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SUMMARY:A World of Qur’an Translations / Welt der Koranübersetzungen
DESCRIPTION:Von Kapstadt bis Frankfurt\, von Tripoli bis Moskau\, von Chicago bis Jakarta: In den vergangenen 120 Jahren haben Muslim*innen Koranübersetzungen in Dutzenden von Sprachen auf der ganzen Welt verfasst. Jede dieser Übersetzungen erzählt eine Geschichte – eine Geschichte von Präsidentschaftskandidaten und religiösen Gelehrten\, Gulag-Häftlingen und Konvertiten zum Islam\, Diktatoren und Missionaren\, Regierungen und kommerziellen Verlagen. Erfahren Sie mehr über diese faszinierenden Geschichten und gewinnen Sie Einblicke in die Verbindungen zwischen ihnen: eine Welt der Koranübersetzungen. \nDer Eintritt ist kostenlos \nEröffnung auf Deutsch:\n10.1.2025\, 16 Uhr\nOpening in English:\n11 January 2025\, 3.30 pm\nMeeting point:\nUniseum entrance / Treffpunkt: Eingang Uniseum \nFührung auf Russisch: \n\n\n16. Januar um 16:30 Uhr\n\n\n\n\nFührung auf Ukrainisch: \n\n\n23. Januar um 16:30 Uhr\n\n\n\n\nFührung auf Deutsch: \n\n\n24. Januar und 28. März um 16:30 Uhr\n\n\n\n\n> Sign up / Anmelden \n\n\n  \nWeitere Führungen: \n• English\n• Deutsch\n• Français\n• Bahasa Indonesia\n• Українська мова\n• Polski\n• Русский язык\n• Arabisch \n  \n  \n  \n \n 
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SUMMARY:Kundgebung: Friedens- und Freiheitsmarsch. Gedenkveranstaltung Anlässlich des 3. Jahrestages des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine
DESCRIPTION:am 24. Februar jährt sich der russische Überfall auf die Ukraine zum dritten Mal. Drei Jahre Krieg haben unermessliches Leid verursacht\, Millionen Menschen zur Flucht gezwungen und die geopolitische Lage nachhaltig verändert.\nAn diesem Tag findet um 17:30 eine Kundgebung auf dem Platz der Alten Synagoge statt\, organisiert von der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft.
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SUMMARY:Elisabeth Cheauré. Cancel Culture oder Kultur als Hoffnung?
DESCRIPTION:Frau Prof. Dr. Elisabeth Cheauré\, Slawistin und Vorstandsvorsitzende des Zwetajewa-Zentrum an der Universität Freiburg\, hält einen Vortrag bei der Freiburger Museumsgesellschaft e.V. (Gäste sind dort willkommen!) über: \nCancel Culture oder Kultur als Hoffnung?\nFolgen des russischen Kriegs gegen die Ukraine für Kultur und Wissenschaft \n\n\nWir freuen uns auf Ihr Kommen! \nMit herzlichen Grüßen \nIhr Zwetajewa-Zentrum
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SUMMARY:Konzertabend mit Duo Piancello. UNERZÄHLTE GESCHICHTEN DER BULGAREN. Verfolgte / verbotene Komponisten - zwischen Exil und innerer Emigration
DESCRIPTION:Es spielen der Cellist Hristo Kouzmanov und die Pianistin Nadia Belneeva\, die beide aus Bulgarien stammen. Das Konzert wird vom Lektorat für bulgarische Sprache\, Literatur und Kultur am Slavischen Seminar der Universität Freiburg organisiert und ist Teil des Nationalprogramms „Unerzählte Geschichten der Bulgaren“ des bulgarischen Ministeriums für Bildung und Wissenschaft. \nIn seinem neuen Programm mit dem Titel „Verfolgte /verbotene Komponisten – zwischen Exil und innerer Emigration“ stellt das Duo Werke von Komponisten vor\, die die Erfahrung von Exil und Emigration mit der schöpferischen Kraft ihrer Musik verarbeitet haben. Die Stücke werden von den Musikern in Gesprächen näher erläutert. \nProgramm: \nAlban Berg: Zwei Lieder aus den „Sieben frühen Liedern“ \nErich Wolfgang Korngold: „Tanzlied des Pierrot“ aus der Oper „Die Tote Stadt“ \nArvo Pärt: „Spiegel im Spiegel“ \nVladimir Dyck: „Kadisch“ \nDmitri Schostakowitsch: Sonate für Violoncello und Klavier op. 40 \nZum Ausklang des Abends findet eine Verkostung bulgarischer Weine statt.\nDer Eintritt zum Konzert ist frei. \n2025-04-17Brochure_Piancello DE (1)-komprimiert\n 
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SUMMARY:Kammermusik im Herzen Freiburgs – Ein Fest für die Sinne. Uliana Zhdanov & Denis Zhdanov
DESCRIPTION:Seit dem Jahr 2015 gestalten das Musiker-Ehepaar Uliana und Denis Zhdanov eine außergewöhnliche Kammermusik-Konzertreihe – mitten im Herzen Freiburgs. Der Konzertort\, das traditionsreiche Priesterseminar Collegium Borromaeum\, bietet dafür einen stilvollen und inspirierenden Rahmen. \nZu jedem Konzert laden die Zhdanovs herausragende Musikerinnen und Musiker aus ganz Europa ein\, um gemeinsam Werke großer Meister von der Barockzeit bis zur Moderne aufzuführen. Jedes Konzert ist ein einmaliges musikalisches Erlebnis – geprägt von Virtuosität\, Leidenschaft und künstlerischer Tiefe. \nEin besonderes Highlight der Abende ist die persönliche Moderation von Denis Zhdanov\, der das Programm mit musikalischem Fachwissen und charmanten Anekdoten bereichert. Seine Erklärungen aus Sicht eines aktiven Musikers eröffnen dem Publikum neue Zugänge zur klassischen Musik. \nKunst trifft Genuss: In der Konzertpause werden ausgewählte Edelweine des mehrfach prämierten Weinguts Bärmann serviert. Die Kombination aus erlesener Musik und edlem Wein macht jeden Konzertabend zu einem Fest für alle Sinne. \nLassen Sie sich verzaubern – von preisgekrönten Künstlern\, einzigartiger Kammermusik und den feinen Tropfen eines ausgezeichneten Weinguts. Ein Abend\, der in Erinnerung bleibt. \nTickets unter: https://www.reservix.de/veranstaltungskalender?q=zhdanov
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SUMMARY:FELIX RIEFER. RUSSLAND-POLITIK IM SPIEGEL DER DOPPELTEN ZEITENWENDE
DESCRIPTION:Bereits seit 2014 herrscht Krieg in der Ukraine. Denn die Ukraine versucht sich vom russischen neoimperialen Hoheitsanspruch zu lösen und wählte spätestens mit der „Revolution der Würde“ auf dem Kyiver Unabhängigkeitsplatz „Maidan“ den europäischen Entwicklungspfad. Dennoch wurde erst mit der Vollinvasion der Ukraine am 24.2.2022 eine Zeitenwende im Verhältnis zu Russland eingeleitet. Mit der erneuten Wahl von Donald Trump ins Weiße Haus droht zudem die Weltordnungsmacht USA aus dem Westen auszuscheren. Die Staaten der Europäischen Union sind spätestens jetzt\naufgerufen\, eine eigene gemeinsame Verteidigungs- und Sicherheitspolitik zu entwickeln\, um nicht Gefahr zu laufen\, selbst Spielball der Ordnungsmächte zu werden. Das Schicksal des Kontinents wird nicht zuletzt in Europas Osten entschieden. \nDr. Felix Riefer (Bonn) studierte Politikwissenschaft\, Regionalstudien Ost- und Mitteleuropas und Sozialwissenschaften in Köln und Paris. Er ist Mitglied im Vorstand der Wissenschaftlichen Kommission der Deutschen in und aus Osteuropa\, Sibirien\, Zentralasien und dem Kaukasus (WKDR) in Göttingen\, des Beirats des Lew-Kopelew-Forums in Köln und des Redaktionsbeirats des Journal of Soviet and\nPost-Soviet Politics and Society in Hannover. \nEintritt frei \nBild: Felix Riefer
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SUMMARY:IRINA SCHERBAKOWA\, ERINNERUNG ALS PROVOKATION?
DESCRIPTION:Erinnerungen – sowohl persönliche\, vor allem aber kollektive – sind bei Weitem keine harmlose Angelegenheit\nAutoritär geführte Staaten wachen penibel über die »richtige «Darstellung ihrer Geschichte und verfolgen gewaltsam Menschen und Gruppen\, die mit gutem Grund anders lautende Narrative vertreten. Solche Entwicklungen sind insbesondere für das gegenwärtige Russland zu beschreiben\, wo der Wissenschaftsbetrieb in den Geisteswissenschaften gleichgeschaltet\, Schulbücher umgeschrieben und insbesondere eine kritische Aufarbeitung der stalinistischen Vergangenheit unmöglicht gemacht wird. Dementsprechend wurde die hoch anerkannte und 2022 mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Internationale Menschenrechtsorganisation Memorial »aufgelöst«\, ihre Mitglieder werden kriminalisiert. \nWelche Gefahren staatlich verordnete Erinnerungskulturen bergen\, welches Potenzial und welche Sprengkraft dem historischen Gedächtnis insbesondere im heutigen Russland zukommen – darüber diskutieren Elisabeth Cheauré und Dietmar Neutatz mit Irina Scherbakowa. \nIrina Scherbakowa\, Germanistin und Kulturwissenschaftlerin\, Gründungsmitglied von Memorial\, hat ihr Heimatland nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine verlassen und lebt heute in Deutschland\, wo sie die neu gegründete Organisation Zukunft Memorial leitet. \nGesprächspartner: \nDietmar Neutatz\, Prof. für Neuere und Osteuropäische Geschichte\, Universität Freiburg und\nElisabeth Cheauré\, em. Prof. für Slavistik\, Universität Freiburg \nFoto: Kseniya Plotnikova
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LOCATION:Alte Universität\, Max-Kade-Auditorium 2\, Bertoldstr. 17\, Freiburg\, 79098
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SUMMARY:SÖREN URBANSKY / MARTIN WAGNER. CHINA UND RUSSLAND
DESCRIPTION:Kurze Geschichte einer langen Beziehung\nUm die chinesisch-russischen Beziehungen im 21. Jahrhundert angemessen einzuordnen\, muss man ihre lange Vergangenheit verstehen. Die Historiker Sören Urbansky und Martin Wagner führen in die vierhundertjährige Geschichte der beiden Nachbarn ein: von den ersten offiziellen Kontakten 1618 über das Zerwürfnis der beiden kommunistischen Regime unter Chruschtschow und Mao bis hin zu Chinas Reaktion auf Russlands Krieg in der Ukraine 2022. \nUrbansky und Wagner erzählen die wechselvolle Geschichte vielschichtiger Verbindungen\, denen sich die zwei Länder niemals entziehen konnten. Als imperiale Großreiche\, sozialistische Supermächte und autoritäre Gewaltregime glichen und verglichen sie sich\, sie konkurrierten und kooperierten. China und Russland können sich nicht aus dem Weg gehen und marschieren doch nicht im Gleichschritt. \nProf. Dr. Sören Urbansky\, Professor für Osteuropäische Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum. Für sein Buch „Steppengras und Stacheldraht. Eine Geschichte der chinesischrussischen Grenze“ erhielt er mehrere Forschungspreise.\nDr. Martin Wagner\, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Freien Universität Berlin. Er wurde mit einer Studie über die Transformation der totalitären Herrschaft nach Stalins und Maos Tod promoviert. Für seine Dissertation wurde ihm 2024 der Tiburtius-Preis der Berliner Hochschulen zuerkannt. \nEintritt frei
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LOCATION:Universität Freiburg KG I\, Raum 1221\, Platz der Universität 3\, Freiburg\, 79098
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SUMMARY:MARIA STEPANOVA. DER ABSPRUNG
DESCRIPTION:Zweisprachige Lesung und Gespräch mit  Elisabeth Cheauré\n„Die Leichtigkeit und Milde\, die M. beseelten\, hatten etwas angenehm Jenseitiges\, und sie fühlte sich gläsern körperlos“. Die Schriftstellerin M.\, seit einigen Monaten im westeuropäischen Exil\, bricht nach Dänemark zu einer Lesung auf und strandet mit leerem Akku am Grenzbahnhof. Die Lage erfüllt sie mit Erleichterung. Ein Escape Room\, ein Wanderzirkus\, eine flüchtige Bekanntschaft versprechen die langersehnte Chance\, zu verschwinden. \nMaria Stepanova schildert in „Der Absprung“ (Suhrkamp\, 2024\, aus dem Russischen von Olga Radetzkaja) den spannungsreichen Zustand des Exils\, an dem ein „Untier“ schuld ist\, dessen Teil sie ist – verbunden über die Sprache und das\, was Heimat bleibt\, auch wenn es verloren ist. \nÜbersetzung: Dr. Jurij Lileev\nDeutsche Lesestimme: Annette Pehnt \nunter: https://www.literaturhaus-freiburg.de
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SUMMARY:IOLANTA. Eine außergewöhnliche Inszenierung von Tschaikowskys Oper
DESCRIPTION:Bild: Natalia Barannikova \nDer Regisseur\, Künstler und Gewinner zahlreicher Theaterpreise Ilja Epelbaum starb 2020 im Alter von 59 Jahren. Eines seiner wenigen heute noch auf der Bühne lebenden Meisterwerke ist das Theaterstück „Iolanta“\, eine einzigartige Interpretation von Tschaikowskys Oper mit einer Schauspielerin und zwölf Puppen. Natalia Barannikova verkörpert meisterhaft alle Figuren der Oper und schafft mit Puppen\, Stimme und Mimik ein facettenreiches\, mitreißendes Stück. „Iolanta“ ist nicht nur eine Vorstellung\, sondern wahre Theatermagie\, die in einer lebendigen Darbietung zum Leben erweckt wird und niemanden unberührt lässt. \nFür Erwachsene und Kinder ab 12.\nIn Originalsprache mit einer Einführung in das Libretto auf Deutsch. \nNatalia Barannikova wurde in Samara geboren und an der renommierten Gnessin-Akademie in Moskau zur Musicaldarstellerin ausgebildet. Sie ist Trägerin der höchsten russischen Theaterauszeichnung\, der Goldenen Maske\, und lebt seit 2002 in Deutschland. Mit Iolanta war sie erfolgreich auf zahlreichen Festivals in Spanien\, Schweden\, Frankreich\, Deutschland\, der Ukraine und Russland zu Gast. \nunter: https://theater.freiburg.de
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SUMMARY:REGINE NOHEJL. EDUARD LIMONOV UND DAS DILEMMA DER PROVOKATION ZWISCHEN ÄSTHETIK UND POLITIK
DESCRIPTION:Hippie\, Fashion Stylist und Samizdat-Dichter in der Sowjetunion der 60er Jahre\, intellektueller Underdog und ›Jobber‹ im Amerika und Westeuropa der 70er und 80er Jahre\, maßloser Chauvinist\, Imperialist und »Nationalbolschewist« im Russland der 90er Jahre. Der abenteuerliche Lebenslauf von Eduard Limonov (1943 – 2020) erscheint auf den ersten Blick als eine Aneinanderreihung unvereinbarer Widersprüche. Künstlerisch-ästhetisches Verfahren oder politischer Aktionismus? Die Grenzen zwischen Kunst und Politik scheinen zunehmend zu verschwimmen. Betrachtet man Limonovs Habitus vor dem Hintergrund der Narrative\, die die Beziehung zwischen Russland und dem Westen seit Langem prägen\, dann zeigen sich durchaus charakteristische Muster\, ja Limonov kann geradezu als Exempel dienen für die Achterbahnfahrt\, die Russlands Verhältnis zum Westen in den vergangenen Jahrzehnten durchlaufen hat. \nRegine Nohejl war seit 1998 Lehrbeauftragte für Ostslavistik am Slavischen Seminar der Universität Freiburg. Ihre Forschung befasst sich u. a. mit Identitäts- und Genderdiskursen  in der russischen Kulturgeschichte vom 18. Jahrhundert bis heute. \nAbbildung: Eduard Limonov 1984 in Paris\, \nFoto: John Oakes\, Wikimedia Commons [Vulprania\, CC BY-SA 4.0].
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SUMMARY:HOW I ENDED THIS SUMMER / КАК Я ПРОВЕЛ ЭТИМ ЛЕТОМ. Regie: Alexej Popogrebsky
DESCRIPTION:Russland 2010 / 129 Min. / OmU\nMit Grigory Dobrygin\, Sergei Puskepalis \nEin Ort\, ein Tag und nur zwei Männer treten auf – drei weitere kommen als Stimmen aus dem Funkgerät. Bei dem Ort handelt es sich um eine Polarstation auf einer einsamen Insel im Arktischen Meer. Eine Welt wie am ersten Schöpfungstag: Bleierne Wellen schlagen monoton grollend gegen scharfkantige Felsen\, Eisschollen schleudern grelle Lichtreflexe\, und die Erde ist bis zum Horizont unter totem Geröll begraben. In der metaphysischen Einsamkeit dieser Einöde verlieren sich die Protagonisten wie Sandkörner. Und ihre Verbindung zur Zivilisation ist so dünn wie einer der seltenen Grashalme. \nEin Kammerspiel in unendlichen Weiten und ein absonderlicher Attentatsversuch\, der so nur auf dem Boden der Nuklearmacht Russland vorstellbar ist… \nAlexej Popogrebsky hat seinen dritten Spielfilm aus derart exzentrischen Elementen komponiert\, dass er im Wettbewerb der Berlinale 2010 absolut einzigartig dastand. Dafür wurde er mit drei Silbernen Bären ausgezeichnet\, davon zwei für die beiden Schauspieler.
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SUMMARY:BRIGITTE VAN KANN. LEMBERG. GESCHICHTEN UND GESCHICHTE
DESCRIPTION:VORTRAG MIT BILDPROJEKTION\, LESUNG \nKaum eine andere europäische Metropole blickt auf eine so wechselvolle Geschichte zurück wie Lemberg\, das heute Lwiw heißt. Prächtige Renaissancehäuser bezeugen Glanz und Gloria der Jahrhunderte unter polnischer Herrschaft. In der Habsburger Zeit entstanden großangelegte Boulevards und ein Opernhaus\, das westliche Vergleiche nicht zu scheuen braucht. Noch heute pflegt man hier eine Wiener Kaffeehaus-Kultur – dem Krieg und seinen Schrecken zum Trotz. \nDas polnisch\, ukrainisch und jüdisch geprägte Lemberg war für Joseph Roth ein „bunter Fleck im Osten Europas“. Der Zweite Weltkrieg\, der Holocaust und die Vertreibung der polnischen Bevölkerung durch die sowjetischen Besatzer trieben Lemberg seine Buntheit aus. Doch in der Literatur ist das reiche vielsprachige Erbe dieser „Stadt der verwischten Grenzen“ (Joseph Roth) eindrucksvoll und schmerzlich bewahrt: Außer Joseph Roth kommen Martin Buber\, Alfred Döblin\, Stanisław Lem\, Adam Zagajewski und andere Autoren zu Wort. \nBrigitte van Kann\, Autorin und Übersetzerin\, hat in den vergangenen Jahren neben Lemberg weitere ukrainische Städte mit reichem polnischem und jüdischem Erbe besucht und für den Rundfunk und Tageszeitungen über sie geschrieben. \nFoto: Oper heute /  Lemberg\, Marktplatz \n 
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SUMMARY:CHRISTINE ENGEL. RUSSLAND DURCH DAS PRISMA SEINER POLITISCHEN WITZE
DESCRIPTION:Politische Witze kursieren in Russland zuhauf. Neben ihrer Komik sind sie auch noch ein gutes Stimmungsbarometer: Sie geben einen Einblick\, wie bestimmte soziale\, politische und wirtschaftliche Zusammenhänge gesehen werden. An innen- und außenpolitischen Ereignissen als Anregung für die Witzproduktion – oft in der Form von zugespitzten Aphorismen – hat ja in den letzten paar Jahren kein Mangel geherrscht: sei es die Rentenreform („In Russland liegt das Antrittsalter für die Rente höher als die durchschnittliche Lebenserwartung“)\, oder die Propagandamaschinerie des Fernsehens („Der Fernseher ist die Fernbedienung zur Regulierung der Bevölkerung“)\, oder aber Putin selbst („Es gibt Lügen\, freche Lügen und die Pressekonferenz von Putin“). Zur Sprache kommen im Vortrag auch Fragen nach den Witzproduzenten\, nach der Art der Verbreitung und nach gesellschaftlichen Funktionen von Witzen. \nProf. Dr. Christine Engel ist Literatur- und Kulturwissenschaftlerin und war bis zu ihrem Ruhestand als Professorin am Institut für Slawistik der Universität Innsbruck tätig. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich der zeitgenössischen russischen Kultur\, Literatur und Film. Soeben hat sie ein Buch zum Witz veröffentlicht: „Gibt‘s da noch was zu lachen? Politische Witze aus Putins Russland – Was sie über Kultur und Gesellschaft verraten“. \nEintritt frei \nBild: Christine Engel
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SUMMARY:HOW I ENDED THIS SUMMER / КАК Я ПРОВЕЛ ЭТИМ ЛЕТОМ. Regie: Alexej Popogrebsky
DESCRIPTION:Russland 2010 / 129 Min. / OmU\nMit Grigory Dobrygin\, Sergei Puskepalis \nEin Ort\, ein Tag und nur zwei Männer treten auf – drei weitere kommen als Stimmen aus dem Funkgerät. Bei dem Ort handelt es sich um eine Polarstation auf einer einsamen Insel im Arktischen Meer. Eine Welt wie am ersten Schöpfungstag: Bleierne Wellen schlagen monoton grollend gegen scharfkantige Felsen\, Eisschollen schleudern grelle Lichtreflexe\, und die Erde ist bis zum Horizont unter totem Geröll begraben. In der metaphysischen Einsamkeit dieser Einöde verlieren sich die Protagonisten wie Sandkörner. Und ihre Verbindung zur Zivilisation ist so dünn wie einer der seltenen Grashalme. \nEin Kammerspiel in unendlichen Weiten und ein absonderlicher Attentatsversuch\, der so nur auf dem Boden der Nuklearmacht Russland vorstellbar ist… \nAlexej Popogrebsky hat seinen dritten Spielfilm aus derart exzentrischen Elementen komponiert\, dass er im Wettbewerb der Berlinale 2010 absolut einzigartig dastand. Dafür wurde er mit drei Silbernen Bären ausgezeichnet\, davon zwei für die beiden Schauspieler.
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LOCATION:Kommunales Kino\, Urachstraße 40\, Freiburg\, 79102
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SUMMARY:ELISABETH CHEAURÉ. GROSSE UTOPIEN\, GESCHEITERTE PROVOKATIONEN. DER RUSSISCHE FUTURISMUS
DESCRIPTION:1912 erschien in Moskau ein Manifest\, »Eine Ohrfeige dem öffentlichen Geschmack«. Es war eine ungeheure Provokation: Nicht nur die bisherige Literatur (Puschkin\, Dostoevskij\, Tolstoj u. a. m.) sollte »vom Dampfer der Gegenwart gestoßen«\, sondern die Künste insgesamt sollten von allen Gesetzen der Konvention befreit und radikal erneuert werden. Selbstbewusst nannten sich die Unterzeichner\, u. a. Vladimir Majakovskij\, „Gesichter der Gegenwart“ und forderten nichts weniger als den alleinigen Anspruch auf die Zukunft ein\, sowohl die künstlerische als auch die politische. \nIm Vortrag werden die theoretischen Konzepte künstlerischer Arbeiten ebenso nachgezeichnet wie die Begeisterung der Akteure für revolutionäre Umbrüche und ihr Scheitern an der Realität der Oktoberrevolution. \nElisabeth Cheauré ist emeritierte Professorin für Slavische Philologie und Gender Studies an der Universität Freiburg. Ihre Schwerpunkte liegen in der russischen Kulturgeschichte\, in den Gender Studies und in Identitätsdiskursen. \nFoto: Werke von Kasimir Malewitsch in der Ausstellung »0.10« in St. Petersburg\, 1915\, Public Domain
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SUMMARY:JULIANE FÜRST. IMPERFECT IMPLOSION: THE END OF THE RSFSR AND THE BIRTH OF RUSSIA
DESCRIPTION:© George Hoefler \nIn this lecture I will argue that the collapse of the Soviet Union was less caused by centrifugal forces outside of the RSFSR but had its deeper reasons in the very problems that were specific to Russia and the RSFSR. It was these problems of the Soviet heartland which prompted the reforms of perestroika\, setting in motion a dynamic that proved fatal to the systemic superstructure. Ironically the roots of many of these problems survived the Soviet collapse\, producing a Russia that was neither Soviet nor un-Soviet. \nProf. Dr. Juliane Fürst is Professor of Modern European History at the Central European University in Vienna and head of department ‘Communism and Society’ at the Leibniz Centre for Contemporary History in Potsdam. She has published widely on Soviet youth culture\, dissidence and Soviet nonconformism\, most recently a monograph titled „Flowers through Concrete: Explorations in Soviet Hippieland“ (OUP\, 2021). She is currently PI to an ERC project ‘Perestroika from below’. \nEintritt frei\, in englischer Sprache
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SUMMARY:„Zur Originalität eines Kurorts – literarische und kulturhistorische Fundstücke zu Badenweiler“. Dorothea Scholl
DESCRIPTION:Internationale Tschechow-Woche. Badenweiler 2025\n»Erinnerungen«\nBildvortrag der DTGVorsitzenden\, Prof. Dr. Dorothea Scholl \nAußer den bekannten Literaten\, die im Literarischen Museum Badenweiler\, „Tschechow-Salon“ vertreten sind\, gab es auch noch weitere Persönlichkeiten\, die sich in Badenweiler aufhielten und ihre Eindrücke über den Kurort in ihren Schriften vermittelten – in Gedichten\, Romanen\, Briefen\, Reiseberichten oder wissenschaftlichen Studien. Es finden sich darunter Zeugnisse wissenschaftlicher Gelehrsamkeit\, Naturschilderungen\, Beschreibungen der Bäderkultur und der Kurgäste\, wie auch Beschreibungen von Räumen und von historisch bedeutsamen Ereignissen. \nAllein schon die beträchtliche Fülle an literarischen und kulturhistorischen Fundstücken zu Badenweiler zeigt\, welche Anziehungskraft und Bedeutung Badenweiler im Laufe der Geschichte hatte. Ausgehend von Texten und Bildern seit dem 16. Jahrhundert werden aus der Fülle der Dokumente einige besonders interessante Quellen und amüsante Anekdoten aus verschiedenen Jahrhunderten vorgestellt und erläutert. \nEintritt frei
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LOCATION:Badenweiler\, Annette-Kolb-Saal\, Kurhaus\, Schlossplatz\,\, Badenweiler\, 79410
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SUMMARY:RENATE OBERMAIER / HEINZL SPAGL. WENN DIE GEDANKEN KREISEN... Texte und Musik zu Frieden und Krieg
DESCRIPTION:Renate Obermaier und Heinzl Spagl versuchen gemeinsam mit dem Gitarristen Max Zentawer über eine Collage aus Zeitungsartikeln\, Tagebuchnotizen\, Songtexten\, literarischen Zitaten und eigenen Reflexionen eine Annäherung an den russischen Krieg gegen die Ukraine – jenseits der Tagespolitik und doch hochaktuell. \nRenate Obermaier hat nach ihrer Promotion in Germanistik als „feste freie“ Mitarbeiterin beim Südwestfunk gearbeitet. Nach fast 30 Jahren im Theater im Marienbad macht sie zusammen mit Heinzl Spagl\, Thomas Wenk\, Max Zentawer u.a. musikalische Lesungen. \nHeinzl Spagl\, Lehre als Klischeeätzer beim Süddeutschen Verlag in München bis 1973. Zweiter Bildungsweg in Freiburg\, anschließend Studium Deutsch/Geschichte\, 1981 2. Staatsexamen als Lehrer. 1976 erster Theaterauftritt mit der Gruppe „Kettenkarussell“. Von 1989 bis 2018 Schauspieler beim Theater im Marienbad. \nDer in Freiburg lebende Jazzgitarrist Max Zentawer konzertiert international\, u.a. mit verschiedenen eigenen Ensembles. Darüber hinaus leitet er das Gitarreninstitut Freiburg\, er gibt Workshops und Seminare in Fachdidaktik. \n© Christoph Eberle
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LOCATION:Klavierdepot\, Schwarzwaldstraße 7\, Freiburg\, 79117
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SUMMARY:IGOR PONOSOV. ACTIONISM AS AN INDICATOR OF POLITICAL CHANGES IN RUSSIA: FROM 1991 TO THE PRESENT DAY
DESCRIPTION:The lecture will be devoted to actionism as an important indicator of social changes taking place in Russia from 1991 to the present. Using provocative and often quite radical artistic actions as an example\, we will trace how they became a reflection of various eras of political transformations in the country\, how artists focused on social problems\, fought against conformism and declared democratic values. The lecture will consider key examples of such actions and their influence on public consciousness and the cultural landscape of Russia. \nIgor Ponosov is an artist\, curator and theorist focused on urban art and activism\, co-founder of the Partizaning movement. Author of the books „Art and the City“ and „Russian Urban Art: History and Conflicts“. Laureate of the Garage Museum of Contemporary Art’s support program for Russian artists\, laureate of the Sergei Kuryokhin Prize in contemporary art (in the Best Text on Contemporary Art nomination)\, finalist of the Kandinsky Prize. Laureate of the GARAGE.txt program to support researchers writing about contemporary art and culture. Curator of exhibition and festival projects in Moscow\, St. Petersburg\, Kazan and Berlin. \nAbbildung: Oleg Kulik\, Mad Dog\, 1994\, © Oleg Kulik
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LOCATION:Delphi Space\, Brombergstraße 17 C\, Freiburg\, 79102
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SUMMARY:Kammermusik im Herzen Freiburgs – Ein Fest für die Sinne. Uliana Zhdanov & Denis Zhdanov
DESCRIPTION:Seit dem Jahr 2015 gestalten das Musiker-Ehepaar Uliana und Denis Zhdanov eine außergewöhnliche Kammermusik-Konzertreihe – mitten im Herzen Freiburgs. Der Konzertort\, das traditionsreiche Priesterseminar Collegium Borromaeum\, bietet dafür einen stilvollen und inspirierenden Rahmen. \nZu jedem Konzert laden die Zhdanovs herausragende Musikerinnen und Musiker aus ganz Europa ein\, um gemeinsam Werke großer Meister von der Barockzeit bis zur Moderne aufzuführen. Jedes Konzert ist ein einmaliges musikalisches Erlebnis – geprägt von Virtuosität\, Leidenschaft und künstlerischer Tiefe. \nEin besonderes Highlight der Abende ist die persönliche Moderation von Denis Zhdanov\, der das Programm mit musikalischem Fachwissen und charmanten Anekdoten bereichert. Seine Erklärungen aus Sicht eines aktiven Musikers eröffnen dem Publikum neue Zugänge zur klassischen Musik. \nKunst trifft Genuss: In der Konzertpause werden ausgewählte Edelweine des mehrfach prämierten Weinguts Bärmann serviert. Die Kombination aus erlesener Musik und edlem Wein macht jeden Konzertabend zu einem Fest für alle Sinne. \nLassen Sie sich verzaubern – von preisgekrönten Künstlern\, einzigartiger Kammermusik und den feinen Tropfen eines ausgezeichneten Weinguts. Ein Abend\, der in Erinnerung bleibt. \nTickets unter: https://www.reservix.de/veranstaltungskalender?q=zhdanov
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SUMMARY:„Ein echter russischer Mensch“ - Anton Tschechow. Literarischer Spaziergang auf Deutsch und Russisch
DESCRIPTION:Internationale Tschechow-Woche. Badenweiler 2025\n»Erinnerungen«\nLiterarischer Spaziergang auf Deutsch und Russisch mit dem DTG-Mitglied Elisabeth Hartmann: \n„Ein echter russischer Mensch“ (Leo Tolstoi über Anton Tschechow)\nTreffpunkt am Tschechow-Platz vor dem Literarischen Museum und Blumenniederlegung beim Tschechow-Gedenkstein am Schwanenweiher. \nTeilnahme frei
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LOCATION:Badenweiler\, Literaturmuseum „Tschechow-Salon“\, Ernst-Eisenlohr-Straße 4\, Badenweiler\, 79410
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SUMMARY:VERONICA WENDLAND. DER „NATIONALIZING STATE“ ALS „NUCLEARIZING STATE“: NATIONSBILDUNG\, KERNTECHNIK UND KONFLIKT IN DER UKRAINE\, 1970-2025
DESCRIPTION:Seit dem Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine\, verstärkt aber seit dem Politikwechsel in den USA in diesem Jahr wird in Europa wieder häufiger über Bedeutung und Sinn nationaler Atomwaffenprogramme diskutiert. Auch in der Ukraine\, die 1994 ihre aus dem sowjetischen Arsenal stammenden Atomwaffen abgegeben hatte\, wird diese Debatte geführt. Das ist nur die aktuellste Stufe einer langen Geschichte ukrainischer nuklearer Erfahrungen\, die von der zivilen Nutzung der Kernenergie\, der Katastrophenerfahrung von Tschernobyl bis zum Umgang mit Atomwaffen reicht. \nPD Dr. Anna Veronica Wendland\, Osteuropa- und Technikhistorikerin\, studierte in Köln und Kyiv\, seit 2009 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Marburger Herder- Institut für Historische Ostmitteleuropaforschung. Für ihre Habilitationsschrift „Kerntechnische Moderne. Atomstädte\, nukleare Arbeitswelten und Reaktorsicherheit in Ost- und Westeuropa 1966-2021“ forschte Wendland über mehrere Jahre hinweg als Langzeitbeobachterin von Mensch-Maschine- Beziehungen in Kernkraftwerken in der Ukraine und Deutschland. \nEintritt frei \nBild: Veronica Wendland
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SUMMARY:JENS SIEGERT. WOHIN TREIBT RUSSLAND? Szenarien für die Zeit danach
DESCRIPTION:Putin führt Krieg gegen die Ukraine und greift unsere Demokratie an\, er hat aus der Auseinandersetzung mit dem Westen eine neue Systemauseinandersetzung gemacht: liberal-demokratisch gegen illiberal-autokratisch. Dazu verbündet er sich mit Antidemokraten in den westlichen Gesellschaften wie Trump\, Orban\, Le Pen und der AfD. Russische Dissidenten und Oppositionelle verlieren ihre\nArbeit\, ihre Freiheit oder ihr Leben. Doch eines Tages wird es ein Russland nach Putin geben. Kann Putins Ende einen demokratischen Wandel für Russland bringen? Hoffnung gibt das demokratische Kapital des Landes: die Zivilgesellschaft\, die jungen Menschen und die politische Opposition. \nJens Siegert ist Politikwissenschaftler und Publizist\, lebt seit 1993 in Moskau; er arbeitete als Radiokorrespondent\, leitete das Moskauer Büro der Heinrich-Böll-Stiftung und versuchte im Auftrag der Europäischen Union\, den Austausch zwischen Russland und der EU aufrechtzuerhalten. \nMit Jens Siegert diskutieren Prof. Dr. Dietmar Neutatz und Prof. Dr. Elisabeth Cheauré. Moderation: Annette Goerlich\, Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg \nEintritt frei \nBild: Jens Siegert
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LOCATION:Alte Universität\, Max-Kade-Auditorium 2\, Bertoldstr. 17\, Freiburg\, 79098
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SUMMARY:„Einer von uns“ – Tschechow in Jerusalem. Amos Oz und seine Freunde. Jürgen Wertheimer
DESCRIPTION:Internationale Tschechow-Woche. Badenweiler 2025\n»Erinnerungen«\nVortrag von Prof. Dr. Jürgen Wertheimer (Tübingen) \n„Unser Viertel\, Kerem Avraham\, gehörte Tschechow. Jahre später\, als ich Tschechow (in hebräischer Übersetzung) las\, war ich überzeugt\, er sei einer von uns: Onkel Wanja wohnte ja direkt über uns\, Doktor Samoilenko beugte sich über mich und tastete mich mit seinen breiten\, starken Händen ab\, wenn ich an Angina oder Diphtherie erkrankt war\, Lajewski mit der ewigen Migräne war ein Vetter zweiten Grades meiner Mutter\, und Trigorin hörten wir am Schabbatmorgen bei der Matinee im Bet Ha‘am\, im Haus des Volkes.“ \nIn seinem Essay zum 100. Todestag von Anton Tschechow zeichnet uns der israelische Autor Amos Oz ein erfrischend anderes Bild des Autors. Einen Tschechow auf Wanderschaft sozusagen\, mitten in\neinem (inzwischen orthodoxen) Jerusalemer Stadtviertel in den 1950er Jahren. Migrant und Mitbewohner\, Zuwanderer und Zeitgenosse in einem. Umgeben von lauter „Tschechowfiguren“ wächst der junge Amos Oz in einer Art jüdischer Enklave auf. \nDer Ortswechsel und der Zeitsprung tun der Glaubwürdigkeit des Werks von Tschechow keinen Abbruch. Im Gegenteil\, ähnlich wie bei Faulkner und Kafka – beide Autoren arbeiten radikal ortsbezogen\n– erweist sich gerade das Lokale paradoxerweise als Schlüssel zur weltweiten Rezeption. Und lenkt zudem den Blick auf die gelegentlich unterschätzte Tatsache\, dass das Werk Tschechows von permanenten Aufbruchsund Reisefantasien durchzogen ist: Moskau\, Cannes\, Paris\, Rom. „Kein Ort nirgends“ (Christa Wolf ) könnte sein Motto sein … \nAbendkasse: 15 €\, Kurkarte oder DTG-Mitglied: 13 €\, SchülerInnen / Studierende: 8 € \n 
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SUMMARY:»Anton Tschechow bei Thomas Mann«. Literarischer Spaziergang
DESCRIPTION:Internationale Tschechow-Woche. Badenweiler 2025\n»Erinnerungen«\nLiterarischer Spaziergang mit Rolf Langendörfer »Anton Tschechow bei Thomas Mann«
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SUMMARY:„Baden-Baden und Badenweiler – zwei Lust- und Heilorte russischer Gäste im Großherzogtum Baden“. Regine Nohejl und Heinz Setzer
DESCRIPTION:Internationale Tschechow-Woche. Badenweiler 2025\n»Erinnerungen«\nBildvortrag von Dr. Regine Nohejl (Freiburg) und Heinz Setzer (Landau i.d.Pf.) \nAnlässlich der 1950-Jahr-Feier Badenweilers \nGalt Baden-Baden als glänzender russischer Publikumsmagnet\, der solche bedeutenden Schriftsteller wie Nikolai Gogol\, Leo Tolstoi\, Fjodor Dostojewski oder Iwan Turgenjew in seinen Bann zog und durch unglückliche Casinoerlebnisse nicht immer freundliche Erinnerungen nach sich zog\, so galt Badenweiler als veritabler Heilort\, nicht nur für Tschechow\, sondern etwa auch für den berühmten\nSchauspieler und Regisseur Konstantin Stanislawski und den Schriftsteller Scholem Alejchem. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann eine literarische „Wiederauferstehung“ beider Kurorte auch mit russischen Gästen. \nDr. Regine Nohejl\, Mitkuratorin des Muße-Literaturmuseums in Baden-Baden\, und Heinz Setzer\, langjähriger Leiter des Literarischen Museums „Tschechow-Salon“ und des Internationalen Literaturforums Badenweiler\, sprechen über die Geschichte der ehemaligen illustren „Sommerhauptstadt Europas“ sowie über den Heilort Badenweiler für die Stille und Gesundung suchenden russischen Gäste. Beide Orte sollten sich dabei zu Zentren russischer Kultur entwickeln. \nAbendkasse:15 €\, Kurkarte oder DTG-Mitglied: 13 €\, SchülerInnen / Studierende: 8 €
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SUMMARY:„Hätten Sie sich Ihren Erfolg träumen lassen\, Herr Tschechow?“ Szenische Lesung
DESCRIPTION:Internationale Tschechow-Woche. Badenweiler 2025\n»Erinnerungen«\nPosthume Fragen: Fiktive Interviews mit Anton Tschechow und seinen Zeitgenossen. \nSzenische Lesung mit Barbara Hahn-Setzer\, Elisabeth Hartmann\, Dr. Regine Nohejl\, Roland Nussbaumer\, Prof. Dr. Dorothea Scholl\, Heinz Setzer. \nIn einem Frage- und Antwortspiel soll ein spannendhumoristischer\, auf jeden Fall ungewöhnlicher Zugang zur Welt Tschechows eröffnet werden. Sowohl im realen Leben des Schriftstellers als auch in\ndessen Rezeptionsgeschichte allgemein\, wie besonders in Badenweiler\, gibt es viele unbekannt gebliebene Begebenheiten\, die einen neuen Blickwinkel auf die Literaturgeschichte bieten. Die Dialoge (nach Erinnerungen von Zeitgenossen) werden von Mitgliedern des DTG-Vorstands und Kuratoriums vorgetragen. \nDie verehrten Verstorbenen erzählen besondere Anekdoten\, etwa zu Tschechows Jugendzeit in Taganrog\, zu seiner Hochzeit\, zu seiner abenteuerlichen Reise auf die fernöstliche Sträflingsinsel Sachalin\, oder zum Sterbeabend Tschechows in Badenweiler. \nAbendkasse:15 €\, Kurkarte oder DTG-Mitglied: 13 €\, SchülerInnen / Studierende: 8 €
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SUMMARY:„Die Kunst der Anamnese: Krankheit und Erkenntnis in Tschechows Erzählung Der schwarze Mönch“. Wolfgang Kissel
DESCRIPTION:Internationale Tschechow-Woche. Badenweiler 2025\n»Erinnerungen«\nVortrag von Prof. Dr. Wolfgang Kissel (Bremen) \nDie Erzählung Der schwarze Mönch (1894) hat Anton Tschechow selbst in einem Brief als „Fallgeschichte einer Erkrankung“ bezeichnet. Dargestellt werde ein Fall von Größenwahn. Die Erzählung hat zu zahlreichen Interpretationsversuchen angeregt\, so dass mittlerweile eine umfangreiche Forschungsliteratur vorliegt. Am Beginn der Erzählung erleidet der Magister Andrej Kowrin infolge von Überarbeitung eine Nervenkrise. Zur Erholung begibt er sich auf  ein Landgut\, das der befreundete Gärtner Pessozki und dessen Tochter Tanja bewirtschaften\, die ihn beide als bedeutenden Gelehrten verehren. Unter dem Einfluss des weitläufigen Parks und der allabendlichen Hauskonzerte verstärken sich seine psychischen Symptome\, und er halluziniert das Erscheinen eines „schwarzen Mönchs“\, der ihm einredet\, ein Genie zu sein. Während sich sein Größenwahn allmählich verfestigt\, beginnt Kowrin eine Liebschaft mit Tanja und heiratet sie. Bald nach der Eheschließung entdeckt sie seine Krankheit und überzeugt ihn\, sich therapieren zu lassen. Die Therapie hat Erfolg\, doch der geheilte Patient zerstört aus Verbitterung die Beziehung zu Frau und Schwiegervater. Gegen Schluss der Erzählung erlebt der mittlerweile an Tuberkulose erkrankte Kowrin auf der Krim eine letzte Halluzination und verstirbt in der Überzeugung seiner Genialität. Im Vortrag soll die These vertreten werden\, dass die Erzählung sich an neuen Prinzipien einer wissenschaftlichen Anamnese orientiert\, die Tschechow in der Schule seines Moskauer Universitätslehrers Grigori Zacharin kennengelernt hatte. Dieser vermittelte seinen Studenten die gezielte Befragung der Patienten\, die die Vorgeschichte der Erkrankung (re)konstruieren und schriftlich fixieren sollte. Tschechows Kunst der Anamnese führt medizinisches Wissen und Literatur in neuartiger Weise zusammen. In einem einzigartigen literarischen Experiment entsteht die psychische Erkrankung aus Konflikten zwischen Körper und Geist und zwischen Gesellschaft und Individuum. \nAbendkasse:15 €\, Kurkarte oder DTG-Mitglied: 13 €\, SchülerInnen /\nStudierende: 8 €
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SUMMARY:THE EVENT / СОБЫТИЕ. Regie: Sergei Loznitsa
DESCRIPTION:Niederlande/Belgien 2015 / 74 Min. / OmU\nSchnitt: Sergei Losznitsa\, Danielius Kokanauskis \nIn seinem Film bedient sich Loznitsa eines bereits früher erprobten Ansatzes: Er nutzt Archivbilder\, um drei Tage des gescheiterten Putschversuchs gegen Gorbatschow im August 1991 in Leningrad festzuhalten. Loznitsa montiert die Bilder in chronologischer Abfolge und konzentriert sich auf die Tonspur\, die er sorgfältig von Kommentarstimme und Musik der ursprünglichen Fassung befreit. Dieses historische Ereignis gilt heute als Vorbote des Zerfalls der Sowjetunion und der Weigerung der Bevölkerung\, weiter unter dem alten Regime zu leben. Doch die Menschen wirken eher verloren als revolutionsbereit und fragen nach den treibenden Kräften hinter den politischen Veränderungen. \nDer Film wurde auf vielen internationalen Festivals gezeigt und in DOK Leipzig bekam er den Filmpreis „Leipziger Ring“ (Bester Dokumentarfilm zum Thema DEMOKRATIE).
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