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SUMMARY:SÖREN URBANSKY / MARTIN WAGNER. CHINA UND RUSSLAND
DESCRIPTION:Kurze Geschichte einer langen Beziehung\nUm die chinesisch-russischen Beziehungen im 21. Jahrhundert angemessen einzuordnen\, muss man ihre lange Vergangenheit verstehen. Die Historiker Sören Urbansky und Martin Wagner führen in die vierhundertjährige Geschichte der beiden Nachbarn ein: von den ersten offiziellen Kontakten 1618 über das Zerwürfnis der beiden kommunistischen Regime unter Chruschtschow und Mao bis hin zu Chinas Reaktion auf Russlands Krieg in der Ukraine 2022. \nUrbansky und Wagner erzählen die wechselvolle Geschichte vielschichtiger Verbindungen\, denen sich die zwei Länder niemals entziehen konnten. Als imperiale Großreiche\, sozialistische Supermächte und autoritäre Gewaltregime glichen und verglichen sie sich\, sie konkurrierten und kooperierten. China und Russland können sich nicht aus dem Weg gehen und marschieren doch nicht im Gleichschritt. \nProf. Dr. Sören Urbansky\, Professor für Osteuropäische Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum. Für sein Buch „Steppengras und Stacheldraht. Eine Geschichte der chinesischrussischen Grenze“ erhielt er mehrere Forschungspreise.\nDr. Martin Wagner\, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Freien Universität Berlin. Er wurde mit einer Studie über die Transformation der totalitären Herrschaft nach Stalins und Maos Tod promoviert. Für seine Dissertation wurde ihm 2024 der Tiburtius-Preis der Berliner Hochschulen zuerkannt. \nEintritt frei
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LOCATION:Universität Freiburg KG I\, Raum 1221\, Platz der Universität 3\, Freiburg\, 79098
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SUMMARY:MARIA STEPANOVA. DER ABSPRUNG
DESCRIPTION:Zweisprachige Lesung und Gespräch mit  Elisabeth Cheauré\n„Die Leichtigkeit und Milde\, die M. beseelten\, hatten etwas angenehm Jenseitiges\, und sie fühlte sich gläsern körperlos“. Die Schriftstellerin M.\, seit einigen Monaten im westeuropäischen Exil\, bricht nach Dänemark zu einer Lesung auf und strandet mit leerem Akku am Grenzbahnhof. Die Lage erfüllt sie mit Erleichterung. Ein Escape Room\, ein Wanderzirkus\, eine flüchtige Bekanntschaft versprechen die langersehnte Chance\, zu verschwinden. \nMaria Stepanova schildert in „Der Absprung“ (Suhrkamp\, 2024\, aus dem Russischen von Olga Radetzkaja) den spannungsreichen Zustand des Exils\, an dem ein „Untier“ schuld ist\, dessen Teil sie ist – verbunden über die Sprache und das\, was Heimat bleibt\, auch wenn es verloren ist. \nÜbersetzung: Dr. Jurij Lileev\nDeutsche Lesestimme: Annette Pehnt \nunter: https://www.literaturhaus-freiburg.de
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LOCATION:Literaturhaus Freiburg\, Bertoldstr. 17 (Torbogen)\, Freiburg\, 79098
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SUMMARY:IOLANTA. Eine außergewöhnliche Inszenierung von Tschaikowskys Oper
DESCRIPTION:Bild: Natalia Barannikova \nDer Regisseur\, Künstler und Gewinner zahlreicher Theaterpreise Ilja Epelbaum starb 2020 im Alter von 59 Jahren. Eines seiner wenigen heute noch auf der Bühne lebenden Meisterwerke ist das Theaterstück „Iolanta“\, eine einzigartige Interpretation von Tschaikowskys Oper mit einer Schauspielerin und zwölf Puppen. Natalia Barannikova verkörpert meisterhaft alle Figuren der Oper und schafft mit Puppen\, Stimme und Mimik ein facettenreiches\, mitreißendes Stück. „Iolanta“ ist nicht nur eine Vorstellung\, sondern wahre Theatermagie\, die in einer lebendigen Darbietung zum Leben erweckt wird und niemanden unberührt lässt. \nFür Erwachsene und Kinder ab 12.\nIn Originalsprache mit einer Einführung in das Libretto auf Deutsch. \nNatalia Barannikova wurde in Samara geboren und an der renommierten Gnessin-Akademie in Moskau zur Musicaldarstellerin ausgebildet. Sie ist Trägerin der höchsten russischen Theaterauszeichnung\, der Goldenen Maske\, und lebt seit 2002 in Deutschland. Mit Iolanta war sie erfolgreich auf zahlreichen Festivals in Spanien\, Schweden\, Frankreich\, Deutschland\, der Ukraine und Russland zu Gast. \nunter: https://theater.freiburg.de
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LOCATION:Theater Freiburg\, Kammerbühne\, Bertoldstraße 46\, Freiburg\, 79098
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SUMMARY:REGINE NOHEJL. EDUARD LIMONOV UND DAS DILEMMA DER PROVOKATION ZWISCHEN ÄSTHETIK UND POLITIK
DESCRIPTION:Hippie\, Fashion Stylist und Samizdat-Dichter in der Sowjetunion der 60er Jahre\, intellektueller Underdog und ›Jobber‹ im Amerika und Westeuropa der 70er und 80er Jahre\, maßloser Chauvinist\, Imperialist und »Nationalbolschewist« im Russland der 90er Jahre. Der abenteuerliche Lebenslauf von Eduard Limonov (1943 – 2020) erscheint auf den ersten Blick als eine Aneinanderreihung unvereinbarer Widersprüche. Künstlerisch-ästhetisches Verfahren oder politischer Aktionismus? Die Grenzen zwischen Kunst und Politik scheinen zunehmend zu verschwimmen. Betrachtet man Limonovs Habitus vor dem Hintergrund der Narrative\, die die Beziehung zwischen Russland und dem Westen seit Langem prägen\, dann zeigen sich durchaus charakteristische Muster\, ja Limonov kann geradezu als Exempel dienen für die Achterbahnfahrt\, die Russlands Verhältnis zum Westen in den vergangenen Jahrzehnten durchlaufen hat. \nRegine Nohejl war seit 1998 Lehrbeauftragte für Ostslavistik am Slavischen Seminar der Universität Freiburg. Ihre Forschung befasst sich u. a. mit Identitäts- und Genderdiskursen  in der russischen Kulturgeschichte vom 18. Jahrhundert bis heute. \nAbbildung: Eduard Limonov 1984 in Paris\, \nFoto: John Oakes\, Wikimedia Commons [Vulprania\, CC BY-SA 4.0].
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SUMMARY:HOW I ENDED THIS SUMMER / КАК Я ПРОВЕЛ ЭТИМ ЛЕТОМ. Regie: Alexej Popogrebsky
DESCRIPTION:Russland 2010 / 129 Min. / OmU\nMit Grigory Dobrygin\, Sergei Puskepalis \nEin Ort\, ein Tag und nur zwei Männer treten auf – drei weitere kommen als Stimmen aus dem Funkgerät. Bei dem Ort handelt es sich um eine Polarstation auf einer einsamen Insel im Arktischen Meer. Eine Welt wie am ersten Schöpfungstag: Bleierne Wellen schlagen monoton grollend gegen scharfkantige Felsen\, Eisschollen schleudern grelle Lichtreflexe\, und die Erde ist bis zum Horizont unter totem Geröll begraben. In der metaphysischen Einsamkeit dieser Einöde verlieren sich die Protagonisten wie Sandkörner. Und ihre Verbindung zur Zivilisation ist so dünn wie einer der seltenen Grashalme. \nEin Kammerspiel in unendlichen Weiten und ein absonderlicher Attentatsversuch\, der so nur auf dem Boden der Nuklearmacht Russland vorstellbar ist… \nAlexej Popogrebsky hat seinen dritten Spielfilm aus derart exzentrischen Elementen komponiert\, dass er im Wettbewerb der Berlinale 2010 absolut einzigartig dastand. Dafür wurde er mit drei Silbernen Bären ausgezeichnet\, davon zwei für die beiden Schauspieler.
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SUMMARY:BRIGITTE VAN KANN. LEMBERG. GESCHICHTEN UND GESCHICHTE
DESCRIPTION:VORTRAG MIT BILDPROJEKTION\, LESUNG \nKaum eine andere europäische Metropole blickt auf eine so wechselvolle Geschichte zurück wie Lemberg\, das heute Lwiw heißt. Prächtige Renaissancehäuser bezeugen Glanz und Gloria der Jahrhunderte unter polnischer Herrschaft. In der Habsburger Zeit entstanden großangelegte Boulevards und ein Opernhaus\, das westliche Vergleiche nicht zu scheuen braucht. Noch heute pflegt man hier eine Wiener Kaffeehaus-Kultur – dem Krieg und seinen Schrecken zum Trotz. \nDas polnisch\, ukrainisch und jüdisch geprägte Lemberg war für Joseph Roth ein „bunter Fleck im Osten Europas“. Der Zweite Weltkrieg\, der Holocaust und die Vertreibung der polnischen Bevölkerung durch die sowjetischen Besatzer trieben Lemberg seine Buntheit aus. Doch in der Literatur ist das reiche vielsprachige Erbe dieser „Stadt der verwischten Grenzen“ (Joseph Roth) eindrucksvoll und schmerzlich bewahrt: Außer Joseph Roth kommen Martin Buber\, Alfred Döblin\, Stanisław Lem\, Adam Zagajewski und andere Autoren zu Wort. \nBrigitte van Kann\, Autorin und Übersetzerin\, hat in den vergangenen Jahren neben Lemberg weitere ukrainische Städte mit reichem polnischem und jüdischem Erbe besucht und für den Rundfunk und Tageszeitungen über sie geschrieben. \nFoto: Oper heute /  Lemberg\, Marktplatz \n 
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SUMMARY:CHRISTINE ENGEL. RUSSLAND DURCH DAS PRISMA SEINER POLITISCHEN WITZE
DESCRIPTION:Politische Witze kursieren in Russland zuhauf. Neben ihrer Komik sind sie auch noch ein gutes Stimmungsbarometer: Sie geben einen Einblick\, wie bestimmte soziale\, politische und wirtschaftliche Zusammenhänge gesehen werden. An innen- und außenpolitischen Ereignissen als Anregung für die Witzproduktion – oft in der Form von zugespitzten Aphorismen – hat ja in den letzten paar Jahren kein Mangel geherrscht: sei es die Rentenreform („In Russland liegt das Antrittsalter für die Rente höher als die durchschnittliche Lebenserwartung“)\, oder die Propagandamaschinerie des Fernsehens („Der Fernseher ist die Fernbedienung zur Regulierung der Bevölkerung“)\, oder aber Putin selbst („Es gibt Lügen\, freche Lügen und die Pressekonferenz von Putin“). Zur Sprache kommen im Vortrag auch Fragen nach den Witzproduzenten\, nach der Art der Verbreitung und nach gesellschaftlichen Funktionen von Witzen. \nProf. Dr. Christine Engel ist Literatur- und Kulturwissenschaftlerin und war bis zu ihrem Ruhestand als Professorin am Institut für Slawistik der Universität Innsbruck tätig. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich der zeitgenössischen russischen Kultur\, Literatur und Film. Soeben hat sie ein Buch zum Witz veröffentlicht: „Gibt‘s da noch was zu lachen? Politische Witze aus Putins Russland – Was sie über Kultur und Gesellschaft verraten“. \nEintritt frei \nBild: Christine Engel
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DESCRIPTION:Russland 2010 / 129 Min. / OmU\nMit Grigory Dobrygin\, Sergei Puskepalis \nEin Ort\, ein Tag und nur zwei Männer treten auf – drei weitere kommen als Stimmen aus dem Funkgerät. Bei dem Ort handelt es sich um eine Polarstation auf einer einsamen Insel im Arktischen Meer. Eine Welt wie am ersten Schöpfungstag: Bleierne Wellen schlagen monoton grollend gegen scharfkantige Felsen\, Eisschollen schleudern grelle Lichtreflexe\, und die Erde ist bis zum Horizont unter totem Geröll begraben. In der metaphysischen Einsamkeit dieser Einöde verlieren sich die Protagonisten wie Sandkörner. Und ihre Verbindung zur Zivilisation ist so dünn wie einer der seltenen Grashalme. \nEin Kammerspiel in unendlichen Weiten und ein absonderlicher Attentatsversuch\, der so nur auf dem Boden der Nuklearmacht Russland vorstellbar ist… \nAlexej Popogrebsky hat seinen dritten Spielfilm aus derart exzentrischen Elementen komponiert\, dass er im Wettbewerb der Berlinale 2010 absolut einzigartig dastand. Dafür wurde er mit drei Silbernen Bären ausgezeichnet\, davon zwei für die beiden Schauspieler.
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SUMMARY:ELISABETH CHEAURÉ. GROSSE UTOPIEN\, GESCHEITERTE PROVOKATIONEN. DER RUSSISCHE FUTURISMUS
DESCRIPTION:1912 erschien in Moskau ein Manifest\, »Eine Ohrfeige dem öffentlichen Geschmack«. Es war eine ungeheure Provokation: Nicht nur die bisherige Literatur (Puschkin\, Dostoevskij\, Tolstoj u. a. m.) sollte »vom Dampfer der Gegenwart gestoßen«\, sondern die Künste insgesamt sollten von allen Gesetzen der Konvention befreit und radikal erneuert werden. Selbstbewusst nannten sich die Unterzeichner\, u. a. Vladimir Majakovskij\, „Gesichter der Gegenwart“ und forderten nichts weniger als den alleinigen Anspruch auf die Zukunft ein\, sowohl die künstlerische als auch die politische. \nIm Vortrag werden die theoretischen Konzepte künstlerischer Arbeiten ebenso nachgezeichnet wie die Begeisterung der Akteure für revolutionäre Umbrüche und ihr Scheitern an der Realität der Oktoberrevolution. \nElisabeth Cheauré ist emeritierte Professorin für Slavische Philologie und Gender Studies an der Universität Freiburg. Ihre Schwerpunkte liegen in der russischen Kulturgeschichte\, in den Gender Studies und in Identitätsdiskursen. \nFoto: Werke von Kasimir Malewitsch in der Ausstellung »0.10« in St. Petersburg\, 1915\, Public Domain
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