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SUMMARY:„Der Mensch im Futteral“ A. Tschechow
DESCRIPTION:21. Internationales Literaturforum Badenweiler \nEine der berühmtesten Erzählungen Tschechows über das Schicksal eines Gymnasiallehrers\, inszeniert vom Tschechow-Dramen-Theater der Kulturpartnerstadt Badenweilers\, Taganrog.\nEs ist das älteste Theater Südrusslands\, das schon die Theaterbegeisterung Tschechows erweckte.\nDas Ensemble wurde vielfach mit Preisen ausgezeichnet. \nRussischsprachige Aufführung mit deutschem Lauftext. \n„Der Mensch im Futteral“ ist eine der besten und tiefgründigsten Erzählungen Anton Tschechows\, faszinierend in Szene gesetzt von dem vielfach mit Preisen ausgezeichneten Tschechow-Dramen-Theater der Kulturpartnerstadt Badenweilers\, dem südrussischen Taganrog. Es ist ein Glücksfall für den Kurort\, dass das Theater exklusiv für dieses Gastspiel mit seinem Ensemble die 3000 km lange Reise auf sich nimmt. Gespielt wird in Russisch mit deutschem Lauftext. \nUnd die Story hat es in sich: humorvoll\, mit schlagenden Pointen voller Hintersinn und in der Kürze seiner sprachlichen Ausdrucksmittel – das Markenzeichen Tschechows! – kaum zu übertreffen. Es sollte unserer Region eine Verpflichtung sein\, das theatralische Engagement dieser Bühne mit einem Besuch zu würdigen. \nMit der Erzählung ist Tschechow 1898\, sechs Jahre vor seinem Tod im Kurort\, eine brillante Story gelungen\, die auf seine eigenen Taganroger Gymnasialerfahrungen zurückgeht. Der tragikomische Plot bleibt in jedem Moment spannend\, obwohl\, was Tschechow den Ruhm eines Mitbegründers der literarischen Moderne einbrachte\, hier nie eine platte äußere\, sondern immer eine innere Spannung vorherrscht: Belikow\, Lehrer für Latein und Griechisch\, flüchtet sich vor den Neuerungen der modernen Zeiten und einer humaner gewordenen Pädagogik in die festen Regeln korrekter Grammatik und strammer Schuldisziplin\, wodurch er von Kollegen und Schülern gleichermaßen belächelt wie gefürchtet wird. Hochgeschlossener Mantel\, auch im Sommer\, hohe Stiefel und Regenschirm sind die Insignien\, die sein Misstrauen vor der Welt und ihrem steten Wandel verkünden. Vor dem realen Gymnasium Tschechows in seiner Heimatstadt steht er überlebensgroß in Bronze gegossen – als Lieblingsfotomotiv. Als seine Lehrerkollegen ihn verheiraten wollen\, geht Belikow an inneren Widersprüchen zugrunde: Wie passt das zu seinen eisernen Grundsätzen einer festgefügten Staatlichkeit und Moral\, wenn die Erwählte plötzlich auf einem die Unmoral geradezu herausfordernden Fahrrad sitzt? Zukunftsangst\, Flucht in die scheinbar fest gefügte Vergangenheit\, Forderungen nach einem mächtigen Staat und hierarchischen Strukturen\, all dies sind Phänomene\, die die Erzählung höchst aktuell erscheinen lassen. \nFür die Unterstützung des Gastspiels dankt das 21. Literaturforum Badenweiler der Gemeinde Badenweiler\, der BTT\, der Arbeitsstelle für Literarische Museen und Archive in Marbach\, der Sparkasse Markgräflerland und der Dt. Tschechow-Gesellschaft. \nReservierungen im Tourist-Büro im Kurhaus.
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LOCATION:Badenweiler\, René-Schickele-Saal\, Kurhaus\, Schlossplatz\,\, Badenweiler\, 79410
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SUMMARY:Doppelausstellung: Sven Johne\, LIEBER WLADIMIR PUTIN\, Video Works / Hun-Kyu-Kim\, Big Picture: ANOTHER UNIVERSE FROM THE PAST\, Paintings
DESCRIPTION:Sven Johne\, Lieber Wladimir Putin\, Video Works \nRahmenprogramm: Mi 6. November 2019 um 19 Uhr: „Herausforderung Demokratie“ Screening What is Democracy (2018) von Astra Taylor und Diskussion \nIm Zentrum von Sven Johnes Präsentation steht die Video-Installation Lieber Wladimir Putin (2017). Der pensionierte\, fiktive Protagonist Peter Bittel bereitet sich darin auf eine Videobotschaft an Wladimir Putin vor. Während er sich rasiert\, wäscht und kleidet\, führt er ein Selbstgespräch auf Russisch. Im inneren Monolog erzählt er von seiner glorreichen Vergangenheit als DDR Ingenieur im Dienste des sowjetischen Pipeline Baus. Er ist mit dem westlichen System unzufrieden\, nimmt deshalb an den Montagsdemonstrationen in Dresden teil. Demokratie verbindet er mit Konsum\, Wahlabstinenz und einer korrupten Führungselite der Europäischen Union. Aus diesen rechtspopulistischen Ängsten leitet er schliesslich seine Visionen einer besseren Zukunft ab und bittet Wladimir Putin einzugreifen. Dieser soll Dresden und Sachsen als Provinz Kalingrad der russischen Föderation einverleiben. Denn für Bittel ist klar\, nur ein starker Mann wie Putin kann Gerechtigkeit\, Ordnung und Klarheit schaffen\, nach der er sich sehnt. Nur eine starke Hand kann\, die nicht eingehaltenen Versprechen der liberalen-kapitalistischen westlichen Demokratie 30 Jahre nach dem Untergang der DDR berichtigen. \nDie Doppelausstellung zeigt zwei künstlerische Positionen\, die sich mit den Herausforderungen der Demokratie 30 Jahre nach dem Berliner Mauerfall befassen. Auf dem Hintergrund der Erfahrungen zwischen Ende des Kalten Kriegs und heute wird im Dialog mit der Geschichte nach gesellschaftlichen Zukunftsmodellen gesucht.
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SUMMARY:Kultur-Transfer-Dialog. Eröffnung der Russischen Kulturtage 2019
DESCRIPTION:Die Russischen Kulturtage 2019 starten mit einer fulminanten Auftaktveranstaltung: Erwartet werden nicht nur Vertreter*innen der Stadt und der Universität sowie des Diplomatischen Corps\, sondern auch Dr. h.c. Gernot Erler\, der mit seinem Festvortrag in die Zukunft unseres großen Nachbarn im Osten blicken wird. Die Veranstaltung wird künstlerisch von jungen Musiker*innen der Hochschule für Musik Freiburg begleitet. \nEinführung und Moderation\nProf. Prof. h.c. Dr. Dr. h.c. Elisabeth Cheauré \nGrußworte\nProf. Dr. Dr. h.c. Hans-Jochen Schiewer\, Rektor der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg\nUlrich von Kirchbach\, Erster Bürgermeister der Stadt Freiburg i. Br.\nAlexandr Borisowitsch Bulaj\, Generalkonsul der Russischen Föderation in Frankfurt \nVortrag\nDr. h.c. Gernot Erler\, Vorsitzender der West-Ost-Gesellschaft Südbaden\, ehemaliger Staatsminister im Auswärtigen Amt und Russlandbeauftragter \n„Wohin geht Russland? 20 Jahre Putin und die Zukunft des Landes“ \nRussland hat viele Gesichter. Putin kann auf außenpolitische Erfolge verweisen\, etwa in Sachen Krim und Syrien. Im Innern dagegen wächst die Frustration: über längere Lebensarbeitszeiten\, Reallohnverluste\, erhöhte Mehrwertsteuer und einen härter werdenden Umgang mit der Opposition. Alles schaut auf das Jahr 2024\, wenn die Amtszeit Putins ausläuft.\nDie Veranstaltung wird künstlerisch von jungen Musiker*innen der Hochschule für Musik Freiburg begleitet.
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LOCATION:Haus zur Lieben Hand\, Löwenstraße 16\, Freiburg\, 79098\, Deutschland
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SUMMARY:Павел Нерлер: Черта еврейской оседлости и русская литература. Pavel Nerler: Der „Ansiedlungsrayon“ und die russische Literatur
DESCRIPTION:Veranstaltung findet in russischer Sprache statt \nПавел Нерлер: Черта еврейской оседлости и русская литература \nUnter „Ansiedlungsrayon“ versteht man ein seit 1791 existierendes Sondergebiet des Russischen Reiches. Dieses Gebiet war für einen legalen und ständigen Aufenthalt russischer Juden vorgesehen – ein Gegenentwurf zu den so genannten „Kerngebieten“ Russlands\, wo Juden nur mit Sonderstatus wohnberechtigt bzw. toleriert waren\, darunter Handwerker und Kaufleute bestimmten Grades\, Akademiker und einige andere Berufs- bzw. Statusgruppen. Der „Ansiedlungsrayon“ muss einerseits als Zeichen des staatlichen Antisemitismus im Russischen Reich gelten\, gleichzeitig aber war er ein „Jyddischland“\, eine einmalige Welt des jüdischen „Schtetl“ mit seiner spezifischen Lebensart und Kultur. Die Umgangssprache im „Ansiedlungsrayon“ war Jiddisch\, die zweite Sprache\, für Kontakte nach außen\, war nicht immer Russisch\, sondern auch Polnisch oder Deutsch. Deshalb sind verschiedene Typen russischsprachiger Literatur aus dem „Ansiedlungsrayon“ zu unterscheiden: Zum einen die Übersetzungen ins Russische von Werken\, die ursprünglich auf Jiddisch geschrieben wurden (Sholom-Alejhem u.a.)\, zum anderen russischsprachige Werke von jüdischen Autoren\, die im Ansiedlungsrayon ansässig waren (I. Newachowitsch\, O. Rabinowitsch u.a.) und schließlich russischsprachige Werke aus der Feder von Autoren\, die den „Ansiedlungsrayon“ bewusst verlassen hatten (I. Babel\, B. Livschitz\, O. Mandelstam u.a.). Dabei kommt Odessa eine besondere Rolle zu.
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LOCATION:Israelitische Gemeinde Freiburg\, Nussmannstraße 14\, Freiburg\, 79098
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SUMMARY:Russian Urban Art: History and Conflicts. Vortrag und Publikumsdiskussion mit Igor Ponosov
DESCRIPTION:Bild: Igor Ponosov \nVortrag und Publikumsdiskussion mit Igor Ponosov \nIn englischer Sprache \nDas Buch „Russian Urban Art: History and Conflicts“ hat einen essayistischen Charakter. Der Autor\, Igor Ponosov\, untersucht die künstlerische Kraft der russischen Street Art vor dem Hintergrund ihrer historischen Entwicklung. Seine Recherchen beginnen bei der Avantgarde-Bewegung der frühen 1920er Jahre und umfassen Nonkonformismus\, Aktionismus\, Graffiti und schließlich die Street Art des 21. Jahrhunderts. Der Text prüft das Potenzial der Urban Art in Russland sowohl anhand einzelner Beispiele als auch im Rahmen einer allgemeineren Analyse von bedeutenden Kunstphänomenen und Prozessen. Das Buch stellt die erste Monografie der russischen Urban Art in englischer Sprache dar. Es wurde bereits in Tartu\, Besançon\, Paris\, Helsinki\, Krakow und Berlin vorgestellt. \nIgor Ponosov ist Künstler\, „Partizaning“ Aktivist und Kurator. Seine Forschungsarbeiten sind der Urban Art gewidmet. Er ist der Autor von zwei Büchern „Art and the city’ (Искусство и город) and ‘Russian Urban Art: History and Conflicts’. In Freiburg ist Igor Ponosov durch „verkleidete Skulpturen“ im öffentlichen Raum\, ein Projekt im Rahmen der Russischen Kulturtage 2017\, bereits bekannt. \nDie Veranstaltung findet in Kooperation mit der Colab Gallery (Weil am Rhein) statt. Igor Ponosov wird in der Colab Gallery am Samstag\, den 9.11.2019\, um 19 Uhr im Rahmen der Finissage der Ausstellung „Power Play“ auftreten. Im Anschluss: Closing Party.
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SUMMARY:Tanzimpressionen zwischen St. Petersburg und Freiburg
DESCRIPTION:Bild: Kanon Dance Young \n „Tanzimpressionen zwischen St. Petersburg und Freiburg“ ist ein gemeinsames Tanzprojekt zweier junger\, aber bereits anerkannter Ensembles: „Kanon Dance Young“ (St. Petersburg) und „NEO Dance-Company“ (Freiburg). Auf die Einladung der Freiburger Tanzschule „Dance Emotion“ und mit der Unterstützung des Zwetajewa-Zentrums besuchen sechs russische Tänzerinnen Freiburg\, um ihre Erfahrungen in Tanzworkshops auszutauschen und einen gemeinsamen Auftritt vorzubereiten. Auf dem Programm stehen sechs unterschiedliche Kompositionen\, in denen zwanzig junge Tänzer*innen ihre Professionalität\, Kreativität und ihr schauspielerisches Talent in einer sehr beeindruckenden Weise dem Freiburger Publikum präsentieren. 2020 ist eine Fortsetzung des Austauschprojekts in St. Petersburg geplant.  \nProgramm: \n 1. Nichts ist\, alles kann (NEO DanceCompany Freiburg)\, Choreographie: Christina Schnock\, Musik: Max Richter\, 6:30\nDas Leben ist eine Reise\, alles bewegt sich\, alles fließt\, nichts steht still\, nichts ist fest\, alles ist möglich.\n2. Worko//olic (NEO DanceCompany Freiburg)\, Choreographie: Christina Schnock\, Musik: Marie Davidson\, 6’28\n3. Sandy (NEO DanceCompany Freiburg)\, Choreographie: Christina Schnock\, Musik: Laurie Anderson und das Kronos Quartett\, 11‘30:\nIm Oktober 2012 erlebte die New Yorker Musikerin Laurie Anderson einen Wirbelsturm von historischem Ausmaß. Hurrikan Sandy wütete mit gewaltigen Sturmfluten und forderte etliche Menschenleben. Diejenigen\, die wie Laurie evakuiert werden konnten\, verloren alles\, was sie hatten. Zusammen mit dem Kronos Quartett gibt die Musikerin Laurie Anderson den Opfern von Hurrikan Sandy eine Stimme\, und führt uns die gewaltige Allmacht der Natur vor Augen. Dabei steht jedes Musikstück des Werkes für ein bestimmtes Erlebnis\, beginnend mit der Ankündigung des Hurrikans durch CNN und die Evakuierung bis zum Verlust des gesamten Hab und Guts. Die Choreographie „Sandy“ setzt die musikalische Geschichte von Laurie Anderson und dem Kronos Quartett in ein Tanztheater um.\n4. Daughters of Ravel (Kannon Young Dance St. Petersburg)\, Musik: Maurice Ravel\, Choreographie: Alisa Panchenko\, 16’00\nEinerseits sehen wir einen expressiven spanischen Tanz\, andererseits können wir ganz andere Gefühlslagen wahrnehmen: jugendliche Ängste\, den Wunsch gehört zu werden\, Gleichgültigkeit\, Intoleranz oder Isolation. Acht junge Frauen versuchen kompromisslos den Raum zu erobern und offenbaren uns den eigentlichen Sinn von Bolero: Verdichtung der Emotionen\, Triumph\, gigantischer Aufschwung und totaler Einsturz. Ob am Schluss der Raum oder die Tänzerinnen die Oberhand gewinnen\, sollen die Zuschauer entscheiden. \nPAUSE \n5. Spider (NEO DanceCompany Freiburg)\, Choreographie: Christina Schnock\, Musik: Daniel Pemberton\, 6’00\n6. Voices (Kannon Young Dance St. Petersburg)\, Choreographie: Valeria Kasparova\, Musik: Tigran Hamasyan/ Jacaszek\, 33’00\nDie Inszenierung basiert auf den 2000 Jahre alten\, armenischen Volkstänzen. Während mehrerer Wochen setzten sich die Tänzerinnen und die Choreografin mit der alten Tanztradition auseinander. Die Musik stammt von dem berühmten armenischen Jazzpianisten Tigran Hamasyan. Durch die altertümliche armenische Musik inspiriert\, verlieh er der Komposition einen ganz besonderen Klang. Stimmen\, einzelne Töne und die Musik… Kommen sie von innen oder außen? Harmonieren sie miteinander oder erklingt jeder Ton für sich? Laut oder leise? Überzeugend oder verzweifelt? Es ist Ihnen überlassen\, was Sie hören wollen.  \n Kartenreservierung: Tel: 0761 72524\nticket@danceemotion.de\nwww.danceemotion.de  \n \nBild: DanceEmotion
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SUMMARY:Das Märchen der Märchen. Menschen ab 5 Jahren
DESCRIPTION:Bild: Maria Thorgevsky und Dan Wiener \n„Erzähl mir irgendwas!“ – Dieser oft gehörte kindliche Befehl scheint unmöglich erfüllbar zu sein. Es sei denn\, man kennt das alte russische Märchen: „Geh\, ich-weiss-nicht-wohin und bring mir ich-weiss-nichtwas.“ \nDieses Märchen voller Märchen erzählen Maria Thorgevsky und Dan Wiener aus dem Nichts. „Erzählen“ ist nur vielleicht das falsche Wort. Sie springen in die Geschichte hinein und wieder heraus\, wechseln die Rollen\, spielen\, tanzen\, erzählen.\nAus dem Nichts entstehen und verschwinden Figuren\, Paläste\, Schiffe und Geister. Die Mittel sind minimal\, die Phantasie und Vorstellungskraft dafür umso grösser – ein echtes Kinderspiel.\nDabei scheinen sie sich gegenseitig zu überraschen mit den immer neuen Wendungen\, die das Märchen nimmt. Es ist ein Spiel von zwei Schauspielern\, die sich in- und auswendig kennen und Spass haben daran\, sich gegenseitig in Schwierigkeiten zu bringen. \nMaria Thorgevsky hat ihr Handwerk in Leningrad gelernt\, Dan Wiener in Zürich. Gemeinsam haben sie auf grossen und kleinen Bühnen gespielt\, Preise gewonnen und in diesen 30 Jahren die Lust am Spielen nicht verloren. Im Gegenteil. «Spiel mir irgendwas!» Und los geht’s! \nKartenreservierung:\n0761 201 28 53\ntheaterkasse@theater.freiburg.de\nwww.theater.freiburg.de
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SUMMARY:Tanzimpressionen zwischen St. Petersburg und Freiburg
DESCRIPTION:Bild: Kanon Dance Young \n „Tanzimpressionen zwischen St. Petersburg und Freiburg“ ist ein gemeinsames Tanzprojekt zweier junger\, aber bereits anerkannter Ensembles: „Kanon Dance Young“ (St. Petersburg) und „NEO Dance-Company“ (Freiburg). Auf die Einladung der Freiburger Tanzschule „Dance Emotion“ und mit der Unterstützung des Zwetajewa-Zentrums besuchen sechs russische Tänzerinnen Freiburg\, um ihre Erfahrungen in Tanzworkshops auszutauschen und einen gemeinsamen Auftritt vorzubereiten. Auf dem Programm stehen sechs unterschiedliche Kompositionen\, in denen zwanzig junge Tänzer*innen ihre Professionalität\, Kreativität und ihr schauspielerisches Talent in einer sehr beeindruckenden Weise dem Freiburger Publikum präsentieren. 2020 ist eine Fortsetzung des Austauschprojekts in St. Petersburg geplant.  \nProgramm: \n 1. Nichts ist\, alles kann (NEO DanceCompany Freiburg)\, Choreographie: Christina Schnock\, Musik: Max Richter\, 6:30\nDas Leben ist eine Reise\, alles bewegt sich\, alles fließt\, nichts steht still\, nichts ist fest\, alles ist möglich.\n2. Worko//olic (NEO DanceCompany Freiburg)\, Choreographie: Christina Schnock\, Musik: Marie Davidson\, 6’28\n3. Sandy (NEO DanceCompany Freiburg)\, Choreographie: Christina Schnock\, Musik: Laurie Anderson und das Kronos Quartett\, 11‘30:\nIm Oktober 2012 erlebte die New Yorker Musikerin Laurie Anderson einen Wirbelsturm von historischem Ausmaß. Hurrikan Sandy wütete mit gewaltigen Sturmfluten und forderte etliche Menschenleben. Diejenigen\, die wie Laurie evakuiert werden konnten\, verloren alles\, was sie hatten. Zusammen mit dem Kronos Quartett gibt die Musikerin Laurie Anderson den Opfern von Hurrikan Sandy eine Stimme\, und führt uns die gewaltige Allmacht der Natur vor Augen. Dabei steht jedes Musikstück des Werkes für ein bestimmtes Erlebnis\, beginnend mit der Ankündigung des Hurrikans durch CNN und die Evakuierung bis zum Verlust des gesamten Hab und Guts. Die Choreographie „Sandy“ setzt die musikalische Geschichte von Laurie Anderson und dem Kronos Quartett in ein Tanztheater um.\n4. Daughters of Ravel (Kannon Young Dance St. Petersburg) Musik: Maurice Ravel)\, Choreographie: Alisa Panchenko\, 16’00\nEinerseits sehen wir einen expressiven spanischen Tanz\, andererseits können wir ganz andere Gefühlslagen wahrnehmen: jugendliche Ängste\, den Wunsch gehört zu werden\, Gleichgültigkeit\, Intoleranz oder Isolation. Acht junge Frauen versuchen kompromisslos den Raum zu erobern und of- fenbaren uns den eigentlichen Sinn von Bolero: Verdichtung der Emotionen\, Triumph\, gigantischer Aufschwung und totaler Einsturz. Ob am Schluss der Raum oder die Tänzerinnen die Oberhand gewinnen\, sollen die Zuschauen entscheiden. \nPAUSE \n5. Spider (NEO DanceCompany Freiburg)\, Choreographie: Christina Schnock\, Musik: Daniel Pemberton\, 6’00\n6. Voices (Kannon Young Dance St. Petersburg) Choreographie: Valeria Kasparova\, Musik: Tigran Hamasyan/ Jacaszek\, 33’00\nDie Inszenierung basiert auf den 2000 Jahre alten\, armenischen Volkstänzen. Während mehrerer Wochen setzten sich die Tänzerinnen und die Choreografin mit der alten Tanztradition auseinander. Die Musik stammt von dem berühmten armenischen Jazzpianisten Tigran Hamasyan. Durch die altertümliche armenische Musik inspiriert\, verlieh er der Komposition einen ganz besonderen Klang. Stimmen\, einzelne Töne und die Musik… Kommen sie von Innen oder Außen? Harmonieren sie miteinander oder erklingt jeder für sich? Laut oder leise? Überzeugend oder verzweifelt? Es ist Ihnen überlassen\, was Sie hören wollen.  \n Kartenreservierung: Tel: 0761 72524\nticket@danceemotion.de\nwww.danceemotion.de  \n \nBild: DanceEmotion
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SUMMARY:Anton Tschechow. ONKEL WANJA
DESCRIPTION:Bild: Theater Freiburg \n Anton Tschechow. ONKEL WANJA\, Szenen aus dem Landleben \nTschechows ONKEL WANJA ist urkomisch und unendlich traurig zugleich\, ein Stück über die unerfüllten Träume und die ungestillte Sehnsucht nach Liebe. Das beschauliche Leben auf dem von Sonja und ihrem Onkel Wanja verwalteten Gut gerät gehörig aus der Bahn\, als prominenter Besuch aus der Stadt eintrifft: Der von allen verehrte Professor\, Sonjas Vater\, kommt mit seiner viel jüngeren neuen Ehefrau Jelena. Kaum angekommen\, buhlen Wanja und Sonjas heimlicher Schwarm\, der Arzt und Möchtegern Revoluzzer Astrow\, um die Gunst Jelenas. Doch statt sich ihren Gefühlen zu stellen und für ihre Träume und Sehnsüchte zu kämpfen\, verharren alle lieber in ihrem Unglück und ihrer Melancholie. Tschechow zeigt eine Gesellschaft\, die vor einem Umbruch steht\, doch unfähig ist\, zu handeln\, und sich lieber in Agonie und Selbstmitleid ergeht. Er stellt die Frage\, ob wir tatsächlich in der Lage sind\, unser Leben jederzeit zu ändern oder ob es für manche Erkenntnis irgendwann schlicht und ergreifend zu spät ist. \nRegie: Peter Carp\nBühne: Manuela Freigang\nKostüme: Gertrud Rindler-Schantl\, Dramaturgie: Michael Billenkamp\nMit: Margot Gödrös\, Martin Hohner\, Marieke Kregel\, Henry Meyer\, Hartmut Stanke\, Rosa Thormeyer
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SUMMARY:Schostakowitsch und Tschaikowski - eine musikalische Begegnung
DESCRIPTION:Es ist spannend\, wenn sieben Musiker*innen aus sieben verschiedenen Ländern zusammenkommen\, um ihre musikalischen und kulturellen Erfahrungen für ein gemeinsames Projekt in Einklang zu bringen! Das werden Sie am 10. November 2019 um 12:00 im Freiburger Humboldtsaal erleben. Das Programm\, allerdings ein russisches\, besteht aus dem Klavierquintett g-Moll op. 57 von Dimitri Schostakowitsch und dem nicht oft „live“ zu hörenden Streichsextett d-Moll op. 70 von Pjotr Iljitsch Tschaikowski\, auch bekannt als „Souvenir de Florence“. \nSchostakowitschs Klavierquintett stellt eine Art Rehabilitierung des Komponisten dar. Nachdem er 1936 für seine „westliche Dekadenz“ heftig kritisiert wurde\, bekam er 1941 für dieses Werk (komponiert 1940) den „Stalin-Preis“ 1. Klasse. „Souvenir de Florence“ ist\, dagegen\, das Resultat einer wahren Glücksphase von Tschaikowski\, inspiriert durch einen längeren Aufenthalt in Florenz im Jahr 1890. Es ist eines seiner fröhlichsten Werke\, das er zwei Jahre später im russischen Klin vollendete. \nVioline: Catherine Bottomley (Australien) · Rémi Alarçon ( Frankreich)\nViola: Adrienne Hochman (Amerika)· Cristina Alvarado (Venezuela)\nVioloncello: Vera Dickbauer ( Österreich) · Lusine Arakelyan (Armenien)\nKlavier: Franziska Stadler (Deutschland) \n Kartenreservierung: info@albert-konzerte.de / www.albert-konzerte.de
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SUMMARY:Das Märchen der Märchen. Menschen ab 5 Jahren
DESCRIPTION:Bild: Maria Thorgevsky und Dan Wiener \n„Erzähl mir irgendwas!“ – Dieser oft gehörte kindliche Befehl scheint unmöglich erfüllbar zu sein. Es sei denn\, man kennt das alte russische Märchen: „Geh\, ich-weiss-nicht-wohin und bring mir ich-weiss-nichtwas.“ \nDieses Märchen voller Märchen erzählen Maria Thorgevsky und Dan Wiener aus dem Nichts. „Erzählen“ ist nur vielleicht das falsche Wort. Sie springen in die Geschichte hinein und wieder heraus\, wechseln die Rollen\, spielen\, tanzen\, erzählen.\nAus dem Nichts entstehen und verschwinden Figuren\, Paläste\, Schiffe und Geister. Die Mittel sind minimal\, die Phantasie und Vorstellungskraft dafür umso grösser – ein echtes Kinderspiel.\nDabei scheinen sie sich gegenseitig zu überraschen mit den immer neuen Wendungen\, die das Märchen nimmt. Es ist ein Spiel von zwei Schauspielern\, die sich in- und auswendig kennen und Spass haben daran\, sich gegenseitig in Schwierigkeiten zu bringen. \nMaria Thorgevsky hat ihr Handwerk in Leningrad gelernt\, Dan Wiener in Zürich. Gemeinsam haben sie auf grossen und kleinen Bühnen gespielt\, Preise gewonnen und in diesen 30 Jahren die Lust am Spielen nicht verloren. Im Gegenteil. «Spiel mir irgendwas!» Und los geht’s! \nKartenreservierung:\n0761 201 28 53\ntheaterkasse@theater.freiburg.de\nwww.theater.freiburg.de
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SUMMARY:„Doktor Schiwago“ mit Einführung
DESCRIPTION:Das epische Filmdrama „Doktor Schiwago“\, in den Hauptrollen mit Omar Sharif und Julie Christie\, avancierte zu einer der größten Liebesgeschichten aller Zeiten. Der im Jahre 1965 erschienene Film zeigt die\nLiebesgeschichte des verheirateten Arztes und Dichters Jurij Schiwago zu der ebenfalls verheirateten Lara Antipova vor dem Hintergrund der russischen Revolution und des Bürgerkrieges. Die politischen Umstände\ndieser Zeit führen Lara und Jurij immer wieder zusammen\, aber lassen zum Schluss ihre Liebe scheitern. \nDer mit 5 Oscars und 5 Golden Globes ausgezeichnete Film wurde zu einem der größten Kassenerfolge der 60er Jahre. . Regisseur David Lean inszenierte in faszinierenden\, monumentalen Stimmungsbildern ein Kinodrama voller dramatischer Momente\, das Millionen Menschen zu Tränen rührte. Omar Sharif\, Julie Christie\, Geraldine Chaplin und Alec Guinness sind in den Hauptrollen ebenso unvergessen wie die sensationelle Musik von Maurice Jarre. \nAls Filmgrundlage diente der 1957 in Italien veröffentlichte gleichnamige Roman von Boris Pasternak\, dessen Publikationsgeschichte sich zu einer der bekanntesten politischen Sensationen im Kalten Krieg entfaltete. Pasternak wurde der Nobelpreis im Jahre 1958 zuerkannt\, er sah sich gezwungen diesen aus politischen Gründen abzulehnen. \nRegie: David Lean\,\nBuchadaption: Boris Pasternak\nUSA\, Italien\, GB 1965\nMit Geraldine Chaplin\, Julie Christie\, Omar Sharif\, Rod Steiger\, Alec Guinness\nOmU\, 197 Min. \nEinführung: Nadine Rahner \nKartenreservierung:\nwww.koki-freiburg.de
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SUMMARY:War Goethe ein Spion? Detektivische Literaturgeschichte
DESCRIPTION:Detektivische Literaturgeschichte\, erzählt aus den deutschen Beuteakten in Moskau \nMit Prof. Dr. Dirk Kemper (RGGU\, Moskau) \nGoethe war Freimaurer\, das ist bekannt. Doch was wollte er\, der durchaus konservative Weimarer Minister\, im Illuminatenorden\, einem radikal-demokratischen Geheimbund\, der polizeilich verfolgt und sogar für den Ausbruch der Französischen Revolution verantwortlich gemacht wurde? Die Beuteakten im Moskauer „Sonderarchiv“ belegen seine Mitgliedschaft eindeutig. Bei jenen\, die keine Gelegenheit auslassen\, das vermeintlich übergroße Goethe-Denkmal der Deutschen zu demontieren\, führte seine Mitgliedschaft zu der spektakulären und provokativen These\, Goethe habe im Auftrag des regierenden Herzogs die progressiv antifeudalistische Organisation der Illuminaten ausspionieren wollen oder sollen. Diese Deutung schließt sich nahtlos an die Erzählung vom reaktionären „Fürstenknecht“ an\, der der in der freien Reichsstadt Frankfurt Geborene durch seine Ministerämter in Weimar geworden sei. Die Moskauer Akten widersprechen dem und legen eine ganz andere Erklärung nahe …
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SUMMARY:"Moskau ist nicht Berlin". Schicksal eines Romans: Michail Bulgakows „Der Meister und Margarita“
DESCRIPTION:Bild: Zwetajewa-Zentrum \nVernissage: 13.11.2019 um 18.00 Uhr\nVeranstaltungssaal\, Universitätsbibliothek \nAusstellung geöffnet: 14.11.2019- 07.01.2020\, täglich: 8-22 Uhr \nDer Schriftsteller Michail Bulgakov (1891-1949) ist ein literarisches „Schwergewicht“ in der Literatur des 20. Jahrhunderts\, nicht nur in Russland\, sondern weit darüber hinaus. Sein Roman „Der Meister und Margarita“\, an dem er bis zu seinem Lebensende schrieb\, gilt als Meisterwerk der Weltliteratur und wurde in Deutschland breit rezipiert\, insbesondere auch von deutschen Bühnen. \nBereits die Umstände der Entstehung des Werks zur Zeit des Stalinismus könnte Stoff für einen Kriminalroman liefern. Dies gilt auch für die Übersetzung und die Publikation im damals noch geteilten Deutschland. \nZur Erinnerung an das literaturgeschichtlich wichtige Ereignis der ersten Übersetzung im Jahre 1968 wurde die Ausstellung „Moskau ist nicht Berlin“ im Moskauer Bulgakow-Museum 2018 zum ersten Mal gezeigt. In Freiburg wurde die Ausstellung – in enger Kooperation mit dem Moskauer Bulgakow-Museum und der Universitätsbibliothek Freiburg – als Kernveranstaltung der „Russischen Kulturtage 2019“ ins Deutsche übersetzt und für ein deutsches Publikum adaptiert. \nNeben einer Einführung in das Leben und Werke Michail Bulgakows thematisiert die Ausstellung vor allem die Entstehungsgeschichte des Romans „Der Meister und Margarita“ und dessen ungewöhnlich spannende Rezeption in Deutschland. \nZu sehen sind außerdem ein Dokumentarfilm über Bulgakow\, Illustrationen zum Roman\, geschaffen vom berühmten Cartoonisten Sergej Alimow sowie Originalexponate aus dem Moskauer Bulgakow-Museum. \nBegleitprogramm:\n13.11.2019 18 Uhr\nVernissage mit dem Vortrag von Marina Savranskaja: „“Pause\, ihr Taugenichtse!“ —“Der Meister und Margarita“ auf deutschen Bühnen\n14.11.2019 18 Uhr\nBulgakow-Abend. Podiumsgespräch mit Wilfried F. Schoeller und Christina Links.\n28.11.2019 19.30 Uhr\nProf. Dr. Elisbaeth Cheauré: Hündische Herzen\, stählerne Kehlen\, verschwundene Augen… Michail Bulgakow – Arzt und Schriftsteller\n(Vortrag und Lesung im Theater Freiburg)
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SUMMARY:Bulgakow-Abend.  Podiumsgespräch mit Wilfried F. Schoeller und Christina Links
DESCRIPTION:Wilfried F. Schoeller und Christina Links sind Autoren des Films „Der Himmel\, der Teufel\, Stalin und die Zensur. Michail Bulgakow. Ein Porträt.“(1996). Die Ausschnitte aus ihrem Film werden vom 14.11.2019 bis zum 7.01.2019 in der Ausstellung Schicksal eines Romans: Michail Bulgakows „Der Meister und Margarita“ in der Universitätsbibliothek gezeigt. Die beiden Filmproduzenten sind eng mit Russland und seine Literaturgeschichte verbunden. Im Gespräch mit dem Zwetajewa-Zentrum erzählen sie über ihre Bulgakow-Recherchen\, die Produktion des Films in den 1990er Jahren sowie über ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Werk Bulgakows. \nWilfried F. Schoeller\, war Leiter der Abteilung „Aktuelle Kultur“ beim Hessischen Rundfunk/Fernsehen sowie Begründer und langjähriger Moderator der Sendung „Bücher\, Bücher“. Er publizierte u.a. Monografien über Heinrich Mann\, Michail Bulgakow\, Jorge Semprun und Warlam Schalamow. Schoeller ist Verfasser zahlreicher Literaturfilme und Hörspiele\, war Kurator mehrerer Literaturausstellungen und lehrte als Professor für Literatur des 20. Jahrhunderts Literaturkritik und Medien an der Universität Bremen. Er schrieb Biographien über Alfred Döblin und Franz Marc. \nChristina Links\, studierte zwischen 1973-78 Russiche Sprache und Literatur in Leningrad. Später war sie Lektorin für die ganze osteuropäische Literatur im Verlag Volk & Welt Berlin. Zwischen 2001 und 2014 arbeitete sie als Lektorin und Dramaturgin im Henschel SCHAUSPIEL Theaterverlag Berlin. Seit Dezember 2014 ist sie freiberufliche Übersetzerin\, Lektorin\, Literaturagentin; Sie ist Mitkuratorin von Literaturausstellungen über Michail Bulgakow (1996) und Warlam Schalamow (2013).
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LOCATION:Haus zur Lieben Hand\, Löwenstraße 16\, Freiburg\, 79098\, Deutschland
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SUMMARY:Wolgakinder. Gusel Jachina
DESCRIPTION:Gusel Jachina stellt ihren Roman vor\, der die Situation in der Wolgadeutschen Republik (Autonome Sozialistische Sowjetrepublik der Wolgadeutschen) im Zeitraum von 1916 bis 1938 erzählt.\nModeration: Prof. Dr. Elisabeth Cheauré.\nDie Texte liest die Schauspielerin Renate Obermaier. \nIn der Weite der Steppe\, am Unterlauf der Wolga siedeln seit dem achtzehnten Jahrhundert Deutsche. 1916 führt Jakob Bach in dem kleinen Dorf Gnadental ein einfaches Leben als Schulmeister\, das geprägt ist von den Rhythmen der Natur. Sein Leben ändert sich schlagartig\, als er sich in Klara verliebt\, eine Bauerntochter vom anderen Ufer der Wolga. Doch ihre Liebe kann sich den Ereignissen nicht entziehen\, die die Revolution und die Gründung der Deutschen Republik an der Wolga mit sich bringen. \n„Gusel Jachina fesselt ihre Leser von der ersten bis zur letzten Seite.“\nNeue Zürcher Zeitung \nGusel Jachina\, geboren 1977 in Kasan (Tatarstan)\, russische Autorin und Filmemacherin tatarischer Abstammung\, studierte an der Kasaner Staatlichen Pädagogischen Hochschule Germanistik und Anglistik und absolvierte die Moskauer Filmhochschule. Ihr erster Roman “Suleika öffnet die Augen“ wurde in 31 Sprachen übersetzt. Mit „Wolgakinder“\, bisher in 14 Sprachen übersetzt\, legt die international erfolgreiche Autorin ihren zweiten Roman vor. Gusel Jachina lebt mit ihrer Familie in Moskau. \nIn Kooperation mit dem Kulturreferat für Russlanddeutsche am Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte\, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
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SUMMARY:Skulpturen und Videoarbeiten
DESCRIPTION:Bild: E. Artemenko \nVernissage: 16.11.2019 um 18:00 Uhr \nKunstausstellung geöffnet: 16.11. – 24.11.2019\nÖffnungszeiten: Do/Fr 17–20 Uhr\, Sa 14–20 Uhr\, So 14–18 Uhr \nElena Artemenko ist eine renommierte Moskauer Videokünstlerin und Bildhauerin. Im Herbst 2019 arbeitet sie auf Einladung des Kulturamtes der Stadt Freiburg und des Zwetajewa-Zentrums im Atelier des Kunsthauses L6. Die dort hergestellten Marmorarbeiten werden im experimentellen Kunstraum Kabuff im E-Werk ausgestellt. Bei der Vernissage am 16.11 werden ausgewählte Videoarbeiten der Künstlerin präsentiert. \nBesessenheit\, borderline-ähnliche Zustände\, Alltagsrituale\, verbale und visuelle Klischees sind Themen von Artemenkos Videoarbeiten. Als Bildhauerin versucht sie\, den menschlichen Körper zu entfremden und ihn vom Subjekt loszulösen. Sowohl in ihren Videoarbeiten als auch in den Skulpturen erscheint der Körper immer unbeholfen\, erschöpft\, in seiner Passivität aber trotzdem stark. Artemenko verwendet Marmor als ein fühlbares Material\, das geschmeidig\, körperlich und sinnlich sein kann. Sie arbeitet auch mit Wachs\, Eisen und Silikon. \nDie Künstlerin wurde im Jahr 1988 in Krasnodar geboren und schloss ihr Studium „Video- und Mediakunst“ an der Rodchenko-Schule für Fotografie und Multimedia in Moskau im Jahr 2013 ab. Sie nahm an zahlreichen Kunstfestivals teil und wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet\, darunter dem Kandinsky-Preis (2012-2014)\, dem Grand Prix des Transmission Video Art Festival (2017) beim deutschen Foresight-Filmfestival (2016)\, dem Grand Prix of the Brewhouse art prize (2017) und dem Best Russian Video Prize (2016).
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LOCATION:E-Werk Kabuff\, Eschholzstraße 77\, Freiburg\, Baden-Württemberg\, 79106
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SUMMARY:Weltklassik am Klavier: "Auf Waldespfaden – Hochzeit und Elfentanz!“ Sofja Gülbadamova spielt Suk\, Grieg und Schumann
DESCRIPTION:Sofja Gülbadamova spielt Suk\, Grieg und Schumann \nSofja Gülbadamova\, «für die poetische Schönheit» ihres Spiels und ihre «frappierende Musikalität\, Klangfantasie\, tiefenentspannte Pianistik und eine erstaunlich vielfältige Gestaltungspalette» von der Presse gefeiert\, zählt zu den herausragendsten Musikerinnen ihrer Generation. Preisträgerin und Gewinnerin zahlreicher Wettbewerbe in den USA\, Frankreich\, Spanien\, Russland\, Deutschland\, Österreich und Belgien\, gewann sie im Jahr 2008 gleich zwei Klavierwettbewerbe in Frankreich: Den Concours international pour piano in Aix-en-Provence sowie den 6. Internationalen Francis-Poulenc-Wettbewerb. Als echter «pianistischer Tsunami» bezeichnet\, konzertiert Sofja Gülbadamova erfolgreich in ganz Europa sowie in Russland\, Chile\, Argentinien. Sie hat mehrere CDs in Deutschland und Frankreich eingespielt\, die ausgezeichnete Kritiken erhielten. \nMit ihrem Programm „Auf Waldespfaden – Hochzeit und Elfentanz!“ setzt sie den zwei großartigen Romantikern Robert Schumann und Edvard Grieg und dem tschechischen Komponisten Josef Suk ein musikalisches Denkmal. \nKartenreservierung: Tel: 0211 936 5090 / E-Mail: info@weltklassik.de / Website: www.weltklassik.de\nJugendliche bis 18 Jahre frei
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SUMMARY:Lieder des Todes und der Auferstehung. Ein russischer Abend mit Liedern Sergei Rachmaninows und Modest Mussorgskys
DESCRIPTION:Ein russischer Abend mit Liedern Sergei Rachmaninows und Modest Mussorgskys \nDie Lieder Sergei Rachmaninows müssten nach russischem Verständnis Romanzen genannt werden\, da der Begriff Lied im Russischen nur für einfache Strophenlieder angewendet wird. Rachmaninows ca. 84 Romanzen erklingen im Verhältnis zu ihrem Rang in westlichen Konzertsälen eher selten\, da viele Sänger oft zu großen Respekt vor den sprachlichen Anforderungen haben. Der in Moskau geborene\, in Ihringen am Kaiserstuhl lebende und auf internationalen Bühnen wirkende Bass Alexander Vassiliev ist damit gesegnet\, Russisch als Muttersprache zu sprechen und somit diese Lieder in der Originalsprache singen zu können. \nRachmaninows Romanzen sind die letzten großen spätromantischen Lieder des zaristischen Russlands. Als er 1917 vor den Tumulten der Bolschewiken aus seiner Heimat floh\, sollte er danach keine weiteren Lieder komponieren\, so sehr fehlte ihm der heimatliche Boden\, die Nährquelle für sein Liedschaffen. Da Rachmaninows Lieder sich oft mit Trauer und Tod beschäftigen\, bot es sich sehr an\, sie mit Mussorgskys berühmtem und dunkel-visionärem Zyklus Lieder und Tänze des Todes zu kombinieren. Dieser späte Zyklus Mussorgskys ist abgründig und kühn und versucht dem Thema Tod auf vier sehr unterschiedliche Arten nahe zu kommen. \nSergej Rachmaninoff (1873-1943): ausgewählte Lieder\nModest Mussorgsky (1839-1881): Lieder und Tänze des Todes\nAlexander Vassiliev\, Bass · Klaus Simon\, Klavier \nKartenreservierung: mail@operafactory.de / www.operafactory.de
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SUMMARY:Aufbruch und Perspektive. Russische Kammermusik von 1913 bis zur Gegenwart
DESCRIPTION:Bild: Ensemble SurPlus \nDas Programm des Ensemble SurPlus stellt Kompositionen russischer Komponistinnen und Komponisten aus vier Generationen vor. Den Rahmen bilden dabei zwei eigens für das Ensemble instrumentierte Werke von Nikolai Roslawez\, der als einer der frühesten Impulsgeber einer „neuen Musik“ im vorrevolutionären Russland gelten kann. Mit vergleichbar knappen\, doch stilistisch ganz anders gearteten Miniaturen ist Edisson Denissow vertreten. Zwei Komponistinnen seiner Generation\, Galina Ustwolskaja (100. Geburtstag 2019) und Sofia Gubaidulina\, unterstreichen mit repräsentativen Duowerken aus verschiedenen Jahrzehnten ihre bemerkenswerten künstlerischen Positionen im sowjetischen Nachkriegsrussland. Katia Tchemberdji nimmt einen musikalischen Dialog mit der Vergangenheit auf\, in dem das sogenannte „Kegelstatt-Trio“ von Wolfgang Amadeus Mozart eine gleichsam irrlichternde Rolle spielt. Wie Tchemberdji absolvierte auch Dmitri Kourliandski sein Studium am berühmten Moskauer Konservatorium. Seine Musik\, die nach eigenem Bekunden „ohne Aktion oder Entwicklung […] sich wie ein Mechanismus auf die Suche nach neuen Klängen begibt“\, öffnet Perspektiven auf ganz andere Formen jungen Musikdenkens im Russland der Gegenwart. \nWerke von: Nikolai A. Roslawetz (1881-1944) · Dmitri A. Kourliandski *1976 · Edisson W. Denissow (1929-1996) · Galina I. Ustwolskaja (1919-2006) · Katia Tchemberdji (*1960) · Sofia A. Gubaidulina (*1931) \nBeverley Ellis\, Cello / Bodo Friedrich\, Viola / Christian Kemper\, Oboe / Erich Wagner\, Klarinette / Daniel Lorenzo\, Klavier \n Kartenreservierung: info@ensemble-surplus.com / www.ensemble-surplus.com/de
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SUMMARY:Schall und Rauch: JELENA – nach Michail A. Bulgakow DIE TAGE DER TURBINS
DESCRIPTION:Bild: Schall und Rauch \nNach Michail A. Bulgakows Die Tage der Turbins (Wiederaufnahme) \n„Und jetzt schaut Euch einmal an\, Ihr herzlichen\, armen\, kranken Menschen!“ \nDie studentische Theatergruppe Schall und Rauch\, eine seit einigen Jahren etablierte Größe des Universitätstheaters in Freiburg\, spielt eine einmalige Wiederaufnahme der Sommerproduktion 2019: Jelena – nach Michail A. Bulgakows Die Tage der Turbins. \nDieses Kammerspiel einer „Festgesellschaft im Angesicht des eigenen Untergangs“ (J. Santner) enthüllt auf bedrückende Weise\, wie unter dem Eindruck einer nicht länger beherrschbaren oder überhaupt fassbaren herannahenden Katastrophe das fragile Gerüst des Heims der Geschwister Turbin immer schneller zu zerbrechen beginnt. Der Zerfall aber wird stets von den Figuren selbst unwissentlich oder mitunter sogar ekstatisch vorangetrieben. Aus der Extremsituation des Eingesperrtseins entwickelt sich durch die ständige Angst vor dem unbekannten Außen eine unaufhaltsame Spirale von Wahnsinn und Gewalt – und mitten darin steht die Familie Turbin: Jelena und ihre beiden Brüder\, Aleksej und Nikolaj. \nIm Zentrum der Inszenierung steht die Frage\, wie Menschen in einer Situation handeln\, über die sie jedwede Kontrolle verloren haben\, und dabei doch nur nach Halt und Sicherheit suchen – und was sie dadurch veranlassen\, ohne sich der Folgen bewusst zu sein. \nRegie: Jan Santner und Christian Feige.\nBesetzung: Laura Sturtz\, Paul Koloseus\, Corinna Höfel\, Daniel Zonsius\, Linda Graf\, Florian Wiesmann\, Hannah Rathje\, Benedict Procter\, Jenny Kern. \n Kartenreservierung: theater@schallundrauchfreiburg.de
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SUMMARY:Dsiga Vertovs Stummfilm „Der Mann mit der Kamera“ mit Live-Musik (UDSSR 1929)
DESCRIPTION:Der Film ist eines der wegweisenden und erstaunlichsten Dokumente des frühen Kinos. Er zeigt das Leben in einer imaginären sowjetischen Großstadt (montiert aus Aufnahmen aus Moskau\, Kiew und Odessa)\, verzichtet auf jegliche Inszenierung und arbeitet mit den avanciertesten Mitteln der Montage. \nDie Musik (für Klarinette\, Posaune\, Percussion\, Klavier\, Violine und Violoncello) wurde von Studierenden der Musikhochschule erarbeitet und wird von Pascal Pons geleitet. \nDsiga Vertov gilt nach wie vor als einer der bedeutendsten Dokumentarfilm-Regisseure des 20. Jahrhunderts. Er kam zum Film im Jahr der Oktober-Revolution\, drehte Wochenschauen und verfasste zahlreiche theoretische Schriften. Sein berühmtestes Werk „Der Mann mit der Kamera“ erlangte internationale Anerkennung und wird noch heute von Kritikern als der beste Dokumentarfilm aller Zeiten bezeichnet. \nKartenreservierung: www.zwetajewa-zentrum.de\n                       www.mh-freiburg.de
URL:https://www.zwetajewa-zentrum.de/veranstaltung/dziga-vertovs-stummfilm-der-mann-mit-der-kamera-mit-live-musik-udssr-1929/
LOCATION:Haus zur Lieben Hand\, Löwenstraße 16\, Freiburg\, 79098\, Deutschland
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SUMMARY:Die späte Sowjetunion im Spiegel des Kinos\, 1953-1991
DESCRIPTION:Öffentliches Filmseminar in Zusammenarbeit mit dem Historischen Seminar\, Lehrstuhl für Neuere und Osteuropäische Geschichte \nIm Kino spiegeln sich Gesellschaft\, Politik und Kultur. Nach Stalins Tod 1953 entfaltete das sowjetische Kino eine nie gekannte thematische Vielfalt\, die erfolgreiche Komödien\, Historien- und Liebesfilme ebenso abdeckte wie Dramen\, Science Fiction und avantgardistische Werke\, die auf westlichen Kinofestivals ausgezeichnet wurden. Gezeigt werden drei Filmprogramme\, die vielfältige und ungewöhnliche Blicke auf die Gesellschaft\, ihre Zukunftsvorstellungen und die bis heute nachwirkende Umweltfrage ermöglichen. Kurze historische Einführungen zu Sujet und Regisseur ergänzen die Programme. \nFilmrevue – Natur\, Technik und der Preis des sowjetischen Wachstums\n19.11. 19:00 – MOSKAU GLAUBT DEN TRÄNEN NICHT (1980\, R: Vladimir Menshov)\n03.12. 19:00– „SOLARIS“ (1972\, R: Andrei Tarkowski)\n14.01. 19:00 – ABSCHIED VON MATJORA (1983\, R: Elem Klimow\, Larissa Schepitko) \nKartenreservierung: www.koki-freiburg.de
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LOCATION:Kommunales Kino\, Urachstraße 40\, Freiburg\, 79102
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SUMMARY:KAFKA UND GORBACHEV
DESCRIPTION:Prof. Dr. Alexej Zherebin (Herzen-Universität Sankt Petersburg) \nFranz Kafka war einer von denen\, die – ohne es zu wissen – in ihren literarischen Werken den komplexen Text der (spät)sowjetischen Geschichte Russlands entworfen haben. Wie die ersten russischen Leser*innen sofort erkannten (die Übersetzungen erschienen erst nach 1960)\, war die Welt seiner Dichtungen schon seit jeher ihr Lebensraum\, den sie deuteten und gestalteten\, indem sie die Leerstellen ausfüllten: „Kafka erzählte von mir und für mich“ – hält z.B. Anna Achmatova fest und meint damit ebenso ihre eigene Erfahrung des Ausgeliefertseins an die Macht des totalitären Staates wie die ihrer Zeitgenossen. In einer anderen Weise bekannten sich später die Vertreter*innen der jüngeren Generation der russischen Intelligencija zu Kafka\, deren Weltbild und Habitus durch das historische Ereignis des Zusammenbruchs des Kommunistischen Imperiums geprägt worden war. \nDie Rolle der russischen Kafka-Rezeption im soziokulturellen Diskursfeld der Wende-Zeit wird im Vortrag am Beispiel des Dramenfragments „Der Gruftwächter“ (1916) erläutert\, in dem Kafka die letzten Tage der Habsburger Monarchie in einer verfremdeten phantasmagorischen Form dargestellt hat. \nDie deutsche Erstveröffentlichung (1952) erregte wenig Aufsehen. Seinen eigentlichen Wirkungsbereich fand das kleine Meisterstück erst 40 Jahre später\, durch die Einbettung in den fremdkulturellen Kontext der postsowjetischen „Zeit der Wirren“. Seine russische Publikation von 1992 wurde zur Voraussetzung dafür\, die „Doppelgestalt“ von Michail Gorbachev und das tragische Scheitern seiner Reformpolitik begreifen zu können – als eine von Kafka dargestellte „Verkennung\, die nicht ohne Größe ist“.
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SUMMARY:„Eine Straße in Moskau“. Musikalische Lesung nach Michail Ossorgin
DESCRIPTION:Der Titel ist eine Reminiszenz an das alte Russland: Siwzew-Wraschek ist eine kleine Straße im Zentrum Moskaus\, die seit dem Ende des 19. Jahrhunderts ein Mittelpunkt intellektuellen Lebens war. Die Hauptfiguren in Michail Ossorgins Roman: Tanjuscha\, jung\, klug\, voller Anmut. Ihr Großvater\, ein berühmter Ornithologe\, voller Forscherdrang\, lebenslang. Ihre Großmutter\, voller Zuneigung zu Mann\, Enkelin und zur Musik. Diese drei bewohnen ein großes Haus in der Siwzew-Wraschek in Moskau zusammen mit ihren Dienstboten\, den Mäusen unter den Dielen und den Ratten im Keller. Doch nichts bleibt\, wie es war. Schlaglichtartig beleuchtet Ossorgin Szenen und Situationen aus der Zeit des Ersten Weltkriegs\, der Oktoberrevolution und den Jahren danach; dabei geht es um die biographischen Einschnitte\, die die historischen Ereignisse in Ossorgins Figuren auslösen. Eine Straße in Moskau ist ein Roman über die Erschütterung alltäglichen Lebens in Zeiten unfassbar großer gesellschaftlicher Umwälzungen. \n2015 wurde der Roman Eine Straße in Moskau neu in deutscher Sprache veröffentlicht und gilt seither als eines der facettenreichsten\, lyrisch-symbolischen Tableaus der russischen Kriegs- und Revolutionsjahre. Mit seiner mosaikartigen Erzählung aus verschiedenen Erfahrungswelten teilt Ossorgin sein Entsetzen über die politisch-historischen Ereignisse literarisch mit und macht sie durch die universelle Perspektive des alten Vogelforschers in der Siwzew-Wraschek zugleich verkraftbar. \nRenate Obermaier\, Heinzl Spagl und Thomas Wenk (Klavier und Analog-Elektronik) präsentieren mit ihrem Gastspiel im Theater im Marienbad das Werk des Russen Ossorgin als musikalische Lesung in Premiere. \nKartenreservierung: www.marienbad.org\noder Kartenhotline: (0)761 – 31470
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SUMMARY:Ich glaube an unsere Kinder – Briefe von Vätern aus dem Gulag
DESCRIPTION:Bild: Theater im Marienbad \nDie literarische Grundlage der Lecture Performance im Theater im Marienbad versammelt Briefe und Lebensgeschichten von Vätern\, die in der Stalinzeit inhaftiert wurden und aus den Lagern des Gulag an ihre Kinder schrieben. Die Briefe erzählen von erschütternden Einzelschicksalen\, es sind Kassiber\, geschmuggelt aus Gefängniszellen\, kleine Zettel\, von Gefangenen auf dem Weg in die Lager aus dem Zug geworfen\, Antwortbriefe von Angehörigen an ihre Liebsten\, von denen sie für lange Zeit getrennt waren\, oftmals sogar für immer. Viele jener Väter\, die ihren Kindern Briefe geschrieben haben\, sind nie zurückgekehrt\, sie wurden erschossen\, starben an Hunger oder an den Folgen der Schwerstarbeit. Unter größten Gefahren für die Familie im Geheimen gehütet\, versammelt das Buch der russischen Menschenrechtsorganisation Memorial erstmals diese erschütternden Zeitzeugnisse eines lange verschwiegenen Teils der russischen Landesgeschichte.\nBereits 2017 stellte das Theater im Marienbad seine szenische Bearbeitung des Sammelbandes von der Herausgeberin Dr. Irina Scherbakowa vor und lud im Rahmen der Russischen Kulturtage zum Thema „Spurensuche. 100 Jahre russische Revolution“ zu einem Nachdenken über die Historie und einige wenige der eigentlichen Helden des modernen Russlands ein. \nIm Anschluss an die Veranstaltung findet die Buchvorstellung des gleichnamigen Sammelbandes in deutscher Erstveröffentlichung und eine gemeinsame Diskussion mit der Herausgeberin Dr. Irina Scherbakowa statt. Moderiert wird der Abend von Margarita Augustin\, Leitung des Kulturprogramms am Zwetajewa Zentrum für russische Kultur an der Universität Freiburg e.V. \nKartenreservierung: www.marienbad.org\noder Kartenhotline: (0)761 – 31470
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LOCATION:Theater im Marienbad\, Marienstraße 4\, Freiburg\, 79098
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SUMMARY:Irina Scherbakowa: Die Hände meines Vaters. Eine russische Familiengeschichte
DESCRIPTION:Bild: Irina Scherbakowa \nDie russische Journalistin und Historikerin Irina Scherbakowa befasst sich seit Langem mit der Aufarbeitung des Stalinismus. Sie ist Mitbegründerin der Organisation „Memorial“ für historische Aufklärung und Menschenrechte. Scherbakowas Buch „Die Hände meines Vaters“ ist die Geschichte ihrer Familie – vom 19. Jahrhundert bis zum Ukraine-Konflikt. \nScherbakowa beschreibt die Geschichte einer jüdischen\, aber fast völlig assimilierten Familie in einem Land\, in dem die Vereinigung von Macht\, Willkür und Unterdrückung zum kulturellen Selbstverständnis gehören. Die komplizierten historischen Verhältnisse und Ereignisse werden im Hintergrund persönlicher Erlebnisse geschildert. Der familiäre Blick der Autorin sorgt dafür\, dass ihre Beschreibungen nie distanziert oder gar abstrakt wirken. Ihr Vater überlebte den Zweiten Weltkrieg wie durch ein Wunder\, verlor aber mehrere Finger. Der Buchtitel\, „Die Hände meines Vaters“\, sollte jedoch nicht als individuelle Beschreibung verstanden werden. Vielmehr geht es darum\, wie die\nMenschen in der Sowjetunion insgesamt eine Epoche der Verletzungen und Ermordungen durchlitten. Somit ist das Buch ein wichtiges Werk über die gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung Russlands\, das dem Leser vor Augen führt\, unter welchen Bedingungen seit über 100 Jahren die Menschen in dem Riesenreich leben und wie unberechenbar es vielleicht immer noch ist.
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LOCATION:Haus zur Lieben Hand\, Löwenstraße 16\, Freiburg\, 79098\, Deutschland
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SUMMARY:Pilatus und andere. Ein Film nach Motiven des Romans »Der Meister und Margerita« von Michail Bulgakov
DESCRIPTION:mit Einführung von Prof. Dr. Elisabeth Cheauré \n»Ein Film für Karfreitag« heißt es im Untertitel dieses Fernsehfilms\, den Wajda in der Bundesrepublik für das ZDF drehte. Diese Neuerzählung der Passionsgeschichte im zeitgenössischen Setting\, in der das Verhör von Jesus auf das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg und die Kreuzigung auf Golgatha auf einen Schuttberg am Wiesbadener Autobahnkreuz verlegt wird\, ist eine ziemlich wüste und drastische Collage.\n»Mich hat eine Bewegung\, ein Trend unter westlichen Jugendlichen sehr interessiert: dass sie angefangen haben\, sich wie Jesus zu kleiden\, Zeichen des Christentums zu tragen und überall das Kreuz zu zeigen« (Wajda) \nRegie und Buch: Andrzej Wajda\nnach Motiven des Romans »Der Meister und Margerita« von Michail Bulgakov\nBRD 1972\nMit Kreczmar\, Wojciech Pszoniak\, Daniel Olbrychski\, Andrzej Łapicki\, Marek Perepeczko\nDF\, 94 Min \nKartenreservierung: www.koki-freiburg.de
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SUMMARY:Raskolnikow. Drama nach Motiven von Dostojewskis „Schuld und Sühne”
DESCRIPTION:Drama nach Motiven von Fjodor M. Dostojewskis „Schuld und Sühne”.\nDer mittelose Student Raskolnikow ermordet aus Habgier die Pfandleiherin Aljona sowie deren zufällig hinzukommende Schwester. Als er sich später in die junge Sonja verliebt\, gesteht er ihr schließlich von Gewissensbissen geplagt die Tat. Nachdem die Justiz wider Erwarten einen anderen des Verbrechens für schuldig befindet\, lässt sich Raskolnikow von Sonja überzeugen\, und er bekennt sich öffentlich zu seiner Schuld.\nDie Figur des Rodion Raskolnikow hatte viele Künstler des Expressionismus interessiert\, u. a. auch Hermann Scherer\, von dem das Museum für Neue Kunst in Freiburg ein doppelseitiges Gemälde mit dem Titel „Raskolnikoff” und eine Holzschnittfolge zum gleichen Thema in der Ausstellung „Expressionist Scherer – emotionaler\, roher\, direkter” (28.9.2019-15.3.2020) zeigt. \nDie Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Kommunalen Kino und dem Museum für Neue Kunst\, Freiburg\, im Rahmen der Ausstellung „Expressionist Scherer – emotionaler\, roher\, direkter” statt. \nRegie: Robert Wiene · Deutschland 1923\nDarsteller: Gregori Chmara\, Elisabeta Skulskaja\nFormat: 35 mm\, schwarzweiß/viragiert\, 138 min\nAm Klavier: Günter Buchwald \nKartenreservierung: www.koki-freiburg.de
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SUMMARY:Karajan und Schostakowitsch in Moskau. Zwischen Erinnerungskultur und Auswärtiger Kulturpolitik
DESCRIPTION:Dr. Alexander Gurdon (TU Dortmund) \nVor 50 Jahren\, am 29. Mai 1969\, gastierten die Berliner Philharmoniker zum ersten Mal nach dem Zweiten Weltkrieg in der Sowjetunion.\nDiese Reise wurde zu einem Politikum und einer Sternstunde auswärtiger Kulturpolitik: Nach der Niederschlagung des Prager Frühlings hatte die NATO jeglichen Kulturaustausch untersagt\, was Herbert von Karajan und die Berliner Philharmoniker geflissentlich ignorierten – wie die erstmalig ausgewerteten Akten des Politischen Archivs im Auswärtigen Amt belegen. \nAuf dem Programm dieses denkwürdigen Konzerts stand zudem mit Dmitrij Schostakowitsch und seiner autobiographischen 10. Sinfonie e-Moll der erfolgreichste und zugleich der meist verfolgte Komponist der Sowjetunion. \nIn diesem Vortrag sollen somit die kulturpolitischen Umstände dieses Zusammentreffens dargestellt werden\, sowie die musikalischen Besonderheiten des Konzerts: Durch den verfügbaren Live-Mitschnitt lässt sich auch musikalisch die Ausnahmesituation in der Interpretation Karajans wiederfinden und kontextualisieren.
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