{"id":3585,"date":"2021-10-24T16:50:45","date_gmt":"2021-10-24T14:50:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zwetajewa-zentrum.de\/?post_type=tribe_events&#038;p=3585"},"modified":"2021-11-15T20:59:10","modified_gmt":"2021-11-15T19:59:10","slug":"eroeffnung-doppelausstellung-dostoevskij-frauenbilder-heilige-frauen-daemonen-toter-gott","status":"publish","type":"tribe_events","link":"https:\/\/www.zwetajewa-zentrum.de\/en\/veranstaltung\/eroeffnung-doppelausstellung-dostoevskij-frauenbilder-heilige-frauen-daemonen-toter-gott\/","title":{"rendered":"<img class=\"zz-mini-event-logo\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/logo_zwetajewa-zentrum-mini.png\" \/>Er\u00f6ffnung Doppelausstellung: Dostoevskij. FrauenBilder \/ Heilige Frauen. D\u00e4monen. Toter Gott"},"content":{"rendered":"<p><strong>RUSSISCHE KULTURTAGE TRILATERAL 2021<\/strong><\/p>\n<p><strong>Dostoevskij. FrauenBilder<\/strong><\/p>\n<p>Frauen spielten nicht nur im pers\u00f6nlichen Leben Dostoevskijs eine wichtige Rolle: Er war zweimal verheiratet, hatte Geliebte und mehrere, zum Teil komplizierte Beziehungen zu Frauen, auch verheirateten Frauen. Weibliche Protagonisten spielen auch eine gro\u00dfe Rolle in seinem literarischen Werk, mehr noch: \u00dcber literarische Weiblichkeits- und M\u00e4nnlichkeitskonstruktionen entwirft Dostoevskij sein spezifisches Menschenbild und seine Philosophie \u00fcber die Rolle Russlands in der Welt und f\u00fcr die Welt.\u00a0 Auch bei der Rezeption der Werke Dostoevskijs in Deutschland spielten Frauen eine entscheidende Rolle: <strong>Elisabeth Kaerrick (1886-1966)<\/strong> l\u00e4utete unter dem (m\u00e4nnlichen) Pseudonym E.K. Rahsin zu Beginn des 20. Jahrhunderts die gro\u00dfe Dostoevskij-Begeisterung in Deutschland ein. <strong>Swetlana Geier (1923-1920)<\/strong> belebte mit ihren preisgekr\u00f6nten Neu-\u00dcbersetzungen der gro\u00dfen Romane Dostoevskijs am Ende des 20. Jahrhunderts das Interesse an dem russischen Autor.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3576 alignleft\" src=\"https:\/\/www.zwetajewa-zentrum.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/00_82.web_-e1635084692964.jpg\" alt=\"\" width=\"372\" height=\"186\" \/><\/p>\n<p>Zwei vom Zwetajewa-Zentrum f\u00fcr russische Kultur an der Universit\u00e4t Freiburg produzierte Filme stehen im Zentrum der Ausstellung:<\/p>\n<p>Der <strong>Film <\/strong>\u00fcber Anna Grigor\u2019evna,<strong> \u201eVerzweiflung einer Ehefrau<\/strong>\u201c (2021), thematisiert die schwierigen Anf\u00e4nge der zweiten Ehe Dostoevskijs. Im Zentrum stehen die Sommerwochen des jungen Ehepaars 1867 in Baden-Baden, die von der Spielsucht Fedor Michajlovi\u010ds \u00fcberschattet waren.<\/p>\n<p>In der k\u00fcnstlerischen Film-Installation <strong>Polyphonie. Frauen und Dostoevskij <\/strong>(221) kommen russische Frauen von heute zu Wort, umrahmt von Impressionen aus jener Stadt, die f\u00fcr Dostoevskij und seine Werke so wichtig war: St. Petersburg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u201eHeilige Frauen. D\u00e4monen. Toter Gott.\u201c Ausstellung von russischen Ikonen<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3697 alignleft\" src=\"https:\/\/www.zwetajewa-zentrum.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Programm_0911.jpg\" alt=\"\" width=\"205\" height=\"229\" \/>Die Ausstellung schl\u00e4gt eine Br\u00fccke zwischen dem literarischen Werk Dostoevskijs und der Bildsprache der Ikonen. Sie wendet sich den drei Themen \u00abFrauen, D\u00e4monen und Toter Gott\u00bb zu. Das \u00e4lteste ikonographische\u202fMotiv\u202fRusslands ist die Ikone der Sophia, jener G\u00f6ttlichen Weisheit und in Liebe zum Himmel entflammten Jungfrau, der selbst Christus seinen Thron\u202f\u00fcberl\u00e4sst. Sie wirft noch heute viele Fragen auf, die gerade\u202fauch mit Blick auf die\u202faktuelle\u202fGeschlechterdebatte von besonderem Interesse sind.<\/p>\n<p>Das Ph\u00e4nomen\u202fdes\u202fB\u00f6sen ist nicht nur in Dostoevskijs literarischem Werk, sondern auch in der Christlichen Kunst ein\u202fzentrales\u202fThema.\u202fDie Visualisierung der Unterwelt,\u202fseien es\u202fdie menschlichen\u202fAbgr\u00fcnde, die\u202f\u00abb\u00f6sen Geister\u00bb\u202foder die Bewohner der H\u00f6lle\u202f- geht\u202fauf\u202fapokryphe\u202fTexte\u202fder Gnostiker\u202fzur\u00fcck, womit\u202fsich\u202fauch Zeitgenossen\u202fDostoevskijs auseinandergesetzt haben.\u00a0 Das dritte Thema\u202f- der\u202ftote Gott\u202f- kn\u00fcpft\u202fan eine\u202fEpisode\u202fvon\u202fDostoevskijs\u202fEuropareise. Beim Anblick des \u00abLeichnam Christi im Grabe\u00bb von Hans Holbein d.\u202fJ.\u202fim Kunstmuseum Basel erlebte der Autor eine tiefgreifende Ersch\u00fctterung.\u202f\u202fDenn im orthodoxen Christentum wird Christus nicht als der gequ\u00e4lte, leidende Mensch gezeigt, sondern als triumphierender Gott. Hier zeigt sich ein grosser Unterschied zwischen der westlichen und der\u202f\u00f6stlichen (oder urspr\u00fcnglichen)\u202fchristlichen Bildtradition. In der \u00f6stlichen Tradition ist der irdische Tod nicht das Ende, sondern der \u00dcbergang,\u202fder Anfang des Ewigen Lebens \u2013 er stellt uns die Frage nach dem Mysterium der Auferstehung. Die Kuratorin Nina Gamsachurdia und der Verein Iconarium zeigen Ikonen aus Schweizer Privatsammlungen, die im 18. und 19. Jahrhundert entstanden sind und somit in die Lebenszeit von Dostoevskij fallen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mit Gru\u00dfworten und musikalischem Beitrag von Ismael Normand (Violine) und C\u00e9cile Lino (Violoncello). Im Anschluss Ap\u00e9ro.<\/strong><\/p>\n<p>Die Platzzahl an der Er\u00f6ffnung ist beschr\u00e4nkt. Anmeldung bis zum 22. November an anmeldung@philosophicum.ch erforderlich.<\/p>\n<p>Philosophicum im Ackermannshof (1. Stock, Atelier), St. Johanns-Vorstadt 19\/21 \u00b7 4056 Basel<\/p>\n<p>Eintritt: frei<\/p>\n<p>www.philosophicum.ch<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ausstellungs\u00f6ffnungszeiten vom 26. November bis 7. Januar 2022<\/strong><\/p>\n<p>Di \u2013 Fr: 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr<\/p>\n<p>Sa\/So: 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr<\/p>\n<p>Am 25. Dezember 2021 und 1. Januar 2022 bleibt die Ausstellung geschlossen.<\/p>\n<p>Eintritt: 7.- SFR<\/p>\n<p><strong>Sonder\u00f6ffnungszeiten:<\/strong><\/p>\n<p>24.12.21: 12:00 \u2013 16:00 Uhr<\/p>\n<p>31.12.21: 12:00 \u2013 16:00 Uhr<\/p>\n<p>Am 07.01.2022 um 18 Uhr \u2013 <strong>Finissage<\/strong> mit Umtrunk mit Voranmeldung<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>F\u00fchrung durch die Ausstellung \u00abHeilige Frauen. D\u00e4monen. Toter Gott\u00bb<\/strong><\/p>\n<p><strong>Mit der Kuratorin Nina Gamsachurdia<\/strong><\/p>\n<p>Sa, 27. November, 11:30 Uhr<\/p>\n<p>So, 28. November, 15:00 Uhr<\/p>\n<p>Sa, 18. Dezember, 11:30 Uhr<\/p>\n<p>So, 19. Dezember 15:00 Uhr<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>F\u00fchrung durch die Ausstellung \u00abDostoevskij. FrauenBilder\u00bb<\/strong><\/p>\n<p><strong>Mit Prof. Dr. Elisabeth Cheaur\u00e9<\/strong><\/p>\n<p>Sa, 27. November, 13:00 Uhr<\/p>\n<p>Sa, 18. Dezember, 13:00 Uhr<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Anmeldung erforderlich bis jeweils drei Tage zuvor an: <a href=\"mailto:anmeldung@philosophicum.ch\">anmeldung@philosophicum.ch<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>RUSSISCHE KULTURTAGE TRILATERAL 2021 Dostoevskij. 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