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SUMMARY:KOOPERATIVE DEUTSCH-ARMENISCHE KUNSTAUSSTELLUNG FEAR — LESS — HOPE: Framing Time
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nSamstag\, 11. 10. 2025 – Sonntag\, 09. 11. 2025 \nÖffnungszeiten:\nFr 17:00 – 20:00\nSa / So 15:00 – 18:00 \nKünstler:innen:\nVahram Aghasyan\, Greta Harutyunyan\, Anas Kahal\, Johannes Weilandt \nAngst und Hoffnung sind Zustände\, die eng miteinander verflochten sind. Sie entstehen im Rückblick auf die Vergangenheit ebenso wie im Entwurf einer möglichen Zukunft. In der Gegenwart treten beide Kräfte gleichzeitig auf. Sie prägen unsere Wahrnehmung\, beeinflussen Entscheidungen und eröffnen Erzählungen. So wird die Gegenwart zu einem Raum\, in dem Angst und Hoffnung zugleich sichtbar wie verhandelbar sind. \nAnhand von Video\, Film und partizipativen Praktiken untersuchen vier Künstler:innen\, wie Angst und Hoffnung ineinandergreifen und sich über Zeiträume\, Grenzen sowie kollektive und persönliche Erfahrungen hinweg bewegen. Nähe und Distanz\, Erinnerung und Erwartung\, Bruch und Aufbruch überlagern sich dabei fortwährend. Die Last der Geschichte ist ebenso präsent wie die Möglichkeit einer anderen Zukunft. \nFEAR – LESS – HOPE: Framing Time ist ein deutsch-armenisches Ausstellungsprojekt\, kuratiert von Katharina Grün (DELPHI_space\, Freiburg)\, Eva Khachatryan (freie Kuratorin\, Jerewan) und Margarita Augustin (Zwetajewa-Zentrum\, Freiburg). Es vereint Kunst- und Kulturschaffende sowie mehrere Institutionen aus Deutschland und Armenien\, fördert künstlerischen Austausch und internationale Kooperationen. Im März 2026 wandert die Ausstellung ins HayArt Centre\, Jerewan. \nVahram Aghasyan (*1974 in Jerewan\, Armenien) lebt und arbeitet in Jerewan. Er hat international ausgestellt\, unter anderem auf der 10. Istanbul-Biennale\, im Museum Kiasma (Helsinki)\, der Biennale Thessaloniki und im Armenischen Pavillon der 51. Biennale von Venedig. Seine Arbeiten sind in Sammlungen wie Musée Mucha (Belgien)\, Museum on the Seam (Jerusalem) und FRAC Bretagne (Frankreich) vertreten. \nGreta Harutyunyan (*1999 in Jerewan\, Armenien) ist Dokumentarfilmerin und multidisziplinäre Künstlerin aus Jerewan\, Armenien. Anhand von Film\, Fotografie und Mixed Media beschäftigt sie sich mit Fragen der Identität und den verborgenen Dimensionen des gesellschaftlichen Lebens. Sie hat am Staatlichen Theater- und Filminstitut Jerewan studiert und ihre Arbeiten in Armenien sowie im Ausland ausgestellt. \nAnas Kahal (*1985 in Damaskus\, Syrien) ist Künstler und lebt in Freiburg. Er absolvierte den Bachelor of Fine Arts in Damaskus und setzte sein Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe fort. 2025 wurde er mit dem Kalinowski-Preis ausgezeichnet\, 2026 wird er das Aufenthaltsstipendium der Deutschen Akademie in der Casa Baldi\, Italien erhalten. \nJohannes Weilandt (*1991 in Erfurt\, Deutschland) lebt und arbeitet als bildender Künstler und freischaffender Szenograf in Berlin. Er studierte Bildende Kunst/Bühnen- und Kostümbild\, u. a. an der Weißensee Kunsthochschule Berlin sowie an der Universität der Künste Belgrad\, und erhielt 2022 den Meisterschüler-Titel. Neben seinen seriellen Zeichnungen arbeitet Weilandt seit vergangenem Jahr auch im Medium Video\, in dem er sich vorrangig mit Spuren\, Auswirkungen und Verdrängungsprozessen von politisch-historischen Umbruchserfahrungen im (post)sozialistischen Raum auseinandersetzt. \nRahmenprogramm:\n11.10.2025\, 13:00\nVahram Aghasyan\, Post-revolutionary walk \n12.10.2025\, 16:00\nArtist Talk and Discussion with Curators \n20.10.2025\, 19:15\nKarsten Böhm\, Vortrag „Angst\, Trauma\, Kunst“ \n21.10.2025\, 19:00\nAnas Kahal\, Screening „between war and see“ \n24. 10. 2025\, 17:00\nKurator:innenführung \n07.11.2025\, 19:00\nSasha Skochilenko\, Discussion „Art on Trial“ \n08. 11. 2025\, 17:00\nKurator:innenführung \nEintritt frei \nAbbildung: © Greta Harutyunyan.
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SUMMARY:HOLST SINFONIETTA AND FRIENDS. Requiem für Dmitri Schostakowitsch
DESCRIPTION:Konzertprojekt anlässlich des 50. Todesjahrs von Schostakowitsch \nDmitri Schostakowitsch ist einer der prägendsten russischen bzw. sowjetischen Komponisten des 20. Jahrhunderts gewesen. Anlässlich seines 50. Todesjahrs hat ihm die Holst Sinfonietta ein Programm gewidmet\, das neben der Stammbesetzung viele langjährige Streicherfreunde und -freundinnen des Ensembles zusammenbringt. \nKammersinfonie b-moll\, op. 138a (1970) nach dem 13. Streichquartett op. 138 bearbeitet von Klaus Simon für zwei Schlagzeuger und Streichorchester – Uraufführung \nSinfonie Nr. 14 op. 135 (1969) \nAusführende:\nNina Tarandek (Sopran)\nHans Christoph Begemann (Bassbariton)\nHolst Sinfonietta and Friends\nKlaus Simon (Musikalische Leitung) \nKlaus Simon ist ein deutscher Pianist\, Dirigent\, Arrangeur und Herausgeber. Er ist Gründer und Künstlerischer Leiter der Holst Sinfonietta und der Opera Factory Freiburg. Mit beiden Formationen\nwidmet Simon sich vornehmlich der Musik des 20. Jahrhunderts. \nDie kroatische Mezzosopranistin Nina Tarandek studierte Gesang sowie Lied- und Oratorium- Interpretation an der Musik und Kunst Privatuniversität Wien. 2018 wurde sie von der Zeitschrift „Opernwelt“ als „Sängerin des Jahres“ nominiert. Sie trat an der Oper Frankfurt / Main in zahlreichen Rollen auf\, zuletzt in Richard Wagners „Parzifal“. \nHans Christoph Begemann ist ein deutscher Sänger mit der Stimmlage Bariton und Hochschuldozent. Er arbeitete u. a. an den Wuppertaler Bühnen und am Staatstheater Darmstadt\, seit 2006 als freischaffender Sänger an verschiedenen Opernhäusern. \nTickets unter: https://www.reservix.de/tickets-requiem-fuer-d-schostakowitsch-konzertprojekt-anlaesslich-d-schostakowitschs-50-todesjahrs-2025-in-freiburg-im-breisgau-christuskirche-am-2-11-2025/e2452652 \nFoto: Dmitri Shostakovich\, © Boosey & Hawkes.
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SUMMARY:SASHA SKOCHILENKO. Art on Trial: A conversation with artist Sasha Skochilenko
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nShortly after Russia’s invasion of Ukraine\, Sasha Skochilenko carried out an artistic intervention in public space. On March 31\, 2022\, she replaced several supermarket price tags with anti-war messages. Soon afterward\, she was arrested and sentenced to seven years in prison. It was one of the first harsh punishments for antiwar protest in Russia. Her arrest and trial deeply moved both the Russian and international public. During her year and a half in pretrial detention\, she recorded her experiences in an illustrated diary. \nThe curators of the exhibition FEAR – LESS – HOPE at DELPHI_ space\, Katharina Grün and Margarita Augustin\, will speak with Sasha Skochilenko about the meaning and impact of small acts of artistic protest\, her experiences in Russia\, and her new life in exile. \nSasha Skochilenko (* 1990 in Leningrad) is a Russian artist\, musician\, and author (including Book About Depression\, 2014). She studied anthropology at Smolny College\, part of Saint Petersburg State University. Arrested in 2022\, she was sentenced to seven years in prison in 2023 and released in August 2024 as part of an international prisoner exchange. She now lives and works in Germany. \nSprache: Englisch \nEintritt frei \nFoto: Sasha Skochilenko\, privat.
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SUMMARY:OLGA MARTYNOVA. Such nach dem Namen des Windes
DESCRIPTION:Im Rahmen des 39. Freiburger Literaturgesprächs \nWie lässt sich die Gegenwart aushalten\, wenn von einem geliebten Menschen nichts als Erinnerungen bleiben? Wenn die eigene Heimat unbetretbar wird und sich die Muttersprache dem Gebrauch entzieht? \nNach dem Tod ihres Mannes findet die russische Schriftstellerin Olga Martynova ihre sprachliche Heimat im Deutschen. Mit dem Gedichtband Such nach dem Namen des Windes (S. FISCHER\, 2024) lotet sie die Möglichkeiten aus\, den Verlust eines geliebten Menschen poetisch zu vergegenwärtigen. Unsentimental\, präzise und mit einer feinen Ironie reiht sich die Dichterin mit ihren lyrischen Totengesprächen in die Tradition der Zurückgebliebenen ein. Sie zeige „die Möglichkeiten der Poesie\, mit Schmerz umzugehen\, und […] einen Halt zu bieten\, der flüchtig ist“\, befindet die Jury des Peter Huchel-Preises zu Martynovas diesjähriger Auszeichnung. Erinnernd und beobachtend\, kunstvoll gewoben mit kompositorischen Überlagerungen und Verweisen\, „so tastet sich\nMartynovas eindrückliche Lyrik über den Rand des Lebendigen hinaus“ (Christian Metz\, FAZ). \nOlga Martynova wuchs in Leningrad auf und studierte dort russische Sprache und Literatur. Im November 1990 kam sie mit einer Leningrader Autorengruppe im Zuge eines Literaturaustauschs nach Berlin und lebt seither in Deutschland. Sie schreibt auf Russisch (Gedichte\, Essays) und Deutsch (Essays\, Prosa). Darüber hinaus ist sie als Essayistin und Rezensentin für Zeitungen wie die Neue Zürcher Zeitung\, Die Zeit und die Frankfurter Rundschau tätig. Olga Martynova hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten\, u. a. 2012 den Ingeborg-Bachmann-Preis für den Text Ich werde sagen: \,Hi!‘ Die Autorin lebt in Frankfurt am Main. \nModeration: Beate Tröger \nTickets unter: https://www.literaturhaus-freiburg.de/?e=olga-martynova-ozan-zakariya-keskinkilic-daniela-droescher-39-freiburger-literaturgespraech-drei-lesungen-mit-gespraech \nAbbildung: © S. FISCHER Verlag. \n  \n 
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SUMMARY:KATERINA POLADJAN. Hier sind Löwen
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nKaterina Poladjans Roman Hier sind Löwen ist eine poetische Auseinandersetzung mit der Kunst der Buchrestauration. Im Mittelpunkt steht eine alte Bibel\, die den Geschwistern Anahid und Hrant auf ihrer Flucht vor der Deportation als einziges Erinnerungsstück geblieben war. Hundert Jahre später wird dieses Buch in Jerewan der Restauratorin Helen übergeben\, die sich daraufhin auf die Suche nach der Geschichte des Buches und der Geschwister macht. Die Spuren führen sie an die Schwarzmeerküste\, zum Berg Ararat und schließlich zu ihrer eigenen Familiengeschichte. Der Roman\, der 2019 für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde\, ist eine Liebeserklärung an Armenien und die Kunst der Buchrestauration – klug\, dezent und mit leisem Humor. \nKaterina Poladjan wurde 1971 in Moskau geboren. Schon als Kind kam sie nach Deutschland. Sie besuchte das Gymnasium in Berlin\, studierte anschließend an der Leuphana-Universität Lüneburg Angewandte Kulturwissenschaften. 2011 erschien ihr erster Roman In einer Nacht\, woanders\, 2015 folgte Vielleicht Marseille. Katerina Poladjan macht sich in ihren Romanen auf die Suche nach der armenischen Identität und nach den Spuren des tragischen Schicksals des armenischen Volkes (ihr Großvater war ein Überlebender des türkischen Völkermords an den Armeniern während des Ersten Weltkriegs). Die „Welt“ bescheinigte Poladjan die Fähigkeit\, „in aller stilistischen Gelassenheit von auseinanderkrachenden Existenzen zu erzählen“. Die Autorin lebt und arbeitet in Berlin. \nAbbildung: © S. FISCHER Verlag.
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SUMMARY:Sans retour possible. REGIE: JACQUES KÉBADIAN / SERGE AVÉDIKIAN
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nCINEMA OF ARMENIA\nSans retour possible | Regie: Jacques Kebadian\, Serge Avédikian | Frankreich 1983 | 110 Min. | OmU \n„Keine Rückkehr möglich“: Diese drei Worte stehen auf den Ausweispapieren der Armenier\, die nach den Massakern von 1915 aus der Türkei geflohen sind. Sans retour possible ist ein Meilenstein in der filmischen Darstellung armenischen Lebens\, in dem ältere armenische Menschen\, die eine neue Heimat in Frankreich gefunden haben\, Erinnerungen an ihre Kindheit im Osmanischen Reich wach werden lassen. \nJacques Kebadian wurde 1940 in Frankreich als Sohn armenischer Eltern geboren. Nach seinem IDHEC-Studium\, der Zeit als Assistent von Robert Bresson und seinem Spielfilmdebüt Trotsky (1967)\, wandte er sich dem Dokumentarfilm zu. In den 1980ern spürte Kebadian das Bedürfnis\, das mythische Land zu erforschen\, von dem ihm sein mittlerweile verstorbener Vater erzählt hatte. So entstanden Filme wie Armenia 1900 (1981) und Sans retour possible (1983)\, die sich mit der Geschichte der Armenier und ihrer Diaspora auseinandersetzen. \nSerge Avédikian ist ein armenisch-französischer Schauspieler\, Regisseur und Produzent. Seine Eltern wurden in Frankreich geboren und waren Kinder von Überlebenden des Völkermords an den Armeniern. Avédikians Filme sind bekannt für ihre Auseinandersetzung mit der armenischen Geschichte und die Infragestellung etablierter Normen. Er gewann 2010 die Goldene Palme in Cannes für Chienne d’histoire. \nAbbildung: Filmstill aus Sans retour possible.
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SUMMARY:Mes Fantômes Arméniens. REGIE: TAMARA STEPANYAN
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nCINEMA OF ARMENIA\nMes Fantômes Arméniens | Regie: Tamara Stepanyan | Armenien\, FRA\, QAT 2025 | 75 Min. | OmeU \nAls Kind begegnet Tamara Stepanyan dem armenischen Kino im Fernsehen\, im Wohnzimmer mit ihrer Familie. Die Mutter ist eine virtuose Cellistin\, ihr Vater ein ab den 1970er Jahren berühmter Schauspieler: In den Filmen\, die Tamara im TV sieht\, spielt Vigen Stepanyan oft mit. Ausgehend von dieser ersten verblüffenden Entdeckung erzählt der Film vom Aufwachsen in einer künstlerischen und kritischen Familie in den Jahren des Zerfalls der Sowjetunion. Die Familie emigriert in den Libanon\, gewinnt Distanz und leidet unter Sehnsucht; Tamara studiert Regie. Mit ausgesuchten Filmzitaten aus dem Kino-Erbe Armeniens – von Sergei Paradschanow über Artavazd Peleshyan und weit darüber hinaus – schafft sie eine Annäherung an ihren eigenen Weg als Frau und zum Film. Sie hebt die Erzählung aus dem Privaten heraus und zeigt in der Verbindung von Familienvideos und filmhistorischem Footage die Muster und Eigenarten des weitgehend unbekannten (sowjetisch-) armenischen Kinos. Ihr vierter Langfilm beginnt als invitation au voyage an das Publikum und wird schließlich zu einem zärtlich intimen Dialog mit ihrem 2020 verstorbenen Vater: „Erinnerst du dich\, Papa?“ Kardiogramm einer Utopie. Eine Geisterbeschwörung. (Die Weltpremiere fand auf der Berlinale 2025 statt.) \nTamara Stepanyan\, in Armenien geboren\, träumte schon in jungen Jahren davon\, Filme zu machen\,  obwohl ihr alle sagten\, Filmemachen sei nichts für Frauen. Sie studierte Film an der Lebanese American University und setzte ihr Studium des Dokumentarfilms an der National Film School of Denmark in Kopenhagen fort. Seit 14 Jahren lebt sie in Frankreich\, wo sie bereits mehrere Filme gedreht hat. Ihre Dokumentarund Spielfilme wurden weltweit mit renommierten Preisen ausgezeichnet. \nAbbildung: Pressefoto Mes Fantômes Arméniens. \n 
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SUMMARY:Vernissage: Ausstellung "DAS ANDERE RUSSLAND". MEMORIAL: KAMPF UM HISTORISCHE WAHRHEIT UND DEMOKRATIE
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nAls in der Sowjetunion in den 1980er Jahren der Ruf nach Aufarbeitung der Verbrechen des kommunistischen Regimeslauter wurde\, gründete sich die Menschenrechtsorganisation Memorial. Sie sammelte Zeugnisse und Erinnerungen von Überlebenden des Terrors. Denkmäler für die Opfer wurden errichtet. Seit 2009 macht Memorial die Schicksale politischer Gefangener in Russland sichtbar. 2022 wurde die Organisation in Russland verboten\, sie setzt ihre Arbeit für ein demokratisches Russland heute im Exil unter dem Namen „Zukunft MEMORIAL“ fort. Im Dezember 2022 erhielt Memorial den Friedensnobelpreis. \nDie Ausstellung beleuchtet die Geschichte\, Arbeit\, Verfolgung und Auflösung von Memorial sowie staatliche Aktionen zur Unterdrückung der Organisation. Historische Objekte wie ein im GULag notdürftig angefertigtes Kleid und Zeichnungen von Häftlingen zeugen von Repressionen\, betonen aber auch Akte des Widerstands. Zudem wird über die Arbeit von Memorial im Exil informiert. Historisches Filmmaterial zeigt Gespräche mit Überlebenden und Aktivisten wie Andrej Sacharow oder Arsenij Roginskij. \nEine beeindruckende Ausstellung\, ein besonderes Projekt… \nMit der Ausstellung kommt nicht nureine Organisation nach Freiburg\, die den Nobelpreis erhalten hat. Darüberhinaus ist die Ausstellungauch in ein besonderes pädagogisches Projekt eingebunden: Schülerinnen und Schüler der Staudinger Gesamtschule arbeiten im Rahmen einer Projektwoche aktiv an diesem Projekt mit\, indem sie Führungen vorbereiten und durchführen\, Audioguides erarbeiten\, die\nVernissage organisieren und vielleicht sogar für die eine oder andere künstlerische Intervention sorgen. Ein Besuch „in der Staudinger“ lohnt sich also! \nZudem begleitet das neue Freiburger Dokumentationszentrum Nationalsozialismus die Ausstellung durch Informationen zum Schicksal sowjetischer Kriegsgefangener und zur Zwangsarbeit Verpflichteter in Freiburg (s. 10.12.25 „Zwangsarbeit von Osteuropäer:innen und die Frage des Nachlebens nach 1945“. Führung im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus der Museen Freiburg). \nEintritt frei \nFotos: Zukunft MEMORIAL. \n  \n 
URL:https://www.zwetajewa-zentrum.de/veranstaltung/vernissage-ausstellung-das-andere-russland-memorial-kampf-um-historische-wahrheit-und-demokratie/
LOCATION:Staudinger Gesamtschule\, Staudingerstraße 10\, Freiburg\, 7915
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SUMMARY:Ausstellung "DAS ANDERE RUSSLAND". MEMORIAL: KAMPF UM HISTORISCHE WAHRHEIT UND DEMOKRATIE
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nÖffnungszeiten der Ausstellung:\nMo – Fr 14:30-18:00\nZusätzlich:\nSa\, 22. 11. 2025 und\nSa\, 29. 11. 2025\, 14:00 – 17:00 \nFührungen:\nMittwoch\, 26. 11. 2025\, 17:30\nDienstag\, 02. 12. 2025\, 17.30\nFreitag\, 05. 12. 2025\, 17:30\nMontag\, 15. 12. 2025\, 17:30 \nAls in der Sowjetunion in den 1980er Jahren der Ruf nach Aufarbeitung der Verbrechen des kommunistischen Regimeslauter wurde\, gründete sich die Menschenrechtsorganisation Memorial. Sie sammelte Zeugnisse und Erinnerungen von Überlebenden des Terrors. Denkmäler für die Opfer wurden errichtet. Seit 2009 macht Memorial die Schicksale politischer Gefangener in Russland sichtbar. 2022 wurde die Organisation in Russland verboten\, sie setzt ihre Arbeit für ein demokratisches Russland heute im Exil unter dem Namen „Zukunft MEMORIAL“ fort. Im Dezember 2022 erhielt Memorial den Friedensnobelpreis. \nDie Ausstellung beleuchtet die Geschichte\, Arbeit\, Verfolgung und Auflösung von Memorial sowie staatliche Aktionen zur Unterdrückung der Organisation. Historische Objekte wie ein im GULag notdürftig angefertigtes Kleid und Zeichnungen von Häftlingen zeugen von Repressionen\, betonen aber auch Akte des Widerstands. Zudem wird über die Arbeit von Memorial im Exil informiert. Historisches Filmmaterial zeigt Gespräche mit Überlebenden und Aktivisten wie Andrej Sacharow oder Arsenij Roginskij. \nEine beeindruckende Ausstellung\, ein besonderes Projekt… \nMit der Ausstellung kommt nicht nureine Organisation nach Freiburg\, die den Nobelpreis erhalten hat. Darüberhinaus ist die Ausstellungauch in ein besonderes pädagogisches Projekt eingebunden: Schülerinnen und Schüler der Staudinger Gesamtschule arbeiten im Rahmen einer Projektwoche aktiv an diesem Projekt mit\, indem sie Führungen vorbereiten und durchführen\, Audioguides erarbeiten\, die\nVernissage organisieren und vielleicht sogar für die eine oder andere künstlerische Intervention sorgen. Ein Besuch „in der Staudinger“ lohnt sich also! \nZudem begleitet das neue Freiburger Dokumentationszentrum Nationalsozialismus die Ausstellung durch Informationen zum Schicksal sowjetischer Kriegsgefangener und zur Zwangsarbeit Verpflichteter in Freiburg (s. 10.12.25 „Zwangsarbeit von Osteuropäer:innen und die Frage des Nachlebens nach 1945“. Führung im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus der Museen Freiburg). \nEintritt frei \nFotos: Zukunft MEMORIAL.
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SUMMARY:SERGEJ LEBEDEW. Nein! Stimmen aus Russland gegen den Krieg
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nDie von Sergej Lebedew herausgegebene Anthologie Nein! Stimmen aus Russland gegen den Krieg umfasst Texte von fünfundzwanzig russischen Autorinnen und Autoren\, die teils im westlichen Ausland leben\, teils noch in Russland. Alle Texte sind nach dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 entstanden. Es ist ein Versuch\, Stimmen der Opposition zu bündeln angesichts einer Situation\, in der das Zusammenspiel von Zensur\, übermächtiger Propaganda und tief verwurzelten imperialen Narrativen ein kritisches Denken in Russland fast unmöglich macht. Stimmen von politisch Verfolgten und Geflohenen werden hörbar. Es geht aber auch darum\, wie die Propaganda zur Kollaboration mit den Mächtigen (ver)führt\, wie ganze Familien über der Frage nach dem Krieg entzweit werden. Nicht zuletzt ist die verstärkte Verfolgung sprachlicher\, nationaler\, sexueller und religiöser Minderheiten in Russland ein Thema. \nSergej Lebedew (*1981) entstammt einer sowjetischen Geologenfamilie. Schon in seiner Kindheit stieß er bei der Mineraliensuche in aufgelassenen Minen auf Spuren von Lagern des GULag. Nach dem Studium der Geologie arbeitete Lebedew als Journalist. Gegenstand seiner Romane ist die russische Vergangenheit\, insbesondere die Stalin- Zeit mit ihren Folgen für das moderne Russland. Lebedew lebt seit 2018 in Potsdam. \nBei S. FISCHER sind erschienen: Der Himmel auf ihren Schultern (2013)\, Das perfekte Gift (2021)\, Titan oder Die Gespenster der Vergangenheit (2023) \, Die Beschützerin (2025). \nModeration: Prof. Dr. Elisabeth Cheauré \nÜbersetzung: Dr. habil. Nataliya Bakshi \nLesung: Renate Obermaier und Heinzl Spagl \n  \nEintritt frei \nAbbildung: © Rowohlt Verlag.
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SUMMARY:ANNA ACHMATOWA. Requiem. Trost in hoffnungsloser Zeit
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nLITERARISCHER SALON\nIn den schrecklichen Jahren unter Jeschow habe ich siebzehn Monate schlangestehend vor den Gefängnissen von Leningrad verbracht. Einmal erkannte mich jemand irgendwie. Da erwachte die hinter mir stehende Frau mit blauen Lippen\, die natürlich niemals meinen Namen gehört hatte\, aus der uns allen eigenen Erstarrung und fragte mich leise (dort sprachen alle im Flüsterton): „Und das können Sie beschreiben?“ Und ich sagte: „Ja.“\nDa glitt etwas wie ein Lächeln über das\, was einmal ihr Gesicht gewesen war.\n– Anna Achmatowa\, 1. April 1957\, Leningrad\,\nVorwort zu Requiem. \nAchmatowas Gedichtzyklus Requiem ist nicht nur einer der erschütterndsten Texte der russischen Literaturgeschichte\, sondern zugleich auch eindrückliches Zeugnis der stalinistischen Diktatur und nicht zuletzt Hoffnungsträger in hoffnungsloser Zeit. Schon allein\, dass sich diese Texte allen Vernichtungsversuchen entziehen konnten\, grenzt an ein Wunder. \nIm „Literarischen Salon“ werden Anna Achmatowa\, die neben Marina Zwetajewa als größte russische Dichterin gilt\, und ihr Werk literarhistorisch und politisch verortet. \nDie Texte lesen Maria Thorgevsky (russisch) und Renate Obermaier (deutsch). \nMusikalische Begleitung: Natalia Barannikova\nKonzeption und Vortrag: Prof. Dr. Elisabeth Cheauré\, Slavistin und Vorsitzende des Zwetajewa- Zentrums e.V. an der Universität Freiburg \nFoto: Anna Achmatowa mit ihrem Mann Nikolaj Gumiljow (von den Bolschewiken ermordet 1921) und dem gemeinsamen Sohn Lew Gumiljow (unter Stalin fast 14 Jahre in Lagerhaft); 1915.
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CATEGORIES:Literatur,Musik
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SUMMARY:VIKTOR JEROFEJEW. Die neue Barbarei
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nLESUNG / WERKSTATTGESPRÄCH\nViktor Jerofejew wird aus seinem neuen Roman „Die neue Barbarei“ (Arbeitstitel\, Übersetzung: Beate Rausch) lesen. Der Text bietet eine metaphorische Reise ins Herz und Bewusstsein Russlands\, wo Krieg und Frieden ihre Plätze tauschen\, das Leben einem Kampfeinsatz gleicht und der Tod etwas Alltägliches ist. Der Roman sucht nach russischer Schuld – im Text als verführerisches und zugleich beängstigendes Bild gestaltet. \nWas aber ist das Wesen dieser neuen Barbarei\, die sowohl in Russland als auch in Amerika an die Stelle liberaler Werte tritt? Auch Europa befindet sich in einer Sackgasse\, und seine politischen Zwerge\, die es regieren\, können die Situation nicht ändern\, sind hilflos und ohne Charisma. \nDie Hoffnung stirbt in Russland meist als Erstes\, was also tun mit seiner Zukunft? \nIm Dialog mit Viktor Jerofejew wird den philosophischen\, sozialen und existenziellen Wurzeln seiner Prosa nachgespürt. \nViktor Jerofejew\, geb. 1947 in Moskau\, wurde weltweit bekannt durch seinen Roman Die Moskauer Schönheit (1989/dt.1990)\, der in 27 Sprachen übersetzt wurde. Es folgten viele ebenfalls breit rezipierte Werke wie z. B. Enzyklopädie der russischen Seele (1999\, dt. 2021)\, Der gute Stalin (2004). Zuletzt erschien mit Der Große Gopnik (2023) ein Werk\, das am Theater Freiburg 2024 als Welturaufführung seine vielbeachtete Inszenierung auf der Bühne erlebte. \nJerofejew\, der heute in Berlin lebt\, schreibt regelmäßig für die New York Times Book Review\, Die Zeit\, die FAZ und Die Welt. Er gilt als eine der wichtigsten intellektuellen Stimmen des „anderen Russland“ gegen das politische Regime in Russland. \n  \nModeration: Prof. Dr. Elisabeth Cheauré \nÜbersetzung: Dr. Jurij Lileev \n  \nEintritt frei \nFoto: privat.
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SUMMARY:GOVORIT MOSKVA! EIN KRITISCHES RADIOKONZERT ZU REPRESSIONEN IN DER MUSIK
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nMoskau 1938. Die „Diktatur des Proletariates“ ist zu einer Diktatur des Großen Führers Stalin geworden. In inszenierten Schauprozessen haben Angeklagte ihre über Folterungen erzwungen Geständnisse vorzutragen. Die Verhaftungen erfolgen nach Quoten\, um genügend Zwangsarbeiter in den GULags zu haben. Niemand kann sich mehr sicher fühlen\, auch nicht die deutschen Emigranten im Hotel LUX in Moskau. \nFür zwei Bewohner des Hotels\, einen Schauspieler und einen Pianisten\, könnte eine propagandistische Radiosendung die Rettung sein. Ausgehend von dem berüchtigten PRAWDA Artikel Chaos statt Musik zu Schostakowitschs Werk\, wird „Selbstkritik“ geübt und die entartete formalistische Musik der realsozialistischen von Prokofjew u. a. gegenübergestellt. \nAuch wenn diese Radiosendung fi ktiv ist\, so ist das verwendete Textmaterial von Heinrich Mann\, Lion Feuchtwanger und Johannes R. Becher historisch belegt\, in welchem die Schauprozesse als notwendiger Säuberungsakt begrüßt werden. \nText und Regie: Detlef Heusinger; Schüler von Hans Werner Henze\, Komponist\, Dirigent\, Regisseur\, bis 2022 Leiter des SWR Experimentalstudios. \nKlavier: Moritz Ernst; Intendant der Badenweiler Musiktage\, zählt zu den wichtigsten Pianisten seiner Generation und hat sich insbesondere mit der Auff ührung von verfemten Komponisten international einen Namen gemacht. \nSprecher: David Heusinger \nZum musikalischen Programm:\nEmanuel Melik-Aslanian (1915 – 2003): Parvaneh (Schmetterling)\, 1954 (armenischer Komponist) \nIgor Strawinsky (1882 – 1971): Danse Russe aus Trois Mvt. de Pétrouchka \nArthur Lourié (1891 – 1966): Gigue (1927) \nSergej Rachmaninoff (1873 – 1943): Prélude cis-Moll op.3 Nr.2 \nStefania Turkevich (1898 – 1977): aus Mountain Suite: Torrent – Forgotten Chapel (ukrainische Komponistin) \nModest Moussorgsky (1839 – 1881): Die Träne \nDimitri Schostakowitsch (1906 -1975): Preludes op. 34 (Auszüge) \nDetlef Heusinger (geb. 1956): Klavierwerk Il. Die Schritte der Nemesis (Deutsche Erstaufführung) \n  \nTickets unter: https://www.reservix.de/tickets-govorit-moskva-ein-kritisches-radiokonzert\n 
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LOCATION:SWR Studio (Schlossbergsaal) Freiburg\, Kartäuserstraße 45\, Freiburg\, 79102
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