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SUMMARY:Michail Kalatosow. Wenn die Kraniche ziehen
DESCRIPTION:Michail Kalatosow\, „Wenn die Kraniche ziehen“\, UdSSR 1957\, 95 min\, OmU \nIn der ehemaligen Sowjetunion gab es ein staatliches Kino\, das phasenweise in der Langeweile von Propaganda und Konfektion verkam. Ende der 1950er Jahre aber blühte ein eigenständiges Filmschaffen auf\, das im Rahmen der Staatsproduktion dank einem später als „Tauwetter“ bezeichneten kulturellen Klima entstand und zu kurzem\, aber großem Format aufblühte. Das Paradebeispiel dieser Zeit und ein wegweisendes Stück Kino ist der Spielfilm „Wenn die Kraniche ziehen“ von Michail Kalatosow. Visuell noch heute bestechend und legendär\, gehört der Film zu jenen Werken\, die sich überzeugend gegen den Krieg auflehnten und der einer der wenigen Welterfolge des sowjetischen Kinos der 50er Jahre war. \n1941. Frühsommer in Moskau. Boris und Veronika sind verliebt und glücklich. Bis in den frühen Morgen durchstreifen sie die Stadt\, sie scherzen und sie necken sich\, und über ihnen ziehen die Kraniche. Dann überfallen die Deutschen die Sowjetunion\, und alles ändert sich. Boris geht als Freiwilliger an die Front\, ein Abschied bleibt den\nLiebenden nicht. Als Veronika bei einem Luftangriff ihre Eltern verliert\, nimmt Boris’ Familie sie bei sich auf… \n„La virtuosité d‘Orson Welles rejoint la poésie d‘Andreï Tarkovski.“ (Cahiers du cinéma) \n  \n  \nEinführung: Neriman Bayram \nAls Vorprogramm wird ein Kurzfilm gezeigt.\nWeitere Informationen unter www.koki-freiburg.de.
URL:https://www.zwetajewa-zentrum.de/veranstaltung/michail-kalatosow-wenn-die-kraniche-ziehen/
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SUMMARY:Mascha Alechina\, Pussy Riot. Tage des Aufstands
DESCRIPTION:Kaum eine zweite Gruppierung steht in den letzten zehn Jahren so sehr für den Widerstand gegen die Politik Wladimir Putins wie „Pussy Riot“. Mit ihrem 2012 in der Moskauer Christ-Erlöser- Kathedrale aufgeführten „Punk-Gebet“ protestierten sie aufsehenerregend gegen die problematische Verquickung von Politik und Kirche im gegenwärtigen Russland. Das Künstlerkollektiv hat sich seitdem enormer politischer Repressionen zu erwehren\, was durch die Verurteilung mehrerer Mitglieder zu Lagerhaften auf bedrückende Art und Weise sichtbar wurde. Auch im Jahr 2022\, in dem der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine die Weltpolitik dominiert\, stehen Pussy Riot sinnbildlich für den Kampf gegen politisches Unrecht und Unterdrückung. \nMaria Alechina\, geboren 1988 in Moskau\, ist eine russische Aktivistin und Performancekünstlerin. Bekannt wurde sie insbesondere als Gründungsmitglied der regierungskritischen Gruppierung „Pussy Riot“. 2012 wurde sie zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt und ein Jahr später im Rahmen einer Amnestie freigelassen. Angesichts erneuter politischer Verfolgung verließ sie Russland im Frühjahr 2022 und hält sich seitdem in Westeuropa auf. \nModeration: Prof. Dr. Elisabeth Cheauré\nLesung auf Deutsch: Tjadke Biallowons\nÜbersetzung: Dr. Jurji Lileev
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SUMMARY:Ivan Vyrypaev. Euphoria (Ejforija)
DESCRIPTION:Ivan Vyrypaev\, „Euphoria (Ejforija)“\, Russland 2006\, 71 min\, OmU \nAbsolute Liebes-Leidenschaft ist angesagt\, hinein gezaubert in die großartige russische Landschaft am Don\, wo sich zwei Liebende verhalten wie Kinder. Doch die Frau ist mit einem anderen Mann verheiratet. Beide sind sie entflammt\, und beide denken sie nicht an den Dritten. Der sibirische Regisseur Ivan Vyrypaev gehört zu den Stars im jungen russischen Theater. Sein packendes Kinodebüt hat er selbst geschrieben und in der Natur der Steppe inszeniert. Die Ausgangslage ist klar\, das Ende mag erahnbar sein\, was hier besticht\, ist die ungemeine Wucht. Berauschend! \n„Zu den unvergänglichen Stärken der besten Filme russischer Herkunft zählt ihre visuelle Kraft. Seien das die Stummfilme der jungen Sowjetunion\, seien es die Meisterwerke der kurzen Tauwetterzeit oder die Filme von Autoren wie Andrej Tarkowski: Sie alle zeichnet ein Erzählen in aussagekräftigen Bildern und Montagen aus. Ivan Vyrypaev stammt aus den unendlichen sibirischen Weiten und hat sich in seiner Heimat bereits als Theaterregisseur einen Namen gemacht.“ (trigon) \n„Ein Film\, der wie kaum einer in letzter Zeit euphorisch stimmt … die Szenen verdanken ihre ergreifende\, fröhlich-tragische Tönung nicht zuletzt auch einer kraftvollen Bildsprache\, in der die gleißende Steppenlandschaft des Don-Gebiets eine eigene Stimme entfaltet.“ (NZZ) \nEinführung: Katja Plachov
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SUMMARY:Andriy Zholdak und Viktor Jerofejew. Zur Verwandlung des Wortes in Theater
DESCRIPTION:Zweiter Abend mit V. Jerofejew im Zeichen der Zukunft\nDer ukrainische Regisseur Andriy Zholdak\, der im Theater Freiburg in der Saison 2021/22 Verdis „Macbeth“ inszenierte\, schrieb u.a. auch ein Theaterstück\, das auf dem Mini-Roman „Leben mit einem Idioten“ (1980) des russischen Autors Viktor Jerofejew basiert und 2007 seine Uraufführung in einem rumänischen Theater erlebte. Das Stück entstand somit lange vor dem Ausbruch des Krieges und ist zugleich eine überwältigende Prophezeiung. Welche Art von Prophezeiung? Wie kann man sprachliche Bilder in ein zeitloses Theater transformieren? Die Zukunft gehört der Kunst – in Freiheit\, ohne Rahmen\, ohne Grenzen. \n  \n  \nAndriy Zholdak und Viktor Jerofejew sprechen im Theater Freiburg über dieses Stück und die Bedeutung von Literatur und Theater heute. Der Dialog zwischen einem ukrainischen Regisseur und einem russischen Schriftsteller ist ein wichtiges politisches Signal. \nDas Gespräch der beiden Kunstschaffenden wird ins Deutsche übersetzt. \nKarten über  http://www.theater.freiburg.de\noder an der Theaterkasse
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SUMMARY:Juri Bykow. Durak
DESCRIPTION:Juri Bykow\, „Durak“\, Russland 2014\, 112 min\, OmU \nDmitri Nikitin ist ein einfacher und grundehrlicher Klempner\, der in einer russischen Stadt lebt. Eines Nachts wird er in ein Wohnhaus gerufen\, wo die Leitungen platzen und die BewohnerInnen in großer Gefahr sind. Alle müssten unverzüglich evakuiert werden – doch niemand kümmert sich darum. Mit aller Kraft versucht Dmitri\, ein\nSystem korrupter Bürokraten zu bekämpfen. \nWenn ein russischer Film den Titel „Durak“ trägt\, was übersetzt so viel wie „Idiot“ heißt\, dann liegt der Gedanke an Dostojewskis gleichnamigen Roman nahe. Dmitri\, die Hauptfigur im Film „Durak“\, ist ein Wesensverwandter von Dostojewskis Fürst Myschkin. Selbst bereits Familienvater\, haust er mit Frau und Sohn zusammen bei den Eltern; vom Vater hat er den Sinn für Gerechtigkeit und für korrektes Verhalten gelernt. Wie wenig dies im heutigen Russland noch gefragt ist\, davon erzählt Juri Bykow in seinem vom ersten Moment an packenden Spielfilm\, der zu den Highlights am Filmfestival von Locarno gehörte. \nSo irr die Geschichte\, so konsequent sie erzählt ist und ihren Lauf nimmt\, so fesselnd ist das Geschehen\, das sich in einer einzigen Nacht abspielt und tief blicken lässt. Der Riss im russischen Haus reicht bis in sowjetische Zeiten. \nEinführung: Daria Kuzmenko
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SUMMARY:Nikita Mndoyants und Volodymyr Pogoretsky. Solidarité Ukraine. BENEFIZKONZERT
DESCRIPTION:Mit ihrem Konzert schlagen der russische Pianist Nikita Mndoyants und der ukrainische Violinist Volodymyr Pogoretsky interkulturelle Brücken. Kurz nach dem Ausbruch des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sind sie nach Westeuropa gekommen und leben inzwischen im Elsass und in der Schweiz. Beim Benefizkonzert spielen sie Werke von Johann Sebastian Bach\, Jean-Philipp Rameau\, Ludwig van Beethoven\, Miroslav Skorik\, Valentin Silvestrov und César Franck. \nNikita Mndoyants stammt aus einer Musikerfamilie und konnte 2016 den Internationalen Klavierwettbewerb Cleveland gewinnen. 2017 folgte sein erster Auftritt in der renommierten New Yorker Carnegie Hall. Neben seiner Pianistentätigkeit wirkt er ebenfalls als Komponist. \n  \n  \n  \n  \n  \n  \nVolodymyr Pogoretsky\, geboren 1988 im ukrainischen Kharkiv\, genoss eine umfangreiche Ausbildung an der Violine\, unter anderem im Staatlichen Konservatorium „Rimsky-Korsakow“ zu St. Petersburg. Er hat bereits in bedeutenden Konzerthäusern wie dem Amsterdamer Concertgebouw oder dem Londoner Coliseum gespielt. Außerdem ist er künstlerischer Leiter des Festivals „Piano Trio“. \nKarten an der Abendkasse
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LOCATION:Centre Culturel Français Freiburg e. V.\, Münsterplatz 11\, Freiburg\, 79098
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