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SUMMARY:DR. GERNOT ERLER. DER UKRAINE-KRIEG UND DIE „NEUE WELTORDNUNG“
DESCRIPTION:Seit dem 24. Februar 2022 ist Krieg in Europa. Zeit\, eine Zwischenbilanz zu ziehen. Drei Tage später sprach der deutsche Bundeskanzler von einer „Zeitenwende“. Die vollzog sich nicht nur in der deutschen Politik. Der Ukrainekrieg hat Auswirkungen auf die Weltordnung\, die in Bewegung gerät. Die in der Gruppe BRICS organisierten Staaten gehen ihren eigenen Weg: Der „Globale Süden“ wendet sich gegen den Krieg\, verweigert aber der westlichen Führungsmacht USA die Gefolgschaft. Eine neue globale Machtverteilung zieht herauf. \nDr. h.c. Gernot Erler war 30 Jahre Mitglied des deutschen Bundestages im Wahlkreis Freiburg. Von 2005 bis 2009 war Erler Staatsminister im Auswärtigen Amt\, wo er zuletzt vier Jahre das Amt eines „Russland-Beauftragten“ ausübte. Erler ist zudem Vorsitzender der West-Ost-Gesellschaft Südbaden e.V. und Gründungsmitglied des Zwetajewa-Zentrums. \nEintritt frei
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SUMMARY:WORKSHOP "UPCYCLED ART" MIT SAULE SULEIMENOVA (ALMATY)
DESCRIPTION:Saule Suleimenova gehört zu den international bekanntesten Künstlerinnen Kasachstans. Ihre Arbeiten wurden auf mehreren Kunst-Biennalen und Art Festivals in Europa und Asien gezeigt. Auf Einladung des Zwetajewa-Zentrums und mit Unterstützung des Goethe Instituts Almaty nimmt sie an der Ausstellung „KUZEU: Displaced Identity“ im Delphi Space  teil und wird sich eine Woche in Freiburg aufhalten. \nMit dem Projekt Cellophane painting (seit 2016)\, in dessen Rahmen sie beeindruckende Bilder aus Plastiktüten und Zellophan kreiert\, gewinnt sie immer größere Aufmerksamkeit auf dem Kunstmarkt. Die Teilnehmenden am Workshop bekommen die einmalige Gelegenheit\, dem Entstehungsprozess von Cellophane painting beizuwohnen und selbst eigene Bilder aus Zellophan zu gestalten.\nZusätzlich zum Workshop ist eine Führung durch die Ausstellung „KUZEU: Displaced Identity“ im Delphi Space vorgesehen. \nVolkshochschulkurs Nr. 207447 \nKosten: 15 € inkl. Material\, Anmeldung erforderlich unter 0761-3689510 bei der VHS Freiburg (begrenzte Teilnehmerzahl\, Teilnahme ab 12 Jahren möglich) \nAblauf: 13:00-14:00: Führung durch die Ausstellung im Delphi Space (Brombergstraße 17 C)\, optional\n14:30-18:00: Art Workshop im VHS-Atelier (Wentzingerstr. 15) \nMaterialien: Die Teilnehmenden werden gebeten\, eigene Plastiktüten und/oder Plastikfolien (am besten in unterschiedlichen Farben) mitzubringen. \nSprachen: Englisch\, Deutsch\, Russisch
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SUMMARY:Vernissage. KUZEU (КУЗЕУ): DISPLACED IDENTITY. Kunst aus Kasachstan
DESCRIPTION:Die indigenen kasachischen Völker führten bis in das 20. Jahrhundert hinein ein Nomadenleben. Abhängig von den Jahreszeiten befanden sie sich in permanenter Migration. Ihre feste Bleibe im\nHerbst nannten sie „Kuzeu“. \nIn der Geschichte des sowjetischen Kasachstans bekamen die Migrationsprozesse eine ganz andere\, tragische Bedeutung. Ausgehend vom Begriff „Kuzeu“\, der sowohl auf die zeitliche (Herbst) als auch auf die räumliche (Bleibe) Dimension hinweist\, möchte das Ausstellungsprojekt die beiden Koordinaten verbinden und die Auswirkung der Völkerbewegungen im Raum und in der Zeit thematisieren. Dabei geht es um Erfahrungen des Zerfalls eines Imperiums an dessen Rändern und die Konsequenzen dieses Prozesses. Ausgehend von der Kunst erzählt das Projekt über die Schwierigkeit einer Selbstfindung in einer polyethnischen Umgebung\, über den Einfluss der Geschichte der früheren Generationen auf das moderne Kasachstan sowie über die Erinnerung daran. \nBeteiligte Künstlerinnen und Künstler:\nSaule Dyussenbina\, Shamil Guliev\, Yadykar Ibraimov\, Nikolay Karabinovich\, Anna Kin\, Almagul Menlibayeva\, Ramil Niyazov-Adyljan\, Saule Suleimenova\, Tair Tabiyev\, Roman Zakharov \nKuratoren-Team: Olga Vesselova und Sanzhar Serikpayev (Kasachstan)\,\nMargarita Augustin (Freiburg) \nIm Rahmen des Projekts finden Artist-Talks\, Diskussionen und ein Art-Workshop statt. Außerdem laden wir Sie zu Kuratorenführungen in englischer\, deutscher und russischer Sprache ein. \nEintritt frei
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SUMMARY:RILKE UND ZWETAJEWA. Liebende\, die sich nie begegneten
DESCRIPTION:KLAVIERKONZERT UND LESUNG\nBerührend\, überirdisch\, eigenartig… Immer wieder hat man versucht\, eine der rätselhaftesten Liebesbeziehungen der Weltliteratur zu begreifen\, die Liebe zwischen der russischen Dichterin Marina Zwetajewa und Rainer Maria Rilke. Zu einer realen Begegnung der beiden kam es bekanntlich nie. Rilkes Tod 1926 konnte Zwetajewa kaum verkraften. \nMit dem Klavierkonzert der georgischen Ausnahmepianistin Mzia Jajanidze und einer Lesung aus dem Briefwechsel zwischen Zwetajewa und Rilke wird Marina Zwetajewas Geburtstag am 8. Oktober 1892 gedacht. Es erklingen Werke von Chopin\, Mendelssohn und Liszt. \nMzia Jajanidze lebt seit 2006 in Deutschland. Bereits mit acht Jahren ist sie mit dem Sinfonieorchester in ihrer Heimat\, in Georgien aufgetreten. Während des Musikstudiums wurde sie u.a. durch die Stiftung des georgischen Präsidenten und die Elisabeth-Leonskaja- Stiftung gefördert und später mit zahlreichen Preisen bei internationalen Klavierwettbewerben in Europa und Asien ausgezeichnet. \n  \nEinführung: Prof. Dr. Elisabeth Cheauré\nKlavier: Mzia Jajanidze\nLesung: Tjadke Biallowons und Michael Schmitter \nEintrittskarten (20 Euro / ermäßigt 10 Euro) unter \nhttps://kultur.humboldtsaal.de/veranstaltung/Rilke-und-Zwetajewa
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SUMMARY:GERD KOENEN. IM WIDERSCHEIN DES KRIEGES. Nachdenken über Russland
DESCRIPTION:Gerd Koenen ist Publizist und Historiker und einer der besten deutschen Kenner der sowjetischen Geschichte. Er hat sich intensiv mit den deutsch-russischen Beziehungen im 20. Jahrhundert befasst (Der Russland-Komplex: Die Deutschen und der Osten 1900-1945; 2005\, erweitert 2023). Von Koenen stammen profunde Werke zur Geschichte des Kommunismus: 1998 erschien Die Utopie der Säuberung\, 2017 sein Hauptwerk Die Farbe Rot – Ursprünge und Geschichte des Kommunismus. \n \nIn der Veranstaltung wird Gerd Koenen mit den Freiburger Historikern Ulrich Herbert und Dietmar Neutatz über sein 2023 erschienenes Buch Im Widerschein des Krieges. Nachdenken über Russland und über seinen aktuellen Blick auf Russland und die fatale Situation nach Beginn des Angriffskriegs auf die Ukraine sprechen. Es moderiert der Germanist und Leiter des Studium generale der Universität Freiburg\, Werner Frick. \nGesprächspartner: \nProf. Dr. Ulrich Herbert\,\nProf. Dr. Dietmar Neutatz\nModeration: Prof. Dr. Werner Frick \nVeranstaltungssaal der Universitätsbibliothek (1. OG)\, Platz der Universität 2\, 79098 Freiburg \nEintritt frei \n 
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SUMMARY:PROF. DR. KLAUS MANGOLD. ZENTRALASIEN: EINE REGION IM AUFBRUCH. Chancen für die deutsche Wirtschaft in Zeiten geostrategischer Veränderungen
DESCRIPTION:Für den Vortrag\, mit dem die Reihe „Zeichen der Zukunft. Dialoge und Perspektiven“ im Wintersemester 2023/24 eröffnet wird\, konnte einer der besten Kenner des osteuropäischen und zentralasiatischen Raums gewonnen werden. Prof. Dr. Klaus Mangold\, seit vielen Jahren u.a. in Kasachstan und Usbekistan tätig\, wird die Entwicklungen im zentralasiatischen Raum und dessen Bedeutung auch angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vorstellen. \n \nProf. Dr. Klaus Mangold\, geb. 1943\, Ehrensenator der Universität Freiburg\, ist bzw. war Vorstands- und Aufsichtsratsmitglied vieler weltweit tätiger Unternehmen; von 1999 bis 2010 war er Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und von 2012 bis 2022 Mitglied des Aufsichtsrats der staatlichen Entwicklungsbank „Baiterek“ in Astana\, Kasachstan. Von 2005 bis 2022 war er Honorarkonsul der Russischen Föderation in Baden-Württemberg. Als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg legte er dieses Amt nieder. Seit 2019 ist Prof. Mangold Aufsichtsratsvorsitzender der Europe-Uzbekistan Association for Economic Cooperation (EUROUZ). \nEintritt frei \n 
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SUMMARY:BABYN YAR. KONTEXT. Premiere mit Regisseur Sergei Loznitsa
DESCRIPTION:Jüdische Kulturtage 2023\nRegie: Sergei Loznitsa \n\n121 Minuten | Deutschland 2023 | ab 16 \n\nL’Œil d’or – Dokumentarfilmpreis von Cannes 2021!\n\n\n \nJubelnde Erwachsene und Kinder schenken den deutschen Panzersoldaten beim Einmarsch in die Ukraine im Sommer 1941 Blumen. In Kyiv ermorden nationalsozialistische Einsatzgruppen und ukrainische Beamte in der Schlucht von Babyn Jar mehr als 33.000 Jüdinnen und Juden. Das Massaker gehört zu den schlimmsten Verbrechen des vergangenen Jahrhunderts. Was eigentlich unfilmbar scheint\, wurde dokumentiert. Sergei Loznitsa hat sich an eine audiovisuelle Bearbeitung des Materials aus deutschen\, russischen und ukrainischen Archiven gemacht\, um die titelgebenden\, komplexen Kontexte der Ereignisse im September 1941 zu veranschaulichen. \nMehrsprachige Originalfassung mit Untertitel \nAusführlichere Informationen unter: https://zeitgeschichte-online.de/film/die-grenzen-des-bildes \n 
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LOCATION:Friedrichsbau\, Kaiser-Joseph-Str. 268 - 270\, Freiburg\, 79098\, Deutschland
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SUMMARY:ELISABETH CHEAURÉ. Russland und Europa. Vortrag im Rahmen der Samstags-Uni „Blicke auf Europa“
DESCRIPTION:Zeichen der Zukunft. Ost-West: Dialoge und Perspektiven\nDer völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine bedeutet nicht nur eine „Zeitenwende“ und unfassbares Leid für die Menschen\, sondern er spitzt jahrhundertelang diskutierte Fragen zu: Was ist eigentlich Europa und wo endet es? Gehört Russland zu Europa oder ist es ein Gegenentwurf zu Europa\, gar dessen prinzipieller Antagonist? Oder kann umgekehrt von Russland aus eine ‚Rettung‘ der ‚westlichen‘ Welt erfolgen\, wie etwa Dostoevskij\, aber auch manch westliche Denker meinten? Oder orientiert sich Russland selbst nicht vielmehr seit Jahrhunderten an (West-)Europa? Ist Russland nicht in einem solchem Maße von westlicher Kultur beeinflusst\, dass man dort gerade in jüngster Zeit glaubt\, in höchst aggressiver Weise um seine ‚eigene Identität‘ringen zu müssen? \nProf. Dr. Elisabeth Cheauré ist Professorin für Slavische Philologie (Literaturwissenschaft) und Gender Studies an der Albert-\nLudwigs-Universität Freiburg. Außerdem ist sie Sprecherin des Graduiertenkollegs 1956 „Kulturtransfer und ‚kulturelle Identität‘“ sowie Vorsitzende des Zwetajewa-Zentrums an der Universität Freiburg. \nEintritt frei
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SUMMARY:Was macht Politik mit der Liebe?
DESCRIPTION:OPEN HOUSE außer Haus:\nim Haus der Geschichte Baden-Württemberg \nAuf den ersten Blick klingt es nur nach Boulevard\, ist aber geschichtlich – und oft auch persönlich betrachtet – nicht zu unterschätzen: Liebe hat historische Verläufe beeinflusst oder sogar verändert\, aus Zweckehen wurden Liebesbeziehungen und umgekehrt. Persönliche Verbindungen über Ländergrenzen hinweg sind bis heute Quelle von Entwicklung und Inspiration. Und natürlich von Enttäuschung. \nUnsere Gäste: \nProf. Dr. Elisabeth Cheauré (Professorin für Slavische Philologie und Gender Studies an der Universität Freiburg) \nDr. Rainer Schimpf (Leiter Ausstellung/Sammlung am Haus der Geschichte Baden-Württemberg) \nIm Anschluss an die Veranstaltung bietet Ihnen Dr. Rainer Schimpf eine Führung durch die Ausstellung Liebe – was uns bewegt. \nBitte melden Sie sich per E-Mail bis zum 12. Juni 2023 an:\ninfo@soldan-komm.de \n 
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SUMMARY:ELENA KOROWIN. Frauen im Krieg
DESCRIPTION:Zeichen der Zukunft. Ost-West: Dialoge und Perspektiven\nDie Geschichte wird von den Siegern geschrieben – das wusste schon Walter Benjamin. Kriege wurden von Männern erzählt\, gemalt und in Bronze gegossen\, doch wie viele Frauen befinden sich in den Schatten von großen Denkmälern? Während das Theater Freiburg in Der Krieg hat kein weibliches Gesicht sich den kämpfenden Frauen und ihren Geschichten widmet\, soll in diesem Vortrag die Perspektive von Künstler*innen eingenommen werden. \nHeute fragen immer mehr Künstler*innen nach der Geschichte der Besiegten\, der Unterdrückten und der Vergessenen. Mit einem investigativen Blick in die Vergangenheit versuchen sie vor allem im gegenwärtigen Krieg zwischen Russland und Ukraine\, die Geschichten festzuhalten\, das Schweigen zu durchbrechen. Mit unterschiedlichen Mitteln bringen sie Vergangenes und Gegenwärtiges zusammen\, um die Frage nach unserer aller Zukunft zu stellen. In diesem Vortrag werden einzelne Positionen aktueller Kunst vorgestellt und diskutiert. Mögliche Trigger-Themen: körperliche\,\nseelische oder sexualisierte Gewalt. \nDie Kunstwissenschaftlerin Dr. Elena Korowin ist seit 2016 Postdoktorandin am Freiburger Graduiertenkolleg 1956 Kulturtransfer und ‚kulturelle Identität‘. Gegenwärtig vertritt sie die Professur für Kunst der Gegenwart an der HBK Braunschweig. Neben ihrem Habilitationsprojekt zur ‚L’art pour l’art‘ im späten 19. Jahrhundert arbeitet sie auch an einer Veröffentlichung zur Kunst im Ukrainekrieg. \nKommentatorinnen: Dora Kelemen und Charlotte Murphy (GRK 1956) \nEintritt frei
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SUMMARY:MARYNA ER GORBACH. Klondike
DESCRIPTION:Zeichen der Zukunft. Ost-West: Dialoge und Perspektiven\nUKR/TÜR 2022\, 100min\, OmU \nEine hochschwangere Frau weigert sich\, ihr Haus an der umkämpften ukrainisch-russischen Grenze zu verlassen\, obwohl in ihrem Wohnzimmer anstelle der Wand ein riesiges Loch klafft. Wie auf einer Bühne spielt sich das Kriegsgeschehen vor ihren Augen ab\, dessen fortschreitende Verrohung ihre eigene Familie zerreißt. Bis eine russische Rakete am 17. Juli 2014 das Passagierflugzeug MH17 trifft\, das nahe dem Dorf zerschellt. Mit pathosfreiem Gleichmut und entdramatisierten Tableaus beobachtet der Film die sich steigernde Absurdität des Zerstörens\, Töten und Sterbens\, vor dem auch der innerfamiliäre Kosmos nicht Halt macht. \nDie Regisseurin Maryna Er Gorbach erzählt ihr sensibles Familiendrama vor dem Hintergrund eines militärischen Konflikts. Gekonnt verwebt sie die persönliche und die politische Geschichte der Kämpfe in der Ukraine und zeigt mit einer vorsichtig tastenden Kamera und hervorragenden Schauspieler*innen eindringlich\ndie Destruktion des Krieges. \nIm Anschluss an die Filmvorführung ist ein Videogespräch mit der Regisseurin geplant. \nEinführung: Dora Kelemen (GRK 1956) \nKarten über https://www.koki-freiburg.de/ sowie an der Abendkasse
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SUMMARY:Die Tragödie der Ukraine. Ein Gespräch mit dem Politikwissenschaftler Prof. Dr. Nicolai Petro über sein jüngstes Buch
DESCRIPTION:Online-Veranstaltung \nDurch den Krieg Russlands gegen die Ukraine ist der größte Staat auf dem europäischen Kontinent einmal mehr in unseren Fokus gerückt. Während viel über Frontlinien\, Panzerlieferungen und Offensiven gesprochen wird\, liest man wenig über die innere Verfasstheit der Ukraine. Das Ende 2022 erschienene Buches von Prof. Dr. Nicolai N. Petro „The Tragedy of Ukraine“ will diese Lücke schließen. Petros Position ist\, dass die Ukraine nicht auf dem Weg zu einer Nation für alle Ukrainer ist. Vielmehr sei sie in den letzten Jahrzehnten von einer Art Nationalismus bestimmt\, der den russisch geprägten Osten (ein Drittel der Bevölkerung) ausschließe. Er plädiert für eine ukrainische Wahrheits- und Versöhnungskommission\, die aber die gesamte Bevölkerung einschließen müsse. Denn eine versöhnte Ukraine sei auch besser gegen ausländische Aggression gefeit. \nIn unserem Gespräch mit Nicolai Petro wollen wir insbesondere auf die Geschichte der Ukraine der letzten 30 Jahren eingehen. Was waren die entscheidenden Kräfte während der Proteste des Euromaidans? Sie repräsentierten nicht das gesamte ukrainische Volk\, so die These Petros. Der Westen der Ukraine habe demnach den Euromaidan als Befreiung erlebt\, der Osten eher als Bedrohung. In unserem Gespräch wollen wir auch auf die Rolle der EU und die Konsequenzen des Assoziierungsabkommens für die ukrainische Wirtschaft eingehen. Russlands Krieg gegen die Ukraine wird uns spätestens dann beschäftigen\, wenn Petro darlegt\, warum seiner Meinung nach die verschiedenen Friedensbemühungen\, zuletzt Minsk II\, gescheitert sind. \nInnerhalb der Ukraine gibt es eine jahrzehntealte Gewaltspirale\, die sowohl vom Osten als auch dem Westen der Ukraine ausgeht. Petro wird Beispiele aus der Geschichte vorstellen\, die als Vorbild für einen Versöhnungsprozess in der Ukraine dienen könnten. \nProf. Dr. Nicolai Petro wird englisch sprechen. Seine Redebeiträge werden aber jeweils nachlaufend ins Deutsche übersetzt. \nAnmeldung zum Webinar \nUnser Gesprächspartner \nNicolai N. Petro ist Professor für Politikwissenschaft an der University of Rhode Island und ein ausgewiesener Kenner der politischen Entwicklungen in der Ukraine und in Russland. Im Zuge seiner wissenschaftlichen Laufbahn hat er sowohl einige Jahre in der Ukraine als auch in Russland gelebt — zeitweilig als politischer Attaché an der US-Botschaft in Moskau. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Rolle\, die Religion\, Geschichte und kulturelle Symbole in der demokratischen Entwicklung spielen können. Ende 2022 ist sein jüngstes Buch „The Tragedy of Ukraine“ erschienen \n>> Die Veranstaltung ist kostenfrei. Um eine Spende wird gebeten. Entweder via Paypal oder durch eine Überweisung auf unser Spendenkonto. Alle Informationen finden Sie hier
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SUMMARY:IRINA SCHERBAKOWA / LJUDMILA ULITZKAJA. Über das Erinnern / О памяти. Беседа с Людмилой Улицкой и Ириной Щербаковой
DESCRIPTION:Zeichen der Zukunft. Ost-West: Dialoge und Perspektiven\nDas jüngste Buch der weltbekannten russischen Schriftstellerin Ljudmila Ulitzkaja trägt den programmatischen Titel Die Erinnerung nicht vergessen (erschienen 2023). Es ist ein sehr persönliches Plädoyer für eine „bessere Erinnerungskultur“. „Erinnern\, nicht vergessen“ könnte auch das Motto der russischen Menschenrechtsorganisation Memorial sein. Dr. Irina Scherbakowa ist vielfach ausgezeichnetes Gründungsmitglied von Memorial. Die Organisation wurde in Russland zum „Ausländischen Agenten“ erklärt und schließlich liquidiert. Mittlerweile setzt die Organisation (Friedensnobelpreis 2022) ihre Tätigkeit im Exil fort. \nПоследняя книга известной русской писательницы Людмилы Улицкой называется «Помнить\, не забывать» (издана на немецком языке в 2023 году). В этой книге автор призывает к «новой культуре памяти» и эти слова могут быть девизом правозащитной организации «Мемориал». Ирина Щербакова отмечена множеством наград и является одной из основательниц «Мемориала». «Мемориал» был объявлен «иностранным агентом»\, а затем ликвидирован. В 2022 году организация была удостоена Нобелевской премии мира и продолжает свою деятельность в эмиграции. \n  \nDie Veranstaltung findet in russischer Sprache mit deutscher Übersetzung\nstatt. Übersetzung: Dr. Jurij Lileev (GRK 1956) \nEintritt frei / Вход бесплатный
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SUMMARY:MICHAL BLAŠKO. Victim (Obet)
DESCRIPTION:Zeichen der Zukunft. Ost-West: Dialoge und Perspektiven\nSVK/CZE/D 2022\, 91min\, OmU \nBasierend auf realen Ereignissen erzählt dieses kraftvolle Debüt von Rassismus\, Fake News und dem Aufstieg der neuen Rechten. Irina\, eine alleinerziehende Mutter aus der Ukraine\, lebt gemeinsam mit ihrem 13-jährigen Sohn Igor in einer tschechischen Kleinstadt. Eines Nachts wird der Junge überfallen und schwer verletzt. Während die Polizei ermittelt\, solidarisiert sich die ganze Stadt mit Mutter und Sohn. Verdächtigt werden Irinas Nachbarn\, Roma\, die angeblich für den Überfall verantwortlich sein sollen. Als Igor im Krankenhaus aufwacht\, kommt die Wahrheit über den Vorfall ans Licht. Zur gleichen Zeit erstarkt in der Stadt eine politische Kampagne: Akteure aus Medien\, Politik und Zivilgesellschaft manipulieren die Realität strategisch für ihre eigenen Zwecke. Wahrheit und Lüge lassen sich nur noch schwer auseinanderhalten. \nIrina versucht sich in einem für sie fremden Land ein neues Leben aufzubauen und sieht sich mit systemischer Fremdenfeindlichkeit\, Diskriminierung und Vorurteilen konfrontiert. Hin- und hergerissen zwischen dem Schutz ihrer kleinen Familie und der Suche nach der Wahrheit ist sie schließlich gezwungen\, eine schicksalhafte Entscheidung zu treffen. \nEinführung: Daria Kuzmenko (GRK 1956) \nKarten über https://www.koki-freiburg.de/ sowie an der Abendkasse
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SUMMARY:RUSLAN FEDOTOV. Where are we headed?
DESCRIPTION:Zeichen der Zukunft. Ost-West: Dialoge und Perspektiven\nRUS 2021\, 63min\, OmeU \nIm Moskauer U-Bahn-System zirkulieren Pendler*innen unter goldenen Kronleuchtern und sausen durch mit Marmor gesäumten Korridore. Die stalinistische Architektur ist die perfekte Kulisse für Ruslan Fedotovs fesselndes Porträt des zeitgenössischen Russland. Der Weg der Pendler*innen in und durch den Untergrund gibt den Rhythmus des Films vor. Müde sind die Gesichter der Menschen\, die die endlosen Rolltreppen hinunterfahren. Sie schieben sich durch die Rush Hour. Der Krieg gegen die Ukraine hat noch nicht begonnen: Mütter drücken ihre Kinder in die Züge. Doch es gibt auch andere Tage. In der Unterwelt brechen spontane Neujahrsfeiern aus\, ein als Weihnachtsmann verkleideter Akkordeonist zitiert Dostojewski und Demonstranten gewähren einen Einblick in die politischen Unruhen. Hier wird (illegal) verkauft\, gesungen  und auch verhaftet\, denn die Polizei ist allgegenwärtig. Die U-Bahn scheint mehr als nur ein Transportmittel. \nRegisseur Ruslan Fedotov beobachtet die Passagiere im Verlauf eines Jahres beinahe unbemerkt beim Diskutieren\, Flirten und\nStreiten. Dabei entstehen überraschende\, witzige\, schöne und erschreckende Bilder\, die den Menschen sehr nahekommen. \nVorab wird der Kurzfilm „Away“ von Ruslan Fedotov gezeigt. \nEinführung: Dr. Konstantin Rapp (GRK 1956) \nKarten über https://www.koki-freiburg.de/ sowie an der Abendkasse
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SUMMARY:ANTONINA STEBUR. Art in Belarus. In Search of Origins of State Terror
DESCRIPTION:Zeichen der Zukunft. Ost-West: Dialoge und Perspektiven\nNowadays\, repressions continue in Belarus; there are more than 2\,000 political prisoners in the country. Despite this\, acts of resistance to the dictatorship continue in the country\, as well as various forms of sabotage\, and partisan resistance in the context of the full-scale Russian invasion of Ukraine. More than 100 cultural workers are political prisoners\, and more than 1\,000 cultural workers have been subjected to repression and violence by the regime. Art in these protest events plays a signifi cant role\, cultural workers were involved in the revolutionary movement from the very beginning through a series of actions\, transnational solidarity\, understanding the origins of terror\, the formation of networks of support and care. Important acts within the culture of Belarus are not only single statements of artists but\, fi rst of all\, collective projects\, initiatives and institutions that marked the characteristics\nof the Belarusian resistance. \nDie Kuratorin\, Kritikerin und Kunstwissenschaftlerin Antonina Stebur ist Dozentin für aktivistische Gegenwartspraktiken an der Universität der Künste Berlin sowie am European College for Liberal Arts. Darüber hinaus ist sie Mitgründerin von antiwarcoalition.art\, einer internationalen Kulturvereinigung\, die sich gegen den Angriff skrieg Russlands gegen die Ukraine stellt. \nModeration: Dr. Christine Althauser\, German Diplomat (ret.) \nDer Vortrag findet in englischer Sprache statt.\nEintritt frei
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LOCATION:Alte Universität\, Max-Kade-Auditorium 1\, Bertoldstraße 17\, Freiburg\, 79098
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SUMMARY:ELISABETH CHEAURÉ. „Faschisten\, Banderisten\, Gender…“ Warum Putins Kriegsrhetorik in Russland verfängt
DESCRIPTION:Zeichen der Zukunft. Ost-West: Dialoge und Perspektiven\nDer Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine wird in Russland von einem beispielslosen Propagandakrieg begleitet\, der von den gleichgeschalteten Medien wie auch der Orthodoxen Kirche und von Putin selbst geführt wird. Angesichts der aus westlicher Sicht abstrus und zum Teil auch grotesk wirkenden Argumentationen ist es erstaunlich\, dass diese Propaganda nicht abstößt\, sondern offenbar verfängt. Dies belegen nicht zuletzt die hohen Zustimmungsraten\nin der russischen Bevölkerung. \nIm Vortrag werden die Rhetorik und die wichtigsten Argumentationsstrategien (insbesondere Putins) analysiert und kulturhistorisch eingebettet. \nProf. Dr. Elisabeth Cheauré ist Professorin für Slavische Philologie (Literaturwissenschaft) und Gender Studies an der Albert-Ludwigs- Universität Freiburg. Außerdem ist sie Sprecherin des Graduiertenkollegs 1956 „Kulturtransfer und ‚kulturelle Identität‘“ sowie Vorsitzende des Zwetajewa-Zentrums an der Universität Freiburg. \nEintritt: 3 €
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LOCATION:Katholisches Gemeindezentrum St. Jakobus\, Berlinerstr. 18\, Denzlingen\, 79211
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SUMMARY:ELISABETH CHEAURÉ. Krieg oder Frieden? In unruhigen Zeiten: Streifzüge durch die russische Literatur
DESCRIPTION:Zeichen der Zukunft. Ost-West: Dialoge und Perspektiven\nIm brutalen Krieg Russlands gegen die Ukraine wird nicht nur mit Waffen gefochten. Das Kriegsgeschehen wird begleitet von zum Teil befremdlich anmutenden Diskursen um „cancel culture“. Dieser Vorwurf wird vor allem von russischer Seite gegen den Westen erhoben\, manifestiert sich nicht selten aber auch in ukrainischen Haltungen gegenüber der russischen Literatur und russischen Autoren. \nIm Vortrag werden andere Akzente gesetzt\, indem die russische Literaturgeschichte mit Blick auf das große Thema „Krieg und\nFrieden“ hin befragt wird: Vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart\, von leidenschaftlichen Plädoyers gegen den ‚Wahnsinn des Krieges‘ über hetzerische Propagandaliteratur bis hin zu philosophischen Überlegungen\, etwa bei Lev Tolstoj. Von dessen monumentalen Roman Krieg und Frieden (1863-1869) ist der Titel des\nVortrags inspiriert. \nProf. Dr. Elisabeth Cheauré ist Professorin für Slavische Philologie (Literaturwissenschaft) und Gender Studies an der Albert-Ludwigs- Universität Freiburg. Außerdem ist sie Sprecherin des Graduiertenkollegs 1956 „Kulturtransfer und ‚kulturelle Identität‘“ sowie Vorsitzende des Zwetajewa-Zentrums an der Universität Freiburg. \nEintritt frei
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LOCATION:Gerhard-Ritter-Haus\, Gemeindesaal\, Starkenstr. 8\, Freiburg-Herdern\, 79104
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SUMMARY:OLGA SHPARAGA. Die Revolution hat ein weibliches Gesicht. Belarus zwischen 2020-2023
DESCRIPTION:Zeichen der Zukunft. Ost-West: Dialoge und Perspektiven\nAls im Sommer 2020 die größten Massendemonstrationen in der Geschichte Belarus’ seit 1991 ausbrachen\, richteten sich die\nProteste neben den einmal mehr manipulierten Präsidentschaftswahlen auch allgemein gegen das Regime Aljaksandr Lukaschenkas. Die repressive Antwort der Machthaber erfolgte in Form von mehr als 30.000 Verhaftungen\, massiver Gewalt gegenüber der eigenen Bevölkerung und anderen Gräueltaten. In ihrem Vortrag wird Olga Shaparaga einerseits den Blick auf die Proteste richten\, andererseits aber auch auf das „Danach“: Was ist in Belarus seit dem Sommer 2020 passiert? Welche Rolle spielen Frauen in der politischen Widerstandbewegung? Und vor allem: Wie gestaltet sich gegenwärtig der Widerstand gegen das Lukaschenka-Regime\, insbesondere auch aus dem Exil? \nDie belarussische Philosophin Dr. Olga Shparaga lehrte bis 2021 am European College of Liberal Arts in Minsk\, das sie 2014 selbst mitbegründet hatte. Als Initiatorin der Fem-Gruppe im Koordinationsrat rund um die belarussische Oppositionspolitikerin Swetlana Tichanowskaja wurde sie 2020 inhaftiert und floh daraufhin nach Vilnius\, um einem Strafprozess zu entgehen. Sie lebt seitdem im Exil und ist gegenwärtig Fellow am Institut für die Wissenschaft\nvom Menschen in Wien. \nEintritt frei
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SUMMARY:HEINRICH KIRSCHBAUM. Revolution der Geduld. Eine belarussische Bricolage
DESCRIPTION:Zeichen der Zukunft. Ost-West: Dialoge und Perspektiven\nIm Sommer 2020 gingen die Menschen in Belarus auf die Straße\, um für Demokratie und Freiheit zu kämpfen. Schnell war die Rede von einer Revolution\, doch wenn eine Revolution darin besteht\, dass danach nichts mehr ist\, wie es war\, dann hat sich die Revolution in Belarus bis heute noch nicht vollzogen. Oder doch\, dann allerdings ganz anders: als eine Dauerrevolution\, eine Revolution der Geduld. Mit philologischem Gespür und kulturhistorischem Tiefenblick liest Heinrich Kirschbaum die belarussischen Proteste nicht als singuläres Ereignis\, sondern entdeckt in ihnen die Beharrlichkeit des menschlichen Willens zur Veränderung und Selbstorganisation. Davon zeugen die stillen\, ausdauernden Märsche durch die Hinterhöfe\, die Hilfsbereitschaft der Menschen untereinander oder die sich forciert formierende Diaspora in europäischen Städten. In zweiundzwanzig Reflexionen\, die sich mit der Sprache und Geschichte\, der Poesie und nicht zuletzt auch der eigenen Betroffenheit befassen\, zeichnet diese „belarussische Bricolage“ die Entstehung einer Zivilgesellschaft jenseits sanktionierter Machtgefüge. \nProf. Dr. Heinrich Kirschbaum ist seit 2019 Professor für Slavische Literaturwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.\nSein neues Buch Revolution der Geduld. Eine belarussische Bricolage erschien 2022 bei Matthes & Seitz in Berlin. \nEintritt frei
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SUMMARY:ЕКАТЕРИНА ШУЛЬМАН. Когнитивные искажения\, пропаганда и общественное мнение: опыт России 2014-2023 / EKATERINA SCHULMANN. Kognitive Verzerrungen\, Propaganda und öffentliche Meinung in Russland 2014–2023
DESCRIPTION:Zeichen der Zukunft. Ost-West: Dialoge und Perspektiven\nКакие особенности человеческого восприятия эксплуатирует пропаганда? Как связаны восприимчивость к теориям заговора\, интерес к эзотерике и авторитарная конформность? Что такое на самом деле „авторитарная личность“ и наследуется ли это? Как работает спираль молчания? В лекции будет сделана попытка проследить связь между разрушением научной картины мира\, иррациональностью и успехами авторитарной пропаганды\, используя данные о медиапотреблении и изменениях общественного мнения в России последнего десятилетия. \nВыступление на русском языке \nWelche menschlichen Wahrnehmungsmuster werden von der Propaganda ausgenutzt? Wie hängen Anfälligkeit für Verschwörungstheorien\, Interesse an Esoterik und autoritäre Konformität zusammen? Was ist eigentlich eine ‚autoritäre Persönlichkeit‘ und ist sie vererbbar? Wie funktioniert die Spirale des Schweigens? Der Vortrag zeichnet den Zusammenhang zwischen der Zerstörung des wissenschaftlichen Weltbildes\, der Irrationalität und dem Erfolg autoritärer Propaganda anhand von Daten zum Medienkonsum und zur Veränderung der öffentlichen Meinung in Russland im letzten Jahrzehnt nach. Anschließend findet eine öffentliche Diskussion statt. \nModeration: Margarita Augustin \nEintritt frei / вход бесплатный \nDie Poltikwissenschaftlerin und Publizistin Ekaterina Schulmann ist eine bedeutende Stimme der russischen Opposition. Schon 2019 unterstützte sie umfangreich Angeklagte nach den Moskauer Protesten gegen die Umstände der damaligen Kommunalwahlen. Nachdem sie sich in einer Stellungnahme gegen den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine gewandt hat\, verließ sie im Frühjahr 2022 Russland und lebt seitdem in Berlin. \nEkaterina Schulmann hält Vorträge am Donnerstag\, 04.05.2023 (in englischer Sprache)\, und am Freitag\, 05.05.2023 (in russischer Sprache). An die Vorträge schließen sich Publikumsgespräche an. \n 
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SUMMARY:EKATERINA SCHULMANN. Transformations of Public Opinion In Russia: 2018–2023
DESCRIPTION:Zeichen der Zukunft. Ost-West: Dialoge und Perspektiven\nUsing a range of sociological data collected by official and independent polling agencies as well as circumstantial evidence and indirect markers of behavioral changes\, including demographic data and crime statistics\, the lecture will attempt to trace an evolution of public opinion in Russia from 2018 (the final erosion of the Crimean consensus) to 2023\, one year into the full-scale war. Inglehart– Welzel World Values Survey results and studies of proto-party groups („political preference clouds‘‘) are used in this overview in an attempt to sketch possible lines of behavior of a post-authoritarian society in a weakened state of power. \nDie Poltikwissenschaftlerin und Publizistin Ekaterina Schulmann ist eine bedeutende Stimme der russischen Opposition. Schon 2019 unterstützte sie umfangreich Angeklagte nach den Moskauer Protesten gegen die Umstände der damaligen Kommunalwahlen. Nachdem sie sich in einer Stellungnahme gegen den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine gewandt hat\, verließ sie im Frühjahr 2022 Russland und lebt seitdem in Berlin. \nEkaterina Schulmann hält Vorträge am Donnerstag\, 04.05.2023 (in englischer Sprache)\, und am Freitag\, 05.05.2023 (in russischer Sprache). An die Vorträge schließen sich Publikumsgespräche an. \nEintritt frei
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SUMMARY:POSTMAN + THE BLUES AGAINST YOUTH | KONZERT | MODERN CITY-FOLK\, DIRTY BLUES'N'ROLL
DESCRIPTION:POSTMAN (Kyiv) – modern city-folk\nPOSTMAN\, mit bürgerlichem Namen Kostiantyn Pochtar\, ist ein ukrainischer Musiker\, Multi-Instrumentalist und Sänger. Sein Pseudonym ist eine schlichte Übersetzung des Nachnamens ins Englische. Geboren und aufgewachsen in Kyiv\, lebt Postman derzeit in Breslau – wenn er nicht gerade auf Tour ist. Er steht für eine neue Welle ukrainischer Musik\, die nach der Revolution 2013-2014 entstand. Seine Haupteinflüsse stammen aus den 60er Jahren\, seine Musik dagegen ist moderner City-Folk vom Feinsten. \nBei Solo-Shows ist die Akustikgitarre Postmans Hauptinstrument – seine Studioalben sind darüber hinaus oft mit reichhaltigen Arrangements geschmückt\, mit Folk-Rock-\, Psychedelic-Rock- und Barock-Pop-Elementen. In den Slow Club kommt er mit Band. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs im letzten Jahr spielt Postman unzählige Konzerte in zahlreichen europäischen Ländern und sammelt auf seiner #StandWithUkraine-Tour Geld für gemeinnützige Zwecke in seiner Heimat. \n  Foto Credits: Andriy Boyar/Steven Bullen \nTHE BLUES AGAINST YOUTH – „…raw\, gritty blues coupled with dirty\, primitive rock’n’roll and outsider country“\n„[…] Zunächst könnte man versuchen\, den Sound von The Blues Against Youth einfach unter „Roots Rock“ einzuordnen\, aber das wird ihm nicht ganz gerecht.\nMit einer hohlen sechssaitigen E-Gitarre\, Kick-Drum\, Stimme\, Pfeife\, Hi-Hat und einem ungewöhnlichen Schlagzeug\, das er seine „unsichtbare Eisen-Snare“ nennt\, hat er seinen Sound von einem langsameren\, organischen und traditionellen zu dem entwickelt\, was er heute ist – roher\, düsterer Blues gepaart mit dreckigem\, primitivem Rock’n’Roll und Outsider Country.“ (James G. Carlson\,  No Depression Magazin) \nDie aus Rom (Italien) stammende Band The Blues Against Youth ist ein Ein-Mann-Projekt unter der Leitung von Gianni TBAY\, der gleichzeitig Gesang\, Gitarre\, Bassdrum\, Hi-Hat und Pfeife spielt. Obwohl der Sound von TBAY tief im Outlaw Country und Delta Blues verwurzelt ist\, hat er sich in seiner zehnjährigen Karriere in verschiedene Richtungen entwickelt. Alle diese Wege wurden auf unzähligen Tourneen beschritten\, die Gianni TBAY zu über 1.000 Shows in ganz Europa und einem Teil der USA führten. Diese unermüdliche Live-Aktivität ermöglichte es ihm\, sich eine solide Fangemeinde aufzubauen\, sich in der Szene einen Namen zu machen und den Ruf eines umherschweifenden Mannes zu erlangen\, der ständig als moderner Troubadour unterwegs ist\, getrieben von einer Art spiritueller Berufung und dämonischer Besessenheit. \nVVK: https://t.rausgegangen.de/tickets/postman-the-blues-against-youth
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LOCATION:SLOW CLUB\, HASLACHER STRASSE 25\, Freiburg\, 79115
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SUMMARY:Gedenkveranstaltung für SWETLANA GEIER (1923–2010)
DESCRIPTION:Zeichen der Zukunft. Ost-West: Dialoge und Perspektiven\nSwetlana Geier war eine bedeutende Übersetzerin russischer Literatur ins Deutsche und eine charismatische Gestalt. \n26. April 1923 in Kyiv geboren\, kam sie bereits früh mit der deutschen Sprache in Kontakt und arbeitete zunächst als Dolmetscherin für eine deutsche Baufirma in der besetzten Stadt. 1943 verließ Swetlana Geier mit den deutschen Truppen die Ukraine. Nach einigen Wirren wählte sie Freiburg/Günterstal als neuen Lebensmittelpunkt und wirkte später als Lektorin für Russisch an den Universitäten Freiburg und Karlsruhe. \nIhr übersetzerisches Lebenswerk wurde 2008 mit der Neuübertragung der fünf großen Romane von Dostojewskij abgeschlossen. „Fünf Elefanten“ nannte sie diese Übersetzungen\, um zu verdeutlichen\, welche Mammutaufgabe sie damit bewältigt hatte. Swetlana Geier\, am 7. November 2010 gestorben\, wird anlässlich ihres 100. Geburtstages mit einer zweitägigen Gedenkveranstaltung (Vorträge und Filmvorführungen) gewürdigt. \n• Grußwort des Ersten Bürgermeisters UIrich von Kirchbach \n• Prof. Dr. Franz Leithold: Am Ende ist alle Poesie Übersetzung (Vortrag) \n• Filmvorführung: Erinnern an Swetlana Geier \n• Niederlegung eines Blumengestecks am Grab von Swetlana Geier auf dem Günterstäler Friedhof \n• Ausklang in der Gaststätte Kühler Krug\, Torplatz 1\, 79100 Freiburg-Günterstal \nKonzeption und Programmleitung:\nProf. Dr. Juliane Besters-Dilger (Slavisches Seminar) \nEintritt frei \nKooperationen: Ortsverein Günterstal\, Stadt Freiburg\, West-Ost-Gesellschaft\, Universitätsbibliothek Freiburg
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LOCATION:Matthias-Claudius-Kulturkapelle\, Kybfelsenstr. 17\, Freiburg-Günterstal\, 79100
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SUMMARY:Gedenkveranstaltung für SWETLANA GEIER (1923–2010)
DESCRIPTION:Zeichen der Zukunft. Ost-West: Dialoge und Perspektiven\nSwetlana Geier war eine bedeutende Übersetzerin russischer Literatur ins Deutsche und eine charismatische Gestalt. \n26. April 1923 in Kyiv geboren\, kam sie bereits früh mit der deutschen Sprache in Kontakt und arbeitete zunächst als Dolmetscherin für eine deutsche Baufirma in der besetzten Stadt. 1943 verließ Swetlana Geier mit den deutschen Truppen die Ukraine. Nach einigen Wirren wählte sie Freiburg/Günterstal als neuen Lebensmittelpunkt und wirkte später als Lektorin für Russisch an den Universitäten Freiburg und Karlsruhe. \nIhr übersetzerisches Lebenswerk wurde 2008 mit der Neuübertragung der fünf großen Romane von Dostojewskij abgeschlossen. „Fünf Elefanten“ nannte sie diese Übersetzungen\, um zu verdeutlichen\, welche Mammutaufgabe sie damit bewältigt hatte. Swetlana Geier\, am 7. November 2010 gestorben\, wird anlässlich ihres 100. Geburtstages mit einer zweitägigen Gedenkveranstaltung (Vorträge und Filmvorführungen) gewürdigt. \n• Begrüßung im Namen des Ortsvereins Günterstal e.V. \n• Prof. Dr. Elisabeth Cheauré: Swetlana Geier – Ein Leben für die Literatur (Vortrag) \n• Filmvorführung: Die Frau mit den 5 Elefanten (R: Vadim Jendreyko\, 2009\, 97min) \nUniversitätsbibliothek Freiburg\, 1. OG \nKonzeption und Programmleitung:\nProf. Dr. Juliane Besters-Dilger (Slavisches Seminar) \nEintritt frei \nKooperationen: Ortsverein Günterstal\, Stadt Freiburg\, West-Ost-Gesellschaft\, Universitätsbibliothek Freiburg
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SUMMARY:Sasha Kulak / Suzanna Spertsyan. MARA
DESCRIPTION:Zeichen der Zukunft. Ost-West: Dialoge und Perspektiven\nBLR/FRA 2021\, 62min\, OmeU \n„Mara“ – aus dem Alt-Russischen übersetzt – bedeutet in etwa „Traum“ oder „Hoffnung“. Der Begriff entspringt aber auch slawischen Mythen\, in Form einer übermenschlichen Gestalt\, die Menschen mit (Alb-)Träumen heimsucht. Inmitten der Proteste gegen den belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko streift ihre Repräsentation mit weißer Gipsmaske und Krone umher oder ist als rote Königin mit langer\, roter Schleppe in den Straßen und auf Spielplätzen in Minsk zu sehen. Und es sind vor allem die Frauen in Belarus\, die Großmütter und Mütter\, die den jungen\, gesichtslosen\nSoldaten und Polizisten die Stirn bieten. \nZwischen Hoffnung\, Wirklichkeit und Ohnmacht transzendiert Sasha Kulaks eindringlicher Blick Bilder aus dem Alltag der Protestierenden\, von schockierenden Erfahrungsberichten von Opfern der Staatsgewalt und poetischer Performance fernab der Gewalt. Der Ansatz dieses Dokumentarfilms geht weit über die Perspektiven der Nachrichtenbilder der vergangenen Jahre hinaus und zeigt mit Nachdruck\, welcher Preis für den Mut für die Demokratie bezahlt wird. Für tausende Menschen im Land ist der Albtraum Realität\, doch die Hoffnung bleibt – ein starkes Statement für Demokratie und die Macht des Volkes. \nIm Anschluss an den Film ist ein Videogespräch mit der Regisseurin geplant. \nEinführung: Maximilian Kaenders (GRK 1956) \nKarten über https://www.koki-freiburg.de/ sowie an der Abendkasse
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LOCATION:Kommunales Kino\, Urachstraße 40\, Freiburg\, 79102
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SUMMARY:Evgeny Kalachikhin. BEYOND THE WHITE
DESCRIPTION:Zeichen der Zukunft. Ost-West: Dialoge und Perspektiven\nRUS 2021\, 90min \nDrei Dörfer der Kola-Halbinsel im Norden Russlands\, hinter dem Polarkreis: umgeben von Wasser\, Wald und Sand leben hier einige Dutzend Menschen in ihren Holzhäusern\, ein Leben lang. Sie leben von der Natur – hauptsächlich vom Fisch\, der in diesen Gewässern immer rarer wird. Auch immer weniger Menschen wollen im Dorf bleiben\, viele ziehen in die Stadt und lassen ihre Häuser zurück\, die mit der Zeit zu Geistern aus der Vergangenheit werden\, zu herrenlosen\, einsamen Ruinen\, belebt von spielenden Enkelkindern der Bewohner in den Sommerferien. \nDen Dörfern Tetrino\, Chavanga und Kuzomen scheint das Schicksal vieler anderer kleiner Orte in ganz Russland bevorzustehen: das Aussterben. Abgeschnitten von lebensnotwendiger Infrastruktur und oftmals von der Regierung dieser Region vergessen\, müssen die Menschen zusammenhalten\, um ihren Alltag zu meistern. Und auch als ein großes Feuer ausbricht\, was die ganze Halbinsel einzunehmen droht\, sind sie nur auf sich selbst gestellt. \nDieser Film zeigt die Beziehungen der Menschen weit weg von Stadt und Zivilisation. Hier\, im Norden Russlands\, verschmelzen Natur und Individuum\, Raum und Zeit\, das Dasein und der Tod. \nIm Anschluss an den Film findet eine Diskussionsrunde mit dem Filmteam statt\, an der u.a. auch der Regisseur teilnimmt. \nKarten über https://www.friedrichsbau-kino.de/?kino=harmonie sowie an der Abendkasse
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LOCATION:Harmonie Kino\, Grünwälderstraße 16-18\, Freiburg\, 79098
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SUMMARY:BÖHMISCHE DÖRFER. CARGO-THEATER
DESCRIPTION:„Böhmische Dörfer“ des Cargo-Theater ist eine autobiografische Auseinandersetzung der beiden Geschwister Carla und Leon Wierer mit dem Leben ihres Großvaters. Dieser kämpfte im Zweiten Weltkrieg als Soldat in Stalingrad. Was könnte ihnen der junge Mann\, den sie nur von einem Foto kennen\, alles vererbt haben? Einen bestimmten Gang\, eine besondere Art zu denken? Alpträume\, oder den Granatsplitter\, den er aus Stalingrad in seiner Schulter mitbrachte?  \nIhr Nichtwissen über ihren Opa und seinen undurchschaubaren Einfluss auf ihre Gegenwart\, verstehen die beiden Performer*innen als Auftrag: Zuerst lernen sie Russisch\, befragen Verwandte\, durchstöbern in langen Nächten skurrile Foren und endlose Archive im Internet und nehmen schließlich das Publikum mit auf eine multimediale Recherchereise. Vom böhmischen Dorf Hammern\, wo ihr Großvater aufwuchs\, geht es in die russische Großstadt Wolgograd\, die früher Stalingrad hieß. „Böhmische Dörfer“ ist der anarchisch einkreisende Versuch einer Annäherung an die eigene Familiengeschichte und deren Bedeutung für die Gegenwart. \nMIT \nCarla Wierer\, Leon Wierer \nGefördert vom Kulturamt der Stadt Freiburg
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LOCATION:E-Werk\, Eschholzstr. 77\, Freiburg\, 79106
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