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SUMMARY:Gusel Jachina. Wo vielleicht das Leben wartet
DESCRIPTION:Nach ihren in zahlreiche Sprachen übersetzten Romanen „Suleika öffnet die Augen“ (2017) und „Wolgakinder“ (2019) legt die russische Gegenwartsautorin Gusel Jachina mit „Wo vielleicht das Leben wartet“ 2022 ihr neuestes literarisches Werk vor. Der Roman\, der von „tiefem Humanismus geprägt“ (FAZ\, 18.08.2022) ist\, setzt sich mit der Hungersnot im Wolgagebiet der frühen 1920er-Jahre auseinander. Im Zentrum steht der ehemalige Soldat Dejew\, der auf einer gefährlichen Reise fünfhundert Kinder nach Samarkand bringen soll\, um sie vor der Hungersnot zu bewahren. \nGusel Jachina\, geboren 1977 in Kasan\, ist eine russische Autorin tatarischer Abstammung. Sie studierte Germanistik und Anglistik an der Kasaner Staatlichen Pädagogischen Hochschule. Unter anderem gewann sie 2015 den wichtigsten russischen Literaturpreis „Das große Buch“ und erhielt 2020 den Förderpreis des Georg- Dehio-Buchpreises. \n  \nModeration: Prof. Dr. Elisabeth Cheauré
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SUMMARY:Boris Akunin im Gespräch mit Elisabeth Cheauré und Dietmar Neutatz. Geschichte\, Gegenwart und Literatur
DESCRIPTION:Mit seinen historischen Kriminalromanserien rund um die Ermittler Erast Petrowitsch Fandorin\, dessen Enkel Nicholas Fandorin und die Nonne Pelagia gilt Boris Akunin als einer der wichtigsten russischen Autoren in diesem Genre. Seine Romane sind dabei stets als Analogien auf das heutige Russland zu lesen\, wobei die Sehnsucht nach Gerechtigkeit und Humanismus hervorsticht. Im Anschluss an die Lesung aus seinen Werken wird Boris Akunin vor diesem Hintergrund ein Gespräch mit Prof. Dr. Elisabeth Cheauré und Prof. Dr. Dietmar Neutatz zum Verhältnis von Geschichte\, Gegenwart und Literatur führen. – Der Autor wird digital zugeschaltet. \nBoris Akunin\, geboren 1956 im georgischen Sestaponi\, ist nicht nur einer der bedeutendsten russischen Kriminalschriftsteller der Gegenwart\, sondern auch Japanologe\, Literaturwissenschaftler und Übersetzer. Neben seinen beruflichen Erfolgen ist er für sein politisches Engagement bekannt\, so gilt er unter anderem als Wortführer der russischen „Bewegung für faire Wahlen“. Nach politischen Anfeindungen verließ er Russland vor mehr als fünf Jahren. \nModeration: Prof. Dr. Elisabeth Cheauré/Prof. Dr. Dietmar Neutatz\nLesung auf Deutsch: Victor Calero\nÜbersetzung: Dr. Jurij Lileev
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SUMMARY:Karin van Mourik: Sogkräfte. Mein Leben zwischen Deutschland und Russland
DESCRIPTION:BUCHVORSTELLUNG \nIn ihrem Buch „Sogkräfte“ zeichnet die Freiburger Slawistin und Unternehmerin Karin van Mourik das vielfältige Bild eines Landes\, dessen Beziehungen zu Deutschland im Zeichen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine einer schweren Belastungsprobe ausgesetzt sind. Ihr aus jahrzehntelanger persönlicher Erfahrung\nentstandenes Porträt Russlands plädiert dabei für den Dialog auch in einer politisch herausfordernden Zeit. \nKarin van Mourik reiste erstmals Mitte der 1970er-Jahre nach Leningrad und ist seitdem sowohl beruflich als auch politisch eng mit Russland verbunden. Sie war viele Jahre als Dolmetscherin und Übersetzerin tätig\, bevor sie als Unternehmerin im Bereich der Medizintechnologie wirkte. Sie war Bundesvorstandsmitglied des Verbands deutscher Unternehmerinnen und Generalsekretärin des Weltverbands der Unternehmerinnen FCEM. \nGrußwort: Staatsminster a.D. Dr. Gernot Erler\nEinführung: Prof. Dr. Elisabeth Cheauré\nMusikalische Begleitung: Natalia Barannikova\, Alexej Kosarev\, Anita Morasch
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SUMMARY:Tatiana Brandrup. Cinema: A Public Affair
DESCRIPTION:„Cinema: A Public Affair“\,  Deutschland 2015\, 95 min\, OmU \nWas können Filme\, was kann Kino im günstigsten Fall bewirken? Antworten auf diese komplexe Frage weiß kaum jemand so schön und klug zu formulieren wie Naum Kleiman. Der russische Filmhistoriker\, Leiter des legendären Eisenstein-Archivs\, war Direktor des 2005 geschlossenen Moskauer „Muzej Kino“. Seither sind die Filme und Sammlungen der Cinemathek auf dem Gelände des Mosfilm-Studios eingelagert. Das „Muzej Kino“ – Kleiman und der Freundeskreis des Museums – arbeitete jedoch weiter\, im Exil\, gegen alle Widerstände. \nDer Film rekonstruiert die Ereignisse bis zum Sommer 2014\, als Kleiman auf skandalöse Weise abgesetzt wurde. „Das Kino hat die Fähigkeit\, aus Menschen Bürger zu machen“. Es braucht nur wenige Filmausschnitte und man begreift\, warum Kleiman ein bewunderter Filmvermittler ist – wie seine Verbündeten Erika und Ulrich Gregor\nvom Berliner Arsenal versteht Kleiman Film als Waffe im Kampf für bessere\, offenere Gesellschaften. Konsequent also\, wenn dieser Film zwar auch auf ein imposantes\, mutiges Leben zurückblickt\, vor allem aber dokumentiert\, warum Naum Kleimans Verständnis von Kino im heutigen Russland an Brisanz und Aktualität kaum übertroffen werden kann. \nEinführung in die Filmreihe: Neriman Bayram\nGeplant ist eine Video-Schaltung zu Naum Kleiman
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SUMMARY:Viktor Jerofejew. Enzyklopädie der russischen Seele
DESCRIPTION:Erster Abend mit V. Jerofejew im Zeichen der Zukunft.\nWer den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine verstehen und erklären will\, muss die Ursprünge und Bedeutung der russischen Zivilisation verstehen. Vor allem die europäischen Projektionen\, die Russland zuvorderst als Heimatland von Puschkin und Tschechow begreifen\, sind zu hinterfragen. Wer das tut\, kann vielleicht eine Prognose wagen\, wie sich Russland in der Zukunft politisch und gesellschaftlich entwickeln wird. Diese Thesen vertritt der russische Schriftsteller Viktor Jerofejew\, aus dessen Romanen „Enzyklopädie der russischen Seele“ und „Leben mit einem Idioten“ gelesen wird. Anschließend diskutiert der Autor ebendiese Fragen mit Prof. Dr. Elisabeth Cheauré. \nDer 1947 in Moskau geborene Viktor Jerofejew ist mit Romanen wie „Leben mit einem Idioten“ (orig. 1980\, übers. 1991)\, „Die Moskauer Schönheit (1990)\, „Der gute Stalin“ (2004) oder „Enzyklopädie der russischen Seele“ (1999/2021) einer der bedeutendsten russischen Schriftsteller der Gegenwart überhaupt. Angesichts des\nrussischen Angriffs auf die Ukraine im Frühjahr 2022 floh er nach Deutschland\, wo er nunmehr als Gastprofessor an der Leuphana Universität Lüneburg wirkt. \nModeration: Prof. Dr. Elisabeth Cheauré\nLesung auf Deutsch: Victor Calero\nÜbersetzung: Dr. Jurij Lileev
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SUMMARY:Alexej Zherebin. Kulturvermittlung in unruhigen Zeiten. Das Leben und Wirken des Professor Fjodor Braun
DESCRIPTION:Nicht nur in den krisenhaften heutigen Zeiten stehen Kultur- und Wissenschaftskontakte zwischen Deutschland und Russland unter schwierigen Vorzeichen. Kann ein Blick in vergangene Epochen erhellend wirken\, zum Beispiel in die Zeit nach der Revolution von 1917\, als viele Intellektuelle und Künstler Russland verließen? \nFjodor Braun (geb. 1862 in St. Petersburg\, gest. 1942 in Leipzig)\, Germanist und Altphilologe\, war einer der bekanntesten russischen Germanisten. Nach der Revolution emigrierte er nach Deutschland\, suchte aber nach Wegen\, die Kontakte zwischen der deutschen und sowjetischen Wissenschaft weiter zu pflegen\, auch nach 1933\nund später. \n \nProf. Dr. Alexej Zherebin\, russischer Germanist und Komparatist\, Professor an der Herzen-Universität St. Petersburg; Gast am Graduiertenkolleg 1956 („Kulturtransfer und ‚kulturelle Identität‘“)
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SUMMARY:Andrej Tarkowskij. Iwans Kindheit
DESCRIPTION:Andrej Tarkowskij\, „Iwans Kindheit“\, UdSSR 1962\, 95 min\, OmU \nZweiter Weltkrieg: Bis auf die Haut durchnässt\, ziehen russische Soldaten den zwölfjährigen Iwan aus dem eisigen Dnjepr. Der zuständige Kommandant will ihn im ungefährlichen Hinterland in Sicherheit bringen\, doch der Junge\, ein sowjetischer Feindesaufklärer\, weigert sich hartnäckig\, die Front zu verlassen. Bis Iwan im Nebel verschwindet\, macht Tarkowskij mosaikartig dessen schicksalhaftes Leben sichtbar: die angedeutete Liebe zur Sanitätsoffizierin Mascha\, die Kälte\, den Krieg oder den Tod seiner Eltern. Aber als eine Art Gegenbilder auch: „Sommer\, Licht und Glück\, die Bilder der kleinen Schwester am Fluss\, die Erinnerung an einen Strand mit Äpfeln\, die von schwarzen Pferden gefressen werden\, das Bild der Mutter zwischen Wald und Haus – diese Bilder\, ob Traumvisionen oder sehnsüchtig zurückgewünschte Vergangenheit\, sind das unwiderruflich Nicht-Existente: das\, was der Krieg zerstört hat.“ \n„Bereits die erste Filmregie Tarkowskijs besticht durch ihre ausgeklügelten Bildkompositionen\, die die tragische Geschichte poetisch überhöhen und ihr einen universellen Stellenwert zuweisen.“ (Lexikon des Internationalen Films) \nEinführung: Polina Orekhova \nAls Vorprogramm wird ein Kurzfilm gezeigt.\nWeitere Informationen unter  https://www.koki-freiburg.de/
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