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SUMMARY:OKTOBERKONZERT. (NEUE) „ANDERE UFER“
DESCRIPTION:Das traditionelle Oktoberkonzert zu Ehren von Marina Zwetajewa thematisiert Schicksale von Menschen\, die im Exil leben (müssen) – eine Erfahrung\, der sich nach der Revolution von 1917 auch Marina Zwetajewa ausgesetzt sah\, als sie in Berlin und Prag lebte und dann für lange Jahre weiter nach Paris flüchtete. \nBerlin. Charlottenburg (2026) ist der dritte und abschließende Teil der Trilogie der russischen Dramaturgin\, Regisseurin und Schriftstellerin Marina Davydova (seit 2022 im Exil). Nach den\ninternational gefeierten ersten beiden Produktionen Eternal Russia (Berlin\, 2017) und Museum of Uncounted Voices (Wiener Festwochen und Freiburg 2023) widmet sich Davydova erneut\nihrem Hauptthema: Verflechtungen von Geschichte\, Erinnerung und Gegenwart. Wie die beiden vorausgegangenen Werke bewegt sich auch Berlin. Charlottenburg zwischen Theater\, Performance und Geschichtsphilosophie. Die Protagonistin\, eine Schauspielerin im Exil\, begegnet Stimmen und Geistern – allen voran dem Geist Berlins: einer Stadt zwischen Freiheit\, politischem Umbruch und Exil\, damals wie heute. Der Titel der Veranstaltung bezieht sich auf den berühmten autobiografischen Text von Wladimir Nabokov Andere Ufer (1951). Nabokov erscheint auch in Davydovas Stück und irritiert.\nDie erste Aufführung des Stückes ist für das Festival „Voices“ in Berlin (November 2027) geplant. In Freiburg werden noch vor der Uraufführung Textauszüge präsentiert. \nDer Ausnahmepianist Nikolaj Medvedev begleitet die Lesung musikalisch mit Werken von Alexander Skrjabin\, Sergej Prokofjew\, Claude Debussy\, George Gershwin und Victor Ullmann. \n   \nMarina Davydova – Autorin\, Lesung und Kommentar\nNikolaj Medvedev – Klavier\nMarina Weis und Henry Meyer – Rezitation \nKooperation: Kultur über den Dächern\, Freiburg\nEintrittskarten: 20 €\, ermäßigt 10 €\, unter: kultur.humboldtsaal.de \nFotos © Masha Krichevskaya\, Dusia Sobol\, Valeria Mitelman\, privat
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SUMMARY:LITERARISCHER SALON. OSSIP MANDELSTAM. NACHKLÄNGE
DESCRIPTION:Ossip Mandelstam (1891-1938) darf als der wohl bedeutendste russisch-jüdische Dichter des 20. Jahrhunderts gelten und zugleich als eines der prominentesten Opfer des Stalinismus. Mandelstams Schicksal und sein unglaublicher Mut\, sich gegen den Diktator aufzulehnen\, haben ihn zu einem herausragenden Vertreter jener Kulturschaffenden in Russland werden lassen\, die sich – auch heute – einem menschenverachtenden Regime entgegenstemmen. \nDer Abend zu Ehren Mandelstams verbindet ausgewählte poetische Werke und deren neue Vertonungen durch Detlef Heusinger mit luziden Mandelstam-Texten von Paul Celan und spürt zudem den Verbindungen zu Franz Schubert nach. \nInga Schäfer – Sopran\nDetlef Heusinger – Gitarre\nMaria Thorgevskaja – Rezitation\, Gitarre\nElisabeth Cheauré – Szenarium und Kommentare \nAlle Besucher werden gebeten\, sich mindestens einen Tag vor der gewünschten Veranstaltung unter info@jg-fr.de anzumelden.\nZu Ihrer und unserer Sicherheit müssen umfassende Kontrollen durchgeführt werden. \nUm einen zügigen Einlass zu gewähren und um die Veranstaltung pünktlich beginnen zu können\, bitten wir um frühzeitiges Erscheinen ab einer Stunde vor dem jeweiligen Veranstaltungsbeginn. \nBitte führen Sie unbedingt einen gültigen Personalausweis oder Reisepass mit und verzichten Sie auf das Mitbringen von großen Taschen\, Rucksäcken\, langen\, spitzen und anderen gefährlichen Gegenständen\, da dies die Kontrollen unnötig verlängert. \nFoto: Ossip Mandelstam 1934. Wikicommons
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SUMMARY:Vernissage. ULRIKE GERST. LICHT FARBE ARCHITEKTUR. Impressionen aus Armenien
DESCRIPTION:Vernissage\nAusstellungsdauer\n06.11. – 06.12.2026 \nIm März dieses Jahres reiste die Künstlerin Ulrike Gerst mit der Freiburger Kulturdelegation des Zwetajewa-Zentrums für zehn Tage nach Armenien. Die dortigen Eindrücke wurden zu einer Inspirationsquelle für ihre aktuellen Arbeiten. Während ihres Aufenthalts setzte sie sich intensiv mit der außergewöhnlichen Topografie und der vielschichtigen Architektur des Landes auseinander. Bei ihren Spaziergängen durch die Stadt hielt sie die besondere Architektur und Atmosphäre fotografisch fest. So fing sie kleine\, atmosphärische Miniaturen sowie das Zusammenspiel von Licht\, Architektur und Farbe ein. Ein besonderer Fokus lag dabei auf den ungewöhnlichen Kombinationen von armenischer und russischer Moderne. In ihren Bildern fängt sie das spannungsreiche Nebeneinander aus historischem Erbe\, sowjetischer Moderne und einer rasanten postsowjetischen Globalisierung ein\, das die heutige Architekturlandschaft des Landes so spürbar prägt. \nDiese Ausstellung zeigt\, wie Ulrike Gerst in ihren neuen Werken vielschichtige visuelle Fragmente und architektonische Kontraste\nkünstlerisch umsetzt. \nUlrike Gerst wurde in Neustadt an der Weinstraße geboren und studierte zunächst an der PH Freiburg\, anschließend Malerei an der Freien Hochschule für Grafik-Design & Kunst Freiburg. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Freiburg und Berlin.\nwww.ulrikegerst.de \nAls visuelle Ergänzung und Begleitprogramm zur Ausstellung hat sich Ulrike Gerst den Film ASHIK KERIB von Sergej Paradschanow gewünscht (siehe 06.12.2026). \nBild © Ulrike Gerst
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DESCRIPTION:  \nAusstellungsdauer\n06.11. – 06.12.2026 \nIm März dieses Jahres reiste die Künstlerin Ulrike Gerst mit der Freiburger Kulturdelegation des Zwetajewa-Zentrums für zehn Tage nach Armenien. Die dortigen Eindrücke wurden zu einer Inspirationsquelle für ihre aktuellen Arbeiten. Während ihres Aufenthalts setzte sie sich intensiv mit der außergewöhnlichen Topografie und der vielschichtigen Architektur des Landes auseinander. Bei ihren Spaziergängen durch die Stadt hielt sie die besondere Architektur und Atmosphäre fotografisch fest. So fing sie kleine\, atmosphärische Miniaturen sowie das Zusammenspiel von Licht\, Architektur und Farbe ein. Ein besonderer Fokus lag dabei auf den ungewöhnlichen Kombinationen von armenischer und russischer Moderne. In ihren Bildern fängt sie das spannungsreiche Nebeneinander aus historischem Erbe\, sowjetischer Moderne und einer rasanten postsowjetischen Globalisierung ein\, das die heutige Architekturlandschaft des Landes so spürbar prägt. \nDiese Ausstellung zeigt\, wie Ulrike Gerst in ihren neuen Werken vielschichtige visuelle Fragmente und architektonische Kontraste\nkünstlerisch umsetzt. \nUlrike Gerst wurde in Neustadt an der Weinstraße geboren und studierte zunächst an der PH Freiburg\, anschließend Malerei an der Freien Hochschule für Grafik-Design & Kunst Freiburg. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Freiburg und Berlin.\nwww.ulrikegerst.de \nAls visuelle Ergänzung und Begleitprogramm zur Ausstellung hat sich Ulrike Gerst den Film ASHIK KERIB von Sergej Paradschanow gewünscht (siehe 06.12.2026). \nBild © Ulrike Gerst
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SUMMARY:BIRGIT VIRNICH. „LEBEN TROTZ ALLEM“
DESCRIPTION:Wie finden Frauen in der Ukraine unter traumatischen Bedingungen aus Angst und Ohnmacht zurück ins Handeln? Dieser Frage geht die Autorin und langjährige ARDAuslandskorrespondentin Birgit Virnich in ihrem Buch Leben trotz allem nach. Im Zentrum steht die Tierärztin Valentyna Zhelezko\, die während der russischen Besatzung mit ihrer Familie zehn Tage in einem Keller bei Butscha ausharrt und sich später den „Hexen von Butscha“ anschließt\, einer zivilen Freiwilligengruppe zur Drohnenabwehr\, um sich nie wieder so ohnmächtig zu fühlen. Währenddessen bauen ihre älteren Söhne Drohnen für die ukrainische Verteidigung. \nSie halten ihr Land nicht nur zusammen – sie verändern es. \n  \nMit großer Nähe erzählt Birgit Virnich von Verlust und Verantwortung\, aber auch von Humor\, Hoffnung und dem unbeirrbaren Versuch\, das Leben nicht dem Krieg zu überlassen. Sie reduziert Ukrainerinnen nicht auf die Rolle von Opfern oder Bittstellerinnen\, sondern zeigt sie als Handelnde\, von deren Erfahrungen auch Europa lernen kann. Was hält Menschen\nund Gesellschaften unter größtem Druck handlungsfähig? Und wird der Krieg die Stellung der Frauen in der Ukraine dauerhaft\nverändern? \nModeration: Prof. Dr. Sabine Rollberg\nDiskussionspartner: Oberstaatsanwalt Klaus Hoffmann \nBirgit Virnich war mehr als 25 Jahre lang für die ARD in unterschiedlichen Regionen der Welt tätig – immer wieder auch in Kriegs- und Krisengebieten. 2001 berichtete sie aus New York über die Anschläge auf das World Trade Center. Ihre Stationen als ARD-Auslandskorrespondentin führten sie nach Afrika\, Russland\, in die Ukraine und in weitere Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Seit dem Maidan 2014 begleitet sie die Ukraine journalistisch. Sie dokumentierte\, wie Russland seinen Krieg gegen das Land von der Annexion der Krim und den Kämpfen im Donbas bis zur Vollinvasion ausweitete. Ab 2023 war sie am Aufbau des ARD-Fernsehstudios in Kyjiw beteiligt. Für Tagesschau\, Tagesthemen und Weltspiegel machte sie vor allem sichtbar\, wie Menschen im Krieg überleben und ihren Alltag bewahren. Ihre Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet. \nKlaus Hoffmann\, Oberstaatsanwalt in Freiburg\, war von Mai 2022 bis Oktober 2024 als internationaler Berater für die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft in Kyjiw tätig. Zuvor wirkte er u.a. 2005 bis 2010 als Staatsanwalt am UNKriegsverbrechertribunal für das ehemalige Jugoslawien. \nProf. Dr. Sabine Rollberg\, gebürtige Freiburgerin\, ehemalige WDR-Redakteurin\, ARD-Auslandskorrespondentin\, ARTEChefredakteurin und Dozentin an der Kunsthochschule für Medien in Köln\, unterrichtet seit ihrem Ruhestand am University College und am Frankreichzentrum der Albert-Ludwigs- Universität Freiburg. \nEintritt frei \nFotos: Tierärztin Valentyna Zhelezko\, Menschenrechtsanwältin Oleksandra Matwitschuk © Birgit Virnich \nBild © Annika Fusswinkel
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LOCATION:SWR Studio Freiburg\, Kartäuserstraße 45\, Freiburg\, 79102
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SUMMARY:OLGA NIKONOVA. MAPPING FALLOUT MEMORY. Die unsichtbaren Grenzen einer der größten Nuklearkatastrophen des 20. Jahrhunderts
DESCRIPTION:Der Vortrag widmet sich der Kyshtym-Katastrophe von 1957 und ihren langfristigen ökologischen und gesellschaftlichen Folgen im Südural. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage\, wie Wissen und Erinnerung an die Katastrophe räumlich und kulturell begrenzt wurden. Ausgehend vom Konzept der fallout memory wird untersucht\, in welchem Verhältnis die Geographie der radioaktiven Belastung zur Geographie ihrer gesellschaftlichen Wahrnehmung und Erinnerung steht. \n \nProf. Dr. Olga Nikonova\, Historikerin\, war Professorin und Leiterin des Lehrstuhls für russische und internationale Geschichte an der Süd-Uralischen Staatlichen Universität in Tscheljabinsk.\nSeit 2024 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Tübingen und der Humboldt-Universität zu Berlin tätig. In ihrer aktuellen Forschung beschäftigt sie sich mit den ökologischen Folgen des sowjetischen Atomprojekts und deren gesellschaftlicher und erinnerungskultureller Aufarbeitung in Russland und Kasachstan. \nEintritt frei
URL:https://www.zwetajewa-zentrum.de/en/veranstaltung/olga-nikonova-mapping-fallout-memory-die-unsichtbaren-grenzen-einer-der-groessten-nuklearkatastrophen-des-20-jahrhunderts/
LOCATION:Alte Universität\, Max-Kade-Auditorium 2\, Bertoldstr. 17\, Freiburg\, 79098
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SUMMARY:ANTON LIAVITSKI. THE COLLAPSE OF THE SOVIET UNION AS A PARTITION
DESCRIPTION:Dieser Vortrag analysiert\, wie die belarussische und ukrainische Öffentlichkeit um 1990 die Erfahrungen mit dem sowjetischen Föderalismus sowie dessen gewaltsamem Ende diskutierte. Aus dieser Perspektive erscheint der Zerfall der UdSSR nicht als die Befreiung bereits bestehender Nationen\, sondern als eine Teilung: Statt die Spannungen innerhalb eines multiethnischen Gemeinwesens zu lösen\, brachte sie neue Hierarchien\, Spannungen und Konflikte hervor. \n \nDr. Anton Liavitski forscht und lehrt seit Mai 2026 am Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte an der Universität Freiburg.\nSeine Forschungsschwerpunkte liegen in der Geschichte der Demokratie\, der Nationalismusforschung und der sowjetischen Geschichte.\nNach seiner Promotion an der Ludwig-Maximilians-Universität München (2022) war er unter anderem an der Central European University in Budapest und an der Universität St. Gallen tätig. Seine Aufsätze erschienen in Europe-Asia Studies\, Archiv für Sozialgeschichte und Kritika. \nEintritt frei \nFoto: Banner in Markizivka\, Ukraine. Wikicommons
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SUMMARY:OLGA ULYBYSHEVA. TARKOWSKIJ – EIN JAHRHUNDERTREGISSEUR. Leben und künstlerisches Credo
DESCRIPTION:Andrej Tarkowskij (1932–1986) zählt zu den bedeutendsten Regisseuren des 20. Jahrhunderts und ist einer der bekanntesten sowjetischen und osteuropäischen Filmemacher. Seine Filme waren wegweisend für Generationen von Filmschaffenden\, haben Kultstatus und finden sich auf zahlreichen Listen der besten Filme aller Zeiten. Wim Wenders nannte ihn neben Yasujirō Ozu und François Truffaut einen der „drei Engel des Kinos“. \nSein Werk lässt sich immer wieder neu interpretieren – entscheidend ist\, dass seine Filme weiterhin gesehen werden. Denn Tarkowskijs Bilder entfalten eine Wirkung\, die lange nach dem Film anhält und sich tief ins Gedächtnis einschreibt. \nDer Vortrag\, zugleich Auftakt der großen Tarkowskij-Retrospektive im Kommunalen Kino (siehe folgende Seiten)\, widmet sich dem Leben und Werk eines der großen Visionäre des Kinos. Es werden Tarkowskijs künstlerische Biografie und seine Filme ebenso vorgestellt wie seine nicht realisierten Projekte und die zentralen Themen seines Werks. Zudem wird gefragt\, wie wir Tarkowskijs Filme heute sehen und lesen können. \nOlga Ulybysheva ist Filmkuratorin\, Übersetzerin\, Herausgeberin russischsprachiger Ausgaben filmtheoretischer Werke sowie Mitarbeiterin der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF. \nIm Anschluss an den Vortrag wird im Kommunalen Kino mit Iwans Kindheit der erste Film der Retrospektive gezeigt (siehe folgende Seite). \nFoto: Andrei Tarkovsky filming The Mirror in Tuchkovo 1974. Wikicommons
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SUMMARY:IWANS KINDHEIT. Regie: Andrej Tarkowskij. Film mit Einführung
DESCRIPTION:Sowjetunion 1962\, OmU\, 96 Min.\nBuch: Andrej Tarkowskij\, Andrej Konchalowskij / Kamera: Wadim Jussow / Schnitt: Ljudmila Feiginowa \nTarkowskij schildert die Zerstörung einer Kindheit durch den Krieg. Der 12-jährige Iwan (sein Vater ist gefallen\, die Mutter verschollen) stößt während des Zweiten Weltkrieges im Dnjepr- Gebiet zur Roten Armee und betätigt sich als Späher sowie als Kurier zwischen Roter Armee und Partisanen; er widersetzt sich allen Versuchen\, ihn ins Hinterland zu schicken. Eines Tages kehrt er von einem Erkundungsgang hinter die feindlichen Linien nicht zurück. \nIwans Kindheit ist ein Antikriegsfilm ungewöhnlicher Art: Ständig überlagert sich in ihm das manifeste Geschehen mit Träumen\, Erinnerungen\, Phantasien. Ein imaginärer Bereich entfaltet sich\, der meist aus Gegenbildern zur Wirklichkeit besteht\, Bildern der vom Krieg nicht tangierten Kindheit\, Erinnerungen an die Mutter und Schwester\, in denen sich Projektionen des Glücks mit unheimlichen surrealistischen Chiffren vermischen. \nTarkowskij liefert mit Iwans Kindheit das Manifest einer neuen poetischen Kinematographie\, für sein Spielfilmdebüt bekam er den Goldenen Löwen – den Hauptpreis der Filmfestspiele von Venedig. \nEinführung: Olga Ulybysheva \nFilmstill: Iwans Kindheit
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LOCATION:Kommunales Kino\, Urachstraße 40\, Freiburg\, 79102
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SUMMARY:DIE WALZE UND DIE GEIGE. Regie: Andrej Tarkowskij. Film mit Einführung
DESCRIPTION:Sowjetunion 1961\, OmU\, 46 Min.\nBuch: S. Bachmetjewa\, Andrej Konchalowskij\, Andrej Tarkowskij / Kamera: Wadim Jussow\, Schnitt: Ljubow Butusowa \nMit Die Walze und die Geige schuf Andrej Tarkowskij seinen Diplomfilm an der Moskauer Filmhochschule VGIK und zugleich ein frühes Werk\, in dem sich bereits wesentliche Motive seines späteren Kinos ankündigen. Im Mittelpunkt steht der siebenjährige Sascha\, ein sensibler Junge\, der Geige spielt und sich dadurch von den anderen Kindern in seinem Moskauer Wohnviertel unterscheidet. \nAls Sascha von anderen Jungen bedrängt wird\, kommt ihm Sergej\, der Fahrer einer Straßenwalze\, zu Hilfe. Zwischen dem Arbeiter und dem Jungen entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft\, in der zwei scheinbar gegensätzliche Welten aufeinandertreffen: die körperliche Arbeit des Straßenbauers und die empfindsame Welt der Musik. Beide beginnen\, die Welt des jeweils anderen kennenzulernen. \nEinführung: Olga Ulybysheva \nFilmstill: Die Walze und die Geige
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SUMMARY:ANDREJ RUBLJOW. Regie: Andrej Tarkowskij. Film mit Einführung
DESCRIPTION:Sowjetunion 1966\, OmU\, 165 Min.\nBuch: Andrej Tarkowskij\, Andrej Konchalowskij / Kamera: Wadim Jussow / Schnitt: Ljudmila Feiginowa \nMit Andrej Rubljow schuf Andrej Tarkowskij ein monumentales historisches Epos und zugleich eine der bedeutendsten Parabeln des modernen Kinos. Der Film erzählt in sieben Episoden aus dem Leben des russischen Ikonen- und Freskenmalers Andrej Rubljow und entwirft dabei ein eindringliches Bild des mittelalterlichen Russland – geprägt von Gewalt\, Glauben\, Macht und gesellschaftlichen Umbrüchen. \nTarkowskij interessiert sich jedoch weniger für eine klassische Künstlerbiografie als für die Frage nach der Verantwortung des Künstlers in einer Zeit der Gewalt. Rubljow erlebt Krieg\, Grausamkeit und religiöse Konflikte und gerät zunehmend in eine persönliche und künstlerische Krise. Erst die Begegnung mit einem jungen Glockengießer führt ihn zurück zur schöpferischen Kraft und zum Vertrauen in die Kunst. \nWegen seiner düsteren und politisch unbequemen Darstellung wurde der Film von der sowjetischen Zensur lange zurückgehalten. \nEinführung: Olga Ulybysheva \nFilmstill: Andrej Rubljow
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SUMMARY:ANDREJ RUBLJOW. Regie: Andrej Tarkowskij. Film mit Einführung
DESCRIPTION:Sowjetunion 1966\, OmU\, 165 Min.\nBuch: Andrej Tarkowskij\, Andrej Konchalowskij / Kamera: Wadim Jussow / Schnitt: Ljudmila Feiginowa \nMit Andrej Rubljow schuf Andrej Tarkowskij ein monumentales historisches Epos und zugleich eine der bedeutendsten Parabeln des modernen Kinos. Der Film erzählt in sieben Episoden aus dem Leben des russischen Ikonen- und Freskenmalers Andrej Rubljow und entwirft dabei ein eindringliches Bild des mittelalterlichen Russland – geprägt von Gewalt\, Glauben\, Macht und gesellschaftlichen Umbrüchen. \nTarkowskij interessiert sich jedoch weniger für eine klassische Künstlerbiografie als für die Frage nach der Verantwortung des Künstlers in einer Zeit der Gewalt. Rubljow erlebt Krieg\, Grausamkeit und religiöse Konflikte und gerät zunehmend in eine persönliche und künstlerische Krise. Erst die Begegnung mit einem jungen Glockengießer führt ihn zurück zur schöpferischen Kraft und zum Vertrauen in die Kunst. \nWegen seiner düsteren und politisch unbequemen Darstellung wurde der Film von der sowjetischen Zensur lange zurückgehalten. \nEinführung: Olga Ulybysheva \nFilmstill: Andrej Rubljow
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SUMMARY:ASHIK KERIB. Regie: Sergej Paradschanow\, Dodo Abaschidse
DESCRIPTION:Georgische SSR 1988\, 73 Min.\nBuch: Gia Badridse/ Kamera: Albert Jawurja / Musik: Cavanşir Quliyev \n„Parajanovs letzter Film basiert auf einer Versdichtung des russischen Romantikers Michail Lermontow und erzählt die Geschichte des Wandersängers Kerib\, der sich in die Tochter eines Kaufmanns verliebt. Dieser schickt den jungen Poeten erst einmal auf eine tausendtägige Reise\, damit er sein Glück mache. Ein in der Gegend um Baku (Aserbaidschan) gedrehter\, vielsprachiger\, farbenprächtiger Bilderreigen wie aus 1001 Nacht\, reich an Ornamenten\, Metaphern und Symbolen\, in sorgfältig gestalteten Bildkompositionen\, voller Wärme und (Selbst-)Ironie.“ (Arsenal Filminstitut) \nParadschanows filmische Bildwelten begreifen die armenische Kultur ebenfalls als ein tiefes Geflecht aus Symbolen\, Ritualen und Ornamenten. Seine Werke zeigen das Land nicht als realistischen Schauplatz\, sondern als einen poetischen Erinnerungsraum\, in dem Mythos\, Geschichte und bildende Kunst untrennbar miteinander verschmelzen. Paradschanows letzter Film ist dem Freund Andrej Tarkowskij gewidmet. \nAls visuelle Ergänzung und Begleitprogramm zur Ausstellung von Ulrike Gerst (06.11. – 06.12.26) wünschte sich die Künstlerin den Film Ashik Kerib von Sergej Paradschanow. \nEinführung: Arman Kazarjan \nMit freundlicher Unterstützung und digital restauriert vom Georgian National Film Center \nFilmstill: Ashik Kerib
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SUMMARY:TRANSIT TIMES. Regie: Ana-Felicia Scutelnicu. Film mit Einführung und Gespräch
DESCRIPTION:Deutschland\, Rumänien\, Moldawien 2026\, 133 Min.\nBuch: Ana-Felicia Scutelnicu / Kamera: Javier Palicio\, Schnitt: Ecaterina Iaschevici\, Dana Bunescu \nDer Spielfilm erzählt von einer Familie im Moldawien der 1990er Jahre – in einer Zeit zwischen Aufbruch\, Unsicherheit und der Suche nach einem besseren Leben. Im Zentrum stehen Zina\,\nihr Mann Victor und ihre Tochter Eva\, die in einem Hinterhof im Herzen von Chișinău leben und mit den schwierigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnissen nach dem Zerfall der Sowjetunion kämpfen. \nMit großer Nähe zu seinen Figuren zeichnet der Film das Porträt einer Familie\, die trotz Armut\, Verlust und Zukunftsängsten versucht\, ihre Hoffnung und ihren Zusammenhalt zu bewahren. Dabei entsteht ein eindringliches Bild eines Landes im Wandel – zwischen dem\, was zurückbleibt\, und der leisen Hoffnung\, dass irgendwo ein neuer Anfang möglich ist. \nIm Anschluss Gespräch mit der Regisseurin Ana-Felicia Scutelnicu. \nFilmstill: Transit times \n 
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SUMMARY:OLGA SHPARAGA. POST-MIGRANT RELATIONSHIPS FROM A FEMINIST PERSPECTIVE: A BELARUSIAN CASE
DESCRIPTION:The year 2020 served as a catalyst for the formation of a Belarusian diaspora-community around the world: as a result of the repression that followed the mass protests\, between 500\,000 and 1 million people left Belarus\, many of whom are forced migrants. What I have observed over the past six years is an active Belarusian diaspora-community. It is scattered across various countries and cities and has political representation\, supported by online communication channels and various offline events. Various civil society and cultural initiatives are also visible and play an important role in maintaining ties within this community. In my lecture\, I would like to focus on the various care practices observed within the Belarusian diasporacommunity\, which have already been the subject of literary works and research. My hypothesis is that a significant portion of these practices can be fruitfully examined from a post-migrant perspective. \nOlga Shparaga\, PhD (b. 1974 in Minsk) is a philosopher\, Visiting Scholar at the Institute of Philosophy at the University Hagen. She taught philosophy at the European College of Liberal Arts in Minsk (ECLAB) until 2021\, which she co-founded in 2014. She also taught philosophy at the European Humanities University in Minsk (2001-2004) and Vilnius (2005-2014 in exile). \nIn 2024 Olga Shparaga was awarded with the “Voltaire Prize for Tolerance\, International Understanding and Respect for Differences” by the the University of Potsdam. In the winter semester of 2024/25\, she was a Käthe Leichter visiting professor at the University of Vienna. \nBild © FernUni in Hagen
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SUMMARY:SOLARIS. Regie: Andrej Tarkowskij. Film mit Einführung
DESCRIPTION:Sowjetunion 1972\, OmU\, 166 Min. \nBuch: Friedrich Gorenstein\, Andrej Tarkowskij / Kamera: Wadim Jussow / Schnitt: Ljudmila Feiginowa \nAuf der Grundlage des Romans von Stanisław Lem erzählt Tarkowskij die Reise des Psychologen Kris Kelvin zu einer Raumstation im Orbit des Planeten Solaris\, um die rätselhaften Vorkommnisse auf der dortigen Forschungsstation zu untersuchen. \nNach und nach erkennt Kelvin\, dass der geheimnisvolle Ozean auf Solaris die Träume\, Ängste und Schuldgefühle der Männer der Raumstation zu materialisieren vermag. Für Kelvin wird die Reise ins All dadurch zu einer Reise in die eigene Vergangenheit. Die Begegnung mit seiner verstorbenen Frau zwingt ihn\, sich mit Schuld\, Verlust und einer Liebe auseinanderzusetzen\, die er längst hinter sich glaubte. \nEinführung: Aileen Otto \nFilmstill: Solaris
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DESCRIPTION:Sowjetunion 1972\, OmU\, 166 Min. \nBuch: Friedrich Gorenstein\, Andrej Tarkowskij / Kamera: Wadim Jussow / Schnitt: Ljudmila Feiginowa \nAuf der Grundlage des Romans von Stanisław Lem erzählt Tarkowskij die Reise des Psychologen Kris Kelvin zu einer Raumstation im Orbit des Planeten Solaris\, um die rätselhaften Vorkommnisse auf der dortigen Forschungsstation zu untersuchen. \nNach und nach erkennt Kelvin\, dass der geheimnisvolle Ozean auf Solaris die Träume\, Ängste und Schuldgefühle der Männer der Raumstation zu materialisieren vermag. Für Kelvin wird die Reise ins All dadurch zu einer Reise in die eigene Vergangenheit. Die Begegnung mit seiner verstorbenen Frau zwingt ihn\, sich mit Schuld\, Verlust und einer Liebe auseinanderzusetzen\, die er längst hinter sich glaubte. \nEinführung: Aileen Otto \nFilmstill: Solaris
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SUMMARY:DER SPIEGEL. Regie: Andrej Tarkowskij. Film mit Einführung
DESCRIPTION:Sowjetunion 1975\, OmU\, 108 Min. \nBuch: Andrej Tarkowskij\, Alexander Mischarin / Kamera: Georgi Rerberg / Schnitt: Ljudmila Feiginowa \nTarkowskij wollte mit diesem Film „über all das sprechen\, was mir am kostbarsten ist“ – unmittelbar und ohne erzählerische Konventionen. In dem stark autobiografisch bestimmten Film gibt der Protagonist sein Leben\, seine Erinnerungen\, seine Ängste und Obsessionen preis. Er ist Sohn geschiedener Eltern\, auf der Suche nach der verlorenen Zeit und nach der eigenen Identität. Sein privates Schicksal ist verbunden mit den gesellschaftlichen Erschütterungen und Umbrüchen der Sowjetunion zwischen 1930 und den 70er Jahren. \nTarkowskij macht die Erinnerung selbst zur Struktur des Films: Bilder\, Stimmen\, Gedichte\, Musik und Archivaufnahmen verbinden sich zu einem Bewusstseinsstrom. Er arbeitete an zahlreichen Fassungen\, bevor die komplexe Struktur des Films ihre endgültige Form fand. Wie viele seiner Werke ist Der Spiegel von Malerei\, Musik und Poesie geprägt. \nEinführung: Neriman Bayram \nFilmstill: Der Spiegel
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SUMMARY:STALKER. Regie: Andrej Tarkowskij. Film mit Einführung
DESCRIPTION:Sowjetunion 1979\, OmU\, 163 Min. / Buch: Arkadi und Boris Strugazki\, Andrej Tarkowskij / Kamera: Alexander Knjaschinski\, Georgi Rerberg / Schnitt: Ljudmila Feiginowa \nEin Schriftsteller und ein Wissenschaftler begeben sich unter der Führung eines geheimnisvollen Stalkers in die verbotene „Zone“. Im Zentrum der Zone befindet sich ein geheimnisvoller Raum\, in dem sich angeblich die tiefsten Wünsche eines Menschen erfüllen. Doch der Weg dorthin ist weder geradlinig noch ungefährlich. Der Stalker kennt die Regeln der Zone und führt seine Begleiter durch eine Landschaft\, in der sich äußere Realität und innere Erfahrung zunehmend vermischen. \nDie Expedition wird zur Reise in die Innenwelt der Protagonisten\, ins Imaginäre\, ins Schweigen. \nEinführung: Prof. Dr. Franz Leithold \nFilmstill: Stalker
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DESCRIPTION:Sowjetunion 1979\, OmU\, 163 Min. / Buch: Arkadi und Boris Strugazki\, Andrej Tarkowskij / Kamera: Alexander Knjaschinski\, Georgi Rerberg / Schnitt: Ljudmila Feiginowa \nEin Schriftsteller und ein Wissenschaftler begeben sich unter der Führung eines geheimnisvollen Stalkers in die verbotene „Zone“. Im Zentrum der Zone befindet sich ein geheimnisvoller Raum\, in dem sich angeblich die tiefsten Wünsche eines Menschen erfüllen. Doch der Weg dorthin ist weder geradlinig noch ungefährlich. Der Stalker kennt die Regeln der Zone und führt seine Begleiter durch eine Landschaft\, in der sich äußere Realität und innere Erfahrung zunehmend vermischen. \nDie Expedition wird zur Reise in die Innenwelt der Protagonisten\, ins Imaginäre\, ins Schweigen. \nEinführung: Prof. Dr. Franz Leithold \nFilmstill: Stalker
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SUMMARY:PAULA OPPERMANN. THUNDER CROSS: FASCIST ANTISEMITISM IN TWENTIETH-CENTURY LATVIA. Buchpräsentation und Diskussion
DESCRIPTION:Die 1932 gegründete Partei „Donnerkreuz“ (Pērkonkrusts) war zu Beginn des 20. Jahrhunderts die bedeutendste rechtsgerichtete Partei Lettlands. Ihr Motto – „Lettland den Letten!“ – spiegelte die ultranationalistische Rhetorik ähnlicher Bewegungen in ganz Europa zu dieser Zeit wider. Der Antisemitismus\, der den Kern der Ideologie von Pērkonkrusts bildete\, blieb während des gesamten 20. Jahrhunderts eine treibende Kraft für die lettischen Faschisten und hielt sich trotz sich wandelnder historischer und politischer Kontexte. \nDr. Paula A. Oppermann forscht zur Geschichte des Antisemitismus\, Faschismus und Holocaust in Lettland und Deutschland. Sie studierte Geschichte und Baltistik an der Universität Greifswald und Holocaustund Genozidstudien an der Uppsala Universitet. 2022 wurde sie mit einer Arbeit über Pērkonkrusts an der University of Glasgow promoviert\, die 2025 bei University of Wisconsin Press unter dem Titel Thunder Cross. Fascist Antisemitism in Twentieth Century Latvia erschien.
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LOCATION:Alte Universität\, Max-Kade-Auditorium 2\, Bertoldstr. 17\, Freiburg\, 79098
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SUMMARY:DAS OPFER. Regie: Andrej Tarkowskij. Film mit Einführung
DESCRIPTION:Schweden/Großbritannien/Frankreich 1986\, OmU\, 149 Min.\nBuch: Andrej Tarkowskij / Kamera: Sven Nykvist / Schnitt: Andrej Tarkowskij\, Michal Leszczylowski \nMit Das Opfer schuf Andrej Tarkowskij seinen letzten Film und zugleich eines seiner konzentriertesten Werke. Das Kammerspiel erzählt von Alexander\, einem ehemaligen Schauspieler und Philosophen\, der seinen Geburtstag mit Familie und Freunden in einem abgelegenen Haus auf der schwedischen Insel Gotland feiert. Die Nachricht von einem drohenden Atomkrieg verändert plötzlich alles. \nWährend die Welt vor einer möglichen Katastrophe steht\, gerät Alexanders bisheriges Leben aus den Fugen. In seiner Verzweiflung sucht er nach einer Möglichkeit\, das drohende Unheil abzuwenden\, und ist bereit\, dafür ein persönliches Opfer zu bringen. Die langen\, virtuosen Einstellungen verleihen dem Geschehen eine eigentümliche Ruhe und zugleich eine wachsende Spannung. Wie in vielen seiner Filme wird auch hier das Haus zu einem zentralen Ort der Erinnerung und des Verfalls. \nDie Zusammenarbeit mit dem Kameramann Sven Nykvist und dem Schauspieler Erland Josephson verweist auf Tarkowskijs enge Verbindung zur filmischen Welt Ingmar Bergmans. Zugleich bleibt Das Opfer unverkennbar Tarkowskijs eigenes Werk: eine Meditation über die Zerbrechlichkeit des Lebens. \nEinführung: Ida Kaever \nFilmstill: Das Opfer
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DESCRIPTION:Schweden/Großbritannien/Frankreich 1986\, OmU\, 149 Min.\nBuch: Andrej Tarkowskij / Kamera: Sven Nykvist / Schnitt: Andrej Tarkowskij\, Michal Leszczylowski \nMit Das Opfer schuf Andrej Tarkowskij seinen letzten Film und zugleich eines seiner konzentriertesten Werke. Das Kammerspiel erzählt von Alexander\, einem ehemaligen Schauspieler und Philosophen\, der seinen Geburtstag mit Familie und Freunden in einem abgelegenen Haus auf der schwedischen Insel Gotland feiert. Die Nachricht von einem drohenden Atomkrieg verändert plötzlich alles. \nWährend die Welt vor einer möglichen Katastrophe steht\, gerät Alexanders bisheriges Leben aus den Fugen. In seiner Verzweiflung sucht er nach einer Möglichkeit\, das drohende Unheil abzuwenden\, und ist bereit\, dafür ein persönliches Opfer zu bringen. Die langen\, virtuosen Einstellungen verleihen dem Geschehen eine eigentümliche Ruhe und zugleich eine wachsende Spannung. Wie in vielen seiner Filme wird auch hier das Haus zu einem zentralen Ort der Erinnerung und des Verfalls. \nDie Zusammenarbeit mit dem Kameramann Sven Nykvist und dem Schauspieler Erland Josephson verweist auf Tarkowskijs enge Verbindung zur filmischen Welt Ingmar Bergmans. Zugleich bleibt Das Opfer unverkennbar Tarkowskijs eigenes Werk: eine Meditation über die Zerbrechlichkeit des Lebens. \nEinführung: Ida Kaever \nFilmstill: Das Opfer
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SUMMARY:BRIGITTE VAN KANN. ACH\, ODESSA... Ein Stadtporträt mit Bildern und Geschichten
DESCRIPTION:Welche andere europäische Stadt hätte so lebendige Mythen hervorgebracht wie Odessa? \nDabei ist die Hafenstadt am Schwarzen Meer mit gerade einmal 230 Jahren Europas jüngste Metropole. Seit der Gründung durch Katharina die Große 1794 lockte Odessa mit Freiheiten und Aufstiegsmöglichkeiten\, die es sonst nirgends gab. Menschen aus aller Herren Länder\, aller Berufe\, Sprachen und Religionen waren willkommen. Gemeinsam erschufen sie einen der großen europäischen Sehnsuchtsorte: prachtvoll\, von immensem wirtschaftlichem und kulturellem Reichtum. \nHeute ist Odessa eine ukrainische Stadt im Krieg\, die um ihr Überleben kämpft – und sich vielfach von ihrer russischen Vergangenheit lösen will. \nBrigitte van Kann\, Slawistin aus Hamburg\, berichtet von ihrer Reise nach Odessa im Oktober 2025. \nHeinzl Spagl liest Odessaer Geschichten von Isaak Babel und vielen anderen. \nEine Kooperationsveranstaltung mit dem Literaturhaus Freiburg\, das in diesem Jahr ebenfalls sein 10-jähriges Bestehen feiert.\nFoto: Opernhaus in Odessa
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LOCATION:Literaturhaus Freiburg\, Bertoldstr. 17 (Torbogen)\, Freiburg\, 79098
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SUMMARY:NOSTALGHIA. Regie: Andrej Tarkowskij. Film mit Einführung
DESCRIPTION:Italien/Sowjetunion 1983\, OmU\, 125 Min. / Buch: Andrej Tarkowskij\, Tonino Guerra / Kamera: Giuseppe Lanci / Schnitt: Amedeo Salfa \nDer russische Schriftsteller Andrej Gortschakow reist nach Italien\, um über einen russischen Komponisten zu recherchieren\, der dort einst lebte. Doch fern von seiner Heimat gerät er zunehmend in einen Zustand der Entfremdung und Sehnsucht. In dem geheimnisvollen Domenico begegnet er einem Mann\, dessen radikales Verhalten zwischen Vision\, Glauben und Wahnsinn schwankt. \nNostalghia ist Tarkowskijs erster außerhalb der Sowjetunion entstandener Spielfilm und zugleich stark von seiner eigenen Erfahrung des Exils geprägt. Die Sehnsucht nach der Heimat wird zu einer existenziellen Erfahrung. Italienische Landschaften\, verlassene Gebäude\, Wasser und Nebel verbinden sich zu einer melancholischen\, traumartigen Welt. \nEinführung: Arman Kazarjan \nFilmstill: Nostalghia
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SUMMARY:MICHAEL THUMANN. EUROPAS NEUE TEILUNG
DESCRIPTION:Wladimir Putin hat Russland vom Rest Europas entfernt wie kaum ein russischer Herrscher vor ihm. Mit dem Angriffskrieg gegen die Ukraine hat er den Kontinent nachhaltiger geteilt als im Kalten Krieg. Das russische Regime und die Propaganda stellen Europa als einen Feind dar\, der einerseits gefährlich und andererseits dem unausweichlichen Untergang geweiht sei. Darüber hinaus hat Putin gezielt und systematisch die deutschrussischen Beziehungen auf staatlicher und gesellschaftlicher Ebene zerrüttet. Mit neuen Gesetzen und mittels der willfährigen Justiz hat er die einst blühenden zivilgesellschaftlichen Verflechtungen gekappt. Das Vermögen und die Investitionen europäischer Firmen in Russland hat er einziehen und verteilen lassen. Unangemessene Entscheidungen in Europa und Deutschland vertiefen die Spaltung des Kontinents. Es entstehen verzerrte Bilder und Vorstellungen von der jeweils anderen Seite. Die präzedenzlose Sprachlosigkeit zwischen Russland und Europa wird zur Bedrohung des Friedens auf dem Kontinent. \nMichael Thumann ist als außenpolitischer Korrespondent der Wochenzeitung Die Zeit und Bestsellerautor international bekannt und ein häufig nachgefragter Gast in den deutschen Medien und Talkshows. \nThumann gilt als einer der besten Kenner der gegenwärtigen Politik in Russland und wurde mehrfach ausgezeichnet (u.a. zweimal mit dem Deutschen Journalistenpreis). \nBild © Stephan Röhl
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LOCATION:Universität Freiburg\, Hörsaal 1010\, Platz der Universität 3\, Freiburg\, 79098
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SUMMARY:NOSTALGHIA. Regie: Andrej Tarkowskij. Film mit Einführung
DESCRIPTION:Italien/Sowjetunion 1983\, OmU\, 125 Min. / Buch: Andrej Tarkowskij\, Tonino Guerra / Kamera: Giuseppe Lanci / Schnitt: Amedeo Salfa \nDer russische Schriftsteller Andrej Gortschakow reist nach Italien\, um über einen russischen Komponisten zu recherchieren\, der dort einst lebte. Doch fern von seiner Heimat gerät er zunehmend in einen Zustand der Entfremdung und Sehnsucht. In dem geheimnisvollen Domenico begegnet er einem Mann\, dessen radikales Verhalten zwischen Vision\, Glauben und Wahnsinn schwankt. \nNostalghia ist Tarkowskijs erster außerhalb der Sowjetunion entstandener Spielfilm und zugleich stark von seiner eigenen Erfahrung des Exils geprägt. Die Sehnsucht nach der Heimat wird zu einer existenziellen Erfahrung. Italienische Landschaften\, verlassene Gebäude\, Wasser und Nebel verbinden sich zu einer melancholischen\, traumartigen Welt. \nEinführung: Arman Kazarjan \nFilmstill: Nostalghia
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LOCATION:Kommunales Kino\, Urachstraße 40\, Freiburg\, 79102
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SUMMARY:ELISABETH CHEAURÉ / DETLEF HEUSINGER. ZEIT:FRAGEN. RUSSLAND (mit Brunch)
DESCRIPTION:DISKUSSION\nDie von Jürgen Habermas vor etlichen Jahren ausgerufene Neue Unübersichtlichkeit ist zu einem Euphemismus geworden. Täglich prasseln auf uns Informationen ein\, die\, als Infotainment verpackt\, kaum noch Raum lassen für eigenes Nach- oder Vordenken. Die Büchse der Pandora ist geöffnet\, und uns bleibt nur die Hoffnung\, im offenen Diskurs zu einem neuen Miteinander zu finden. Dazu möchte das von Waldhof e.V. – Akademie für Weiterbildung initiierte Format ZEIT:FRAGEN geistreich beitragen. \nNach einem gemeinsamen Brunch an Sonntagen ab 9:30 gibt es ab 11:00 eine Lesung und/oder Diskussion mit namhaften Autor*innen. \nDetlef Heusinger ist Komponist\, Dirigent und Regisseur. Er war Leiter des SWR Experimentalstudios in Freiburg und leitet seit 2026 die Waldhof e.V. – Akademie für Weiterbildung. \nProf. Dr. Elisabeth Cheauré ist Slawistin\, Kulturwissenschaftlerin\, Gender-Forscherin und Vorsitzende des Zwetajewa-Zentrums. Sie studierte ein Jahr in der Sowjetunion\, leitete mehrere Kooperationsprojekte mit Russland und hielt sich über Jahrzehnte hinweg immer wieder in Russland auf. \nAnmeldung für Brunch:\n0761-67134 oder sekretariat@waldhof-freiburg.de \nEintritt: 10 € (ohne Brunch)\, 25 € (mit Brunch) \nBilder: © Privat; © Christine Joos
URL:https://www.zwetajewa-zentrum.de/en/veranstaltung/elisabeth-cheaure-detlef-heusinger-zeitfragen-russland-mit-brunch/
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DESCRIPTION:DISKUSSION\nDie von Jürgen Habermas vor etlichen Jahren ausgerufene Neue Unübersichtlichkeit ist zu einem Euphemismus geworden. Täglich prasseln auf uns Informationen ein\, die\, als Infotainment verpackt\, kaum noch Raum lassen für eigenes Nach- oder Vordenken. Die Büchse der Pandora ist geöffnet\, und uns bleibt nur die Hoffnung\, im offenen Diskurs zu einem neuen Miteinander zu finden. Dazu möchte das von Waldhof e.V. – Akademie für Weiterbildung initiierte Format ZEIT:FRAGEN geistreich beitragen. \nNach einem gemeinsamen Brunch an Sonntagen ab 9:30 gibt es ab 11:00 eine Lesung und/oder Diskussion mit namhaften Autor*innen. \nDetlef Heusinger ist Komponist\, Dirigent und Regisseur. Er war Leiter des SWR Experimentalstudios in Freiburg und leitet seit 2026 die Waldhof e.V. – Akademie für Weiterbildung. \nProf. Dr. Elisabeth Cheauré ist Slawistin\, Kulturwissenschaftlerin\, Gender-Forscherin und Vorsitzende des Zwetajewa-Zentrums. Sie studierte ein Jahr in der Sowjetunion\, leitete mehrere Kooperationsprojekte mit Russland und hielt sich über Jahrzehnte hinweg immer wieder in Russland auf. \nAnmeldung für Brunch:\n0761-67134 oder sekretariat@waldhof-freiburg.de \nEintritt: 10 € (ohne Brunch)\, 25 € (mit Brunch) \nBilder: © Privat; © Christine Joos
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