange nach dem Film anhält und sich tief ins Gedächtnis einschreibt. \nDer Vortrag\, zugleich Auftakt der großen Tarkowskij-Retrospektive im Kommunalen Kino (siehe folgende Seiten)\, widmet sich dem Leben und Werk eines der großen Visionäre des Kinos. Es werden Tarkowskijs künstlerische Biografie und seine Filme ebenso vorgestellt wie seine nicht realisierten Projekte und die zentralen Themen seines Werks. Zudem wird gefragt\, wie wir Tarkowskijs Filme heute sehen und lesen können. \nOlga Ulybysheva ist Filmkuratorin\, Übersetzerin\, Herausgeberin russischsprachiger Ausgaben filmtheoretischer Werke sowie Mitarbeiterin der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF. \nIm Anschluss an den Vortrag wird im Kommunalen Kino mit Iwans Kindheit der erste Film der Retrospektive gezeigt (siehe folgende Seite). \nFoto: Andrei Tarkovsky filming The Mirror in Tuchkovo 1974. Wikicommons
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SUMMARY:IWANS KINDHEIT. Regie: Andrej Tarkowskij. Film mit Einführung
DESCRIPTION:Sowjetunion 1962\, OmU\, 96 Min.\nBuch: Andrej Tarkowskij\, Andrej Konchalowskij / Kamera: Wadim Jussow / Schnitt: Ljudmila Feiginowa \nTarkowskij schildert die Zerstörung einer Kindheit durch den Krieg. Der 12-jährige Iwan (sein Vater ist gefallen\, die Mutter verschollen) stößt während des Zweiten Weltkrieges im Dnjepr- Gebiet zur Roten Armee und betätigt sich als Späher sowie als Kurier zwischen Roter Armee und Partisanen; er widersetzt sich allen Versuchen\, ihn ins Hinterland zu schicken. Eines Tages kehrt er von einem Erkundungsgang hinter die feindlichen Linien nicht zurück. \nIwans Kindheit ist ein Antikriegsfilm ungewöhnlicher Art: Ständig überlagert sich in ihm das manifeste Geschehen mit Träumen\, Erinnerungen\, Phantasien. Ein imaginärer Bereich entfaltet sich\, der meist aus Gegenbildern zur Wirklichkeit besteht\, Bildern der vom Krieg nicht tangierten Kindheit\, Erinnerungen an die Mutter und Schwester\, in denen sich Projektionen des Glücks mit unheimlichen surrealistischen Chiffren vermischen. \nTarkowskij liefert mit Iwans Kindheit das Manifest einer neuen poetischen Kinematographie\, für sein Spielfilmdebüt bekam er den Goldenen Löwen – den Hauptpreis der Filmfestspiele von Venedig. \nEinführung: Olga Ulybysheva \nFilmstill: Iwans Kindheit
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SUMMARY:DIE WALZE UND DIE GEIGE. Regie: Andrej Tarkowskij. Film mit Einführung
DESCRIPTION:Sowjetunion 1961\, OmU\, 46 Min.\nBuch: S. Bachmetjewa\, Andrej Konchalowskij\, Andrej Tarkowskij / Kamera: Wadim Jussow\, Schnitt: Ljubow Butusowa \nMit Die Walze und die Geige schuf Andrej Tarkowskij seinen Diplomfilm an der Moskauer Filmhochschule VGIK und zugleich ein frühes Werk\, in dem sich bereits wesentliche Motive seines späteren Kinos ankündigen. Im Mittelpunkt steht der siebenjährige Sascha\, ein sensibler Junge\, der Geige spielt und sich dadurch von den anderen Kindern in seinem Moskauer Wohnviertel unterscheidet. \nAls Sascha von anderen Jungen bedrängt wird\, kommt ihm Sergej\, der Fahrer einer Straßenwalze\, zu Hilfe. Zwischen dem Arbeiter und dem Jungen entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft\, in der zwei scheinbar gegensätzliche Welten aufeinandertreffen: die körperliche Arbeit des Straßenbauers und die empfindsame Welt der Musik. Beide beginnen\, die Welt des jeweils anderen kennenzulernen. \nEinführung: Olga Ulybysheva \nFilmstill: Die Walze und die Geige
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SUMMARY:ANDREJ RUBLJOW. Regie: Andrej Tarkowskij. Film mit Einführung
DESCRIPTION:Sowjetunion 1966\, OmU\, 165 Min.\nBuch: Andrej Tarkowskij\, Andrej Konchalowskij / Kamera: Wadim Jussow / Schnitt: Ljudmila Feiginowa \nMit Andrej Rubljow schuf Andrej Tarkowskij ein monumentales historisches Epos und zugleich eine der bedeutendsten Parabeln des modernen Kinos. Der Film erzählt in sieben Episoden aus dem Leben des russischen Ikonen- und Freskenmalers Andrej Rubljow und entwirft dabei ein eindringliches Bild des mittelalterlichen Russland – geprägt von Gewalt\, Glauben\, Macht und gesellschaftlichen Umbrüchen. \nTarkowskij interessiert sich jedoch weniger für eine klassische Künstlerbiografie als für die Frage nach der Verantwortung des Künstlers in einer Zeit der Gewalt. Rubljow erlebt Krieg\, Grausamkeit und religiöse Konflikte und gerät zunehmend in eine persönliche und künstlerische Krise. Erst die Begegnung mit einem jungen Glockengießer führt ihn zurück zur schöpferischen Kraft und zum Vertrauen in die Kunst. \nWegen seiner düsteren und politisch unbequemen Darstellung wurde der Film von der sowjetischen Zensur lange zurückgehalten. \nEinführung: Olga Ulybysheva \nFilmstill: Andrej Rubljow
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SUMMARY:ASHIK KERIB. Regie: Sergej Paradschanow\, Dodo Abaschidse
DESCRIPTION:Georgische SSR 1988\, 73 Min.\nBuch: Gia Badridse/ Kamera: Albert Jawurja / Musik: Cavanşir Quliyev \n„Parajanovs letzter Film basiert auf einer Versdichtung des russischen Romantikers Michail Lermontow und erzählt die Geschichte des Wandersängers Kerib\, der sich in die Tochter eines Kaufmanns verliebt. Dieser schickt den jungen Poeten erst einmal auf eine tausendtägige Reise\, damit er sein Glück mache. Ein in der Gegend um Baku (Aserbaidschan) gedrehter\, vielsprachiger\, farbenprächtiger Bilderreigen wie aus 1001 Nacht\, reich an Ornamenten\, Metaphern und Symbolen\, in sorgfältig gestalteten Bildkompositionen\, voller Wärme und (Selbst-)Ironie.“ (Arsenal Filminstitut) \nParadschanows filmische Bildwelten begreifen die armenische Kultur ebenfalls als ein tiefes Geflecht aus Symbolen\, Ritualen und Ornamenten. Seine Werke zeigen das Land nicht als realistischen Schauplatz\, sondern als einen poetischen Erinnerungsraum\, in dem Mythos\, Geschichte und bildende Kunst untrennbar miteinander verschmelzen. Paradschanows letzter Film ist dem Freund Andrej Tarkowskij gewidmet. \nAls visuelle Ergänzung und Begleitprogramm zur Ausstellung von Ulrike Gerst (06.11. – 06.12.26) wünschte sich die Künstlerin den Film Ashik Kerib von Sergej Paradschanow. \nEinführung: Arman Kazarjan \nMit freundlicher Unterstützung und digital restauriert vom Georgian National Film Center \nFilmstill: Ashik Kerib
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SUMMARY:TRANSIT TIMES. Regie: Ana-Felicia Scutelnicu. Film mit Einführung und Gespräch
DESCRIPTION:Deutschland\, Rumänien\, Moldawien 2026\, 133 Min.\nBuch: Ana-Felicia Scutelnicu / Kamera: Javier Palicio\, Schnitt: Ecaterina Iaschevici\, Dana Bunescu \nDer Spielfilm erzählt von einer Familie im Moldawien der 1990er Jahre – in einer Zeit zwischen Aufbruch\, Unsicherheit und der Suche nach einem besseren Leben. Im Zentrum stehen Zina\,\nihr Mann Victor und ihre Tochter Eva\, die in einem Hinterhof im Herzen von Chișinău leben und mit den schwierigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnissen nach dem Zerfall der Sowjetunion kämpfen. \nMit großer Nähe zu seinen Figuren zeichnet der Film das Porträt einer Familie\, die trotz Armut\, Verlust und Zukunftsängsten versucht\, ihre Hoffnung und ihren Zusammenhalt zu bewahren. Dabei entsteht ein eindringliches Bild eines Landes im Wandel – zwischen dem\, was zurückbleibt\, und der leisen Hoffnung\, dass irgendwo ein neuer Anfang möglich ist. \nIm Anschluss Gespräch mit der Regisseurin Ana-Felicia Scutelnicu. \nFilmstill: Transit times \n 
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SUMMARY:OLGA SHPARAGA. POST-MIGRANT RELATIONSHIPS FROM A FEMINIST PERSPECTIVE: A BELARUSIAN CASE
DESCRIPTION:The year 2020 served as a catalyst for the formation of a Belarusian diaspora-community around the world: as a result of the repression that followed the mass protests\, between 500\,000 and 1 million people left Belarus\, many of whom are forced migrants. What I have observed over the past six years is an active Belarusian diaspora-community. It is scattered across various countries and cities and has political representation\, supported by online communication channels and various offline events. Various civil society and cultural initiatives are also visible and play an important role in maintaining ties within this community. In my lecture\, I would like to focus on the various care practices observed within the Belarusian diasporacommunity\, which have already been the subject of literary works and research. My hypothesis is that a significant portion of these practices can be fruitfully examined from a post-migrant perspective. \nOlga Shparaga\, PhD (b. 1974 in Minsk) is a philosopher\, Visiting Scholar at the Institute of Philosophy at the University Hagen. She taught philosophy at the European College of Liberal Arts in Minsk (ECLAB) until 2021\, which she co-founded in 2014. She also taught philosophy at the European Humanities University in Minsk (2001-2004) and Vilnius (2005-2014 in exile). \nIn 2024 Olga Shparaga was awarded with the “Voltaire Prize for Tolerance\, International Understanding and Respect for Differences” by the the University of Potsdam. In the winter semester of 2024/25\, she was a Käthe Leichter visiting professor at the University of Vienna. \nBild © FernUni in Hagen
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SUMMARY:SOLARIS. Regie: Andrej Tarkowskij. Film mit Einführung
DESCRIPTION:Sowjetunion 1972\, OmU\, 166 Min. \nBuch: Friedrich Gorenstein\, Andrej Tarkowskij / Kamera: Wadim Jussow / Schnitt: Ljudmila Feiginowa \nAuf der Grundlage des Romans von Stanisław Lem erzählt Tarkowskij die Reise des Psychologen Kris Kelvin zu einer Raumstation im Orbit des Planeten Solaris\, um die rätselhaften Vorkommnisse auf der dortigen Forschungsstation zu untersuchen. \nNach und nach erkennt Kelvin\, dass der geheimnisvolle Ozean auf Solaris die Träume\, Ängste und Schuldgefühle der Männer der Raumstation zu materialisieren vermag. Für Kelvin wird die Reise ins All dadurch zu einer Reise in die eigene Vergangenheit. Die Begegnung mit seiner verstorbenen Frau zwingt ihn\, sich mit Schuld\, Verlust und einer Liebe auseinanderzusetzen\, die er längst hinter sich glaubte. \nEinführung: Aileen Otto \nFilmstill: Solaris
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DESCRIPTION:Sowjetunion 1972\, OmU\, 166 Min. \nBuch: Friedrich Gorenstein\, Andrej Tarkowskij / Kamera: Wadim Jussow / Schnitt: Ljudmila Feiginowa \nAuf der Grundlage des Romans von Stanisław Lem erzählt Tarkowskij die Reise des Psychologen Kris Kelvin zu einer Raumstation im Orbit des Planeten Solaris\, um die rätselhaften Vorkommnisse auf der dortigen Forschungsstation zu untersuchen. \nNach und nach erkennt Kelvin\, dass der geheimnisvolle Ozean auf Solaris die Träume\, Ängste und Schuldgefühle der Männer der Raumstation zu materialisieren vermag. Für Kelvin wird die Reise ins All dadurch zu einer Reise in die eigene Vergangenheit. Die Begegnung mit seiner verstorbenen Frau zwingt ihn\, sich mit Schuld\, Verlust und einer Liebe auseinanderzusetzen\, die er längst hinter sich glaubte. \nEinführung: Aileen Otto \nFilmstill: Solaris
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