Lade Veranstaltungen

← Zurück zu Veranstaltungen

Zwetajewa-Zentrum für russische Kultur an der Universität Freiburg e.V.

November 2019

„Eine Straße in Moskau“. Musikalische Lesung nach Michail Ossorgin

21. November, 20:00
Theater im Marienbad
Marienstraße 4, 79098 Freiburg, + Google Karte
6€ - 9€

Der Titel ist eine Reminiszenz an das alte Russland: Siwzew-Wraschek ist eine kleine Straße im Zentrum Moskaus, die seit dem Ende des 19. Jahrhunderts ein Mittelpunkt intellektuellen Lebens war. Die Hauptfiguren in Michail Ossorgins Roman: Tanjuscha, jung, klug, voller Anmut. Ihr Großvater, ein berühmter Ornithologe, voller Forscherdrang, lebenslang. Ihre Großmutter, voller Zuneigung zu Mann, Enkelin und zur Musik. Diese drei bewohnen ein großes Haus in der Siwzew-Wraschek in Moskau zusammen mit ihren Dienstboten, den Mäusen unter den Dielen und den…

Mehr erfahren »

Ich glaube an unsere Kinder – Briefe von Vätern aus dem Gulag

22. November, 20:00
Theater im Marienbad
Marienstraße 4, 79098 Freiburg, + Google Karte
7€ - 11€

Bild: Theater im Marienbad Die literarische Grundlage der Lecture Performance im Theater im Marienbad versammelt Briefe und Lebensgeschichten von Vätern, die in der Stalinzeit inhaftiert wurden und aus den Lagern des Gulag an ihre Kinder schrieben. Die Briefe erzählen von erschütternden Einzelschicksalen, es sind Kassiber, geschmuggelt aus Gefängniszellen, kleine Zettel, von Gefangenen auf dem Weg in die Lager aus dem Zug geworfen, Antwortbriefe von Angehörigen an ihre Liebsten, von denen sie für lange Zeit getrennt waren, oftmals sogar für immer.…

Mehr erfahren »

Irina Scherbakowa: Die Hände meines Vaters. Eine russische Familiengeschichte

23. November, 18:00
Haus zur Lieben Hand
Löwenstraße 16, 79098 Freiburg, Deutschland+ Google Karte

Bild: Irina Scherbakowa Die russische Journalistin und Historikerin Irina Scherbakowa befasst sich seit Langem mit der Aufarbeitung des Stalinismus. Sie ist Mitbegründerin der Organisation „Memorial“ für historische Aufklärung und Menschenrechte. Scherbakowas Buch „Die Hände meines Vaters“ ist die Geschichte ihrer Familie – vom 19. Jahrhundert bis zum Ukraine-Konflikt. Scherbakowa beschreibt die Geschichte einer jüdischen, aber fast völlig assimilierten Familie in einem Land, in dem die Vereinigung von Macht, Willkür und Unterdrückung zum kulturellen Selbstverständnis gehören. Die komplizierten historischen Verhältnisse und…

Mehr erfahren »

Pilatus und andere. Ein Film nach Motiven des Romans »Der Meister und Margerita« von Michail Bulgakov

23. November, 19:30
Kommunales Kino
Urachstraße 40, 79102 Freiburg, + Google Karte
5€ - 7€

mit Einführung von Prof. Dr. Elisabeth Cheauré »Ein Film für Karfreitag« heißt es im Untertitel dieses Fernsehfilms, den Wajda in der Bundesrepublik für das ZDF drehte. Diese Neuerzählung der Passionsgeschichte im zeitgenössischen Setting, in der das Verhör von Jesus auf das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg und die Kreuzigung auf Golgatha auf einen Schuttberg am Wiesbadener Autobahnkreuz verlegt wird, ist eine ziemlich wüste und drastische Collage. »Mich hat eine Bewegung, ein Trend unter westlichen Jugendlichen sehr interessiert: dass sie angefangen haben, sich…

Mehr erfahren »

Karajan und Schostakowitsch in Moskau. Zwischen Erinnerungskultur und Auswärtiger Kulturpolitik

26. November, 17:00
Haus zur Lieben Hand
Löwenstraße 16, 79098 Freiburg, Deutschland+ Google Karte
kostenlos

Dr. Alexander Gurdon (TU Dortmund) Vor 50 Jahren, am 29. Mai 1969, gastierten die Berliner Philharmoniker zum ersten Mal nach dem Zweiten Weltkrieg in der Sowjetunion. Diese Reise wurde zu einem Politikum und einer Sternstunde auswärtiger Kulturpolitik: Nach der Niederschlagung des Prager Frühlings hatte die NATO jeglichen Kulturaustausch untersagt, was Herbert von Karajan und die Berliner Philharmoniker geflissentlich ignorierten – wie die erstmalig ausgewerteten Akten des Politischen Archivs im Auswärtigen Amt belegen. Auf dem Programm dieses denkwürdigen Konzerts stand zudem…

Mehr erfahren »

PROZESS (Originaltitel: Процесс) „Die Moskauer Schauprozesse gegen die sogenannte Industrie-Partei“

26. November, 19:00
Kommunales Kino
Urachstraße 40, 79102 Freiburg, + Google Karte
5€ - 7€

Der Prozess gegen die sogenannte „Industrie-Partei“ fand im Schicksalsjahr des Ersten Fünfjahresplanes der UdSSR statt, vom 25. November bis zum 7. Dezember 1930. Es war nicht der erste Schauprozess unter Stalin, aber historisch deshalb so zentral, weil die Show hier klappte und das Kalkül voll aufging. Hatten beim Schachty-Prozess 1928 noch einige Angeklagte ihre Schuld bestritten, so gestanden hier alle, zeigten Einsicht und Reue. Vollständig, inständig. „Schädlinge“ und „Saboteure“ seien sie – „Konterrevolutionäre“ also. Zum Zwecke der „sozialen Sicherheit“ mussten…

Mehr erfahren »

Friedrich-Gorenstein-Abend. Diskussion und Screening

27. November, 18:00
Haus zur Lieben Hand
Löwenstraße 16, 79098 Freiburg, Deutschland+ Google Karte
kostenlos

Dokumentarfilm von Yuri Veksler über Friedrich Gorenstein „Er wusste alles über Russland“ (russisch mit englischen Untertiteln) Moderation: Prof. Dr. Elisabeth Cheauré Der russische Schriftsteller jüdischer Herkunft Friedrich Gorenstein (1932-2002) lebte ab 1980 bis zu seinem Tod in West-Berlin; er ist weit über den russischsprachigen Raum bekannt. Seine Werke wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Gorenstein wurde 1932 in Kiew geboren. Sein Vater, ein Wirtschaftswissenschaftler, fiel 1937 den stalinistischen Säuberungen zum Opfer. Da auch seine Mutter 1943 starb, verbrachte Gorenstein einige Jahre…

Mehr erfahren »

Russischer Salon im Theater Freiburg mit Prof. Dr. Elisabeth Cheauré / Vortrag und Lesung

28. November, 19:30
Theater Freiburg, Winterer-Foyer
Bertoldstraße 46, 79098 Freiburg, + Google Karte

Bild: Bulgakow-Museum Moskau Hündische Herzen, stählerne Kehlen, verschwundene Augen… Michail Bulgakow – Arzt und Schriftsteller Was passiert, wenn man einem Hund Organe eines verstorbenen Säufers transplantiert? Und was passiert, wenn sich diese Chimäre dann zu einer Bedrohung für seine Umwelt entwickelt? Was passiert also, wenn die Naturwissenschaft meint, jede Grenze überschreiten zu dürfen? Es sind erstaunlich aktuelle Themen, die sich bei dem jungen Michail Bulgakow finden, spannende Texte, die den geschulten Naturwissenschaftler erkennen lassen: Bulgakow war Arzt. Der Roman „Der…

Mehr erfahren »

ACID (Originaltitel: Кислота)

29. November, 19:30
Kommunales Kino
Urachstraße 40, 79102 Freiburg, + Google Karte
5€ - 7€

Mit Einführung Petya (Aleksandr Kuznetsov) und Sasha (Filipp Avdeyev) leben in Moskau. Sie sind eigentlich beste Freunde. Doch seit dem Suizid eines gemeinsamen Bekannten im Drogenrausch ist ihre Beziehung gestört. Sie gehören einer ziellos umherstreifenden Generation von Zwanzigjährigen an, die für sich selbst keine besonders rosige Zukunft sieht. Stattdessen geben sich die jungen Erwachsenen Partys, Sex und Drogen hin, um ihrem eintönigen Alltag zu entfliehen. Denn an adäquaten Vorbildern und Erwachsenen, die ihnen einen geordneten Alltag vorleben, mangelt es. Und…

Mehr erfahren »

Der Geiger auf dem Dach. Literarische Erkundungen zu Marc Chagalls Schtetl-Bildern

29. November, 20:00
Stadtbibliothek Freiburg
Münsterplatz 17, 79098 Freiburg, + Google Karte
kostenlos

Brigitte van Kann Vortrag mit literarischer Lesung und Bildprojektion Die Texte liest der Schauspieler Heinzl Spagl Marc Chagalls Bilder begründeten den Mythos des Schtetl: Bis heute prägen sie unsere Vorstellung von den Orten, an denen die Juden Osteuropas lebten. Seit Chagall gehören Figuren wie der Geiger auf dem Dach zum imaginären Inventar dieser versunkenen und vernichteten Welt. Wie ist die ungeheure Wirkung von Chagalls Schtetl-Bildern zu erklären? Es sind ihre vielfach gebrochenen Spiegelungen in der Literatur, die Fährten zu einer…

Mehr erfahren »

„Alexandrowka“. Dokumentarfilm 2018 mit Podiumsdiskussion

30. November, 18:00
Haus zur Lieben Hand
Löwenstraße 16, 79098 Freiburg, Deutschland+ Google Karte
kostenlos

Bild: IGK Gäste: Efim Piwowar (Präsident der Russischen Staatlichen Humanwissenschaftlichen Universität – RGGU), Anna Ewtuschenko (Regie), Galina Ewtuschenko (Filmproduktion) Das „Russische Dorf Alexandrowka“ bei Potsdam wurde im Jahr 1826 auf Geheiß von Friedrich Wilhelm III. zum Gedenken an seinen verstorbenen Freund Zar Alexander I. angelegt. Die ersten Bewohner des Dorfes waren russische Sänger-Soldaten, die während der Napoleonischen Kriege an der Seite der preußischen Truppen gekämpft hatten und nach dem Ende des Krieges in Potsdam bleiben durften. Noch im 21. Jahrhundert…

Mehr erfahren »

Leviathan (Originaltitel: Левиафан)

30. November, 19:30
Kommunales Kino
Urachstraße 40, 79102 Freiburg, + Google Karte
5€ - 7€

"Leviathan" ist ein großes poetisches Panorama und die tragische Geschichte von einem Mann und dessen Freiheitsdrang, dem die Willkür seines Staates keinen Raum mehr lässt. Eine Geschichte über Korruption und die vergebliche Suche nach Gerechtigkeit vor einer großartigen Kulisse der Küstenlandschaft im Norden Russlands, und damit aus der schroffen Wirklichkeit des Landes, die der Film überhöht und zu einer Geschichte von biblischem Format macht. Erzählt, wie in einem großen russischen Roman aus dem 19. Jahrhundert, in dem Landschaft, Individuum und…

Mehr erfahren »

Dezember 2019

Loveless (Originaltitel: Нелюбовь)

1. Dezember, 19:30
Kommunales Kino
Urachstraße 40, 79102 Freiburg, + Google Karte
5€ - 7€

Was bleibt, wenn die Liebe abhandenkommt? Zhenya und Boris lassen sich scheiden. Außer Groll und Beschuldigungen haben die beiden nicht mehr viel füreinander übrig. Für sie kann es nicht schnell genug gehen, denn beide haben bereits ein neues Leben mit neuen Partnern begonnen. Tief in ihre Grabenkämpfe verstrickt, bemerken die Noch-Eheleute lange nicht, wie sehr ihr Sohn Alyosha unter der Situation zu Hause leidet. Eines Tages verschwindet Alyosha spurlos. Mit jedem Tag an dem Alyosha verschwunden bleibt, wird deutlicher, wie…

Mehr erfahren »

Solaris (Originaltitel: Солярис). Nach dem Science-Fiction-Roman von Stanislaw Lem

3. Dezember, 19:00
Kommunales Kino
Urachstraße 40, 79102 Freiburg, + Google Karte
5€ - 7€

Mit Einführung Ein Psychologe wird zum Planeten Solaris geschickt, um unerklärlichen Vorkommnissen auf der dortigen Forschungsstation nachzuspüren. Die Konfrontation mit einer absolut fremden Lebensform (der gesamte Planet spiegelt als kollektives Bewusstsein die Erinnerungen, Ängste und Wünsche der Raumfahrer zurück) wird für die Besatzung des Raumschiffs zur metaphysischen Reise in die Innenwelt ihrer eigenen Kultur. Nach dem Science-Fiction-Roman von Stanislaw Lem erzählt Andrej Tarkowskij eine philosophische Fabel, die um die abendländischen Ideen von Tod, Liebe und Auferstehung kreist. Ein brillant inszenierter,…

Mehr erfahren »

Jenseits der Heimat. Die russische Gemeinde im nationalsozialistischen Berlin

4. Dezember, 18:00
Universität Freiburg, Hörsaal 1009
Platz der Universität 3, 79098 Freiburg, + Google Karte

Marina Chernykh (Universität Freiburg) Das „russische Berlin“ der 20er Jahre steht für einen herausragenden Höhepunkt russischer Kultur in Deutschland. Die Hauptstadt blieb jedoch auch im Nationalsozialismus Lebensmittelpunkt mehrerer Tausend russischer Emigrant*innen. Doch wie konnte eine nationale Minderheit in einem durch Rassismus und Nationalismus geprägten Deutschland bestehen? Der Vortrag gibt Einblick in das von Widersprüchen, Illusionen und Bedrohungen bestimmte „russische Leben“ Berlins zwischen der „Machtergreifung“ 1933 und der deutschen Kapitulation im Zweiten Weltkrieg 1945. Anhand vieler Beispiele aus den Bereichen Religion…

Mehr erfahren »

Melodya/Melodie. Werke für Violoncello und Klavier von A. Mossolow, J. Brahms und S. Rachmaninoff

6. Dezember, 20:00
Haus zur Lieben Hand
Löwenstraße 16, 79098 Freiburg, Deutschland+ Google Karte
12€ - 19€

Bild: Holst-Sinfonietta Alexander Mossolow war einer der jungen Wilden der UdSSR der 20-er Jahre und seine kühne und bewusst antiromantisch angelegte Legende op. 5 steht für die Aufbruchszeit der jungen Sowjetunion. Da ist die Dissonanz Zeichen eines neuen Selbstverständnisses, das mit Beginn der Stalin-Ära bald danach rasch enden sollte. Johannes Brahms' 1. Cellosonate op. 38 ist eines der Pfeiler der Celloliteratur. Das Stück ist in seiner dreisätzigen Anlage auch Beweis dafür, wie Brahms barocke Modelle (Menuett oder Fuge) in seinen…

Mehr erfahren »

Kain i Artem – Das Lied vom alten Markt (Originaltitel: Каин и Артём)

7. Dezember, 19:00
Kommunales Kino
Urachstraße 40, 79102 Freiburg, + Google Karte
6€ - 8€

Drama nach der gleichnamigen Erzählung von Maxim Gorki Der jüdische Flickschuster Chaim, genannt Kain, wird von Mitbewohnern einer Kleinstadt an der Wolga schikaniert. Zufällig erfährt er von den Mordplänen an dem Hafenarbeiter Artem, der die Frau eines hinterlistigen Kaufmanns liebt. Kain kann die Tat nicht verhindern, doch Artem überlebt und der Flickschuster findet in dem bärenstarken Schauermann einen Freund. Gemeinsam wollen sie für eine bessere Zukunft kämpfen. „Die eindrucksvolle Verfilmung der Kurzgeschichte KAIN UND ARTEM von Maxim Gorki spielt im…

Mehr erfahren »
+ Veranstaltungen exportieren