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SUMMARY:ASHIK KERIB
DESCRIPTION:Georgische SSR 1988\n73 Min.\, OmeU\nRegie: Sergei Parajanov\, Dodo Abashidze \nParajanovs letzter Film basiert auf einer Versdichtung des russischen Romantikers Michail Lermontow und erzählt die Geschichte des muslimischen Wandersängers Kerib\, der sich in die Tochter eines Kaufmanns verliebt. Dieser schickt den jungen Poeten erst einmal auf eine tausendtägige Reise\, damit er sein Glück mache. Ein in der Gegend um Baku gedrehter\, vielsprachiger\, farbenprächtiger Bilderreigen wie aus 1001 Nacht\, reich an Ornamenten\, Metaphern und Symbolen\, in sorgfältig gestalteten Bildkompositionen\, voller Wärme und (Selbst-)Ironie. \nDer Film ist seinem Freund Andrei Tarkowski gewidmet. \nMit freundlicher Unterstützung vom Georgian National Film Center\nDigital restauriert vom Georgian National Film Center \nBild: Filmstill aus Ashik Kerib \n  \n 
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SUMMARY:Freiburg went to Armenia… Impressionen einer Reise
DESCRIPTION:Freiburger und Freiburgerinnen aus Kultur und Wissenschaft brachten von den deutsch-armenischen Kulturtagen\, die vom Zwetajewa-Zentrum initiiert und im März 2026 in Eriwan durchgeführt wurden\, viele unvergessliche Eindrücke mit: Angefangen vom herausfordernden Festival selbst über faszinierende Landschaften\, beeindruckende Kirchen\, tragische Geschichte(n) bis hin zu interessanten Begegnungen in einem Land\, dessen Kultur Jahrtausende zurückreicht und dessen geopolitische Bedeutung immer größer wird. \nZum Nachklang dieser besonderen Kulturreise in Form von Bildern\, Textbeiträgen und Gesprächen laden die Akteur*innen Interessierte herzlich ein! \nBild: © E. Cheauré
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SUMMARY:PARAJANOV-ABEND: "ARABESKEN ZUM THEMA PIROSMANI" und "THE LEGEND OF SURAM FORTRESS"
DESCRIPTION:ARABESKEBI PIROSMANIS TEMAZE (ARABESKEN ZUM THEMA PIROSMANI) \nGeorgische SSR 1985\,\n21 Min.\nRegie: Sergei Parajanov \nNiko Pirosmanišvili (1862–1918) ist einer der größten naiven Maler und eine herausragende Künstlerpersönlichkeit Georgiens. Er erhielt keine künstlerische Ausbildung und lebte zeitlebens in Armut\, hinterließ jedoch eine große Zahl faszinierender Bilder\, in denen er Menschen und Milieu seiner Umwelt und Figuren der Phantasie darstellte. Parajanovs Dokumentarfilm erzählt nicht die Lebensgeschichte Pirosmanis\, sondern evoziert seine Kunst und seine Epoche durch die poetische Montage von Elementen seines Werks. \nAMBAVI SURAMIS TSIKHITSA (THE LEGEND OF SURAM FORTRESS) \nGeorgische SSR / 1984\n87 Min.\, OmeU\nRegie: Sergei Parajanov \nFantastische Bilderwelten von Parajanovscher Extravaganz eröffnen sich in den streng kadrierten\, dabei prunkvoll gestalteten Tableaus\, mit denen Parajanov eine archaische georgische Legende erzählt: Um feindliche Überfälle abzuwehren\, versuchen die Bewohner*innen einer entlegenen Bergregion eine Festung zu errichten. Einer Prophezeiung zufolge kann der Bau erst dann erfolgreich abgeschlossen werden\, wenn ein junger Krieger sich lebend einmauern lässt. Der junge Surab meldet sich freiwillig. Parajanovs vorletzter Film – eine Reflexion über die Landschaft\, ihre Bewohner und deren Verhältnis zu den Mächtigen – entstand in Georgien\, nach 15-jährigem Berufsverbot. \nBild: Filmstill aus The Legend of Suram Fortress \nMit freundlicher Unterstützung vom Georgian National Film Center \nDigital restauriert vom Georgian National Film Center
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SUMMARY:SAYAT NOVA (DIE FARBE DES GRANATAPFELS)
DESCRIPTION:Armenische SSR\, 1969\, OmU\, 73 Min.\nRegie\, Drehbuch: Sergei Parajanov nach Gedichten von Sayat-Nova\nKamera: Suren Shakhbazyan\nSchnitt: Sergei Parajanov\, Marfo Ponomarenko\,\nSergei Yutkevich\nMusik: Tigran Mansuryan \nSergei Parajanov wurde als „Kinorebell“ der Sowjetunion gefeiert\, seine Verhaftung im Jahre 1973 löste weltweit Proteste aus. Ins internationale Rampenlicht rückte er durch seinen einzigartigen dissidenten Stil\, den er mit der freien Künstlerbiografie „Sayat Nova“ zum surrealistischen Höhepunkt führte. Inspiriert von den Lebensstationen des großen armenischen Volkssänger-Dichters gestaltete Parajanov eine lyrische Abfolge atemberaubender und farbenprächtiger Tableaux voller schillernder Symbole: eine kinematografische Fortführung der Miniaturenmalerei und der Ästhetik des frühen Kinos. \nVor Parajanovs Film zeigen wir „Le Charmeur“ (France 1906\, 4 Min.) von Segundo de Chomón ein Regie-Magier des frühen Films. Der Film ist ein funkelndes Juwel der Filmgeschichte – ein surrealer Tanz der Formen\, der das Publikum damals wie heute in Staunen versetzt. \nBild: Filmstill aus Die Farbe des Granatapfels
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SUMMARY:Sowjetarmenien 1988. Widerstand aus der Sicht einer Ausländerin. ELISABETH CHEAURÉ
DESCRIPTION:Eine Exkursion durch mehrere Republiken der Sowjetunion\, als sich das Land in Agonie befand\, führte Professoren und Studierende aus Deutschland auch nach Armenien\, damals von massiven Protesten erschüttert. Beeindruckt von der Vielfalt der Themen und der Intensität des Aufruhrs im Land\, dokumentierte die Amateur-Fotografin Elisabeth Cheauré einige der Protestplakate und schrieb anschließend einen großen Aufsatz über die Ereignisse. Nun\, fast vier Jahrzehnte später\, soll das Geschehen noch einmal reflektiert werden. \nDer Vortrag wurde für das Deutsch-Armenische Festival (März 2026) in Eriwan erarbeitet und zunächst in russischer Sprache an der Nationalen Akademie der Wissenschaften gehalten. Dort erfolgt erst in jüngerer Zeit eine wissenschaftliche Aufarbeitung jener Ereignisse in den späten 1980er Jahren\, die schließlich in die Unabhängigkeit Armeniens mündeten. \nProf. Dr. Elisabeth Cheauré\, emeritierte Professorin an der Universität Freiburg\, initiierte 2016 zusammen mit der Universität\, der Stadt Freiburg\, herausragenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und Wissenschaftler*innen das Zwetajewa-Zentrum an der Universität Freiburg e.V.\, das sie seit der Gründung auch als Vorsitzende leitet. \nBild: © E. Cheauré
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SUMMARY:Multidirektionale Erinnerung? GERHARD SPANEY
DESCRIPTION:In der Buchvorstellung wird die Verarbeitung des Armenien-Genozids an drei Beispielen der deutschen Gegenwartsliteratur präsentiert:\nEdgar Hilsenrath („Das Märchen vom letzten Gedanken“)\nJakob Hein („Die Orientmission des Leutnant Stern“)\nKaterina Poladjan („Hier sind Löwen“) \nGerhard Spaney ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für deutsche Sprache und Literatur an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Schwerpunkte seiner Arbeit sind Gegenwartsliteratur\, transkulturelle Themen sowie Drama und Theater. \nBild: Demonstration „Genozid 1915 – Initiative Deutschland“ in Berlin am 25.04.2015\n(wikicommons)
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SUMMARY:The Nation as Colony. VERONIKA ZABLOTSKY
DESCRIPTION:Diaspora and Development in the Armenian Republic\nThe ambivalent positioning of Armenians as intermediaries between „East“ and „West“ shaped histories of displacement and resettlement in the borderlands of West Asia. Moving across trans-imperial geographies – from the Indian Ocean to the Mediterranean and the North Atlantic – this lecture zooms in on key conjunctures at which colonial logics of race\, empire\, and development disarticulated place-based Armenian claims to Indigeneity while informing political imaginaries of the Armenian nation as a kind of colony. After discussing the entanglements of colonial British colonial property\, international humanitarian interventions\, Soviet emancipation projects\, and neoliberal development in post-Soviet Armenia\, the lecture introduces the speaker’s original concept of „developmentality” to theorize a seemingly enduring rationality of government that exceeds the state and operates through diasporic investment. \nWhat emerges is a critical rethinking of diaspora not as a condition to be resolved through national reconstitution but a generative form of fragmentation that opens onto political futures in and beyond Armenia\, reimagined through a postcolonial feminist lens. \nEinführung\, Moderation und Organisation: Dr. Melanie Altanian \nDr. Veronika Zablotsky ist politische Theoretikerin und forscht zu globaler Migrations- und Imperialgeschichte\, transnationaler Solidarität und sozialen Bewegungen\, sowie Neoliberalismus und Diaspora im post-sowjetischen Raum. Sie lehrte zuletzt am Institut für Philosophie der Freien Universität Berlin. Zu ihren Veröffentlichungen zählen der Sammelband The Epistemic Injustice of Genocide Denialism (Routledge\, 2024) sowie das Buchkapitel „Rethinking the Right to Know and the Case for Restorative Epistemic Reparation” (Journal of Social Philosophy\, 2024). \nDr. Melanie Altanian ist wissenschaftliche Mitarbeiterin für Erkenntnistheorie und Wissenschaftsphilosophie am University College Freiburg. Dort lehrt und forscht sie unter anderem in den Bereichen politische Erkenntnistheorie\, Moral- und Sozialphilosophie\, insbesondere zu Fragen epistemischer Ungerechtigkeit und schädlicher Unwissenheit. Zu ihren Veröffentlichungen zählen die Monografie The Epistemic Injustice of Genocide Denialism (Routledge\, 2024) sowie der Zeitschriftenartikel „Rethinking the Right to Know and the Case for Restorative Epistemic Reparation” (Journal of Social Philosophy\, 2024). \nBild: © Sara Bahadori \n 
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SUMMARY:Lässt sich das koloniale Russland abschaffen? DIRK UFFELMANN\, PAWEŁ ZAJAS
DESCRIPTION:Dass das Moskowiterreich\, das Zarenreich\, die Sowjetunion und das Putin’sche Russland expansive Kolonisierungspolitik betrieben und betreiben\, dürfte kaum bezweifelt werden. Welches aber ist der Beitrag der Kultur dazu\, nicht zuletzt der viel beschworenen „großen russischen Literatur“? Den russländischen Eliten ist – gerade aus Polen und der Ukraine – vorgehalten worden\, sich dem Imperium als Komplizen angedient zu haben. Der Vortrag diskutiert postkoloniale Perspektiven auf die Frage einer Mitschuld der kulturellen Eliten an innerer und äußerer Kolonisierung\, an russischen Angriffskriegen und Tendenzen zum Völkermord. Gilt es\, um der Dekolonisierung der Ukraine und der Russlandkunde willen\, nicht bloß Putin-Freunde von den Konzertbühnen der Welt zu verbannen\, sondern auch Puškin- und Tolstoj-Denkmäler zu schleifen und russischsprachige Bücher aus ukrainischen Bibliotheken zu entfernen? Wie lässt sich die epistemische Ungerechtigkeit des Russozentrismus überwinden und russische Geschichte – in Analogie zur eurozentrischen – „provinzialisieren“? \nProf. Dr. Paweł Zajas\, seit 2010 Professor am Department of Dutch and South African Studies der Adam-Mickiewicz-Universität in Poznań\, wo er zu niederländischer und Afrikaans-Literatur\nebenso forscht wie zu Fragen der Kultur- und Literaturtheorie\, des Kulturtransfers und der Kulturpolitik. Zajas arbeitet seit 2007 auch als Research fellow an der University of Pretoria\, South Africa\, und ist Mitglied der South African Academy of Science sowie der Maatschappij der Nederlandse Letterkunde. \nProf. Dr. Dirk Uffelmann\, Professor für Slavische Literaturwissenschaft (Ost- und Westslavistik) an die Justus-Liebig-Universität Gießen und seit 2025 Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz. 1999 wurde er mit einer Arbeit über Die russische Kulturosophie. Logik und Axiologie der Argumentation promoviert. Nach der Habilitation\n(Der erniedrigte Christus. Metaphern und Metonymien in der russischen Kultur und Literatur) wurde Uffelmann Professor an der Universität Passau\, seit 2019 ist er in Gießen tätig. \nUniversität Freiburg\, KG I\, HS 1016
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SUMMARY:„Durchs Schweigen schwimmend…“ Vertonungen von Werken von Ossip Mandelstam und Paul Celan
DESCRIPTION:FEAR-LESS-HOPE   „Nachlese“\n Musik und Diskussion\nIn der ersten Veranstaltung einer neuen Reihe Zeitgeister (initiiert von Detlef Heusinger) stehen Vertonungen von Werken von Ossip Mandelstam und Paul Celan. \nDie beiden Lyriker stehen hier beispielhaft für Künstler\, die unter den totalitären Systemen des Stalinismus und Faschismus zu leiden hatten. \nAls musikalischer Ausgangspunkt werden Lieder von Franz Schubert präsentiert\, die von Ossip Mandelstam in seinem Gedicht „Kein Wald aus Orgelpfeifen“ geradezu als Sehnsuchtsort beschrieben wurden. \nMit Musik von Franz Schubert\, Mychel Nyman\, Georges Antheil\, Arthur Lourié und Detlef Heusinger. \nEs singen bzw. spielen:Inga Schäfer (Sopran)\nJakob Kunath (Bariton)\nMoritz Ernst (Klavier)\nDetlef Heusinger (Gitarre)\nRezitation: Maria Thorgevskaja \nWeitere Info und Tickets unter: https://ebneter-kultursommer.de/event/freigeister-celan-mandelstamm-gespraech-cheaure-historiker-musik/#tribe-tickets__tickets-form \nBilder (Beides: Wikicommons) \nO. Mandelstam (1934)\, Paul Celan (1938)
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SUMMARY:The Last Tightrope Dancer (Der Letzte Seiltänzer in Armenien). REGIE: INNA SAHKYAN UND ARMAN YERITSYAN
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nCINEMA OF ARMENIA\nDer preisgekrönte Dokumentarfilm porträtiert zwei gefeierte Meister des Seiltanzes: Zhora (78) und Knyaz (77). \nThe Last Tightrope Dancer | Regie: Inna Sahakyan / Arman Yeritsyan | Armenien 2009 | 72 Min. | OmeU \nEinst erbitterte Konkurrenten\, haben sie sich zusammengetan\, um die wenigen jungen Männer in Armenien auszubilden\, die noch das Potenzial haben\, diese Kunst am Leben zu halten. Mit strahlenden Augen blicken die alten Männer auf die guten alten Zeiten zurück. Die Archivaufnahmen zeigen\, wie selbstverständlich sie mit dem Fahrrad oder Motorrad über das Seil rasten – und das „ohne Sicherheitsnetz“\, wie einer von ihnen betont. Zohras Familie ist seit über 300 Jahren Seiltänzer – die große Frage ist nun\, ob die nächste Generation diese Kunst mit der gleichen Begeisterung weiterführen wird. Wenn es nach Zhora geht\, wird es so sein: Er bringt seinem Adoptivsohn  Horsvep das Seiltanzen bei\, doch Horsvep hat Zweifel. Wäre es nicht besser\, auf dem Bau zu arbeiten? Die melancholischen Geschichten der beiden einst so berühmten Seiltänzer erhalten durch die Bilder des talentierten Horsvep\, der vor der Kulisse der armenischen Berge tanzt\, zusätzliches Pathos. \nFür die Regisseurin Inna Sahakyan war es ein Höhepunkt ihrer Kindheit\, Seiltanzvorführungen im Dorf ihrer Großeltern zu sehen. Sie erinnert sich lebhaft an die leuchtenden Farben der Kostüme\, die flinken Bewegungen der Tänzer und die festliche Musik\, die die Zuschauer*innen begeisterte. Inna Sahkyan (geb. in Jerewan) ist Dokumentarfilmregisseurin\, Produzentin und Drehbuchautorin. Ihr Debüt The Last Tightrope Dancer in Armenia (2010\, Co-Regie mit Arman Yeritsyan) wurde beim Golden Apricot IFF in Jerewan mit dem Preis für den besten armenischen Film ausgezeichnet. Weitere ihrer Filme wurden international prämiert. \nAbbildung: Filmstill aus The Last Tightrope Dancer in Armenia.
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SUMMARY:IRINA SCHERBAKOWA. Der Schlüssel würde noch passen. Moskauer Erinnerungen
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nIrina Scherbakowa lässt in ihrem neuen Buch die Zeit der Perestrojka und des politischen Aufbruchs in Russland zu Beginn der 1990er Jahre lebendig werden. Sie beschreibt\, wie die Menschen mehr schlecht als recht lernten\, mit der neuen ungewohnten Freiheit umzugehen. Zugleich schildert sie ihre eigene politische Aktivität und den Kampf der Organisation Memorial für die historische Erinnerung und die Aufarbeitung der Vergangenheit\, die angesichts des erneuten Abgleitens Russlands in die Diktatur immer schwieriger wurden. Es eröffnet sich ein beeindruckender Einblick in die Geschichte Russlands im 20. Jahrhundert und den Kampf der Opposition gegen den Staatsterror. \nDr. Irina Scherbakowa ist eine der bedeutendsten Vertreterinnen der  politischen Opposition in Russland. Die studierte Germanistin und Historikerin gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Organisation Memorial\, die seit der Zeit der Perestrojka beharrlich für die historische Erinnerung und die Aufarbeitung der politischen Vergangenheit\, insbesondere der Zeit des Stalinismus\, in Russland kämpfte. Nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine verließ Irina Scherbakowa Russland\, sie lebt seither in Deutschland und führt unter dem Namen „Zukunft MEMORIAL“ die in Russland inzwischen verbotene Organisation weiter. Scherbakowa wurde in Deutschland mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. \nEintritt frei \nFoto: Irina Scherbakowa\, privat.
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SUMMARY:ELISABETH CHEAURÉ. Rilke – ein „Russlandversteher"? Verklärende Reisen\, erstaunliche Texte und die bemerkenswerte Liebe zu Marina Zwetajewa
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nIm Rahmen der Studium generale-Reihe „Rainer Maria Rilke. Eine Hommage zum 150. Geburtstag des Dichters“\n„Dass Russland meine Heimat ist\, gehört zu jenen großen und geheimnisvollen Sicherheiten\, aus denen ich lebe.“ Rilke reiste in den Jahren 1899 und 1900 zweimal ins damalige Zarenreich und war\, wie diese emphatische Äußerung zeigt\, von Russland tief beeindruckt\, ja so begeistert\, dass ihm noch über hundert Jahre später das heute anrüchige Etikett eines ‚Russlandverstehers‘ angeheftet wurde. Er lernte Russisch und schrieb sogar einige Gedichte in dieser Sprache. Aber was hat Rilke von Russland wirklich ‚verstanden‘\, wie und von wem wurde seine Wahrnehmung gelenkt und welche Spuren hat die Begeisterung für Russland in seinem Werk hinterlassen? Diesen Fragen wird der Vortrag nachgehen. Und nicht zuletzt gilt es\, das besondere Verhältnis zwischen Rilke und Marina Zwetajewa zu beleuchten\, jener berühmten russischen Dichterin\, die biografisch eng mit Freiburg verbunden ist. \nProf. Dr. Elisabeth Cheauré\, emeritierte Slavistin und Gender-Forscherin an der Universität Freiburg\, gründete 2016 zusammen mit der Universität\, der Stadt Freiburg und herausragenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens das Zwetajewa-Zentrum an der Universität Freiburg e. V.\, das sie seit der Gründung auch als Vorsitzende leitet. Zahlreiche Publikationen\, darunter zuletzt: Das ‚russische‘ Freiburg (2020) sowie zusammen mit Regine Nohejl Welt – Literatur – Stadt. Baden-Baden (2024). \nEintritt frei \nAbbildung: Leonid Ossipowitsch Pasternak\, Rainer Maria Rilke\, wohl nach 1926\, Bayerische Staatsgemäldesammlungen
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SUMMARY:VICTORIA LOMASKO. Talking Images – Wenn der Alltag spricht Zeichenworkshop
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nVictoria Lomasko (p. 43) shows in her workshop\, how drawings can become an instrument for social observation and criticism. The focus is on so-called ‘talking pictures’: portraits\, landscapes and still lifes that reveal the social context through details. Participants translate their own observations into drawings: at the exciting interface between art\, journalism and sociology. The workshop is open to anyone interested\, regardless of drawing experience\, and will be held in English. \nVictoria Lomasko (S. 43) zeigt in ihrem Workshop\, wie Zeichnungen zu einem Instrument der sozialen Beobachtung und Kritik werden können. Im Mittelpunkt stehen sogenannte „sprechende Bilder“: Porträts\, Landschaften und Stillleben\, die durch Details den sozialen Kontext offenbaren. Die ausgewählten Teilnehmenden setzen ihre eigenen Beobachtungen in Zeichnungen um: an der spannenden Schnittstelle zwischen Kunst\, Journalismus und Soziologie. Der Workshop steht allen Interessierten offen\, unabhängig von Zeichenerfahrung\, und wird in englischer Sprache abgehalten. \nVictoria Lomasko wurde 1978 in Serpuchow\, Russland geboren. Sie studierte an der Staatlichen Universität für Druckkunst in Moskau. Seit 2012 stellt Lomasko international aus. Ihre Einzelausstellungen fanden in Berlin\, Wien\, New York\, London und in mehreren anderen Städten statt. Lomasko ist außerdem als Kuratorin und Buchautorin tätig. Ihre Bücher Verbotene Kunst und Die letzte sowjetische Künstlerin wurden ins Deutsche übersetzt. \nvhs im Schwarzen Kloster\,\nRaum 204 \nAnmeldung erforderlich bei der vhs Freiburg unter: 0761 3689510 oder: https://www.vhs-freiburg.de/kurssuche/kurs/Talking-Images-Wenn-der-Alltag-spricht-Zeichenworkshop-mit-Viktoria-Lomasko/252207409  \n(Teilnahme ab 14 Jahren) \nBitte mitbringen:\neigenes Zeichenmaterial\, wie vorhanden. \nAbbildung: © Victoria Lomasko. \n 
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SUMMARY:CORINNA KULENKAMP. Aprikosenzeit\, dunkel
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nIn ihrem klugen\, vielschichtigen und gleichzeitig sehr unterhaltsamen Debütroman Aprikosenzeit\, dunkel gelingt es Corinna Kulenkamp\, den großen Bogen der armenischen Geschichte von 1915 bis heute zu schlagen. Im Mittelpunkt steht Karine\, die\, wie die Autorin\, mit armenisch-deutschen Wurzeln\, in Deutschland aufgewachsen ist\, in einer Familie\, in der armenische Kultur intensiv gelebt wird. Nach der Trennung von ihrem Freund beschließt Karine\, in die Heimat ihrer Mutter\, nach Armenien\, zu gehen und einen Job bei einer kleinen NGO anzunehmen. Sie findet sich in einem ihr völlig fremden Land wieder\, das postsowjetisch\, korrupt und patriarchalisch geprägt ist und schließt sich einer politischen Gruppe „Junge Bewegung gegen Korruption“ an.\n„In Aprikosenzeit\, dunkel erzähle ich meine Herzensgeschichte… \nDabei war es mir sehr wichtig\, nicht nur die Geschichte des Völkermords zu erzählen\, im Gegenteil. Ich wollte zeigen\, dass es modernes armenisches Leben mit all seinen Fragen\, Schwierigkeiten und Glücksmomenten gibt\, so wie jedes Leben\, egal mit welcher Herkunft. Aber mir wurde auch sehr schnell klar: Ohne den Völkermord lässt sich das nicht erzählen. Er ist der Dreh- und Angelpunkt in der armenischen Geschichte\, der sich bis heute auf alle Armenier und Armenierinnen auswirkt.“ – Corinna Kulenkamp. \nCorinna Kulenkamp\, Tochter einer Armenierin und eines Deutschen\, lebt in München. Sie studierte in München und Harvard (Politikwissenschaft und Völkerrecht) und ist Mitglied im PEN Berlin. \nModeration: Sibylle Steinweg \nFoto: © Erol Gurian.
URL:https://www.zwetajewa-zentrum.de/veranstaltung/corinna-kulenkamp-aprikosenzeit-dunkel/
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SUMMARY:MARINA DAVYDOVA. Land of No Return
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nDRAMATISCHE LESUNG / DISKUSSION\nEs lesen:\nMarina Weis (Berlin) und Schauspieler:innen des Theaters Freiburg \nModeration:\nProf. Dr. Elisabeth Cheauré \nÜbersetzung:\nDr. Jurij Lileev \nWie viele Werke Marina Davydovas ist auch Land of No Return geprägt von ihren eigenen Lebenserfahrungen. Es geht darum\, wie sich die Identitäts- und Kulturkonflikte im zerfallenen Sowjetimperium auf das Leben\, Denken und Empfinden der einzelnen betroffenen Menschen auswirken. Auf diese Weise erhalten abstrakte historische Prozesse ein Gesicht\, es werden unterschiedliche Perspektiven und Einstellungen sichtbar. Die Handlung von Land of No Return erstreckt sich über fast 40 Jahre – vom Ende der 1980er Jahre\, kurz vor dem Ende der Sowjetunion\, bis zum russischen Überfall auf die Ukraine 2022. Von Baku nach Moskau\, von Moskau nach Deutschland verfolgt das Stück den Weg verschiedener Menschen im Exil über Jahrzehnte hinweg; durch die persönlichen Schicksale scheint das Problem der universellen Suche nach Identität und Zugehörigkeit hindurch. Das Stück ist zuvor mit großem Erfolg in Salzburg und beim TRANSART Festival in Bozen aufgeführt worden\, die Rechte an der Erstaufführung liegen beim Residenztheater München. \nMarina Davydova wurde 1966 in Baku in Aserbaidschan als Tochter eines Armeniers und einer Russin geboren. Im Zuge des Bergkarabachkonflikts zwischen Armenien und Aserbaidschan verlor sie Ende der 1980er Jahre ihre aserbaidschanische Heimat. Seit den 90er Jahren war Davydova als Theaterkritikerin\, Theatermacherin und Kulturredakteurin in Russland tätig; mehrfach gab es Engagements in Deutschland und Österreich. Im März 2022 musste Davydova aus Russland  liehen\, nachdem sie den russischen Überfall auf die Ukraine verurteilt hatte. 2023 / 24 hatte sie die Schauspielleitung der Salzburger Festspiele inne. Derzeit lebt sie in Berlin. \nLesung in dt. Sprache\nDiskussion in russ. Sprache mit Übersetzung \nTickets unter: https://theater.freiburg.de/de_DE/programm/land-of-no-return.1385474?event_date=17931497 \nFoto: © Marina Davydova.
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SUMMARY:Ausstellung "Metamorphosen. Im Zeichen des Krieges". VICTORIA LOMASKO
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nDienstag 13. 01. 2026 – Samstag 17. 01. 2026 \nÖffnungszeiten\nMo –Fr 15:00 – 18:00\nSa 12:00 – 18:00 \nArtist Talk mit Text- Performance von Franziska Trischler\,\n15.01.2025\, 18:00 \nViktoria Lomasko wurde für ihre „grafischen Reportagen“ aus Russland und anderen Ländern der ehemaligen Sowjetunion international bekannt. Ihr Interesse galt in erster Linie gesellschaftlichen Randgruppen und somit Diskriminierung bzw. sozialer Ungerechtigkeit. Da ihre Alltagserzählungen auf große historische Prozesse und gesellschaftliche Missstände hinwiesen\, wurde ihre Situation in Russland immer schwieriger. Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine verließ Lomasko endgültig das Land. Eine neue\, 2023 bis 2025 entstandene Serie Metamorphosen soll zum ersten Mal in Freiburg gezeigt werden. Mit dieser Serie entfernt sich Lomasko von den grafischen Reportagen und somit auch von der Verbindung von Text und Bild. Die Künstlerin stellt nunmehr globale Fragen an ihre Kunst und findet dabei neue\, symbolische  Ausdrucksformen. „Seit dem Beginn des Krieges hat sich mein Leben komplett verändert. Das Überleben im Exil ist meine persönliche Herausforderung und die Transformation der Bildsprache ist meine Verpflichtung als Künstlerin. Ich versuche\, neue Botschaften für die Menschen zu finden\, die bereits im historischen Feuer stehen\, und für die Anderen\, die als Nächste dran sind“\, so Lomasko. \nVictoria Lomasko wurde 1978 in Serpuchow\, Russland geboren. Sie studierte an der Staatlichen Universität für Druckkunst in Moskau. Seit 2012 stellt Lomasko international aus. Ihre Einzelausstellungen fanden in Berlin\, Wien\, New York\, London und in mehreren anderen Städten statt. Ihre Bücher Verbotene Kunst und Die letzte sowjetische Künstlerin wurden ins Deutsche übersetzt. \nEintritt frei \nAbbildung: © Victoria Lomasko.
URL:https://www.zwetajewa-zentrum.de/veranstaltung/ausstellung-metamorphosen-im-zeichen-des-krieges-victoria-lomasko/
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SUMMARY:Vernissage: Ausstellung "Metamorphosen. Im Zeichen des Krieges". VICTORIA LOMASKO
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nViktoria Lomasko wurde für ihre „grafischen Reportagen“ aus Russland und anderen Ländern der ehemaligen Sowjetunion international bekannt. Ihr Interesse galt in erster Linie gesellschaftlichen Randgruppen und somit Diskriminierung bzw. sozialer Ungerechtigkeit. Da ihre Alltagserzählungen auf große historische Prozesse und gesellschaftliche Missstände hinwiesen\, wurde ihre Situation in Russland immer schwieriger. Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine verließ Lomasko endgültig das Land. Eine neue\, 2023 bis 2025 entstandene Serie Metamorphosen soll zum ersten Mal in Freiburg gezeigt werden. Mit dieser Serie entfernt sich Lomasko von den grafischen Reportagen und somit auch von der Verbindung von Text und Bild. Die Künstlerin stellt nunmehr globale Fragen an ihre Kunst und findet dabei neue\, symbolische  Ausdrucksformen. „Seit dem Beginn des Krieges hat sich mein Leben komplett verändert. Das Überleben im Exil ist meine persönliche Herausforderung und die Transformation der Bildsprache ist meine Verpflichtung als Künstlerin. Ich versuche\, neue Botschaften für die Menschen zu finden\, die bereits im historischen Feuer stehen\, und für die Anderen\, die als Nächste dran sind“\, so Lomasko. \nVictoria Lomasko wurde 1978 in Serpuchow\, Russland geboren. Sie studierte an der Staatlichen Universität für Druckkunst in Moskau. Seit 2012 stellt Lomasko international aus. Ihre Einzelausstellungen fanden in Berlin\, Wien\, New York\, London und in mehreren anderen Städten statt. Ihre Bücher Verbotene Kunst und Die letzte sowjetische Künstlerin wurden ins Deutsche übersetzt. \nArtist Talk mit Text- Performance von Franziska Trischler\,\n15.01.2025\, 18:00 \nEintritt frei \nAbbildung: © Victoria Lomasko.
URL:https://www.zwetajewa-zentrum.de/veranstaltung/vernissage-ausstellung-metamorphosen-im-zeichen-des-krieges-victoria-lomasko/
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SUMMARY:Zwischen Welten. Konzert mit MISAGH JOOLAEE UND MAHAN MIRARAB
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nKlangdialoge zwischen Misagh Joolaee\, Mahan Mirarab und der armenischen Musik\nDie Musik von Misagh Joolaee und Mahan Mirarab entspringt keiner geografischen Festlegung – sie ist nomadisch\, suchend\, transkulturell. Was sie verbindet\, ist der Dialog mit Herkunft und Gegenwart\, mit improvisatorischer Freiheit und kompositorischer Struktur\, mit östlicher Tiefgründigkeit und westlicher Formoffenheit. Ein zentrales Element ihrer künstlerischen Sprache ist die bewusste Auseinandersetzung mit der Musik Armeniens – einer Kultur\, deren Klanggeschichte zwischen Schmerz\, Widerstand\, Erinnerung und überzeitlicher Schönheit schwebt. \nMahan Mirarab\, als Gitarrist\, Komponist und musikalischer Grenzgänger\, knüpft ebenfalls an diese Tradition an – nicht als Zitat\, sondern als Weiterführung. In seiner Musik\, die Jazzharmonien\, modale Improvisation und mikrotonale Strukturen miteinander verbindet\, schwingen die dramatische Emotionalität eines Babadjanian und die klangliche Tiefe eines Terterjan mit. \nWas beide Künstler verbindet\, ist kein ästhetisches Programm\, sondern eine innere Haltung: der Wille\, aus biografischer und kultureller Fragmentierung ein neues Klangbild zu formen. Die armenische Musiktradition ist dabei kein Exotikum\, sondern ein innerer Spiegel – ein Echo gemeinsamer Erfahrungen: Verlust und Sehnsucht\, Spiritualität und Widerstand\, Intimität und Weltzugewandtheit. \nIn der Begegnung der Werke von Misagh Joolaee und Mahan Mirarab entsteht ein musikalischer Raum\, der über ethnische\, stilistische oder nationale Grenzen hinausweist – offen\, verletzlich und radikal persönlich. Ein Raum\, in dem die armenische Musik nicht als historisches Zitat erscheint\, sondern als lebendige Kraft\, die bis heute inspiriert\, herausfordert und verbindet. \nFotos: Misagh Joolaee / Mahan Mirarab. \n 
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SUMMARY:Führung. Doppelausstellung: Anklage: ‚Armenier!‘ Spuren sowjetischer Vergangenheit & Zement und Gedächtnis
DESCRIPTION:Führung auf Deutsch mit Margarita Augustin\nDie Ausstellung „Anklage: Armenier“ zeigt anhand von Chroniken\, Dokumenten und persönlichen Schicksalen\, wie sich die Sowjetisierung und der staatliche Terror in der UdSSR auf das nationale Bewusstsein der Armenier ausgewirkt haben und bis heute die Erinnerungskultur an die Sowjetzeit bestimmen. \nDie Fotoausstellung „Zement und Gedächtnis“ erkundet die Stadtlandschaft von Armeniens Hauptstadt Jerewan\, ihre Materialität\, ihren sozialen Puls und die unterschiedlichen Schichten ihrer Vergangenheit. \nEintritt frei
URL:https://www.zwetajewa-zentrum.de/veranstaltung/fuehrung-doppelausstellung-anklage-armenier-spuren-sowjetischer-vergangenheit-zement-und-gedaechtnis-3/
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SUMMARY:LARA FABIAN. Tangled Webs at the Imperial Periphery. Violence and Diplomacy in Ancient Armenia
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nThe isthmus of the South Caucasus has repeatedly sat at the edge of great global powers\, serving variably (and perhaps not contradictorily) as a crossroads and buffer zone. In this paper\, using the history of Armenia in the Hellenistic and Roman/Parthian periods as a starting point\, I explore how local political authorities in the Caucasus coped with imperial violence from both the Mediterranean and Iranian worlds. Although sophisticated diplomatic strategies allowed local powers to remain functionally independent throughout much of this period\, I focus here on the critical moments when diplomacy failed\, plunging the fragile local system into conflict. \nPh.D. Lara Fabian is an Assistant Professor at the University of California\, Los Angeles\, in the Department of Near Eastern Languages and Cultures. Her work on the South Caucasus is both archaeological and historical\, with a focus on the Achaemenid through Sasanian periods. As a participant in the Freiburg-based „Beyond the Silk Roads“ ERC project from 2017 to 2023\, she published on economic history in ancient western Asia\, and she is currently working on a book about the echoes of Achaemenid imperial practice in post-Achaemenid western Asia. \nSprache: Englisch\nEintritt frei \nFoto: Lara Fabian\, privat.
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SUMMARY:Calendar. REGIE: ATOM EGOYAN
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nCINEMA OF ARMENIA\nCalendar | Regie: Atom Egoyan | Kanada / Armenien / Deutschland 1993 | 16 mm | 74 Min. | OmU \nFür eine Kalenderblatt-Serie reist ein kanadischer Fotograf armenischer Herkunft mit seiner Frau nach Armenien\, um Bauwerke zu fotografieren. Der Fotograf ist so in die technischen Anforderungen seines Auftrags vertieft\, dass ihm die tatsächliche Geschichte der Bauwerke gleichgültig ist. Der Reiseführer erklärt\, dass diese nach religiösen Vorgaben ausgewählt und erbaut wurden. Seine Distanziertheit führt auch dazu\, dass sich seine Frau\, für die die Reise eine spirituelle Offenbarung ist\, von ihm entfernt. Als er allein nach Hause kommt\, versucht er\, mit Hilfe des Kalenders und einiger Videoaufnahmen über die eigene Fremdheit in Armenien und den Entfremdungsprozess von seiner Frau zu reflektieren. Ganz subtil impliziert der Film\, dass die Technologie\, die es uns ermöglicht\, wunderschöne\, monumentale Bilder der Vergangenheit zu bewahren\, uns zugleich von der spirituellen Essenz dieser Vergangenheit zu entfremden droht. Egoyan schuf einen komplex verschachtelten\, dank ausgezeichneter Hauptdarsteller aber sehr lebendigen und visuell bestechenden Film voller Ironie und Melancholie. \nAtom Egoyan (*1960) stammt von armenischen Eltern ab\, die beide ausgebildete Kunstmaler waren und von einem Möbelgeschäft in Ägypten lebten. Egoyan wurde in Kairo geboren\, wuchs mehrsprachig auf\, die Familie wanderte 1963 nach Kanada aus. Er zählt zu den führenden Filmemachern Kanadas. In den 1980ern gehörte er zu einer Gruppe junger Filmemacher der Toronto New Wave. Seine Filme wurden in Cannes\, Locarno\, Berlin und Venedig gezeigt und vielfach ausgezeichnet\, für sein Gesamtwerk erhielt er den höchsten kanadischen Orden. In fast allen seinen Filmen spielt Egoyans Ehefrau Arsinée Khanjian die Hauptrolle – so auch im Film Calendar. Arsinée Khanjian ist ebenfalls armenischer Abstammung\, sie wuchs in Beirut auf und zog 1975 mit ihrer Familie nach Kanada. \nAbbildung: Filmstill aus Calendar.
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SUMMARY:Führung. Doppelausstellung: Anklage: ‚Armenier!‘ Spuren sowjetischer Vergangenheit & Zement und Gedächtnis
DESCRIPTION:Führung auf Deutsch mit Margarita Augustin\nDie Ausstellung „Anklage: Armenier“ zeigt anhand von Chroniken\, Dokumenten und persönlichen Schicksalen\, wie sich die Sowjetisierung und der staatliche Terror in der UdSSR auf das nationale Bewusstsein der Armenier ausgewirkt haben und bis heute die Erinnerungskultur an die Sowjetzeit bestimmen. \nDie Fotoausstellung „Zement und Gedächtnis“ erkundet die Stadtlandschaft von Armeniens Hauptstadt Jerewan\, ihre Materialität\, ihren sozialen Puls und die unterschiedlichen Schichten ihrer Vergangenheit. \nEintritt frei
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SUMMARY:JULIA WOLRAB. Zwangsarbeit von Osteuropäer:innen und die Frage des Nachlebens nach 1945. Führung im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus der Museen Freiburg
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nIm März 2025 eröffnete das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus (DZNS) der Museen Freiburg als ein Haus\, das sich erstmals dauerhaft der Aufarbeitung und Vermittlung sowie der lokalen und regionalen Geschichte der NSDiktatur  widmet. Das Thema Zwangsarbeit wurde in der Aufarbeitung lange Zeit wenig beachtet. In Freiburg führte erst eine Veröffentlichung des Stadtarchivs im Jahr 2003 zu einer größeren Sichtbarkeit der Thematik. Dabei unterschieden sich die (Lebens-)Bedingungen von Zwangsarbeiter: innen teilweise massiv und basierten auf den rassistischen Zuschreibungen der Nationalsozialist:innen. Als „Untermenschen“ diffamiert\, hatten Osteuropäer:innen die schlechtesten Überlebenschancen. Die Führung beleuchtet spezifische Biografien von Zwangsarbeiter:innen aus Osteuropa und nimmt dabei auf die komplexe Frage des Nachlebens nach 1945 Bezug\, die auch von der Angst einer „doppelten Verfolgung“ im stalinistischen Russland geprägt war. Die Führung wird angeboten von der wissenschaftlichen Leiterin des DZNS\, Julia Wolrab. \nJulia Wolrab studierte Geschichte\, Islamwissenschaften und Public History in Freiburg und Berlin. Sie arbeitete als wissenschaftliche Referentin für Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V. 2019 legte sie im Auftrag der Stadt Freiburg eine wissenschaftliche Dokumentation zu den eigentumsrechtlichen Verhältnissen am Platz der Alten Synagoge vor. Seit 1. Oktober 2020 ist sie die wissenschaftliche Leiterin des Dokumentationszentrums Nationalsozialismus der Museen Freiburg. \nDauer: ca. 90 Min \nTickets: https://www.museen-freiburg.de/shop/veranstaltungen/dzns-%C3%B6f \nHinweis: max. 15 Personen pro Führung \nWeiterer Termin: Do. 15.01.2026\, 14:00 \nFoto: Sowjetische Zwangsarbeiterinnen in Freiburger Gärtnerei (ca. 1943)\, © Memorial. \n 
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SUMMARY:MICHEL ABESSER. Brüder im Reich\, Fremde im Schicksal? Schlaglichter armenisch-russischer Beziehungen bis 1991
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nDer Vortrag beleuchtet verschiedene Kontinuitäten und Brüche in den armenisch-russischen Beziehungen im Russländischen Reich und der Sowjetunion. Seit dem 18. Jahrhundert entwickelte sich ein symbiotisches Verhältnis zwischen der armenischen Diaspora und dem Imperium. Dieses versprach den Armeniern physische Sicherheit\, religiöse Protektion\, ökonomische Chancen und Aufstieg in die politischen und kulturellen Eliten. Armenische Kaufleute\, Priester und Adlige spielten wiederum eine Schlüsselrolle bei der Eroberung des Kaukasus und Zentralasiens; als Träger der armenischen Nationalbewegung forderten sie das Imperium jedoch auch heraus. In den Augen der breiten Bevölkerung galten sie mal als treueste Diener des Zaren\, mal als hinterhältige Händler oder als Terroristen. Erst im Zuge des sowjetischen Nation-Buildings erlangten die Armenier erstmals wieder eine begrenzte Form von Eigenstaatlichkeit innerhalb der UdSSR\, in der das „Nationale“ und das „Sowjetische“ nicht als Gegensätze verhandelt wurden. \nPD Dr. Michel Abeßer ist Akademischer Rat am Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte der Universität Freiburg und Fotograf. Er hat sich in seiner Forschung zunächst intensiv mit sowjetischer Kultur- und Alltagsgeschichte auseinandergesetzt und ein Buch zum Jazz in der Sowjetunion nach 1953 herausgebracht. Gegenwärtig beschäftigt er sich mit der multiethnischen Geschichte des Schwarzmeerraums und seiner Wirtschaft und arbeitet an einer Studie zur Geschichte des südlichen Don-Gebietes. \nSeine Fotoausstellung „Zement und Gedächtnis“ zum städtischen Raum von Jerewan ist ab November im Kommunalen Kino Freiburg zu sehen. \nEintritt frei \nFoto: © Michel Abeßer.
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SUMMARY:RENATE OBERMAIER / HEINZL SPAGL. WENN DIE GEDANKEN KREISEN... Texte und Musik zu Frieden und Krieg
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nRenate Obermaier und Heinzl Spagl versuchen gemeinsam mit dem Gitarristen Max Zentawer über eine Collage aus Zeitungsartikeln\, Tagebuchnotizen\, Songtexten\, literarischen Zitaten und eigenen Reflexionen eine Annäherung an den russischen Krieg gegen die Ukraine – jenseits der Tagespolitik und doch hochaktuell. \nDie Arbeit wurde vom Zwetajewa-Zentrum bereits im Sommer 2025 gezeigt. Aufgrund des großen Interesses und der durchgehend positiven Reaktionen wird die Lesung mit Musik nun nochmals in Form einer Matinee angeboten. \nRenate Obermaier hat nach ihrer Promotion in Germanistik als „feste freie“ Mitarbeiterin beim Südwestfunk gearbeitet. Nach fast 30 Jahren im Theater im Marienbad macht sie zusammen mit Heinzl Spagl\, Thomas Wenk\, Max Zentawer u.a. musikalische Lesungen. \nHeinzl Spagl\, Lehre als Klischeeätzer beim Süddeutschen Verlag in München bis 1973. Zweiter Bildungsweg in Freiburg\, anschließend Studium Deutsch/Geschichte\, 1981 2. Staatsexamen als Lehrer. 1976 erster Theaterauftritt mit der Gruppe „Kettenkarussell“. Von 1989 bis 2018 Schauspieler beim Theater im Marienbad. \nDer in Freiburg lebende Jazzgitarrist Max Zentawer konzertiert international\, u.a. mit verschiedenen eigenen Ensembles. Darüber hinaus leitet er das Gitarreninstitut Freiburg\, er gibt Workshops und Seminare in Fachdidaktik. \nFoto: © Christoph Eberle.
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SUMMARY:REGIE: ELVIRA AVAKYAN\, GAYANE MARTIROSYAN\, NAIRA MURADYAN UND LYUDMILA SAHAKYANTS. Female Directors of Armenian Animation (1978 – 2002)
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nCINEMA OF ARMENIA\nArmenien | 102 Min. | OmeU \nMit einer Einführung von Nune Hovhannisyan\, Head of Armenian Heritage Department. \nIn den 1960er-Jahren wurde der Animationsfilm zu einem der kreativsten Genres des armenischen Kinos. Es war einer der wenigen Bereiche des Filmschaffens\, der in der Zeit der Sowjetunion Frauen eine Einstiegschance bot. Zwischen den 1970er und 1990er Jahren begannen vier wichtige Regisseurinnen ihre Arbeit auf diesem Gebiet. Das aus zehn Filmen bestehende Programm bietet einen Einblick in das CEuvre von Elvira Avakyan\, Gayane Martirosyan\, Naira Muradyan und Lyudmila Sahakyants\, die diese Kunstform nicht nur mit ihrer ganz eigenen stilistischen Sensibilität bereichert haben\, sondern auch mit neuen Anliegen\, etwa zum zeitgenössischen Leben oder zur Politik. \nAbbildung: Filmstill aus The Council of Mice\, Lyudmila Sahakyants\, 1987. \n 
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SUMMARY:Զարե / Zare\, Stummfilmkonzert. MUSIKBEGLEITUNG VON GÜNTER A. BUCHWALD
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nCINEMA OF ARMENIA\nZare | Regie: Hamo Beknazarian | UdSSR 1926 | 69 Min. \nMusikbegleitung: Günter Buchwald \nDer Film Զարե / Zare\, der Ende 1926 produziert wurde\, war der zweite armenische Stummfilm überhaupt. Genau wie der erste\, Namus\, wurde er von dem Kinopionier Hamo Beknazarian (1891 – 1965) geschrieben und inszeniert. Der Film\, eine Mischung aus Thriller und Melodram\, spielt im Jahr 1915 an den Hängen des Berges Alagyaz und erzählt die Geschichte eines kurdischen Mädchens namens Zare und ihres Geliebten Saydo\, die unfreiwillig in die Machenschaften des Stammesführers Timurbek mit den zaristischen Behörden verwickelt werden. Der Film gilt auch als einer der ersten Filme\, der das Leben kurdischer und jesidischer Menschen darstellt. \nHamo Beknazarian (1891 – 1965) war zunächst Filmschauspieler und Star des vorrevolutionären russischen Kinos. Später war er maßgeblich an der Entwicklung des Kinos aller drei kaukasischen sozialistischen Republiken (Armenien\, Aserbaidschan und Georgien) beteiligt. In Armenien verantwortete er u. a. sowohl den ersten offiziellen Spielfilm der armenischen Kinogeschichte (Namus\, 1925) und ihren ersten Tonfilm Pepo (1933). Der zweite Langfilm der armenischen Kinematographie\, Զարե / Zare\, gilt zugleich als erster Film überhaupt\, der das Leben jesidischer Kurden illustriert und feiert. \nAbbildung: Filmstill aus Zare.
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SUMMARY:Führung. Doppelausstellung: Anklage: ‚Armenier!‘ Spuren sowjetischer Vergangenheit & Zement und Gedächtnis
DESCRIPTION:Führung auf Russisch mit Anna Margolis\nDie Ausstellung „Anklage: Armenier“ zeigt anhand von Chroniken\, Dokumenten und persönlichen Schicksalen\, wie sich die Sowjetisierung und der staatliche Terror in der UdSSR auf das nationale Bewusstsein der Armenier ausgewirkt haben und bis heute die Erinnerungskultur an die Sowjetzeit bestimmen. \nKuratorin: Anna Margolis\, Wissenschaftlerin und Künstlerin\, wurde in Moskau geboren und lebt heute in Jerewan. Seit über einem Jahrzehnt arbeitet sie zusammen mit der Menschenrechtsorganisation Memorial an Projekten\, die sich mit Erinnerung\, Ego-Dokumenten und der Kartierung von Orten des sowjetischen Terrors befassen. In jüngster Zeit setzt sich Anna Margolis vor allem mit der komplexen Vergangenheit Armeniens auseinander \nDie Fotoausstellung „Zement und Gedächtnis“ erkundet die Stadtlandschaft von Armeniens Hauptstadt Jerewan\, ihre Materialität\, ihren sozialen Puls und die unterschiedlichen Schichten ihrer Vergangenheit. \nEintritt frei
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SUMMARY:NAREK SUKIASYAN\, ANNA MARGOLIS\, MICHEL ABESSER. Remembering Survival\, Reimagining Independence
DESCRIPTION:FEAR LESS HOPE – Ost-West-Dialoge\nArmenia’s collective memory is deeply shaped by the 1915 Genocide\, which not only decimated its population but also defined the modern Armenian identity. The trauma of loss\, displacement\, and survival became central to diasporic narratives\, while within Soviet Armenia\, remembrance was constrained by political considerations. Commemoration – if allowed – was often reframed through the lens of state ideology\, limiting open discussion of responsibility or justice. Despite these restrictions\, the genocide persisted as a powerful undercurrent in cultural expression\, literature\, and private memory\, sustaining a sense of historical continuity and national grievance. \nAt the same time\, the Soviet period itself produced a distinct layer of memory that both overlapped with and diverged from genocide remembrance. Soviet Armenia experienced modernization\, industrial growth\, and relative security\, but also repression\, ideological control\, and suppression of national aspirations. The memory of Soviet rule is therefore ambivalent: for some\, a period of stability and achievement; for others\, a time of silencing and lost independence. \nNarek Sukiasyan holds a PhD in International Relations from Yerevan State University\, where he also completed his MA in Regional Politics. He earned his BA in International Relations and European Studies from Babeș-Bolyai University in Romania. He is a researcher at YSU’s Institute of Armenian Studies\, an adjunct lecturer at the American University of Armenia\, and since 2020 has served as Senior Policy Officer and Project Manager at Friedrich-Ebert- Stiftung\, South Caucasus. His work centers on Armenia’s foreign and security policy\, Armenia-Russia relations\, and democratization. \nAnna Margolis\, Wissenschaftlerin und Künstlerin\, wurde in Moskau geboren und lebt heute in Jerewan. Seit über einem Jahrzehnt arbeitet sie zusammen mit der Menschenrechtsorganisation Memorial an Projekten\, die sich mit Erinnerung\, Ego-Dokumenten und der Kartierung von Orten des sowjetischen Terrors befassen. In jüngster Zeit setzt sich Anna Margolis vor allem mit der komplexen Vergangenheit Armeniens auseinander. \nPD Dr. Michel Abeßer ist Akademischer Rat am Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte der Universität Freiburg und Fotograf. Er hat sich in seiner Forschung zunächst intensiv mit sowjetischer Kultur- und Alltagsgeschichte auseinandergesetzt und ein Buch zum Jazz in der Sowjetunion nach 1953 herausgebracht. Gegenwärtig beschäftigt er sich mit der multiethnischen Geschichte des Schwarzmeerraums und seiner Wirtschaft und arbeitet an einer Studie zur Geschichte des südlichen Don-Gebietes. \nSprache: Englisch\nEintritt frei \nFotos: Narek Sukiasyan\, privat / Anna Margolis\, privat.
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SUMMARY:Führung. Doppelausstellung: Anklage: ‚Armenier!‘ Spuren sowjetischer Vergangenheit & Zement und Gedächtnis
DESCRIPTION:Führung auf Englisch mit Anna Margolis\nDie Ausstellung „Anklage: Armenier“ zeigt anhand von Chroniken\, Dokumenten und persönlichen Schicksalen\, wie sich die Sowjetisierung und der staatliche Terror in der UdSSR auf das nationale Bewusstsein der Armenier ausgewirkt haben und bis heute die Erinnerungskultur an die Sowjetzeit bestimmen. \nKuratorin: Anna Margolis\, Wissenschaftlerin und Künstlerin\, wurde in Moskau geboren und lebt heute in Jerewan. Seit über einem Jahrzehnt arbeitet sie zusammen mit der Menschenrechtsorganisation Memorial an Projekten\, die sich mit Erinnerung\, Ego-Dokumenten und der Kartierung von Orten des sowjetischen Terrors befassen. In jüngster Zeit setzt sich Anna Margolis vor allem mit der komplexen Vergangenheit Armeniens auseinander \nDie Fotoausstellung „Zement und Gedächtnis“ erkundet die Stadtlandschaft von Armeniens Hauptstadt Jerewan\, ihre Materialität\, ihren sozialen Puls und die unterschiedlichen Schichten ihrer Vergangenheit. \nEintritt frei
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