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SUMMARY:Vernissage: KOOPERATIVE DEUTSCH-ARMENISCHE KUNSTAUSSTELLUNG FEAR — LESS — HOPE: Framing Time
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nKünstler:innen:\nVahram Aghasyan\, Greta Harutyunyan\, Anas Kahal\, Johannes Weilandt \nAngst und Hoffnung sind Zustände\, die eng miteinander verflochten sind. Sie entstehen im Rückblick auf die Vergangenheit ebenso wie im Entwurf einer möglichen Zukunft. In der Gegenwart treten beide Kräfte gleichzeitig auf. Sie prägen unsere Wahrnehmung\, beeinflussen Entscheidungen und eröffnen Erzählungen. So wird die Gegenwart zu einem Raum\, in dem Angst und Hoffnung zugleich sichtbar wie verhandelbar sind. \nAnhand von Video\, Film und partizipativen Praktiken untersuchen vier Künstler:innen\, wie Angst und Hoffnung ineinandergreifen und sich über Zeiträume\, Grenzen sowie kollektive und persönliche Erfahrungen hinweg bewegen. Nähe und Distanz\, Erinnerung und Erwartung\, Bruch und Aufbruch überlagern sich dabei fortwährend. Die Last der Geschichte ist ebenso präsent wie die Möglichkeit einer anderen Zukunft. \nFEAR – LESS – HOPE: Framing Time ist ein deutsch-armenisches Ausstellungsprojekt\, kuratiert von Katharina Grün (DELPHI_space\, Freiburg)\, Eva Khachatryan (freie Kuratorin\, Jerewan) und Margarita Augustin (Zwetajewa-Zentrum\, Freiburg). Es vereint Kunst- und Kulturschaffende sowie mehrere Institutionen aus Deutschland und Armenien\, fördert künstlerischen Austausch und internationale Kooperationen. Im März 2026 wandert die Ausstellung ins HayArt Centre\, Jerewan. \nVahram Aghasyan (*1974 in Jerewan\, Armenien) lebt und arbeitet in Jerewan. Er hat international ausgestellt\, unter anderem auf der 10. Istanbul-Biennale\, im Museum Kiasma (Helsinki)\, der Biennale Thessaloniki und im Armenischen Pavillon der 51. Biennale von Venedig. Seine Arbeiten sind in Sammlungen wie Musée Mucha (Belgien)\, Museum on the Seam (Jerusalem) und FRAC Bretagne (Frankreich) vertreten. \nGreta Harutyunyan (*1999 in Jerewan\, Armenien) ist Dokumentarfilmerin und multidisziplinäre Künstlerin aus Jerewan\, Armenien. Anhand von Film\, Fotografie und Mixed Media beschäftigt sie sich mit Fragen der Identität und den verborgenen Dimensionen des gesellschaftlichen Lebens. Sie hat am Staatlichen Theater- und Filminstitut Jerewan studiert und ihre Arbeiten in Armenien sowie im Ausland ausgestellt. \nAnas Kahal (*1985 in Damaskus\, Syrien) ist Künstler und lebt in Freiburg. Er absolvierte den Bachelor of Fine Arts in Damaskus und setzte sein Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe fort. 2025 wurde er mit dem Kalinowski-Preis ausgezeichnet\, 2026 wird er das Aufenthaltsstipendium der Deutschen Akademie in der Casa Baldi\, Italien erhalten. \nJohannes Weilandt (*1991 in Erfurt\, Deutschland) lebt und arbeitet als bildender Künstler und freischaffender Szenograf in Berlin. Er studierte Bildende Kunst/Bühnen- und Kostümbild\, u. a. an der Weißensee Kunsthochschule Berlin sowie an der Universität der Künste Belgrad\, und erhielt 2022 den Meisterschüler-Titel. Neben seinen seriellen Zeichnungen arbeitet Weilandt seit vergangenem Jahr auch im Medium Video\, in dem er sich vorrangig mit Spuren\, Auswirkungen und Verdrängungsprozessen von politisch-historischen Umbruchserfahrungen im (post)sozialistischen Raum auseinandersetzt. \nEintritt frei \nAbbildung: © Greta Harutyunyan. \n 
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SUMMARY:KOOPERATIVE DEUTSCH-ARMENISCHE KUNSTAUSSTELLUNG FEAR — LESS — HOPE: Framing Time
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nSamstag\, 11. 10. 2025 – Sonntag\, 09. 11. 2025 \nÖffnungszeiten:\nFr 17:00 – 20:00\nSa / So 15:00 – 18:00 \nKünstler:innen:\nVahram Aghasyan\, Greta Harutyunyan\, Anas Kahal\, Johannes Weilandt \nAngst und Hoffnung sind Zustände\, die eng miteinander verflochten sind. Sie entstehen im Rückblick auf die Vergangenheit ebenso wie im Entwurf einer möglichen Zukunft. In der Gegenwart treten beide Kräfte gleichzeitig auf. Sie prägen unsere Wahrnehmung\, beeinflussen Entscheidungen und eröffnen Erzählungen. So wird die Gegenwart zu einem Raum\, in dem Angst und Hoffnung zugleich sichtbar wie verhandelbar sind. \nAnhand von Video\, Film und partizipativen Praktiken untersuchen vier Künstler:innen\, wie Angst und Hoffnung ineinandergreifen und sich über Zeiträume\, Grenzen sowie kollektive und persönliche Erfahrungen hinweg bewegen. Nähe und Distanz\, Erinnerung und Erwartung\, Bruch und Aufbruch überlagern sich dabei fortwährend. Die Last der Geschichte ist ebenso präsent wie die Möglichkeit einer anderen Zukunft. \nFEAR – LESS – HOPE: Framing Time ist ein deutsch-armenisches Ausstellungsprojekt\, kuratiert von Katharina Grün (DELPHI_space\, Freiburg)\, Eva Khachatryan (freie Kuratorin\, Jerewan) und Margarita Augustin (Zwetajewa-Zentrum\, Freiburg). Es vereint Kunst- und Kulturschaffende sowie mehrere Institutionen aus Deutschland und Armenien\, fördert künstlerischen Austausch und internationale Kooperationen. Im März 2026 wandert die Ausstellung ins HayArt Centre\, Jerewan. \nVahram Aghasyan (*1974 in Jerewan\, Armenien) lebt und arbeitet in Jerewan. Er hat international ausgestellt\, unter anderem auf der 10. Istanbul-Biennale\, im Museum Kiasma (Helsinki)\, der Biennale Thessaloniki und im Armenischen Pavillon der 51. Biennale von Venedig. Seine Arbeiten sind in Sammlungen wie Musée Mucha (Belgien)\, Museum on the Seam (Jerusalem) und FRAC Bretagne (Frankreich) vertreten. \nGreta Harutyunyan (*1999 in Jerewan\, Armenien) ist Dokumentarfilmerin und multidisziplinäre Künstlerin aus Jerewan\, Armenien. Anhand von Film\, Fotografie und Mixed Media beschäftigt sie sich mit Fragen der Identität und den verborgenen Dimensionen des gesellschaftlichen Lebens. Sie hat am Staatlichen Theater- und Filminstitut Jerewan studiert und ihre Arbeiten in Armenien sowie im Ausland ausgestellt. \nAnas Kahal (*1985 in Damaskus\, Syrien) ist Künstler und lebt in Freiburg. Er absolvierte den Bachelor of Fine Arts in Damaskus und setzte sein Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe fort. 2025 wurde er mit dem Kalinowski-Preis ausgezeichnet\, 2026 wird er das Aufenthaltsstipendium der Deutschen Akademie in der Casa Baldi\, Italien erhalten. \nJohannes Weilandt (*1991 in Erfurt\, Deutschland) lebt und arbeitet als bildender Künstler und freischaffender Szenograf in Berlin. Er studierte Bildende Kunst/Bühnen- und Kostümbild\, u. a. an der Weißensee Kunsthochschule Berlin sowie an der Universität der Künste Belgrad\, und erhielt 2022 den Meisterschüler-Titel. Neben seinen seriellen Zeichnungen arbeitet Weilandt seit vergangenem Jahr auch im Medium Video\, in dem er sich vorrangig mit Spuren\, Auswirkungen und Verdrängungsprozessen von politisch-historischen Umbruchserfahrungen im (post)sozialistischen Raum auseinandersetzt. \nRahmenprogramm:\n11.10.2025\, 13:00\nVahram Aghasyan\, Post-revolutionary walk \n12.10.2025\, 16:00\nArtist Talk and Discussion with Curators \n20.10.2025\, 19:15\nKarsten Böhm\, Vortrag „Angst\, Trauma\, Kunst“ \n21.10.2025\, 19:00\nAnas Kahal\, Screening „between war and see“ \n24. 10. 2025\, 17:00\nKurator:innenführung \n07.11.2025\, 19:00\nSasha Skochilenko\, Discussion „Art on Trial“ \n08. 11. 2025\, 17:00\nKurator:innenführung \nEintritt frei \nAbbildung: © Greta Harutyunyan.
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SUMMARY:VAHRAM AGHASYAN\, GRETA HARUTYUNYAN\, ANAS KAHAL UND JOHANNES WEILANDT: Artist Talk
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nFour artists were invited to contribute to the German-Armenian exchange project and travelling exhibition FEAR – LESS – HOPE: Framing Time\, reflecting on how fear and hope coexist in a world shaped by crises\, change\, transformation\, and experiences of both distance and closeness. Their works are not about optimism or threat alone\, but rather about the liminal spaces where one can shift into the other. Each artist approaches the theme from a perspective rooted in personal experience and background. The exhibition presents three video works and one interactive performance\, drawing on sources as diverse as private archives\, internet platforms\, YouTube channels of Syrian rebels\, and a German city archive. \nThe accompanying Artist Talk will address how the work with video\, images and archives finds its way into the  artworks\, how it shapes new perceptions of history and future and how artistic practices can open spaces of reflection between vulnerability and resilience. Vahram Aghasyan\, Greta Harutyunyan\, Anas Kahal\, and Johannes Weilandt will discuss these and related questions with the curatorial team. \nSprache: Englisch\nEintritt frei \nFotos: privat.
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SUMMARY:SAJAT NOVA (Die Farbe des Granatapfels). Regie: Sergei Paradschanow
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nCINEMA OF ARMENIA\nERÖFFNUNG: ARMENISCHE FILMREIHE IN KOKI \nBegrüßung:\nSona Harutyunyan\, HayArt Centre\, Jerewan \nEinführung:\nGari Vanisian (geb. 1987) ist Autor\, Filmemacher und Kurator. Von 2018 bis 2020 war er Filmprogrammgestalter am Kino Arsenal in Berlin und moderierte beim Berlinale Forum. Seine Filmtexte erscheinen u. a. bei epd Film\, Der Freitag und kolik.film. Mitbegründer des Filmkollektivs Frankfurt. Publ.: Heimat in der Fremde – Transnationales armenisches Kino (September 2024). \nDie Farbe des Granatapfels | Regie: Sergei Paradschanow | UdSSR (Armenische SSR) | 1969 | 73 Min. | OmU \nEin Film der Tableaux vivants\, der bewegten Stillleben und kunstvollen Kompositionen aus Kleidern\, Teppichen\, Büchern\, Blumen\, Tieren und Menschen. In einer Fülle von Bildern – mal surrealistisch\, mal ironisch\, immer opulent-exzessiv – zeichnet der armenischgeorgische Bildvirtuose Paradschanow das poetische Universum des armenischen Lyrikers\, Dichters\, Komponisten und Sängers Arathin Sayadin nach\, der im 18. Jahrhundert zunächst an einem Königshof lebte und später als fahrender Sänger durch die Lande zog. \nSAJAT NOVA (Die Farbe des Granatapfels) gehört heute zu den zentralen Werken der Filmgeschichte. Damals brandmarkten die sowjetischen Filmbehörden den Film und unterbanden dessen Verleih. Erst Jahre später kam SAJAT NOVA in einer bearbeiteten Version in die Kinos\, wir zeigen die restaurierte Fassung. \nSergei Paradschanow (1924 – 1990) war Filmemacher\, bildender Künstler\, Musiker und Autor. Als Sohn armenischer Eltern in Tbilissi geboren und aufgewachsen\, ist Paradschanow eine der faszinierendsten Figuren des Kinos des 20. Jahrhunderts. Er arbeitete zu Sowjetzeiten in der Ukraine\, in Georgien\, Armenien und Aserbaidschan. Seine Filme sind von den Kulturen\, Traditionen\, Folkloren und Mythen dieser Länder durchdrungen und beeindrucken mit ihren komplexen Bildkompositionen sowie mit ihrer radikal freien filmischen Form. Ab Mitte der 60er Jahre international als herausragender Filmemacher gefeiert\, stießen Paradschanows künstlerischer Wagemut und die kulturelle Vielstimmigkeit seiner Filme in der Sowjetunion auf Ablehnung. Auf Zensureingriffe folgten Gerichtsverhandlungen\, Gefängnisaufenthalte und Arbeitsverbot. Zwei Jahre nach Fertigstellung seines letzten Films und seiner ersten und letzten Auslandsreise mit Retrospektiven in Rotterdam\, München und Paris starb Paradschanow 1990. \nEintritt: 8 € / ermäßigt: 5 € \nTickets unter: https://www.koki-freiburg.de/ \nAbbildung: Filmstill aus Die Farbe des Granatapfels. \n 
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SUMMARY:KARSTEN BÖHM. Angst\, Trauma\, Kunst
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nÄngste scheinen unsere Zeit zu bestimmen. Angst vor wirtschaftlichem Niedergang\, Angst vor einem imaginären „Anderen“\, Angst vor Krieg – und nicht zuletzt vor dem Tod\, der uns alle betrifft. Aber ist Angst immer nur negativ zu sehen? Können Ängste auch eine Quelle von Kreativität sein oder umgekehrt künstlerische Verarbeitungen von Ängsten Betrachtungsformen anbieten\, die wiederum sinnstiftend für uns wirken? \nDer Vortrag setzt sich mit verschiedenen psychologischen und philosophischen Aspekten des Spannungsfeldes zwischen Angst\, Hoffnung und Tod in der Kunst auseinander. Dabei geht es auch um die umstrittene Frage\, ob die Kunst Unglück\, Ängste\, Traumata als Quelle der Kreativität „braucht“. Hierzu werden verschiedene Sinnebenen\ndes Lebens herangezogen. \nACHTUNG: Dieser Vortrag könnte Sie mit eigenen Lebensthemen und Todesängsten triggern. Bitte seien Sie sich dessen bewusst. \nDr. phil. Karsten Böhm ist psychologischer Psychotherapeut und arbeitet in einer eigenen Praxis in Freiburg\, die einen Schwerpunkt auf Trauma- und Zwangsbehandlungen hat. Zuvor war Karsten Böhm an der Freiburger Universitätsklinik tätig und leitete bis 2021 die Privatklinik Friedenweiler. Seit 3\,5 Jahren bildet er in der Ukraine Psychotherapeut: innen in Traumapsychotherapie mittels der EMDR Methode aus. Karsten Böhm ist Autor zahlreicher Publikationen im Bereich der Psychotherapie (u. a. EMDR in der Psychotherapie der PTBS\, 2. Auflage\, Heidelberg 2021) und der Philosophie (u. a. zu Nietzsche und Schopenhauer). \nEintritt frei \nFoto: Karsten Böhm\, privat.
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SUMMARY:ANAS KAHAL. between war and sea. Die Hände meiner Mutter
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nbetween war and sea | Regie: Anas Kahal | 2025 | OmU | 41 Min. \nDie Hände meiner Mutter | Regie: Anas Kahal | 2025 | OmU | 13 Min. \nZwischen den Fronten des Krieges und der Weite des Meeres öffnet sich ein gewaltiger Raum. Er ist durchflutet von Tod und Verlust\, Heimat und Heimweh sowie von Geschichten der Flucht\, der Ankunft und dem Ringen nach Zugehörigkeit und Identität. Der experimentelle Dokumentarfilm between war and sea basiert auf vier persönlichen Erfahrungen von Menschen\, die aus Syrien geflüchtet oder dort geblieben sind. Aus diesen Stimmen entsteht ein vielschichtiges Bild\, das weit über individuelle Schicksale hinausweist. \nIn fragmentarischen wie kontrastierenden Szenen spiegeln sich die Nachwirkungen des Krieges auf Leben und Erinnerungen\, durchdrungen von Ängsten\, Sehnsucht und Hoffnungen. Die Arbeit nähert sich dabei schwer fassbaren Erfahrungen\, deren Wirkung auf unterschiedliche Weise spürbar bleibt. An der Grenze von Realität und Erinnerung\, von privatem Erleben und kollektiver Geschichte\, schafft between war and sea einen Raum für Reflexion über das\, was bleibt\, wenn Heimat verloren geht und ein neues Leben beginnt. \nAnas Kahal (*1985 in Damaskus\, Syrien) ist Künstler und lebt in Freiburg. Er absolvierte den Bachelor of Fine Arts in Damaskus und setzte sein Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe fort. 2025 wurde er mit dem Kalinowski-Preis ausgezeichnet\, 2026 wird er das Aufenthaltsstipendium der Deutschen Akademie in der Casa Baldi\, Italien erhalten. \nIm Rahmen des Programms FEAR – LESS – HOPE zeigt Anas Kahal auch Arbeiten in der Ausstellung Framing Time im DELPHI_space. \nEintritt frei \nAbbildung: Filmstill aus between war and sea. \n 
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SUMMARY:KERSTIN HOLM. Russland zerstört seine Kultur
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nRussland\, das unter Präsident Putin immer repressiver gegen Künstler vorgegangen ist\, zerstört seit dem Beginn der Großinvasion in die Ukraine die eigene europäische Kulturschicht systematisch. Am schlimmsten betroffen ist die Sphäre des Wortes\, nach der Schließung unabhängiger Medien und wichtiger unabhängiger Theater rollt nun eine Verbotswelle über die Buchbranche. Kriegsbegeisterte „Z Literatur“ wird staatlich gefördert\, aber kaum gelesen. In den großen Kunstmuseen wurden Direktoren mit Fachkenntnis und Autorität durch profilschwache Manager ersetzt\, Ausstellungen zeitgenössischer Künstler gibt es nur noch in privaten Institutionen wie der Moskauer GES-2. Freier geht es jenseits der Hauptstadt zu\, etwa in Nischni Nowgorod\, wo die Galerie Triumph die erste internationale Biennale ökologischer Kunst ausrichtete. Aber auch dort wurden Künstler wegzensiert\, zumal wenn sie in sozialen Netzwerken Sympathie für die Ukraine geäußert hatten. Noch relativ frei ist die Musik\, obwohl emigrierte kritische Komponisten nicht prominent aufgeführt werden können oder nur inoffiziell mit russischen Partnern kooperieren. \nKerstin Holm\, 1958 geboren\, Studium der Slavistik\, Musikwissenschaft\, Germanistik und Romanistik in Hamburg\, München\, Wien und Konstanz. 1987 Hospitanz und Eintritt ins Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung\, Redaktion Geisteswissenschaften. 1991 –2013 Kulturkorrespondentin der FAZ für das Gebiet der ehemaligen Sowjetunion mit Sitz in Moskau. Bis 2024 Feuilletonredakteurin in der FAZ-Zentrale mit Schwerpunkt Russland\, Belarus und Ukraine. Seither freie Autorin in Berlin.\nBücher: Das korrupte Imperium (2002)\, Rubens in Sibirien (über Beutekunst aus Deutschland in der russischen Provinz; 2008)\, Moskaus Macht und Musen (2012). \nEintritt frei \nFoto: Kerstin Holm\, privat.
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SUMMARY:KONZERT MIT STREICHQUARTETT\, VORTRAG UND LESUNG MIT RALPH DUTLI. Kalt ist der Rose im Schnee. Ossip Mandelstam und Armenien
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nEkaterina Tsyrempilova (Violine)\, Zsuzsanna Nagy (Bratsche)\, Lusine Arakelyan (Cello) und Maia Koberidze (Violine) spielen Werke von Ruben Altunyan\, Komitas Vardapest und Aram Chatschaturjan. \nEs bereits Tradition: Im Oktober jeden Jahres gedenkt man in Freiburg der großen russischen Dichterin Marina Zwetajewa (1892 – 1941)\, die ein Jahr ihrer Jugend hier verbrachte und als eine der größten Vermittlerinnen deutsch-russischer Kultur gelten darf. Mit ihrem Zeitgenossen Ossip Mandelstam (1891 – 1938) ist Zwetajewa nicht nur durch die Liebe zu Deutschland\, zu den europäischen Kulturen und die bitteren Erfahrungen unter der stalinistischen Diktatur verbunden\, sondern auch durch das radikale Bekenntnis zur Kraft der Poesie. \nOssip Mandelstams autobiografische Texte über seine Reise nach Armenien (1930) sowie seine lyrischen Texte feiern den augenblickshaften Triumph des Lebens gegenüber den Kräften der Zerstörung und des Todes; zugleich ziehen uns diese Werke in den Sog der faszinierenden Kultur Armeniens. \nRalph Dutli\, geboren in Schaffhausen\, ist ein in Heidelberg lebender Übersetzer und Schriftsteller. Bekannt wurde er als Herausgeber und Übersetzer der Werke von Ossip Mandelstam\, die in einer zehnbändigen\, kommentierten\, für die Lyrikbände zweisprachigen Gesamtausgabe im Ammann Verlag erschienen. Dutli schuf auch vielbeachtete Übersetzungen von Gedichten und Prosa Marina Zwetajewas. Sein vierteiliges Hörbuch Russische Literaturgeschichte (2003) ist eine akustische Reise durch 1000 Jahre russischer Literatur. \nEkaterina Tsyrempilova (Violine) stammt aus Ulan-Ude im südöstlichen Sibirien. Sie besuchte Spezialmusikschulen in Jakutsk und Moskau\, trat bereits während ihrer Schulzeit regelmäßig bei Konzerten in Russland und Europa auf und studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock bei Liviu Casleanu. Nach Engagements beim Konzerthausorchester Berlin sowie beim Staatsorchester Stuttgart ist sie seit 2014 erste Geigerin im Philharmonischen Orchester Freiburg. \nZsuzsanna Nagy (Bratsche) stammt aus Ungarn und studierte von 2000 bis 2006 in Budapest und Wien. Sie ist seit 2010 festes Mitglied des Philharmonischen Orchesters Freiburg. Neben ihrer Orchestertätigkeit widmet sie sich intensiv der Kammermusik\, war bei zahlreichen Festivals zu hören und gewann unter anderem den 1. Preis bei einem internationalen Kammermusikwettbewerb. \nLusine Arakelyan (Cello)\, geboren in Jerewan (Armenien)\, trat bereits als Teenager als Solistin mit dem Staatlichen Philharmonischen Orchester Armeniens sowie dem Kammerorchester von Jerewan auf. Mit 17 Jahren kam sie nach Deutschland\, um ihre Cellostudien bei Julius Berger in Mainz\, Christoph Henkel in Freiburg und Jean-Guihen Queyras in Trossingen fortzusetzen. Es folgten Meisterkurse bei Menahem Pressler. Seit der Spielzeit 2024 / 25 ist sie festes Mitglied des Philharmonischen Orchesters Freiburg. \nMaia Koberidze (Violine) erhielt ihre Ausbildung in Tbilissi (Georgien)\, Mannheim und Würzburg. Seit dem Jahr 2000 ist sie Mitglied des Philharmonischen Orchesters Freiburg (bis 2010 als 3. Konzertmeisterin). Nach einer Weiterbildung an der Universität Zürich gründete sie 2011 in Deutschland die Künstleragentur „Künstlertribüne“\, die sich auf internationale Kulturprojekte spezialisiert. 2017 folgten die Gründung und Leitung des Kulturfestivals „Georgische Woche“ in Freiburg sowie des Kinder- und Jugendfestivals „Art Camp“ in Georgien. \nTickets unter: https://kultur.humboldtsaal.de/veranstaltung/Armenien \nFoto: © Catherine Dutli-Polvêche. \nFotos: privat. \n 
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SUMMARY:BASTIAN MATTEO SCIANNA. Sonderzug nach Moskau. Geschichte der deutschen Russlandpolitik seit 1990
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nSeit dem 24. Februar 2022 steht die deutsche Russlandpolitik vor einem Scherbenhaufen. Der in Potsdam lehrende Historiker Bastian Matteo Scianna hat mit seinem brandneuen Buch Sonderzug nach Moskau. Geschichte der deutschen Russlandpolitik seit 1990 die erste wissenschaftlich fundierte Aufarbeitung zu einem der derzeit umstrittensten Themen der deutschen Zeitgeschichte vorgelegt. Er nutzte dazu bislang unzugängliches Archivmaterial aus dem In- und Ausland. \nDer Autor zeigt in seiner Analyse\, dass die Bundesrepublik mit ihrem Kurs in Europa keineswegs allein stand: Auch andere Länder glaubten an „Wandel durch Handel“ und wollten mit Russland zusammenarbeiten. Dass Deutschland als Prügelknabe behandelt wird\, ist dennoch teilweise gerechtfertigt\, hatte man sich dort doch nie auf den Ernstfall vorbereitet. Die Bundeswehr verkümmerte\, die Ukraine wurde nicht aufgerüstet. Dialog\, Entspannung und Einbindung waren noble Versuche\, die aber ohne Abschreckung und durch energiepolitische Irrwege letztlich die Sicherheit Europas in Gefahr brachten. \nPD Dr. Bastian Matteo Scianna ist Privatdozent und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Geschichte des 19. /20. Jahrhunderts\, Universität Potsdam. Er promovierte zum Thema The Italian War\non the Eastern Front\, 1941–1943. Operations\, Myths and Memories und habilitierte sich mit der Arbeit Europa ohne Grenzen. Die Entstehung eines europäischen Mobilitätsregimes von der Nachkriegszeit bis zum Schengener Abkommen. \nEintritt frei \nFoto: © Kevin Ryl.
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SUMMARY:Возвращение имён во Фрайбурге / Rückgabe der Namen in Freiburg
DESCRIPTION:Каждый год 29 октября по всему миру проходит акция «Возвращение имён» — чтение имён жертв сталинских репрессий. Мы вспоминаем тех\, кто был расстрелян\, сослан\, замучен\, чьи жизни и судьбы были вероломно прерваны преступным государством.\nМы вместе произносим эти имена\, чтобы вернуть память и голос тем\, кто был лишён их. \nЛюбой желающий может прочитать имя\, короткую биографию или несколько строк из писем\, дневников\, архивных документов. \nАкция открыта для всех\, кто хочет разделить момент памяти и сопричастности. \nJedes Jahr am 29. Oktober findet in vielen Ländern der Welt die Aktion „Rückgabe der Namen“ statt – ein öffentliches Lesen der Namen der Opfer des Stalinismus.\nWir gedenken an Menschen\, die erschossen\, deportiert oder zum Schweigen gebracht wurden – und geben ihnen ihre Namen und Stimmen zurück. \nAlle sind eingeladen\, einen Namen\, eine kurze Biografie oder einige Zeilen aus Briefen und Dokumenten vorzulesen.\nDie Veranstaltung ist offen für alle\, die gemeinsam gedenken möchten. \nОрганизатор / Veranstalter: Engagiertes Freiburg e.V. \nВопросы можно задать по мейлу: Hallo@engagiertes-freiburg.de \nРегистрация для участия не требуется.
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