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SUMMARY:Ausstellung. KUZEU (КУЗЕУ): DISPLACED IDENTITY. Kunst aus Kasachstan
DESCRIPTION:Öffnungszeiten: Do–So 16:00–20:00 \nDie indigenen kasachischen Völker führten bis in das 20. Jahrhundert hinein ein Nomadenleben. Abhängig von den Jahreszeiten befanden sie sich in permanenter Migration. Ihre feste Bleibe im\nHerbst nannten sie „Kuzeu“. \nIn der Geschichte des sowjetischen Kasachstans bekamen die Migrationsprozesse eine ganz andere\, tragische Bedeutung. Ausgehend vom Begriff „Kuzeu“\, der sowohl auf die zeitliche (Herbst) als auch auf die räumliche (Bleibe) Dimension hinweist\, möchte das Ausstellungsprojekt die beiden Koordinaten verbinden und die Auswirkung der Völkerbewegungen im Raum und in der Zeit thematisieren. Dabei geht es um Erfahrungen des Zerfalls eines Imperiums an dessen Rändern und die Konsequenzen dieses Prozesses. Ausgehend von der Kunst erzählt das Projekt über die Schwierigkeit einer Selbstfindung in einer polyethnischen Umgebung\, über den Einfluss der Geschichte der früheren Generationen auf das moderne Kasachstan sowie über die Erinnerung daran. \nBeteiligte Künstlerinnen und Künstler:\nSaule Dyussenbina\, Shamil Guliev\, Yadykar Ibraimov\, Nikolay Karabinovich\, Anna Kin\, Almagul Menlibayeva\, Ramil Niyazov-Adyljan\, Saule Suleimenova\, Tair Tabiyev\, Roman Zakharov \nKuratoren-Team: \nOlga Vesselova und Sanzhar Serikpayev (Kasachstan)\,\nMargarita Augustin (Freiburg) \nIm Rahmen des Projekts finden Artist-Talks\, Diskussionen und ein Art-Workshop statt. Außerdem laden wir Sie zu Kuratorenführungen in englischer\, deutscher und russischer Sprache ein. \nKuratorenführungen: \n28.10.\, 17:00 (engl.)\n29.10.\, 17:00 (dt.)\n30.10.\, 13:00 (dt.) \nDo\, 2.11.23 um 17 Uhr (Deutsch) \nFr. 3.11.23 um 17 Uhr (Deutsch)\nDo\,  9.11.23 um 17 Uhr (Deutsch) \nDo\,  9.11.23 um 18 Uhr (Englisch) \nFr.    10.11.23 um 17 Uhr (Deutsch) \nSo.  12.11.23 um 17 Uhr (Russisch) \nSo.  12.11.23 um 18 Uhr (Deutsch) – anschließend Finissage \nMit Olga Vesselova\, Sanzhar Serikpayev (Kasachstan)\,\nMargarita Augustin \n———————— \nAm Donnerstag\, den 9. November\, um 20:15 findet im Delphi Space eine zusätzliche Filmvorführung statt. \nHinterland 1+2+3 (2009\, HDV\, 65min) ist ein Filmprojekt von Johan Müller (Regie\, Kasachstan)\, Liudmila Zaparozhchanka (Regie\, Belarus)\, Jander Voigt (Kamera\, Deutschland) \nHinterland 1+2+3 beschäftigt sich mit der Heimatfrage der Russlanddeutschen. Erinnert wird an die Geschichte dreier Generationen: der ursprünglichen Wolgadeutschen\, derjenigen\, die nach Kasachstan deportiert und in Arbeitslagern interniert worden sind und schließlich derer\, die nach Deutschland emigrierten. \n28.10.\, 18:00\nRunder Tisch mit Nikolay Karabinovich (Ukraine)\,\nOlga Vesselova und Sanzhar Serikpayev (Kasachstan) (engl.) \n30.10.\, 14:30\nWorkshop Upcycled Art mit Saule Suleimenova\nan der Volkshochschule Freiburg (dt.\, engl.\, russ.) \n02.11.\, 18:00\nArtist Talk mit Saule Suleimenova (engl.) \nEintritt frei (außer Workshop)
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SUMMARY:DR. ANDREA SCHMITZ. ZENTRALASIEN: POLITISCHE GEOGRAPHIE\, AUSSENPOLITIK UND DIE MACHT DER ELITEN
DESCRIPTION:Die Vorstellung eines Raumes an der Peripherie großer Mächte\, der diesen als strategischer Korridor dient\, prägt bis heute das Bild von Zentralasien. Das gilt nicht nur für den Blick von außerhalb.\nDie Imagination des umkämpften Raumes ist tief ins historische Gedächtnis der Region eingeschrieben. Sie hat dem außenpolitischen Handeln zentralasiatischer Staaten die Richtung vorgegeben\nund beeinflusst die Art und Weise\, wie lokale Eliten und Intellektuelle die Zentralasienpolitik der Außenwelt deuten. \nDer Vortrag zeichnet die Entwicklung dieser Raumvorstellung nach\, identifiziert die Gründe für ihre Wirksamkeit und erläutert die Implikationen für zentralasiatische Außenpolitik in einem sich\ndynamisch verändernden globalen Umfeld. \nDr. Andrea Schmitz ist Sozialanthropologin und arbeitet an der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP\, Berlin) zu Zentralasien. Sie kennt die Länder der Region von zahlreichen Forschungsaufenthalten und hat sich mit den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Zentralasien aus unterschiedlichen Perspektiven befasst. Ihr Hauptinteresse gilt den Formen und Mechanismen der Herrschaftsausübung\, der Rolle der Eliten und den normativen Grundlagen von Politik und Politikbeobachtung in Zentralasien. \n  \n  \nEintritt frei
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DESCRIPTION:Regie: Alexander Arkhangelsky/Maxim Kurnikov/Tatyana Sorokina\nRUS 2022\, 86 Min.\, OmeU\nEinführung: Maximilian Kaenders \n„Famine“ beschreibt anhand von Dokumentarmaterial die verheerende Hungersnot in Sowjetrussland in den Jahren 1921 und 1922\, der fünf Millionen Menschen zum Opfer fielen. Während Sowjetrussland politisch isoliert blieb\, wurde die Hungersnot zum Anlass für eine der ersten großen internationalen Hilfsaktionen seitens nichtstaatlicher humanitärer Organisationen\, u.a. der von Fritjof Nansen ins Leben gerufenen „Nansen-Mission“ und der American Relief Administration. Die Autoren wollen mit ihrem Film an dieses frühe Beispiel einer aller politischen Grenzen und Konflikte überwindenden humanitären Hilfe erinnern. \nIn Russland darf der Film nicht gezeigt werden\, möglicherweise\, weil er ein positives Bild des Westens zeichnet und damit dem derzeitigen offiziellen Narrativ widerspricht. \nMaxim Kurnikov\, Mitproduzent und Ideengeber des Projekts\, wird persönlich anwesend sein und nach der Präsentation des Films mit dem Publikum diskutieren (in russischer Sprache mit deutscher Übersetzung). \nMaxim Kurnikov war stellvertretender Leiter von „Radio Echo Moskvy“\, dem letzten regimekritischen Sender in Russland\, der im März 2022 wegen seiner Kritik am russischen Angriff auf die Ukraine geschlossen wurde. Kurnikov floh nach Berlin. Jeden Dienstag tritt er gemeinsam mit Ekaterina Schulmann im Programm Status auf. Seine eigenen russischsprachigen und kremlkritischen Programme werden fast täglich über YouTube veröffentlicht und von Millionen User*innen gesehen. \nEintrittskarten: 8 Euro / ermäßigt 6 Euro \nunter: https://www.koki-freiburg.de/famine/
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SUMMARY:MAXIM KURNIKOV / МАКСИМ КУРНИКОВ. DIALOG ÜBER GRENZEN. Russland – Kasachstan / Диалог через границы. Россия ‒ Казахстан
DESCRIPTION:Veranstaltung in russischer Sprache (bei Bedarf kursorische Übersetzung ins Deutsche) \nZwischen 1924 und 1936 wurden fünf Sowjetrepubliken in Zentralasien gegründet (heute unabhängige Staaten: Usbekistan\, Turkmenistan\, Tadschikistan\, Kirgistan und Kasachstan). Die künstliche\nFestlegung der Grenzen zielte auf die Zerstörung einer gemeinsamen Identität der in diesen Gebieten siedelnden Turkvölker. Der bekannte russische Journalist Maxim Kurnikov reiste im Jahre 2015 entlang der russisch-kasachischen Grenze (ca. 7.600 km) und sprach mit Menschen aus den beiden Ländern. \nAnschließend Diskussion mit der kasachischen Videoart-Künstlerin Almagul Menlibayeva. \nВ период с 1924 по 1936 года в Центральной Азии было образова- но пять советских республик: сегодня это независимые государ- ства Узбекистан\, Туркменистан\, Таджикистан\, Кыргызстан и Казахстан. Искусственно проведенные границы между республиками были нацелены на разрушение общей идентичности тюркских народов\, издавна проживавших на этих территориях. Известный российский журналист Максим Курников совершил в 2015 году поездку вдоль казахстанско-российской границы (протяженность около 7.600 км) и побеседовал с жителями обеих стран. \nПосле представления проекта состоится дискуссия с участием казахской видеоарт художницы Альмагуль Менлибаевой. \nEintritt frei
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SUMMARY:Vernissage. ALMAGUL MENLIBAYEVA. ALTAR OF THE EAST. Nuclear Testimony
DESCRIPTION:Kuratorin der Ausstellung: Viktoria Gont \nDas 16.000 Quadratkilometer große ehemalige sowjetische Atomtestgelände in den abgelegenen Weiten Nordwestkasachstans trägt verschiedene Namen\, darunter „Kurchatov 22“ und „Moscow 400“. Es diente als geheimes Zentrum für eine schreckliche Mischung aus militärischen und wissenschaftlichen Experimenten. Das Jahr 1948 markiert den Beginn dieser Geschichte\, die sich über vier Jahrzehnte erstrecken sollte. \nDie immersive Fünf-Kanal-Videoinstallation von Almagul Menlibayeva lässt die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart nahtlos verschwimmen und enthüllt die unerzählten Geschichten des Testgeländes sowie die Komplexität und Relevanz der nuklearen Geschichte Kasachstans. \nAlmagul Menlibayeva ist eine international tätige und mehrfach ausgezeichnete Künstlerin aus Kasachstan. Ihre Werke wurden unter anderem im Grand Palais in Paris und auf der Biennale in Venedig ausgestellt. \nDie Künstlerin wird anwesend sein. \nZusätzlich Artist Talk am Samstag \nEintritt frei
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SUMMARY:Ausstellung. ALMAGUL MENLIBAYEVA. ALTAR OF THE EAST. Nuclear Testimony
DESCRIPTION:Öffnungszeiten: Di\, Do\, Fr 19:00–21:00\, Mi 15:00–21:00\, Sa 11:00–21:00\, So 15:00–21:00 \nKuratorin: Viktoria Gont \nDas 16.000 Quadratkilometer große ehemalige sowjetische Atomtestgelände in den abgelegenen Weiten Nordwestkasachstans trägt verschiedene Namen\, darunter „Kurchatov 22“ und „Moscow 400“. Es diente als geheimes Zentrum für eine schreckliche Mischung aus militärischen und wissenschaftlichen Experimenten. Das Jahr 1948 markiert den Beginn dieser Geschichte\, die sich über vier Jahrzehnte erstrecken sollte. \nDie immersive Fünf-Kanal-Videoinstallation von Almagul Menlibayeva lässt die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart nahtlos verschwimmen und enthüllt die unerzählten Geschichten des Testgeländes sowie die Komplexität und Relevanz der nuklearen Geschichte Kasachstans. \nAlmagul Menlibayeva ist eine international tätige und mehrfach ausgezeichnete Künstlerin aus Kasachstan. Ihre Werke wurden unter anderem im Grand Palais in Paris und auf der Biennale in Venedig ausgestellt. \nEintritt frei \n 
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SUMMARY:ALMAGUL MENLIBAYEVA. KAZAKHSTAN UNVEILED: An Artistʼs Perspective
DESCRIPTION:Veranstaltung in englischer Sprache \nAlmagul Menlibayevas von mythologischen Bildern inspirierte künstlerische Sprache erzählt von ökologischen Katastrophen und sozialen Dramen aus der Geschichte Kasachstans. Dabei entstehen bewegende Arbeiten\, die das Publikum faszinieren und betroffen zurücklassen. \nIn ihrem Artist Talk gewährt Menlibayeva einen Blick hinter die Kulissen der Geschichte und stellt ihre langjährigen Recherchen und ihre Arbeitsweise vor. \nAlmagul Menlibayeva ist eine international tätige und mehrfach ausgezeichnete Künstlerin aus Kasachstan. Ihre Werke wurden unter anderem im Grand Palais in Paris und auf der Biennale in Venedig ausgestellt. \nEintritt frei
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SUMMARY:PROF. DR. LEONID LUKS. GEGEN DEN WESTEN. Aleksandr Dugin und die Fortsetzung der eurasischen Idee
DESCRIPTION:Bereits in der Endphase der Perestroika\, als die Erosion der kommunistischen Ideologie immer offensichtlicher wurde\, begaben sich viele Verfechter der imperialen russischen Idee auf die Suche nach einer neuen einigenden Klammer für alle Völker des Sowjetreiches und entdeckten dabei den eurasischen Gedanken – das Programm der 1921 im russischen Exil entstandenen Bewegung. Viele publizistische Organe im postsowjetischen Russland bekennen sich zum eurasischen Programm. Mit besonderer Vehemenz tat dies die Zeitschrift „Elementy“\, die Aleksandr Dugin in den Jahren 1992‒1998 herausgab. Ist dieser Anspruch berechtigt? Diese Frage wird im Mittelpunkt des geplanten Vortrags stehen. \nLeonid Luks\, geb. 1947 in Sverdlovsk\, war bis 2012 Professor für Mittel- und Osteuropäische Zeitgeschichte an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Anschließend war er ebendort Direktor des Zentralinstituts für Mittel- und Osteuropastudien sowie 2017 bis 2022 Leiter des Moskauer Graduiertenkollegs International Laboratory for the Study of Russian and European Intellectual Dialogue. \nEintritt frei
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SUMMARY:DR. NINA FRIESS. ZWISCHEN SOWJETISCHER TRADITION UND DEKOLONIALISIERUNG. Kasachstans zeitgenössische Literaturlandschaft
DESCRIPTION:Kasachstans moderne Literatur ist aufgrund fehlender Übersetzungen in Deutschland weitgehend unbekannt. Dabei bietet diese wie kaum ein anderes Medium Einblick in jene Themen\, die die Gesellschaft der zentralasiatischen Republik bewegen\, darunter das Verhältnis zu Kasachstans sowjetischem Erbe\, die sozialen Umbrüche nach 1991 und die Suche nach einer kasachstanischen Identität.\nDie Slavistin Dr. Nina Frieß (Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien Berlin) unternimmt in ihrem Vortrag eine Kartierung der zeitgenössischen kasachstanischen Literaturlandschaft. \nNina Frieß ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) Berlin. Sie forscht zu russophonen Literaturen\, Erinnerungsnarrativen\, politischen Poetiken und Kinder- und Jugendliteraturen.\nSie ist Mitgründerin des Projekts „Russophone Voices“\, das aktuelle Tendenzen in den globalen russophonen Literaturen erkundet\, und Mitorganisatorin des slavistischen Kinderliterarischen Kolloquiums. Zu Kasachstan erschien zuletzt ihr ZOiS Report „Poesie und Protest. Der \,Blutige Januar‘ in der zeitgenössischen Dichtung Kasachstans“ (2022). \nEintritt frei
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SUMMARY:ELISABETH CHEAURÉ. „Russland und Europa – Zeichen der Zukunft. Ost-West: Dialoge und Perspektiven"
DESCRIPTION:Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine bedeutet nicht nur eine „Zeitenwende“ und unfassbares Leid für die Menschen\, sondern er spitzt jahrhundertelang diskutierte Fragen zu: Was ist eigentlich Europa und wo endet es? Gehört Russland zu Europa oder ist es ein Gegenentwurf zu Europa\, gar dessen prinzipieller Antagonist? Oder kann umgekehrt von Russland aus eine ‚Rettung‘ der ‚westlichen‘ Welt erfolgen\, wie etwa Dostoevskij\, aber auch manch westliche Denker meinten? Oder orientiert sich Russland selbst nicht vielmehr seit Jahrhunderten an (West-)Europa? Ist Russland nicht in einem solchem Maße von westlicher Kultur beeinflusst\, dass man dort gerade in jüngster Zeit glaubt\, in höchst aggressiver Weise um seine ‚eigene Identität‘ ringen zu müssen? \nProf. Dr. Elisabeth Cheauré\, Slavisches Seminar der Universität Freiburg\n\n\n\n\n\nKartenvorverkauf ist in der Stadtbibliothek zu den Öffnungszeiten möglich:\nDienstag bis Freitag 10-18 Uhr\nSamstag 10-14 Uhr
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