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SUMMARY:"Die ungleiche Allianz China-Russland“. Manfred Sapper\, Jürgen Osterhammel\, Nicola Spakowski.
DESCRIPTION:!muss wegen des Bahnstreiks leider abgesagt werden! \n  \nDiskussion zum Thema „Die ungleiche Allianz China-Russland“ mit: \nDr. Manfred Sapper\, Prof. Jürgen Osterhammel und Prof. Nicola Spakowski \n\n\n\n\n\n\n\nChina\, Russland und ihre ungleiche Allianz.\nJürgen Osterhammel und Nicola Spakowski über Ressourcen der Macht. \nRussland und China betrachten sich als „strategische Partner“. Beide sind Autokratien\, kontrollieren die Gesellschaft durch Propaganda und Repression. An der Spitze stehen Führer\, die als „starke Männer“ den „starken Staat“ repräsentieren. Doch was ist das Geheimnis ihrer Macht\, wie funktioniert die personalisierte Herrschaft von Xi? Und wie die von Putin? Beide Regime sind revisionistische Mächte und teilen die Frontstellung gegen die USA und den Westen. Doch ob daraus eine Kongruenz ihrer Interessen folgt\, ist nicht ausgemacht. Das zeigen die Studien im Osteuropa-Band „Konturen der Macht. Die ungleiche Allianz China und Russland“ Berlin 2023. Der Historiker Prof. Dr. Jürgen Osterhammel (Konstanz/Freiburg) und die Sinologin Prof. Dr. Nicola Spakowski (Freiburg) haben an ihm mitgewirkt. Im Gespräch mit dem Redakteur Dr. Manfred Sapper (Berlin) analysieren sie Ressourcen und Grenzen der Macht. 
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SUMMARY:ELISABETH CHEAURÉ. LITERATUR ALS WAFFE? Russische Texte auf dem Prüfstand
DESCRIPTION:LITERARISCHER SALON MIT LESUNG UND MUSIK \nIm Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine spielt Literatur eine nicht zu unterschätzende Rolle. Gerade in jüngster Zeit entstehen in Russland martialisch-nationalistische Texte\, die einem fast den Atem gefrieren lassen und zugleich auch den Blick auf die lange Tradition „anderer“ Kriegsliteratur verstellen\, also jene Texte\, die Konflikte kritisch reflektieren\, dezidiert pazifistisch sind oder schlicht den Wahnsinn von Kriegen entlarven. Im „Literarischen Salon“ soll vor allem diese Tradition in Erinnerung gerufen werden\, nicht zuletzt durch Lieder und Chansons von Bulat Okudžava\, Vladimir Vysockij u.a. \nElisabeth Cheauré\, Professorin für Slavistik und Gender Studies an der Universität Freiburg und Vorsitzende des Zwetajewa-Zentrums e.V.; Forschungen u.a. zu deutsch-russischen Literatur- und\nKulturkontakten\, zur russischen Theatergeschichte\, zu russischen Schriftstellerinnen\, zu Kulturpolitik und Identitätsdiskursen\, zur Thematik Freizeit und Muße in der russischen Kultur sowie zur bulgarischen Wissenschaftsgeschichte. \nLesung: Henry Meyer \nMusik: Natalya Barannikova\, Aleksej Kosarev \nhttps://theater.freiburg.de/de_DE/spielplan/literatur-als-waffe.17691367
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SUMMARY:Vernissage und Konzert. DIETER SEITZ: NOMADS’ LAND (Fotografie) und ALMAGUL MENLIBAYEVA: TRANSOXIANA DREAMS (Video-Art). Ein deutscher Künstler und eine kasachische Künstlerin zeigen ihre Perspektive auf Kasachstan
DESCRIPTION:Kuratiert vom Team des Zwetajewa-Zentrums. \nNomads’ Land von Dieter Seitz präsentiert ein mehrjähriges\, künstlerisch- dokumentarisches Vorhaben über die Kulturentwicklung Kasachstans. Die Bilder dieser Arbeit führen uns auf eine Zeitreise durch das flächenmäßig neuntgrößte Land der Erde. Die Kamera des Fotografen nähert sich den Menschen\, urbanen und ländlichen Szenerien\, erkundet mit subjektivem Blick kulturelle Interaktion und Widersprüche der Gesellschaft: die in jüngster Zeit revitalisierte kasachische Volkskultur\, das Kulturerbe der Sowjetära und die kulturellen Einflüsse des westlichen Kapitalismus. \nDr. Dieter Seitz\, Fotograf und Soziologe\, studierte an der Universität der Künste Berlin\, an der Freien sowie der Technischen Universität Berlin und wurde 2017 an die Deutsche Fotografische Akademie (DFA) berufen. Seit 2004 liegt der Fokus seiner Ausstellungs-  und Buchprojekte auf Themen gesellschaftlicher Umbrüche. Seine Arbeiten sind in nationalen sowie internationalen Ausstellungen zu sehen. \n  \nAlmagul Menlibayevas Transoxiana Dreams ist ein fesselndes und zum Nachdenken anregendes HD-Videokunstwerk (Dauer 23 Minuten). Es lässt die Betrachtenden in die Welt eines jungen Mädchens eintauchen\, das sich mitten in der ökologischen Katastrophe des verschwindenden Aralsees befindet. Durch eine Mischung aus traumhafter Erzählung\, dokumentarischen Elementen und fantasievoller Vorstellungskraft zeichnet das Kunstwerk ein lebhaftes Bild der Realität des Mädchens. \n\nVernissage und Konzert im Veranstaltungssaal der Universitätsbibliothek (1.OG)\nKonzert mit der kasachischen Violinistin Aiken Aitbay (geb. 1989 in Almaty\, Kasachstan); Ausbildung am Kazakh National Conservatory\, an der Kazakh National University of Arts und an der Zürcher Hochschule der Künste; zahlreiche internationale Preise. \nAchtung – Weltpremiere! In Freiburg spielt Aiken Aitbay noch nie aufgeführte Werke zeitgenössischer kasachischer und deutscher Komponisten: Raushan Kali\, Rakhat-Bi Abdisagin\, Daulet Kerei\, Kuat Shildebayev\, Philip Eisenfeld. \nFührungen:\n15.01.\, 11:00\n24.01.\, 17:00\n29.01.\, 11:00\n07.02.\, 17:00\n27.02.\, 17:00 (Dieter Seitz) \nWeitere Führungen auf Anfrage. \nEintritt bei allen Veranstaltungen frei \n  \n\n 
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SUMMARY:Ausstellung. DIETER SEITZ: NOMADS’ LAND (Fotografie) und ALMAGUL MENLIBAYEVA: TRANSOXIANA DREAMS (Video-Art). Ein deutscher Künstler und eine kasachische Künstlerin zeigen ihre Perspektive auf Kasachstan
DESCRIPTION:Kuratiert vom Team des Zwetajewa-Zentrums. \nNomads’ Land von Dieter Seitz präsentiert ein mehrjähriges\, künstlerisch- dokumentarisches Vorhaben über die Kulturentwicklung Kasachstans. Die Bilder dieser Arbeit führen uns auf eine Zeitreise durch das flächenmäßig neuntgrößte Land der Erde. Die Kamera des Fotografen nähert sich den Menschen\, urbanen und ländlichen Szenerien\, erkundet mit subjektivem Blick kulturelle Interaktion und Widersprüche der Gesellschaft: die in jüngster Zeit revitalisierte kasachische Volkskultur\, das Kulturerbe der Sowjetära und die kulturellen Einflüsse des westlichen Kapitalismus. \nDr. Dieter Seitz\, Fotograf und Soziologe\, studierte an der Universität der Künste Berlin\, an der Freien sowie der Technischen Universität Berlin und wurde 2017 an die Deutsche Fotografische Akademie (DFA) berufen. Seit 2004 liegt der Fokus seiner Ausstellungs-  und Buchprojekte auf Themen gesellschaftlicher Umbrüche. Seine Arbeiten sind in nationalen sowie internationalen Ausstellungen zu sehen. \n  \nAlmagul Menlibayevas Transoxiana Dreams ist ein fesselndes und zum Nachdenken anregendes HD-Videokunstwerk (Dauer 23 Minuten). Es lässt die Betrachtenden in die Welt eines jungen Mädchens eintauchen\, das sich mitten in der ökologischen Katastrophe des verschwindenden Aralsees befindet. Durch eine Mischung aus traumhafter Erzählung\, dokumentarischen Elementen und fantasievoller Vorstellungskraft zeichnet das Kunstwerk ein lebhaftes Bild der Realität des Mädchens. \n\nFührungen:\n15.01.\, 11:00\n24.01.\, 17:00\n29.01.\, 11:00\n07.02.\, 17:00\n27.02.\, 17:00 (Dieter Seitz) \nWeitere Führungen auf Anfrage. \nEintritt bei allen Veranstaltungen frei
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SUMMARY:ICH BIN NICHT KRANK ‒ ICH BIN SCHWUL
DESCRIPTION:Regie: Alexej Getman/Diana Harders\nD 2015\, 72 Min.\, OmU \nEinführung: Anastasia Evmenova \n \nDennis ist schwul ‒ in seinem Heimatland Kasachstan ist das ein Problem. Beschimpfungen und Prügelattacken drohen allen\, die sich als homosexuell outen. „Ich bewege mich nur noch mit dem Taxi von A nach B“\, sagt Dennis und lacht bitter. „Alles andere wäre Selbstmord.“ Vom Gesetz her scheint die Situation im post-kommunistischen Kasachstan entspannter zu sein als im Nachbarland Russland: Homosexualität ist seit 1998 straffrei ‒ gleichgeschlechtliche Ehen sind allerdings verboten. Immer wieder wird über ein Gesetz gegen \,homosexuelle Propaganda‘ diskutiert. Tatsächlich lehnt die Mehrheit der 17 Millionen hauptsächlich muslimisch und christlich-orthodox geprägten Einwohner Homosexualität ab und betrachtet sie als Krankheit. Sogar in der Schwulenszene gibt es Menschen\, die sich selbst für \,krank‘ oder \,pervers‘ halten ‒ eine Tatsache\, die Dennis so nicht hinnehmen will. \nAlexej Getmann\, Studium der Medienwissenschaften (Diplom) an der Universität zu Köln\, arbeitet als freier Autor\, Journalist und Filmemacher. Sein Debut-Dokumentarfilm „Ich bin nicht krank – ich bin schwul“ gewann 2015 auf dem Filmfest Homochrom in Köln den Zuschauerpreis sowie den „Special Jury Price Award“ auf dem Central Asian Documentary Film Festival (CADF) in Almaty\, Kasachstan. \nDer Regisseur wird anwesend sein und nach der Vorstellung mit dem Publikum diskutieren.
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SUMMARY:VIKTOR JEROFEJEW. DER GROSSE GOPNIK
DESCRIPTION:Lesung in russischer Sprache mit deutscher Übersetzung. \nIn Viktor Jerofejews Schelmenroman Der Große Gopnik geht es um Vladimir Putins Aufstieg vom Leningrader Halbstarken und Rowdy zum mächtigsten Mann Russlands und größenwahnsinnigen Politiker ‒ eine Karriere\, die in vielem so unwahrscheinlich wirkt\, als habe sie jemand erfunden. Jerofejew nutzt die Freiheit des Schriftstellers\, um sich dem anzunähern\, was rational nur schwer fassbar scheint: Er bewegt sich frei durch Zeit und Raum und dichtet ungeniert dazu\, wo es dem besseren Verständnis dient. Es ist ein ironischer\, zuweilen auch zynischer Blick auf das heutige Russland ‒ eine Welt\, wo sich Stalin\, Putin und die Eltern des Schriftstellers\, seine Schriftstellerkollegen und seine Frauen an einem Tisch wiederfinden\, um die eine unlösbare Frage zu stellen: Wie konnte es nur so weit kommen? \nZur Zeit arbeitet Viktor Jerofejew an einer Theaterfassung des Romans\, die im April 2024 Premiere im Theater hat. \nViktor Jerofejew war schon mehrfach in Freiburg zu Gast. Er begann seine literarische Karriere in den 1970er Jahren in der damaligen Sowjetunion\, wurde aber schon 1979 aus dem sowjetischen\nSchriftstellerverband ausgeschlossen. Fast zehn Jahre lang durfte er nichts veröffentlichen. Erst im Gefolge der Perestroika konnte er wieder publizieren und wurde durch Übersetzungen auch im Westen bekannt. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine ist Jerofejew im Frühjahr 2022 mit seiner Familie aus Russland geflohen und lebt derzeit in Deutschland. \nEintritt frei
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SUMMARY:„Russlands Krieg gegen die Ukraine – Konsequenzen auch für Kultur und Wissenschaft in Deutschland?“ ELISABETH CHEAURÉ UND GERNOT ERLER
DESCRIPTION:DIE 1. POLITISCH-NACHHALTIGE TALKSHOW FREIBURG MIT PROF. DR. ELISABETH CHEAURÉ UND DR. H.C. GERNOT ERLER \nDas Winterer-Foyer ist mittlerweile zu einem gemütlichen Wohnzimmer für verschiedenste Poltiker_innen und andere illustre Gäste geworden. Hier wird nicht ausschließlich über Tagespolitisches diskutiert und debattiert. Vielmehr interessiert uns der Mensch hinter unseren Gästen – das Persönliche und Menschliche – und manchmal werden auch private Geheimnisse enthüllt. \nWir freuen uns\, für den Talk „Russlands Krieg gegen die Ukraine – Konsequenzen auch für Kultur und Wissenschaft in Deutschland?“\, eine Expertin und einen Experten gewonnen zu haben: \n \nProf. Dr. Elisabeth Cheauré (Slawistin\, Vorsitzende des Zwetajewa-Zentrums an der Universität Freiburg e.V.)\nDr. h.c. Gernot Erler (von 1987 bis 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages. Von 2005 bis 2009 Staatsminister beim Bundesminister des Auswärtigen. Von 2014 bis April 2018 Russland-Beauftragter der deutschen Bundesregierung) \nAusstattung Samuel Herger \nMit Martin Müller-Reisinger (Moderation) \nWeitere Infos und Tickets unter: https://theater.freiburg.de/de_DE/spielplan/heute-nichts-gespielt.17691351
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SUMMARY:SEA TOMORROW
DESCRIPTION:Regie: Katerina Suvorova\nKAZ/DE 2016\, 88 Min.\, OmeU \nEinführung: Dr. Jurij Lileev \n \nDie Zerstörung des Aralsees durch den Raubbau an seinem Wasser ist legendär. Heute bietet die Region einen gespenstischen und zugleich poetischen Anblick. Tote Schiffsrümpfe ragen in den blauen Himmel auf\, einst am Wasser gebaute Ortschaften grenzen nun an eine Wüste. Die Grundlage für menschliches Leben scheint zerstört. Allerdings leben immer noch Menschen hier\, und es ist unabsehbar\, welche Perspektiven sie am Rande und auf dem Grunde des Aralsees finden. Den Fischern ist ihre Lebensgrundlage entzogen; aber während in den Städten noch traditionelles Matrosenballett getanzt wird\, schlachten Eisenpiraten die alten Schiffe aus. Was kann man in der salzigen Erde noch anbauen? Inmitten der bizarren Szenerie lotet eine junge Biologin die Zukunft des Sees als offene Herausforderung aus. Der Film nähert sich der Landschaft in hellen\, beinahe freundlichen Bildern\, ohne das Geschehene zu verharmlosen. \nKaterina Suvorova (*1983 in der UdSSR) erhielt in Almaty ihre künstlerische Ausbildung. Sie studierte „live action“-Film in Moskau und an Werner Herzogs Rouge Film School in LA. Suvorova war Mitautorin und Editorin des Julian-Assange- Films „Mediastan“\, der beim Unabhängigen Filmfestival in Göteborg 2014 bester Dokumentarfilm wurde. Ihr Dokumentarfilm SEA TOMORROW feierte seine Weltpremiere beim internationalen Festival in Locarno\, er bekam den „Preis für Anthropologie und nachhaltige Entwicklung“ auf dem internationalen Jean-Rouch-Festival in Paris und war auf der Documenta 2022 in Kassel zu sehen.
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SUMMARY:DAGMAR SCHREIBER. KASACHSTAN ALS REISELAND?
DESCRIPTION:Ganz ohne eigenes Zutun haben es Kasachstan und seine zentralasiatischen Nachbarländer in einem Jahr geschafft\, den Ort zu wechseln. Von „irgendwo im Nirgendwo“ ins Zentrum Eurasiens. Diesen Umzug auf die große Bühne der Geopolitik hat vor allem der nördliche Nachbar Russland zu verantworten\, dessen Rohstofflieferungen nach Europa 2022 gestoppt wurden und seitdem schmerzhaft fehlen. Die zentralasiatischen Nachfolgestaaten der Sowjetunion sind außerordentlich reich an Bodenschätzen und wären ein guter Ersatz für den abhandengekommenen Lieferpartner. Sie darauf zu reduzieren\, wäre aber in jeder Hinsicht ein großer Fehler. \n \nDagmar Schreiber\, seit 1994 in Kasachstan als Soziologin\, Reisebuchautorin\, Reiseleiterin und Umweltschützerin unterwegs\, nimmt Sie mit auf eine Reise in ein facettenreiches Land\, das in der Geschichte fast immer Transit-Ort und Spielball fremder Interessen war\, dessen Menschen jedoch zunehmend großen Wert auf ihre Eigenständigkeit legen. \nVortrag im Veranstaltungssaal der Universitätsbibliothek (1. OG)\, \nEintritt frei
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SUMMARY:LUFTKRIEG – DIE NATURGESCHICHTE DER ZERSTÖRUNG
DESCRIPTION:Regie: Sergei Loznitsa\nD/ LTU/NLD 2022\, 109 Min.\, OmU \nEinführung: Dr. Konstantin Rapp \nInspiriert von W. G. Sebalds Buch „Luftkrieg und Literatur“ und anhand von Archivmaterial setzt sich der ukrainische Regisseur Sergei Loznitsa mit dem Ausmaß der Zerstörung deutscher Städte im Zweiten Weltkrieg und entscheidenden ethischen Themen auseinander: Ist es moralisch vertretbar\, die Zivilbevölkerung als Mittel im Krieg einzusetzen? Ist es möglich\, Massenvernichtung mit höheren „moralischen“ Idealen zu rechtfertigen? Diese Fragen sind heute noch genauso aktuell wie vor 80 Jahren und ihre Dringlichkeit zeigt sich auf tragische Weise im gegenwärtigen politischen Geschehen. \n \nSergei Loznitsa (geb. 1964) ist ein ukrainischer Regisseur und Drehbuchautor. Loznitsa studierte Angewandte Mathematik in Kiew und arbeitete zuerst als Ingenieur am Kiewer Institut für Kybernetik. 1991 zog er nach Moskau\, um an der Filmhochschule WGIK Regie zu studieren. Große internationale Bekanntschaft erlangte er vor allem als Dokumentarfilmregisseur. Seine Filme setzen sich in erster Linie mit der russischen Provinz und der sowjetischen Geschichte auseinander. Er ist Träger mehrerer internationaler Filmpreise\, darunter in Leipzig\, Hamburg und Karlovy Vary. 2010 und 2012 wurde er außerdem mit zwei Filmen zu den Filmfestspielen nach Cannes eingeladen. Sein Film „Prozess“ wurde im Rahmen des Programms des Zwetajewa-Zentrums 2019 im Kommunalen Kino gezeigt.
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