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SUMMARY:BRUDER. Regie: Alexei Balabanow
DESCRIPTION:BRUDER / БРАТ \nRussisch-düsteres Kino \nRUS 1997 / 98 Min. / OmeU\nRegie: Alexei Balabanow \nAlexei Balabanov war ein Unruhestifter. Zumindest in den Augen des russischen Kulturestablishments der späten 1990er Jahre. Er war ein vielversprechender Autorenfilmer\, der bereits drei viel umjubelte Filme gedreht hatte und nun mit angezogener Handbremse zum Multiplex-Populismus übergehen sollte. \nSein Film Bruder (1997) war ein Kassenschlager und begründete fast im Alleingang den Begriff des heimischen Genrekinos. \nDie Kritik hingegen war nicht begeistert. In der postsowjetischen Ära erwartete man von den Filmschaffenden schmeichelhafte Porträts des angeblichen wirtschaftlichen und kulturellen Wandels in Russland. Bruder war ein Gangsterfilm mit einem fetzigen Soundtrack\, moralisch zweideutig und im spielerischen Dialog mit westlicher Genre-Ikonographie. \nAnschließend moderiertes Publikumsgespräch \nTickets unter: \nhttp://www.koki-freiburg.de
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SUMMARY:AUF DER SUCHE NACH GERECHTIGKEIT. Über die Aufklärung geschlechtsspezifischer Gewalt in Bosnien und Herzegowina und der Ukraine
DESCRIPTION:Podiumsgespräch mit Oberstaatsanwalt Klaus Hoffmann\, Britta Wasserloos und Marlene Weck (Amica e.V.) \nDer Freiburger Oberstaatsanwalt Klaus Hoffmann ermittelte 2005 am UN-Tribunal zur Verfolgung von Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien. Seit zwei Jahren berät er die ukrainische Regierung bei der Aufklärung von Kriegsverbrechen. Thema dieses moderierten Podiumsgesprächs ist die juristische Aufklärung\, Verfolgung und Aufarbeitung geschlechtsbasierter Kriegsgewalt am Beispiel der Ukraine und Bosniens. AMICA unterstützt seit 30 Jahren Überlebende sexualisierter Kriegsgewalt in Bosnien; in der Ukraine bietet AMICA Anlaufstellen für von Krieg und Gewalt betroffenen Frauen an. \n© npu.gov.ua. \nIm Podiumsgespräch gehen Klaus Hoffmann (Oberstaatsanwalt)\, Britta Wasserloos (AMICA-Referentin für die Ukraine)\, Marlene Weck (AMICA-Referentin für Bosnien) der Frage nach\, mit welchen Herausforderungen die juristische Aufklärung\, Verfolgung und Aufarbeitung von Kriegsverbrechen konfrontiert ist\, insbesondere im Bezug auf die Aufklärung geschlechtsbasierter Kriegsgewalt und die Folgen für betroffene Frauen.
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SUMMARY:THOMAS BOHN. WEISSRUSSLAND ODER BELARUS?
DESCRIPTION:Die Weiße Rus in Historiographie und Kartographie\nIm Sommer der weiß-rot-weißen Revolution 2020 hatte die Weltöffentlichkeit die Republik Belarus nachhaltig zur Kenntnis zu nehmen. Über die Herkunft und Bedeutung des Namens „Weiße Rus“ oder „Belarus“ ist viel spekuliert worden. Klar ist dabei nur eines: die Übersetzung „Weißrussland“ führt in die Irre\, weil es sich um eine Bezeichnung handelt\, die im Laufe der Jahrhunderte auf ganz unterschiedliche Regionen des nordöstlichen Europa bezogen wurde. Zum Verständnis der Sache sind zwei Prozesse in Betracht zu ziehen: die Auseinandersetzung zwischen Polen- Litauen und dem Moskauer Reich um das Erbe der Kiewer Rus einerseits und die Ausdifferenzierung der Ostslaven andererseits. Erinnerungskulturell lautete die Alternative „Ruthenien“ oder „Moskowien“. Während die Ukraine als Kosakenland ihre eigene Tradition erfand\, etablierte sich die „Weiße Rus“ als Bestandteil des historischen Litauens. \nProf. Dr. Thomas Bohn lehrt Osteuropäische Geschichte am Historischen Institut der Justus-Liebig-Universität Gießen. Er war u.a. Sprecher der Belarusisch-Deutschen Geschichtskommission; zahlreiche Publikationen u.a. zu Belarus (zuletzt: Heldenstadt Minsk. Urbanisierung à la Belarus. Köln/Wien 2022). \n  \nBild: Thomas Bohn
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SUMMARY:EKATERINA SCHULMANN / JÖRN LEONHARD. AUTHORITARIAN RENAISSANCE
DESCRIPTION:Fact or Fiction? Understanding Autocratic Resilience in the 21st Century\nVeranstaltung in englischer Sprache! \nEkaterina Schulmann and Jörn Leonhard examine the perceived resurgence of authoritarianism in the 21st century and analyze the factors contributing to the resilience of autocratic regimes\, questioning whether we are witnessing a genuine renaissance or a cognitive illusion shaped by the aftermath of the democratization wave of the 80s and 90s. The discussion explores the role of technology\, propaganda\, economic conditions and historical legacies in bolstering authoritarian rule. Are modern autocracies really more durable than ever\, or are our expectations for their swift downfall rooted in historical misconceptions? Focusing on the „big beasts“ of the geopolitical theater\, are we missing the quiet democratization elsewhere? \nBegrüßung und Moderation: Dr. Christine Althauser \nProf. Dr. Jörn Leonhard\, Universität Freiburg\, ist Verfasser grundlegender und breit rezipierter Monographien (u.a. Über Kriege und wie man sie beendet\, München 2024). Er wurde mehrfach mit höchst renommierten Preisen ausgezeichnet (2024 mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis). \nZu Dr. Ekaterina Schulmann siehe nächste Seite.
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SUMMARY:EKATERINA SCHULMANN. FRAGEN UND ANTWORTEN / ВОПРОСЫ И ОТВЕТЫ. Treffen mit Ekaterina Schulmann / Встреча с Екатериной Шульман
DESCRIPTION:Veranstaltung in russischer Sprache! \nDie Politikwissenschaftlerin Ekaterina Schulmann ist eine der bedeutenden Stimmen der russischen Opposition. Nachdem sie sich im Frühjahr 2022 klar gegen die putinistische Politik positioniert hatte\, verließ sie Russland und lebt seitdem in Berlin. Ihr eigener YouTube-Kanal hat über 1\,2 Millionen Follower. Schulmann wird die aktuelle politische Situation analysieren und Publikumsfragen beantworten. \nПолитолог и публицист Екатерина Шульман – один из самых значимых голосов российской оппозиции. Весной 2022 года Шульман резко осудила путинскую политику и покинула Россию. В настоящее время она живет в Берлине. Ее YouTube канал насчитывает более 1\,2 миллиона подписчиков. Екатерина Шульман проанализирует текущую политическую ситуацию и ответит на вопросы аудитории. \n!!! Участие в мероприятии возможно только по записи до 14.11.24.: anmeldung@zwetajewa-zentrum.de\nBegrüßung: Margarita Augustin \nModeration: Irina Friedemann
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SUMMARY:ELISABETH CHEAURÉ. VON LIEBE\, GIER UND WAHNSINN… Alexander Puschkins „Pique Dame“ (anlässlich von Peter Tschaikowskys Oper im Theater Freiburg)
DESCRIPTION:LITERARISCHER SALON\nDie Erzählung Pique Dame von Alexander Puschkin wurde vor allem durch Tschaikoswkys Vertonung bekannt. Allerdings wird Puschkin\, der vor allem in sowjetischer Zeit zu einer Art Nationalikone („Puschkin – unser Ein und Alles“) hochstilisiert wurde\, heute in Ländern des postsowjetischen Raums und unter dem Prisma des Postkolonialismus durchaus auch kritisch gesehen. \nIm „Literarischen Salon“ wird diese Frage ebenso angesprochen wie Puschkins literarische Verdienste als Seismograph seiner Zeit. Mit seinem Protagonisten Hermann (er trägt nicht zufällig einen deutschen Namen) werden Themen wie Gier nach gesellschaftlichem Aufstieg ebenso verhandelt wie das Phänomen des Spiritismus und nicht zuletzt – das Spiel mit der Liebe. \nProf. Dr. Elisabeth Cheauré\, emeritierte Professorin für Slavistik und Gender Studies; Vorsitzende des Zwetajewa- Zentrums an der Universität Freiburg e.V.\nMit Victor Calero (Lesung) und Marjana Plotkina (Klavier) \nWeitere Info und Eintrittskarten unter:\nhttps://theater.freiburg.de/de_DE/spielplan/literarischer-salon.17800901
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SUMMARY:RINGVORLESUNG des Historischen Seminars. DAS ENDE DER SOWJETUNION. Nationalismus\, Dekolonisierung und Identität zwischen 1985 und 1995
DESCRIPTION:Veronika Wendland (Marburg)\nBrüche\, Aufbrüche\, Lektionen – die Ukraine von Tschernobyl bis zur Abgabe der Atomwaffen\nRINGVORLESUNG des Historischen Seminars der Universität Freiburg\nDAS ENDE DER SOWJETUNION. Nationalismus\, Dekolonisierung und Identität zwischen 1985 und 1995\nDer russische Angriffskrieg auf die Ukraine steht im direkten Zusammenhang mit dem Zerfall des sowjetischen Imperiums\, der vor 35 Jahren im Baltikum und im Kaukasus eine nicht mehr zu kontrollierende Eigendynamik entwickelte. Aber auch der Konflikt um Berg-Karabach\, die politische Polarisierung Georgiens oder das neue Selbstbewusstsein der zentralasiatischen Republiken lassen sich ohne einen kritischen Blick auf das Ende der Sowjetunion nicht verstehen. \nDie Ringvorlesung des Historischen Seminars beschäftigt sich mit der transformativen Epoche zwischen Glasnost/ Perestroika und nationaler Unabhängigkeit in den (häufig als „peripher“ wahrgenommenen) Randregionen der Sowjetunion. \nDie Vorträge von Kolleginnen und Kollegen thematisieren die komplexen und unterschiedlichen Prozesse in der Ukraine\, Georgien\, Armenien\, dem Baltikum\, Tadschikistan\, Kirgisistan\, Tschetschenien sowie Russland. Die tiefgreifenden Umbrüche der Epoche von Glasnost/Perestroika werden vor allem durch die Perspektiven auf Nationalismus\, Dekolonisierung und Identität aufgeschlüsselt.
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SUMMARY:ANGELI JANHSEN. NEUE KUNST ZEIGT THEMEN\, OFT GEHT ES UM POLITIK
DESCRIPTION:Themen wie „Zeit“\, „Geld“\, „Gehen“\, „Glauben“\, „Frauen“ oder „Politik“ bestimmen heutige Kunstausstellungen. Damit werden Interessen angesprochen\, die derzeit viele Menschen umtreiben.\nKunstbetrachter haben dadurch die Möglichkeit\, über Kunst ein solches Thema genauer zu verfolgen\, es mit anderen zu besprechen\, die eigene Position zu klären. \n„Politik“ ist nun ein weites Feld. Es geht im Vortrag nicht darum\, Politik zu definieren\, sondern darum\, das Funktionieren neuer Kunst zu untersuchen. Die letzten großen Ausstellungen\, etwa die Documenta 15 oder die 60. Biennale\, waren ausgesprochen politisch. In vielen anderen Kontexten gibt es klare politische Vorgaben\, es gibt Tabus\, es gibt Interessen. Man kann oft den Eindruck gewinnen\, Kunst werde erst gezeigt\, wenn sie die gewünschten Themen mit der gewünschten Haltung vertritt. Ist Kunst nun nur Illustration oder kann sie neue Perspektiven eröffnen? Warum ist das Thema „Politik“ in der neuen Kunst so erfolgreich? \n© Whaam! – Díptico de Roy Lichtenstein\,\nem exposição no Centro Comercial Colombo de 19 a 23 de Setembro de 2018\nhttps://commons.wikimedia.org/ \n  \n  \n  \nProf. Dr. Angeli Janhsen ist Professorin für Kunstgeschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg mit dem Schwerpunkt „Moderne und zeitgenössische Kunst“\, sie hat gerade eine Untersuchung mit dem Titel Neue Kunst zeigt Themen. Zeit\, Geld\, Gehen\, Glauben\, Politik… veröffentlicht.
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SUMMARY:LIMONOV – THE BALLAD. Regie: Kirill Serebrennikov
DESCRIPTION:LIMONOV – THE BALLAD / ЛИМОНОВ\, БАЛЛАДА ОБ ЭДИЧКЕ \nItalien\, Frankreich\, Spanien 2023 / 138 Min. / OmeU\nRegie: Kirill Serebrennikov \nIn dem Biopic Limonov porträtiert der russische Regisseur Kirill Serebrennikov einen Rockstar der Poesiekunst: Ein revolutionärer Kämpfer\, ein Gangster\, ein Underground- Schriftsteller\, der Butler eines Millionärs in Manhattan. Aber auch ein Kriegstreiber\, ein politischer Agitator und ein Romanautor\, der von seiner eigenen Größe schrieb. \nEduard Limonows Lebensgeschichte ist eine Reise durch Russland\, Amerika und Europa in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In der Hauptrolle glänzt Ben Whishaw. Mit ausgefallenem Rockstar-Look\, authentischem Akzent und exzentrisch-impulsivem Auftreten zeigt der englische Darsteller beste schauspielerische Leistungen. Basierend auf dem Roman Limonow von Emmanuel Carrère. \nAnschließend moderiertes Publikumsgespräch \nEintrittskarten unter: \nhttp://www.koki-freiburg.de
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SUMMARY:REINHARD FLOGAUS. RUSSLANDS „HEILIGER KRIEG“
DESCRIPTION:Putins Neoimperialismus und die Russisch-Orthodoxe Kirche\nIn diesem Vortrag soll es nach einleitenden Bemerkungen zu Religion und Gewalt zunächst um die Genese der russischen Kriegsideologie und des katechontischen Selbstverständnis des Zarenreichs im 16. Jahrhundert gehen\, sodann um die Rezeption und Adaption dieser Vorstellungen im 19. und im frühen 20. Jahrhundert; drittens soll die Verwendung der Narrative der „Heiligen Rus’“\, des „Heiligen Krieges“\, der „Christusliebenden Streitkräfte“ und der eschatologischen Mission Russlands im kirchlichen und politischen Diskurs seit den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts thematisiert\nwerden\, bevor dann viertens die theologische Legitimierung und Sakralisierung von Russlands Krieg gegen die Ukraine in der Gegenwart skizziert wird. \nBild: www.kremlin.ru \nDr. Reinhard Flogaus ist Privatdozent für Kirchengeschichte und Fachvertreter für Ostkirchenkunde an der HU Berlin und Mitglied in verschiedenen Dialogkommissionen der EKD mit den Orthodoxen Kirchen.
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SUMMARY:PIQUE DAME. Peter Tschaikowsky. PREMIERE
DESCRIPTION:Musikalische Leitung: Ektoras Tartanis\nRegie: Peter Carp\nBühne: Kaspar Zwimpfer\nKostüme: Gabriele Rupprecht\nLicht: Diego Leetz \nUnerreichbar: Das Streben nach Liebes- und Lebensglück verbindet sich für Hermann zu einem unauflöslichen Gemisch aus Sehnsucht und Gier\, das ihm keine ruhige Minute lässt. Den Weg zum Ziel soll ihm das Spielglück ebnen\, das jedoch nicht an jedem x-beliebigen Tag zu haben ist. Die permanente Selbstbeschränkung lässt Hermann irre werden an einer Welt\, in der Anerkennung durch Gewinn zur einzigen Maxime geworden ist. Doch wie gewinnen ohne Einsatz? Mithilfe des mysteriösen Kartengeheimnisses der namenlosen Gräfin? Der Countdown findet am Spieltisch statt\, an dem Peter Carp die Psyche der Figuren Tschaikowskys auslotet\, indem er sie dem haltlosen und übermächtigen Spiel des Lebens ausliefert. \nMit Pique Dame entführt Tschaikowsky das Publikum in eine Welt voller Leidenschaft\, Obsession und düsterer Geheimnisse. Die Oper\, 1890 uraufgeführt\, basiert auf einer Novelle von Alexander Puschkin und vereint gekonnt russische Erzähltradition mit westlicher Eleganz. Tschaikowsky zeichnet die Seelenlandschaften seiner Figuren mit unvergleichlicher musikalischer Tiefe und Farbenpracht und alles schwingt zwischen zarter Liebesmelancholie und finsterer Dramatik\, von den ergreifenden Arien Hermanns bis zu den schicksalhaften Fanfaren des Kartenspiels. Die Musik treibt das Unheil unerbittlich voran. \nEinführung um 19:00 im Winterer-Foyer \nTickets über: \nhttps://theater.freiburg.de/de_DE/spielplan/pique-dame.17780682 \nWeitere Aufführungen: \n\n04.12.2024\, 19.12.2024\, 04.01.2025\, 01.02.2025\, 21.02.2025\, 23.03.2025\, 28.03.2025\, 11.04.2025\n 
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